G
Gast
Gast
Hallo zusammen,
kurz zu meiner Person: Bin 48 Jahre alt und seit 25 Jahren im Kreditgewerbe tätig, fast durchgehend für den gleichen Arbeitgeber.
Vor kurzem wurde ich angesprochen, ob ich mich nicht auf die Stelle eines stv. Abteilungsleiters einer größeren Kreditabteilung bewerben wolle, was ich dann auch getan habe. Es gab einige interne Mitbewerber, aber ich wurde genommen. Die gebotenen finanziellen Konditionen waren auch ok.
Inzwischen merke ich, dass ich mit der Führungsaufgabe überhaupt nicht zurechtkomme, weil ich mich einfach nicht für die geeignete Führungspersönlichkeit halte. Ein kürzlich im Rahmen eines Führungskräftetrainings durchgeführter Persönlichkeitstest bescheinigt mir eine gering ausgeprägte Führungsmotivation, auch andere Schlüsselqualifikationen fehlen mir offenbar.
Als Experte in meinem Fachgebiet habe ich mich immer wohlgefühlt und mein Wissen auch immer gerne weitergegeben. Aber wenn es um Konfliktgespräche oder Leistungsbeurteilungen von mir unterstellten Mitarbeitern geht, scheitere ich jämmerlich. Ich habe regelrecht Angst vor solchen Situationen entwickelt. Für mich habe ich festgestellt: Ich will keine Karierre, keine Macht, keine Führung übernehmen.
Inzwischen haben sich körperliche Symptome eingestellt (Magenbeschwerden), die ich auf die Situation zurückführe.
Ich werde etwas ändern müssen, aber ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll. Mit der Abgabe der Führungsverantwortung dürfte ich bei Kollegen und Mitarbeitern wohl den Stempel "Schwächling" aufgedrückt bekommen. Davon abgesehen, weiß ich gar nicht, ob mein Arbeitgeber mir irgendeine Alternative anbieten könnte.
Ich überlege, ob ich kündigen, eine Auszeit nehmen und mich beruflich komplett neu orientieren soll. Aber ich bin schon 48, habe Frau und zwei kleine Kinder, ein nicht bezahltes Haus und damit jede Menge finanzielle Verantwortung. Was ist, wenn ich keinen neuen Job finde?
Vor Mitte des Jahres käme ich aus dem jetzigen Arbeitsverhältnis nicht raus, weil man mir in weiser Voraussicht die Kündigungsfrist auf 3 Monate zum Quartalsende verlängert hat. Morgen werde ich erstmal zum Arzt gehen und mich krank schreiben lassen (das habe ich in den letzten 25 Jahre eigentlich nie gemacht). Im Moment bin ich echt am Ende mit meinen Kräften.
Vielleicht hat ja jemand von Euch noch Ideen oder Anregungen, die mir in meiner Situation helfen könnten.
Danke für's Lesen.
V.
kurz zu meiner Person: Bin 48 Jahre alt und seit 25 Jahren im Kreditgewerbe tätig, fast durchgehend für den gleichen Arbeitgeber.
Vor kurzem wurde ich angesprochen, ob ich mich nicht auf die Stelle eines stv. Abteilungsleiters einer größeren Kreditabteilung bewerben wolle, was ich dann auch getan habe. Es gab einige interne Mitbewerber, aber ich wurde genommen. Die gebotenen finanziellen Konditionen waren auch ok.
Inzwischen merke ich, dass ich mit der Führungsaufgabe überhaupt nicht zurechtkomme, weil ich mich einfach nicht für die geeignete Führungspersönlichkeit halte. Ein kürzlich im Rahmen eines Führungskräftetrainings durchgeführter Persönlichkeitstest bescheinigt mir eine gering ausgeprägte Führungsmotivation, auch andere Schlüsselqualifikationen fehlen mir offenbar.
Als Experte in meinem Fachgebiet habe ich mich immer wohlgefühlt und mein Wissen auch immer gerne weitergegeben. Aber wenn es um Konfliktgespräche oder Leistungsbeurteilungen von mir unterstellten Mitarbeitern geht, scheitere ich jämmerlich. Ich habe regelrecht Angst vor solchen Situationen entwickelt. Für mich habe ich festgestellt: Ich will keine Karierre, keine Macht, keine Führung übernehmen.
Inzwischen haben sich körperliche Symptome eingestellt (Magenbeschwerden), die ich auf die Situation zurückführe.
Ich werde etwas ändern müssen, aber ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll. Mit der Abgabe der Führungsverantwortung dürfte ich bei Kollegen und Mitarbeitern wohl den Stempel "Schwächling" aufgedrückt bekommen. Davon abgesehen, weiß ich gar nicht, ob mein Arbeitgeber mir irgendeine Alternative anbieten könnte.
Ich überlege, ob ich kündigen, eine Auszeit nehmen und mich beruflich komplett neu orientieren soll. Aber ich bin schon 48, habe Frau und zwei kleine Kinder, ein nicht bezahltes Haus und damit jede Menge finanzielle Verantwortung. Was ist, wenn ich keinen neuen Job finde?
Vor Mitte des Jahres käme ich aus dem jetzigen Arbeitsverhältnis nicht raus, weil man mir in weiser Voraussicht die Kündigungsfrist auf 3 Monate zum Quartalsende verlängert hat. Morgen werde ich erstmal zum Arzt gehen und mich krank schreiben lassen (das habe ich in den letzten 25 Jahre eigentlich nie gemacht). Im Moment bin ich echt am Ende mit meinen Kräften.
Vielleicht hat ja jemand von Euch noch Ideen oder Anregungen, die mir in meiner Situation helfen könnten.
Danke für's Lesen.
V.