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Vater tot, Freundin wendet sich ab?

schwarze träne

Neues Mitglied
Hallo ihr alle!
Seit ungefähr zehn Wochen ist mein Vater jetzt tot. Er starb an einem Gehirntumor, der erst neun Wochen zuvor festgestellt wurde. In der Zeit, als er nur noch im Krankenhaus lag war meine Mutter nur noch bei ihm und ich war bei meiner besten Freundin. Sie und ihre Mutter haben mich aufgebaut wo sie nur konnten und ich bin ihnen echt dankbar dafür. Als mein Papa dann starb, lebte ich wieder zuhause weil ich die Nähe von meiner Mama brauchte. Zuhause kann ich weinen und über meinen Papa reden. Da ich aber jetzt ganz oft zuause war und nicht mehr jeden Tag etwas mit meiner Freundin gemacht habe, fühlt sie sich jetzt verletzt und meint ich wäre Gefühlskalt ihr gegenüber weil ich mich nicht auch noch bei ausheule über meine Gefühle. An Heilig Abend kam sie nämlich an, ich hatte schon genug schlechte Laune weil das das erste Weihnachten ohne meinen Papa war, und sagte dass wir unbedingt miteinander reden müssten. Sie hätte schon unsere Klavierlehrerin (und gleichzeitig auch noch beste Freundin von der Mutter von meiner Freundin) gefragt, ob wir uns bei ihr treffen können, also auf neutralem Boden und mit der Lehrerin als "Streitschlichter". Ich bekam erstmal Panik weil ich nunmal schon 3 Jahre mit meiner Freundin wie Pech und Schwefel war und das hieß dann nichts gutes. das hört sich zwar jetzt wie im Kindergarten an, das seh ich ja genauso aberes belastet mich eben trotzdem. Mein ganzes Weihnachtsfest war endgültig versaut und ich hab mir nur Gedanken gemacht, was sie denn jetzt will und was ich falsch gemacht habe. Ich komme schon so sehr schlecht mit dem Tod meines Vaters zurecht, weil ich ihn echt total vermisse. Weil mir das keine Ruhe gelassen hat, haben wir uns am 2. Weihnachtstag bei meiner Klavierlehrerin getroffen. Die haben mir dort über meine Psyche erzählt und das ich doch ein "Kopfmensch" sei und das ich meine Freundin eben durch meine "Gefühlskaltheit" gegen sie total verletzen würde. Ich habe allem zugestimmt aber mir im nachhinein von anderen sagen lassen, dass ich jetzt erstmal auf mich achten sollte, wie ich mit meinem Leben zurechtkomme und mit dem Tod meines Vaters. Meine Freundin hat mir letztendlich sozusagen ein Ultimatum gestellt indem sie sagte dass ich mir überlegen sollte ob ich noch ihre Freundin sein will oder ob ich mich ändere und meine Gefühle bei ihr auslassen will. Naja, ich schreib das hier rein um vielleicht einen guten Rat von euch zu bekommen!

Vielen Dank schonmal dafür!
 
zum einen-wie kommt deine "Freundin" dazu-dich als gefühlskalt darzustellen?
Zum anderen-achte nur auf Dich...denn Dir geht s schlecht-Du musst schauen-nach allem was Du durchgemacht hast-wieder auf die Beine zu kommen. Deine Freundin sollte Verständnis dafür haben-auch wenn Du nicht so funktionierst-wie sie sich das vorstellt. Ich fasse es nicht-wie sie mit Dir umspringt...gerade jetzt..in einer schweren Phase.
DU solltest Dir überlegen-ob Du weiter mit ihr befreundet sein möchtest...
DENN SIE benimmt sich alles andere als wie ne "FREUNDIN"-sorry!
Ich wünsche Dir, dass Du bald über alles hinweg kommst. Und-dass Du in der Trauerphase bist-ist doch nur zu verständlich.
Du machst alles richtig...Du hast das Recht-auf Traurigkeit.
Alles erdenklich Gute u. Liebe Grüsse
Sissy
 
Hallo schwarze Träne,

Ich wünsche dir erstmal viel Kraft für deine Trauer. Jeder Mensch hätte dafür Verständniss das nach einem Tod eines nahen geliebten Menschen einige Zeit braucht um dies zu verarbeiten. Das du dich jetzt mit deiner Mutter eng verbindest ist auch normal. Denn sie ist noch die einzigste die dir aus einem Elternteil verblieben ist.

