G
Gelöscht 127822
Gast
Hallo,
ich weiß gar nicht wo ich so richtig anfangen soll. Mein Vater hatte im Mai einen Schlaganfall. Seitdem hat er Probleme mit dem Sprechen und ist in seiner Bewegung sehr unsicher. Ursache für den Schlaganfall war ein zu hoher Blutdruck. Er hatte vorher schon Blutdrucksenker genommen, die haben das aber nicht so richtig in den Griff bekommen. Teilweise hat mein Vater es auch irgendwie selbst verschuldet. Seitdem Schlaganfall bekommt er andere Medikamente und Blutverdünner. Sein Blutdruck hat sich normalisiert, aber er wird seitdem sehr schnell müde. Trotz Physiotherapie und Logopädie macht er leider kaum Fortschritte. Wenn er sich aufregt dann wird sein sprechen sehr schlecht. Im Allgemeinen ist sein Zustand sehr Tagesform abhängig.
Mein Vater hat sein ganzes Leben lang gearbeitet, weit über das Rentenalter hinaus und meine Mutter hat immer zurückgesteckt und wurde in den letzten Jahren immer unglücklicher, weil sie sich so ihr Leben nicht vorgestellt hat und jetzt ist das noch hinzugekommen. Da hat sich einiges an Frust angestaut. Anfangs wollte mein Vater das man seinen Zustand geheim hält, aber da es nicht wirklich besser wurde hat meine Mutter angefangen es zu erzählen. Ein weitere Konflikt zwischen ihr und meinem Vater ist, das sie teilweise nicht mehr so gut hört und hat dann Probleme hat meinen Vater zu verstehen, was oft Streit verursacht.
Zusätzlich zum Schlaganfall von meinem Vater kriselt es bei meinem Bruder in der Ehe. Seine Frau möchte sich überraschend von ihm scheiden lassen. Sie ist seitdem nur noch am durchdrehen und beschimpft ihn aufs übelstete, teilweise auch vor den Kindern. Sie hat auf ihn eingeschlagen, wo es zu einer Anzeige gekommen ist. Sie hat ihn beklaut. Große Geldmengen vom Konto abgehoben usw. Das geht seit 2 Monaten so. Mein Bruder ist natürlich total verzweifelt, weil ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Das belastet natürlich auch meine Eltern. Ganz besonders weil sie mehrere Kinder haben und die das alle mitbekommen. Teilweise hat mein Bruder fast jeden zweiten Tag verzweifelt bei meinen Eltern angerufen und hat geweint, weil sein ganzes Leben kaputt ist und alles was er sich aufgebaut hat weg ist. Da mein Vater überwiegend im Heim aufgewachsen ist, mit teilweise traumatischen Erlebnissen, hat er natürlich Angst das mit den Kindern von meinem Bruder etwas ähnliches passiert. Die Nerven von meinem Bruder liegen absolut blank und bei jeder Kleinigkeit flippt aus, was auch zu Streitigkeiten innerhalb unserer Familie geführt hat wo er meine Eltern angeschnauzt hat. Meine Mutter hat dann irgendwann einfach die Tür zu gemacht und er hat sich dann seit über einer Woche nicht mehr gemeldet.
Jetzt steht der Geburtstag von meiner Mutter an und mein Vater hat meinen Bruder gefragt ob er kommt. Meine Mutter hat mitbekommen das mein Vater ihn mehrfach angerufen hat um sicherzugehen das er wirklich kommt. Heute Abend meinte sie dann zu meinem Vater das er das nachlassen soll und mein Bruder braucht nicht zukommen. Das hat mein Vater so sehr aufgeregt das er in dem Moment fast gar nicht mehr sprechen konnte und schon angefangen hat zu weinen. Das hat mich wahnsinnig mitgenommen. Ich habe ihn dann versucht zu beruhigen. Das macht mich alles sehr traurig und ich weiß nicht was ich machen soll. Teilweise faltet meine Mutter meinen Vater ziemlich zusammen wenn er Probleme mit dem essen hat und er dann kleckert.
Etwas später am Abend hat mir dann meine Mutter erzählt das sie sehr traurig ist und hat auch schon fast angefangen zu weinen. Sie würde gerne mal wieder essen gehen, jedoch möchte mein Vater erst gehen wenn es ihm etwas besser geht. Sie fühlt sich allerdings auch nicht wohl dabei wenn sie im Restaurant sitzen würden und mein Vater alles vollkleckert. Nachbarn haben schon öfters gefragt ob sie nicht mal wieder mitkommen möchten. Seit dem Schlaganfall von meinem Vater hat sie das Gefühl das sie jetzt noch weniger Kontakt zu anderen hat. Mein Vater hat dann schon vorgeschlagen mit ihr wegzufahren, aber meine Mutter und ich haben beide Zweifel ob das überhaupt in seinem Zustand geht. Wandern gehen oder nett zusammen essen gehen, geht im Moment alles nicht.
