Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Verliehenes Geld zurück fordern

moonlife

Aktives Mitglied
Liebe Forumsmenschen,

ja, ja, bei Geld hört die Freundschaft auf, ich weiß.......
Vor ca 8 Jahren habe ich einer Freundin Geld geliehen. Meiner Meinung nach etwas mehr als 1000€, ihrer Meinung nach 800€. Interessant, dass es da zwei Meinungen geben kann.....aber gut, wir haben uns auf 800 Ökken zum Zurückzahlen geeinigt. Das war vor 4,5 Jahren. 50€ monatlich. Die erste Rate kam und unbedarft wie ich bin, habe ich erst nach 4 Monaten festgestellt, dass es das auch schon war. Kommentarlos eingestellt. Habe sie angesprochen, aber mehr im Sinne von, dass ich dieses kommentarlos nicht gut finde und wenns grad nicht geht, dann halt später.
Es gab keine richtige Abmachung, wann später sein wird, siehe unbedarft.
Nun bin ich an den Punkt gekommen, ihr zu sagen, sie kann momentan keine erwachsene Freundin sein, weil sie zu heftig mit sich beschäftigt ist ( und mich mit rein zieht) und wenn sie wieder im Erwachsenenmodus ist, dann kann sie sich gerne bei mir melden.
antwort: Ich will meine (2) Bücher zurück und gut ist.
Und prompt muss ich wieder an das Geld denken.
Ich mag mich nicht dafür. Immer wenn sie mit sauteuren Kosmetika ankam, entweder geklaut oder vom Mann bezahlt, musste ich dran denken. Wenn sie rumgejammert hat, dass sie sich niiiee was leisten kann, nur fürs Kind einkauft, und mit neuer Garderobe ankam, musste ich dran denken. Als sie einen Job hatte und sich eine Putzfrau leisten wollte, musste ich dran denken. Den Job hatte sie 2 Wochen.
Also ekliger Sozialneid meinerseits.
Habe mehrmals versucht, das Geld abzuschreiben, als Lektion zu sehen, etc. Gelingt mir nicht. Ich grummel mal mehr, mal weniger vor mich hin.
Ja, angesprochen habe ich es immer mal wieder, sie hat nichts, sie verdient nicht, etc. Später, wenn sie mal nen Job hat. Oder dezenter Hinweis auf tatsächlich teure Geschenke, die sie mir gemacht hat, die aber entwedre geklaut oder vom Mann bezahlt waren.
Hmpfff.......und nun? Das noch mal esskalieren lassen? A la du bekommt die Bücher erst, wenn ich mein Geld (und meine Kleider und Bücher) bekommen habe? Ist doch auch Shit.
Innerlich abschreiben bekomme ich auch nicht hin.
Und noch mal siehe unbedarft, natürlich kein Schuldschein oder ähnliches.
Wie würdet ihr das für euch managen?
Danke
moonlife
 
Gut kann man sein, aber nicht dumm!


Hallo, liebe Mooni,
ich kann Dich sehr gut verstehen und finde, daß Du Deiner gesunden und berechtigten Empfindungen nicht zu schämen brauchst, sondern im Gegenteil, Dir vornehmen solltest in Zukunft nicht mehr so blauäugig derlei unbedarfte, unzuverlässige und gewissenlose Leute mit Geld zu unterstützen, welches sie werden zu schätzen wissen, noch überhaupt vorhaben es je zurück zu zahlen!

Ich verstehe auch nicht, warum Du mit dieser unmoralischen Bekannten so sanft und nachsichtig umgehst und statt ihr ordentlich den Marsch zu blasen, Dir selbst voller Gewissensbisse, ob Deiner ganz natürlichen Empfindungen auf die Zunge beißt?!

Hast Du wirklich so wenige Bekannte und Freunde, daß Du so sehr von dieser Person abhängig bist und deren unmögliches Verhalten ertragen mußt?