Das einzige die für mich in diesen schweren Zeiten gefühlskalt ist, ist deine Freundin. Denn sie kann dich nicht verstehen und sie wird es auch nicht. Denn es gibt viele Menschen die den Tod einfach ausblenden und denken, das Leben geht weiter. Für sie geht es ja auch weiter, nur für dich geht sie jetzt etwas anders. Du bist in der Trauerphase und sie die doch deine Freundin ist müsste es doch am besten verstehen.

Suche dir Menschen aus die dich jetzt in diesem Moment gut tuen und die dich verstehen. Und deine Freundin tut mir echt leid denn wenn sie jetzt nicht für dich da ist wird sie später auch nicht für dich da sein. Denn wahre Freunde helfen einem in der Not.

Karma
 
Hallo schwarze Träne,

Deine Freundin sollte sich aufgrund Deines großen Verlusts, eher zurücknehmen und Deine Trauer, die Du mit Deiner Mutter teilen willst, akzeptieren.

Das ist Freundschaft.

Mein Beileid.
 
hallo träne,

erstmal wünsch ich dir viel kraft für deine trauer und mag dich mal ganz fest drücken.

ich glaube, dass es deine freundin gut mit dir meint und sie sich sorgen macht, dass du in deiner trauer untergehst... auch weil du mit ihr darüber nicht sprichst... so wie ich es herausgelesen habe.

wenn sie deine beste freundin ist, wird sie sich fragen warum du dich ihr in deiner trauer nicht anvertraust, warum sie dir keinen trost spenden darf, warum sie dich nicht unterstützen darf, warum sie nicht für dich da sein darf.

ist es wirklich deine beste freundin ?

alles liebe
 
Danke für eure Antworten!
Genau das haben mir auch meine Mutter und mein Bruder gesagt und auch meine anderen Verwandten und Freunde. Meiner Freundin aber mitzuteilen, was ich davon halte wird auch noch schwer. Ich will nicht nochmal so ein Gespräch auf "neutralem Boden" und ich hab auch Angst ihr das in die Augen zu sagen, weil sie ich vllt den falschen Ton treffen könnte oder nich auf den Punkt käme. Vor allem wird sie mir dann wiederworte geben, die mich dann völlig aus der Fassung bringen. Meine Mutter hat vorgeschlagen, dass ich ihr einen brief schreibe mit meinen Gedanken zu diesem Thema. Das werde ich auch machen. Es wird nur schwierig genug sie in der schule wieder zusehen, da sitze ich nämlich immer neben ihr und auch jetzt an Silvester.