Und nun komme ich noch ins Spiel. Ich arbeite bei meinem Vater in der Firma. Anfangs war dort auch mein Bruder. Da sich mein Bruder laufend mit meinem Vater in die Haare bekommen hat, und meinem Vater ihm gesagt hat, dass er ihm nie die Firma übergeben wird, hat er irgendwann gekündigt. Diesen Konflikt hat mein Bruder bis heute nicht überwunden. Ich hingegen wollte die Firma nie übernehmen. Da mein Vater im Moment nicht mehr arbeiten kann, bin ich leider in genau der Situation in die ich eigentlich nicht kommen wollte. Ich muss jetzt alles machen. Ich fühle mich total unwohl. Die ganze Arbeit ist eigentlich nicht das was ich mal machen wollte. In letzter Zeit habe ich immer mehr das Gefühl das nichts klappt. Der Kundenkontakt liegt mir nicht und ich habe auch nicht so eine positive Grundeinstellung wie mein Vater. Bei mir ist das Glas ehr leer als voll. Wenn dinge nicht klappen oder wenn ich unangenehme Nachrichten vermitteln muss, dann belastet mich das. Im Moment warte ich oft auf das Wochenende und das ist dann meistens zu schnell vorbei. Früher habe ich öfters am Wochenende für die Firma gemacht, weil ich unter der Woche keine Zeit dafür hatte, aber inzwischen mache ich am Wochenenden gar nichts mehr. In den letzten Jahren sind wir zusammen mit meinem Vater 3 Arbeitskräfte weniger geworden. Ich fühle mich oft überfordert und jetzt noch mit den ganzen privaten Vorkommnissen habe ich morgens oft keine Lust mehr aufzustehen. Mein Leben besteht unter der Woche eigentlich nur noch aus Arbeit, wo ich Projekte die ich mir vorgenommen habe, gar nicht mehr schaffe, sondern nur noch das Alltagsgeschäft. Ich machen mir oft auch Sorgen über den Zustand von meinem Vater.
Helfen kann mir wahrscheinlich keiner. Ich wollte mir das nur von der Seele schreiben.
ich weiß gar nicht wo ich so richtig anfangen soll. Mein Vater hatte im Mai einen Schlaganfall. Seitdem hat er Probleme mit dem Sprechen und ist in seiner Bewegung sehr unsicher. Ursache für den Schlaganfall war ein zu hoher Blutdruck. Er hatte vorher schon Blutdrucksenker genommen, die haben das aber nicht so richtig in den Griff bekommen. Teilweise hat mein Vater es auch irgendwie selbst verschuldet. Seitdem Schlaganfall bekommt er andere Medikamente und Blutverdünner. Sein Blutdruck hat sich normalisiert, aber er wird seitdem sehr schnell müde. Trotz Physiotherapie und Logopädie macht er leider kaum Fortschritte. Wenn er sich aufregt dann wird sein sprechen sehr schlecht. Im Allgemeinen ist sein Zustand sehr Tagesform abhängig.
Mein Vater hat sein ganzes Leben lang gearbeitet, weit über das Rentenalter hinaus und meine Mutter hat immer zurückgesteckt und wurde in den letzten Jahren immer unglücklicher, weil sie sich so ihr Leben nicht vorgestellt hat und jetzt ist das noch hinzugekommen. Da hat sich einiges an Frust angestaut. Anfangs wollte mein Vater das man seinen Zustand geheim hält, aber da es nicht wirklich besser wurde hat meine Mutter angefangen es zu erzählen. Ein weitere Konflikt zwischen ihr und meinem Vater ist, das sie teilweise nicht mehr so gut hört und hat dann Probleme hat meinen Vater zu verstehen, was oft Streit verursacht.