Man sollte sich im übrigen Geldgaben sehr gut überlegen, denn oft unterstützt man damit noch ungutes Verhalten und schadet diesen Menschen mehr, als ihnen zu helfen, weil die gesunde Härte des Lebens oft der bessere Lehrmeister ist, als eine allzu gutmütigen und nachsichtige Freundin!
 
Hallo,

Ich bin mir sicher, dass du dein Geld nicht mehr bekommen wirst.
So wie sich das ganze anhört, hat sie keinerlei Gefühl für Geld und wird auch immer wieder Probleme damit haben. Es wird nichts bringen, wenn du sie immer wieder darauf ansprichst, wirst du nur Ärger mit ihr haben.
Ich persönlich würde ihr die Bücher nicht geben, naja.. doch, im Endeffekt schon, weil ich nicht so Charackterlos bin und du wahrscheinlich auch nicht.
Sieh es als Lehre, Leihe niemanden so viel Geld mehr!

Wobei ich sagen muss, wenn ich als Freundin schon diese Situation mitbekommen hätte, hätte ich ihr gar nicht das Geld geliehen!

Gib diese Freundschaft auf..
Und ja, es tut weh, ist eine Menge Geld, aber es ist jetzt so, ändern kannst du es auch nicht mehr.

Dennoch alles gute dir
 
Ich würde sowohl das Geld als auch die Freundschaft abschreiben.

Das Geld bekommst du sowieso nicht mehr.

"Fasse einem Nackigen in die Tasche"

Rauskommen wird nichts.
 
Ich finde nicht, daß bei Geld die Freundschaft aufhört.

Ich verleihe auch schon mal zinslos Geld an Freunde. Oder leihe mir selbst was. Bei kleinen Geldbeträgen ist aus meiner Sicht eine mündliche Abmachung ok. Wenn jemand sich dann doch nicht dran hält, dann ist es eben wirklich Lehrgeld und ich würde dann wohl auch nicht an der Freundschaft festhalten. Ist mir aber in meinem Freundeskreis noch nie passiert. Wohl mal, daß ich jemanden erinnern mußte oder ein Freund mich erinnern mußte. Das finde ich aber auch ok. Man kann sowas schon mal vergessen.

Bei größeren Geldbeträgen mache ich aber grundsätzlich einen Darlehensvertrag. 1000 € oder auch 800 € wäre für mich durchaus ein solch größerer Geldbetrag. D.h. nicht, daß ich das ausstehende Geld dann auch tatsächlich vollstrecken könnte, wenn der andere zahlungsunfähig ist. Das weiß ich. Aber zum einen gibt es keine zwei Meinungen über den geschuldeten Betrag und die Rückzahlungsbedingungen und zum anderen kann ich meine Forderung notfalls belegen, falls der andere trotz Zahlungsfähigkeit nicht zurückzahlen möchte.

So eine schriftlich festgehaltene Übereinkunft schafft auch Frieden, weil dann die Regeln für beide Seiten klar sind und eben nicht unterschiedliche Erinnerungen entstehen, die zu Mißtrauen und Unmut führen.

Ich würde Dir raten, Dich schnellstens mit Deiner Freundin zusammenzusetzen und eine schriftliche Vereinbarung über den geliehenen Geldbetrag und die Rückzahlungsmodalitäten festzulegen, z.B. feste Raten oder innerhalb von 4 Wochen nach schriftlicher Aufforderung o.ä.
Dabei auch Regeln festlegen, was geschieht, wenn sie sich nicht an die Vereinbarung hält.
Selbst wenn sie aktuell zahlungsunfähig und nicht pfändbar wäre, dann sagt das ja nichts über die Zukunft aus.