Liebe Grüße
 
Also schwarze Träne...ich sag Dir nun mal was:
das mit dem Brief-ist eine super Idee-einerseits....denn so kannst Du Deinen Gedanken und Gefühlen am meisten Ausdruck verleihen-vielleicht ist das auch die beste Möglichkeit -gewisse Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Dennoch-Du bist alles andere als in der Pflicht-Dich erklären zu müssen...schließlich hast Du das Recht-auch deine Trauer-zu verarbeiten. Jeder Mensch-trauert anderst.Wenn Du Dich jetzt eben zurückziehst-dann ist das eben so. Schön-wenn sie für Dich da ist/wäre...klar-dennoch-den Zeitpunkt -wann Du ihre Hilfe in Anspruch nimmst-sollte sie dir überlassen-sofern sie Dir ihre Hilfe überhaupt weiterhin angeboten haben sollte. Dass Du kein "Bock" hast-wegzugehen-nur zu verständlich.
Wenn es wirklich Deine beste Freundin ist-klärt sich das ganze. Aber-um Deine Freundschaft zu ihr-solltest Du Dir immoment nicht so viele Gedanken machen-versuch Dir auf andere Art und Weise-einfach "Luft" zu verschaffen. Vielleicht mit langen Spaziergängen-oder aber einfach im "Stillen" -ganz für Dich. Suche Dir auch Menschen-vielleicht auch in deiner Familie...die Dir wirklich Kraft geben können-führe lange Gespräche-tausche Dich aus.
Ich habe jetzt lange überlegt-ob ich Dir das schreiben soll-aber ich wage es einfach mal...
weisst Du...ne Freundin von mir hatte vor Jahren auch ihren geliebten Papa verloren...und ich kann Dir nur das Selbe sagen wie ihr:
Ich bin mir sicher-...er wird stets und soll auch -prässent-für dich bleiben. In Deinem Herzen-wird er ewig leben und wer weiss-hat meine Freundin mir damals zurückgeschrieben:"Vielleicht sitzt er ja auf einer Wolke und schaut voller Stolz auf mich herab..." Ist doch n schöner Gedanke....-Ich persönlich glaube daran-bin auch überzeugt-dass er stets bei Dir sein wird. Verlieren wirst Du ihn so nie...glaub mir...
Alles Alles erdenklich Gute...
und..wenn mal jemand zum Reden brauchst...-Bescheid geben....
Liebe Grüsse
Sissy

Danke für eure Antworten!
Genau das haben mir auch meine Mutter und mein Bruder gesagt und auch meine anderen Verwandten und Freunde. Meiner Freundin aber mitzuteilen, was ich davon halte wird auch noch schwer. Ich will nicht nochmal so ein Gespräch auf "neutralem Boden" und ich hab auch Angst ihr das in die Augen zu sagen, weil sie ich vllt den falschen Ton treffen könnte oder nich auf den Punkt käme. Vor allem wird sie mir dann wiederworte geben, die mich dann völlig aus der Fassung bringen. Meine Mutter hat vorgeschlagen, dass ich ihr einen brief schreibe mit meinen Gedanken zu diesem Thema. Das werde ich auch machen. Es wird nur schwierig genug sie in der schule wieder zusehen, da sitze ich nämlich immer neben ihr und auch jetzt an Silvester.

Liebe Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo schwarze träne!

Ich finde, dass es Deine Sache ist, wie Du mit dem Tod Deines Vaters umgehst. In Deinem Alter ist es vermutlich besonders schwer, mit dem Tod des Vaters umzugehen. Außerdem konntest Du Dich kaum auf das Geschehniss vorbereiten. Es dauerte nur wenige Wochen.

Ich finde es nicht richtig, dass Deine Freundin Ansprüche an Dich stellt. Wie Du mit Deiner Zeit und Deiner Kraft umgehst, ist Deine Sache. Vor allem in Deiner aktuellen Situation sollte man als Freundin mehr Verständnis für Dich haben. Vielleicht besitzt Deine Freundin noch nicht die Reife, um angemessen mit Dir umzugehen. Wahrscheinlich bist Du ihr sehr wichtig - sonst würde sie nicht so einen "Terz" machen.

Das Treffen mit der Klavierlehrerin kommt mir auch sehr merkwürdig vor.

Gib Deiner Freundin einfach zu verstehen, dass Du im Augenblick lieber zu Hause bist und dass Du noch Zeit brauchst. Später würdest Du wieder gerne mehr mit Deiner Freundin zusammen sein. Ich nehme an, dass ich hiermit in Deinem Sinne spreche.

Es wird bestimmt wieder der Zeitpunkt kommen, an dem Du Dich wieder öffnest und sie besuchen möchtest. Vielleicht findest Du dann auch heraus, warum sie so "klammert". Vielleicht kann sie gar nicht anders - aufgrund ihrer persönlichen Lebenserfahrungen...

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du allmählich wieder aus Deiner Trauer kommst!
 

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