Zusätzlich zum Schlaganfall von meinem Vater kriselt es bei meinem Bruder in der Ehe. Seine Frau möchte sich überraschend von ihm scheiden lassen. Sie ist seitdem nur noch am durchdrehen und beschimpft ihn aufs übelstete, teilweise auch vor den Kindern. Sie hat auf ihn eingeschlagen, wo es zu einer Anzeige gekommen ist. Sie hat ihn beklaut. Große Geldmengen vom Konto abgehoben usw. Das geht seit 2 Monaten so. Mein Bruder ist natürlich total verzweifelt, weil ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Das belastet natürlich auch meine Eltern. Ganz besonders weil sie mehrere Kinder haben und die das alle mitbekommen. Teilweise hat mein Bruder fast jeden zweiten Tag verzweifelt bei meinen Eltern angerufen und hat geweint, weil sein ganzes Leben kaputt ist und alles was er sich aufgebaut hat weg ist. Da mein Vater überwiegend im Heim aufgewachsen ist, mit teilweise traumatischen Erlebnissen, hat er natürlich Angst das mit den Kindern von meinem Bruder etwas ähnliches passiert. Die Nerven von meinem Bruder liegen absolut blank und bei jeder Kleinigkeit flippt aus, was auch zu Streitigkeiten innerhalb unserer Familie geführt hat wo er meine Eltern angeschnauzt hat. Meine Mutter hat dann irgendwann einfach die Tür zu gemacht und er hat sich dann seit über einer Woche nicht mehr gemeldet.
Jetzt steht der Geburtstag von meiner Mutter an und mein Vater hat meinen Bruder gefragt ob er kommt. Meine Mutter hat mitbekommen das mein Vater ihn mehrfach angerufen hat um sicherzugehen das er wirklich kommt. Heute Abend meinte sie dann zu meinem Vater das er das nachlassen soll und mein Bruder braucht nicht zukommen. Das hat mein Vater so sehr aufgeregt das er in dem Moment fast gar nicht mehr sprechen konnte und schon angefangen hat zu weinen. Das hat mich wahnsinnig mitgenommen. Ich habe ihn dann versucht zu beruhigen. Das macht mich alles sehr traurig und ich weiß nicht was ich machen soll. Teilweise faltet meine Mutter meinen Vater ziemlich zusammen wenn er Probleme mit dem essen hat und er dann kleckert.
Etwas später am Abend hat mir dann meine Mutter erzählt das sie sehr traurig ist und hat auch schon fast angefangen zu weinen. Sie würde gerne mal wieder essen gehen, jedoch möchte mein Vater erst gehen wenn es ihm etwas besser geht. Sie fühlt sich allerdings auch nicht wohl dabei wenn sie im Restaurant sitzen würden und mein Vater alles vollkleckert. Nachbarn haben schon öfters gefragt ob sie nicht mal wieder mitkommen möchten. Seit dem Schlaganfall von meinem Vater hat sie das Gefühl das sie jetzt noch weniger Kontakt zu anderen hat. Mein Vater hat dann schon vorgeschlagen mit ihr wegzufahren, aber meine Mutter und ich haben beide Zweifel ob das überhaupt in seinem Zustand geht. Wandern gehen oder nett zusammen essen gehen, geht im Moment alles nicht.
Und nun komme ich noch ins Spiel. Ich arbeite bei meinem Vater in der Firma. Anfangs war dort auch mein Bruder. Da sich mein Bruder laufend mit meinem Vater in die Haare bekommen hat, und meinem Vater ihm gesagt hat, dass er ihm nie die Firma übergeben wird, hat er irgendwann gekündigt. Diesen Konflikt hat mein Bruder bis heute nicht überwunden. Ich hingegen wollte die Firma nie übernehmen. Da mein Vater im Moment nicht mehr arbeiten kann, bin ich leider in genau der Situation in die ich eigentlich nicht kommen wollte. Ich muss jetzt alles machen. Ich fühle mich total unwohl. Die ganze Arbeit ist eigentlich nicht das was ich mal machen wollte. In letzter Zeit habe ich immer mehr das Gefühl das nichts klappt. Der Kundenkontakt liegt mir nicht und ich habe auch nicht so eine positive Grundeinstellung wie mein Vater. Bei mir ist das Glas ehr leer als voll. Wenn dinge nicht klappen oder wenn ich unangenehme Nachrichten vermitteln muss, dann belastet mich das. Im Moment warte ich oft auf das Wochenende und das ist dann meistens zu schnell vorbei. Früher habe ich öfters am Wochenende für die Firma gemacht, weil ich unter der Woche keine Zeit dafür hatte, aber inzwischen mache ich am Wochenenden gar nichts mehr. In den letzten Jahren sind wir zusammen mit meinem Vater 3 Arbeitskräfte weniger geworden. Ich fühle mich oft überfordert und jetzt noch mit den ganzen privaten Vorkommnissen habe ich morgens oft keine Lust mehr aufzustehen. Mein Leben besteht unter der Woche eigentlich nur noch aus Arbeit, wo ich Projekte die ich mir vorgenommen habe, gar nicht mehr schaffe, sondern nur noch das Alltagsgeschäft. Ich machen mir oft auch Sorgen über den Zustand von meinem Vater.
Helfen kann mir wahrscheinlich keiner. Ich wollte mir das nur von der Seele schreiben.