Und dann schau Dir bitte mal an, was Dich daran hindert, für Deine Interessen einzutreten. Warum Du so zaghaft warst bisher. Ich finde es völlig ok, hilfsbereit zu sein und jemandem Geld zu leihen, wenn er es braucht und man selbst gerade nicht. Es ist aber genau so selbstverständlich, deutlich zu machen, daß das Geld geliehen und nicht geschenkt ist. Man also nicht dauerhaft bereit ist, das Geld abzuschreiben, sondern eine Rückzahlung zu gegebener Zeit erwartet.

Schau mal, warum Dir das so schwer fällt. Ist es für Dich generell schwer, Deine Erwartungen an andere zu formulieren? Wie klar, deutlich und bestimmt formulierst Du das denn? Oder nimmst Du Dich lieber zurück und hoffst, der andere werden schon was merken? Dann würde ich die aktuelle Situation als prima Lernfeld nehmen und statt zu grummeln oder die Forderung mißmutig und enttäuscht abzuschreiben, freudig üben, für mich und meine Interessen einzutreten.

Nur Mut!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

kann sie nicht alg1 oder alg 2
oder
will sie nicht (Status berufstätig)
oder hat sie so viele Schulden das es einfach nicht geht.

Bevor das nicht geklärt ist würde ich da kein Urteil abgeben.
 
Wow, danke euch allen für den hilfreichen Input und die mitfühlenden Antworten.
Dennoch ein Aber:
Dieses "Geld und Freundschaft abschreiben und Lehre daraus ziehen" bekomme ich gerade (noch?) nicht hin.
Wie vieles, es ist nicht rein schwarz oder weiß.
Diese Freundin war auch durchaus eine sehr enge und gute Freundin. Als ich ziemlich lange krank war, richtig krank, mehrere Operation und Krankenhausaufenthalte, hat sie mich begleitet. Einige Freunde und Bekannte konnten bereits beim 2. Krankenhausaufenthalt nicht mehr.
Beim Thema "Männer" hat die meinen Blick auf mich selbst und meinen Umgang mit Männern verändert und mir geholfen.
Ich habe eine Körperbehinderung, die man mir nicht ansieht und deswegen schnell vergisst. Sie ist eine der wenigen, die auf die Reige bekommt, darauf Rücksicht zu nehmen, dass man recht von mir geht, rechts von mir sitzt, etc. Das ist nicht viel, bedeutet mir aber viel.
Sie war immer eine Dramaqueen und auch ich habe irgendwann verstanden, dass sie eine reichlich seltsame Beziehung zu Konsum und Geld hat. Aber jeder hat seine Macken, auch ich.
Nur - die letzten 13, 14 Monate waren extrem, zu extrem.
Klar ist, sie hat da ein Problem. Depressionen, Magersucht, Klauen,etc. Jemanden für krankheitsbedingtes Verhalten zu verurteilen liegt mir nicht. In Krisenzeiten bin ich gerne für Freunde da und es gibt auich keine zeirtliche Grenze, wann so eine Krise vorbei zu sein hat. Die Frage ist, wie viel man mit Krankheit entchuldigen kann. Meine Grenze war erreicht, als sie gar nicht mehr mir gegenüber empathisch sein konnte und mich in Dinge hineingezogen hat, an denen ich nicht beteiligt war und nicht dafür gerade stehen möchte und als sie Dinge weiter erzählt hat, von denen ich nicht wollte, dass es weiter erzählt wird.
Daher meine Hoffnung: Wenn sie wieder etwas weniger mit sich und der Krise beschäftigt ist, kann sie auch wieder eine gute Freundin sein.

Es wurde die Frage gestellt, wie gut oder nicht gut ich für mich einstehen kann. Treffer versenkt. Das ist mein Thema. Wie viel darf ich erwarten? Ja nicht zu viel erwarten. Lieber etwas weniger, etc, pp. Manchmal eine gute Strategie, oft auch nicht. Ich kriegs nicht immer gut hin, aber schon besser. Und ich bin dran.
Allein dass ich merke, die Geldsache nagt noch an mir und ich kann es noch nicht abhaken.

Was mir durch eure Gedanken und eure Antworten als Idee gekommen ist:
Die Bücher bekommt sie auf jeden Fall zurück.
Ich werde aber auch einen Brief dazulegen, sie an den offenen Betrag erinnern und auffodern mit mir eine schriftliche Vereinbarung zu treffen.
Weil das mal wieder ein erwachsenes Verhalten wäre, das ich in den letzten Monaten vermisst habe.
Ich werde sie auch noch mal daran erinnern, dass ich sie "nicht kalt aberviert" habe, wie sie es formuliert hat. Sondern dass ich ihr wiederhilt gesagt habe, ich vermisse meine gute, erwachsene Freundin. Und zu letzt dann: Ich kann dir nicht dabei zu sehen, wie du dich selbt zerstörst, das tut auch mir weh. Wenn du wieder eine gute Freundin sein kannst, melde dich.
So oder so macht es für mich Sinn diese Geldsache endlich zu klären. Dann ist das aus dem Raum und vuelleicht ist irgendwann wieder eine Freundschaft auf Augenhöge möglich. Die Hoffnung habe ich noch, unbedarft wie ich bin. 😉
PS: Status: Verheiratet, Hausfrau und Mutter. Mann verdient, aber da gab es Engpässe. Oder etwas, was sie als Engpass wahrgenommen hat.
Sie selbst eigenes Thema......mehrere Jahre Studium ohne Abschluss, Kind bekommen, Ausbildung begonnen, abgebrochen, nie richtig gearbeitet.
 
Ich lese mir das alles mit Absicht nicht durch, damit ich objektiv bleiben kann.

Geliehenes Geld unter Freunden ... ich halte davon gar nix. Es sei denn, es wäre für einen absoluten Notfall und auch nur dann, wenn ich es entweder garantiert zurückbekomme, oder ich es entbehren kann.

Hast 1000 euro geliehen, kriegst es nicht zurück ... das hättest Du vorher wissen können. Ihr seid befreundet und Du kennst ihre finanzielle Situation. Wenn das nicht so ist, dann seid ihr nicht befreundet und dann müsste man sich die Frage stellen "warum zum Geier gibst Du denen Geld, das Du brauchst" ?

Ich hatte auch meinem Kumpel damals mal 3500 Oken gegeben, der hatte nen Unfall mit dem Auto und brauchte bissl Finanzspritze für einen Ersatz, weil er parallel auch noch sein Haus finanzierte. Bei ihm war ich mir aber sicher, dass ich es zurückbekomme. Er hatte nen gut bezahlten Job, wir hatten schon viele Krisen gegenseitig durch ... das Thema war in nem halben Jahr gegessen. Nem anderen hätte ich das nicht gegeben ... sowas weiß man vorher, ansonsten macht mans nicht. Klaro hat man auch mal nicht so gut "betuchte" Bekannte, aber hier würd ich auch niemals Geld verleihen - im Notfall spenden wenns um Behandlungen bei Krankheiten geht - ja - wenn man sich leisten kann ... aber sonst, nee. Sry, das ist Dummheit.
 
Das noch mal esskalieren lassen? A la du bekommt die Bücher erst, wenn ich mein Geld (und meine Kleider und Bücher) bekommen habe? Ist doch auch Shit.

Ja, Dir aber das Geld nicht wiedergeben ist ebenso [...] nicht gut. Von daher würde ich ihr sagen, dass Du ihr die Sachen gerne wiedergibst, aber bitte erstmal Dein Geld wiederhaben möchtest.

Ansonsten würde ich es tatsächlich versuchen, als "Lehrgeld" abzuschreiben. Weil es da wohl echt wenig Möglichkeiten gibt, das Geld wiederzubekommen. Und ich würde zeitgleich auch sie abschreiben.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Von einem Freund Geld geliehen! Freunde 20
G „Freundin“ etwas verkauft und kein Geld bekommen Freunde 24
A Kein Geld für Restaurantbesuch von Freundin Freunde 68

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben