Pepper1204
Neues Mitglied
Hallo erstmal, ich bin neu hier, weil ich auf der Suche nach einem Forum war, wo ich von meinem Problemen berichten kann.
Ich hoffe das ist hier die richtige Ecke 🙂
Nun, wie im Titel schon steht habe ich sehr starke Probleme mit meinem Vater, der mir unfassbar viel Druck macht. Ich habe 2017 mein Abi fertig gemacht und das auch sehr gut (1,9). Ich war darüber auf jeden Fall sehr glücklich und er war auch sehr stolz auf mich. Jedoch habe ich mich während dieser ganzen Abi Phase null damit beschäftigt, was ich nach der Schule machen will. Das ist schon mal mein erster Fehler gewesen. Ich war einfach viel zu gestresst und konnte mich einfach auf nichts anderes konzentrieren. Ich denke irgendwo habe ich auch geglaubt, dass ich es "einfach wissen würde" wenn es soweit ist. Nun, das war natürlich nicht so. Ich hatte also keine Ahnung was ich nach meinem Abi tun sollte und das gefiel meinen Vater natürlich gar nicht. Einerseits verständlich, andererseits ist es ja nicht so als ob ich einfach nach dem Motto "Kein Bock" zuhause rumliegen würde. Ich wusste es nun einfach nicht. Eine Sache, welche ich mir schon während dem Abi überlegt hatte, war natürlich wie viele ins Ausland zu reisen. Gerade nach England wollte ich wirklich liebend gerne.
Als ich meinen Eltern jedoch von der Idee berichtete, waren die total dagegen. Gerade mein Vater meinte, dass es nur zeitverschwendung wäre und ich damit überhaupt nichts anfangen kann und er sowas nicht bezahlt. Ich solle doch endlich arbeiten gehen (einen Satz den ich mir auch schon während der Schulzeit häufiger anhören musste). Ich hab mich dummerweise total entmutigen lassen und wusste aber auch nicht wie ich das alleine bezahlen sollte und was ich überhaupt für Möglichkeiten habe. Mehr oder weniger habe ich das dann aufgegeben. Im Endeffekt habe ich mich dann in ein Studium eingeschrieben, da mein Vater meinte ich solle mich irgendwo einschreiben. Zwar hat er gesagt ich solle etwas nehmen was mich interessiert, jedoch war der Hauptgrund eigentlich, dass er sonst kein Kindergeld mehr bekommen hätte.
Ich hab mich dann letztendlich für das WS17/18 für Politikwissenschaft und English Studies eingeschrieben. Zwei Dinge die mich eigentlich interessierte. Jedoch, war das halt eigentlich gar nicht was ich wollte. Mir war eigentlich immer klar, dass ich nach der Schule nicht sofort anfangen wollte zu studieren, aber da ich keine Alternative zu dem Zeitpunkt hatte, habe ich mich trotzdem eingeschrieben. Ich wurde auch genommen und bin dann auch immer regelmäßig zur Uni. Meine Noten waren in Ordnung, Englisch gefiel mir eigentlich ganz gut, jedoch merkte ich eigentlich ziemlich schnell, dass Politikwissenschaften sehr oft sehr öde war und ich einfach nur einschlief. Allerdings wusste ich auch überhaupt nicht, was ich sonst machen sollte. Das ich nicht wirklich zufrieden mit dem Studiengang bin habe ich auch öfters kundgetan. Um den ganzen noch eine Chance zu geben, habe ich dann noch das 2 Semester gemacht. Ich hatte mich nicht wirklich getraut zu wechseln, da mein Vater mir damit drohte, dass ich nur noch einmal wechseln darf und er sonst das Studium nicht mehr finanziert oder ich eine Ausbildung anfangen muss. Generell habe ich sehr oft das Gefühl, dass er einfach nur kein Geld mehr für irgendwas was mich betrifft bezahlen muss. Ich fühle mich zuhause total ungewollt und unerwünscht. Meine Eltern haben sich vor 3 Jahren getrennt und seitdem hat sich mein Vater sehr verändert. Früher hatten wir ein sehr gutes Verhältnis. Jetzt streiten wir uns nur noch wegen dem Studium, da er mich dazu drängen will weiter zu machen, obwohl ich damit nicht glücklich bin. Er fragt mich dann nur so Sachen wie "Willst du mir für immer auf der Tasche leben" und "Denkst du ich füttere dich hier ewig durch" und auch "Du bist ja nur zu faul arbeiten zu gehen". Ich befinde mich momentan im dritten Semester. Ich bereue es sehr das ich überhaupt angefangen habe zu studieren. Dadurch das ich schon einige Studienleistungen erbracht habe, fiel es mir natürlich (und immer noch) schwer einfach zu sagen das ich aufhöre und alles hinschmeiße. Liegt auch eigentlich nicht in meiner Natur.
Noch dazu betont er immer das ich ja schon 21 Jahre alt sei und ich jetzt langsam mal wissen müsste was ich mache. Das macht mir total Panik. Ich will ja wissen, was mir gefällt aber ich sehe einfach keinen Ausweg. Für Reisen ist es jetzt zu spät und ich kann einfach nicht aufhören daran zu denken wie dumm ich war, dass ich das alles nicht vorher geplant und nach dem Abi angegangen bin. Noch dazu habe ich mich so unterbuttern lassen. Mein jetziges Studium gefällt mir nicht wirklich, gerade wegen der fehlenden Berufsperspektiven. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich in Richtung Journalismus gehen würde, aber jetzt bin ich mir mit gar nichts mehr sicher. Ich habe mich jetzt für Jura beworben, aber von überall werden mir auch da nur Zweifel eingeredet und ehrlich gesagt bin ich mir auch da nicht sicher ob ich es will oder nur krampfhaft nach irgendetwas Suche, wo ich denke das die Zukunftsaussichten besser aussehen, aber was mich eigentlich nicht interessiert. Er meint wenn ich Jura jetzt nicht anfange zu studieren, muss ich mein jetziges Studium fertig machen, ob ich will oder nicht. Am liebsten hätte ich noch bis zum nächsten WS Zeit, aber ich denke nur immer daran, dass ich immer älter werde und nicht erst mit mitte 30 mit dem Studium fertig werde.
Tut mir super Leid für den langen Text, ich glaube es gibt vieles was ich vergessen habe, aber einen Überblick bekommt man glaube ich. Ich bin einfach verzweifelt und brauche irgendwie ein paar Ratschläge. Meine beste Freundin versteht irgendwie nicht wie sehr mich das belastet. :/
LG Pepper1204
Ich hoffe das ist hier die richtige Ecke 🙂
Nun, wie im Titel schon steht habe ich sehr starke Probleme mit meinem Vater, der mir unfassbar viel Druck macht. Ich habe 2017 mein Abi fertig gemacht und das auch sehr gut (1,9). Ich war darüber auf jeden Fall sehr glücklich und er war auch sehr stolz auf mich. Jedoch habe ich mich während dieser ganzen Abi Phase null damit beschäftigt, was ich nach der Schule machen will. Das ist schon mal mein erster Fehler gewesen. Ich war einfach viel zu gestresst und konnte mich einfach auf nichts anderes konzentrieren. Ich denke irgendwo habe ich auch geglaubt, dass ich es "einfach wissen würde" wenn es soweit ist. Nun, das war natürlich nicht so. Ich hatte also keine Ahnung was ich nach meinem Abi tun sollte und das gefiel meinen Vater natürlich gar nicht. Einerseits verständlich, andererseits ist es ja nicht so als ob ich einfach nach dem Motto "Kein Bock" zuhause rumliegen würde. Ich wusste es nun einfach nicht. Eine Sache, welche ich mir schon während dem Abi überlegt hatte, war natürlich wie viele ins Ausland zu reisen. Gerade nach England wollte ich wirklich liebend gerne.
Als ich meinen Eltern jedoch von der Idee berichtete, waren die total dagegen. Gerade mein Vater meinte, dass es nur zeitverschwendung wäre und ich damit überhaupt nichts anfangen kann und er sowas nicht bezahlt. Ich solle doch endlich arbeiten gehen (einen Satz den ich mir auch schon während der Schulzeit häufiger anhören musste). Ich hab mich dummerweise total entmutigen lassen und wusste aber auch nicht wie ich das alleine bezahlen sollte und was ich überhaupt für Möglichkeiten habe. Mehr oder weniger habe ich das dann aufgegeben. Im Endeffekt habe ich mich dann in ein Studium eingeschrieben, da mein Vater meinte ich solle mich irgendwo einschreiben. Zwar hat er gesagt ich solle etwas nehmen was mich interessiert, jedoch war der Hauptgrund eigentlich, dass er sonst kein Kindergeld mehr bekommen hätte.
Ich hab mich dann letztendlich für das WS17/18 für Politikwissenschaft und English Studies eingeschrieben. Zwei Dinge die mich eigentlich interessierte. Jedoch, war das halt eigentlich gar nicht was ich wollte. Mir war eigentlich immer klar, dass ich nach der Schule nicht sofort anfangen wollte zu studieren, aber da ich keine Alternative zu dem Zeitpunkt hatte, habe ich mich trotzdem eingeschrieben. Ich wurde auch genommen und bin dann auch immer regelmäßig zur Uni. Meine Noten waren in Ordnung, Englisch gefiel mir eigentlich ganz gut, jedoch merkte ich eigentlich ziemlich schnell, dass Politikwissenschaften sehr oft sehr öde war und ich einfach nur einschlief. Allerdings wusste ich auch überhaupt nicht, was ich sonst machen sollte. Das ich nicht wirklich zufrieden mit dem Studiengang bin habe ich auch öfters kundgetan. Um den ganzen noch eine Chance zu geben, habe ich dann noch das 2 Semester gemacht. Ich hatte mich nicht wirklich getraut zu wechseln, da mein Vater mir damit drohte, dass ich nur noch einmal wechseln darf und er sonst das Studium nicht mehr finanziert oder ich eine Ausbildung anfangen muss. Generell habe ich sehr oft das Gefühl, dass er einfach nur kein Geld mehr für irgendwas was mich betrifft bezahlen muss. Ich fühle mich zuhause total ungewollt und unerwünscht. Meine Eltern haben sich vor 3 Jahren getrennt und seitdem hat sich mein Vater sehr verändert. Früher hatten wir ein sehr gutes Verhältnis. Jetzt streiten wir uns nur noch wegen dem Studium, da er mich dazu drängen will weiter zu machen, obwohl ich damit nicht glücklich bin. Er fragt mich dann nur so Sachen wie "Willst du mir für immer auf der Tasche leben" und "Denkst du ich füttere dich hier ewig durch" und auch "Du bist ja nur zu faul arbeiten zu gehen". Ich befinde mich momentan im dritten Semester. Ich bereue es sehr das ich überhaupt angefangen habe zu studieren. Dadurch das ich schon einige Studienleistungen erbracht habe, fiel es mir natürlich (und immer noch) schwer einfach zu sagen das ich aufhöre und alles hinschmeiße. Liegt auch eigentlich nicht in meiner Natur.
Noch dazu betont er immer das ich ja schon 21 Jahre alt sei und ich jetzt langsam mal wissen müsste was ich mache. Das macht mir total Panik. Ich will ja wissen, was mir gefällt aber ich sehe einfach keinen Ausweg. Für Reisen ist es jetzt zu spät und ich kann einfach nicht aufhören daran zu denken wie dumm ich war, dass ich das alles nicht vorher geplant und nach dem Abi angegangen bin. Noch dazu habe ich mich so unterbuttern lassen. Mein jetziges Studium gefällt mir nicht wirklich, gerade wegen der fehlenden Berufsperspektiven. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich in Richtung Journalismus gehen würde, aber jetzt bin ich mir mit gar nichts mehr sicher. Ich habe mich jetzt für Jura beworben, aber von überall werden mir auch da nur Zweifel eingeredet und ehrlich gesagt bin ich mir auch da nicht sicher ob ich es will oder nur krampfhaft nach irgendetwas Suche, wo ich denke das die Zukunftsaussichten besser aussehen, aber was mich eigentlich nicht interessiert. Er meint wenn ich Jura jetzt nicht anfange zu studieren, muss ich mein jetziges Studium fertig machen, ob ich will oder nicht. Am liebsten hätte ich noch bis zum nächsten WS Zeit, aber ich denke nur immer daran, dass ich immer älter werde und nicht erst mit mitte 30 mit dem Studium fertig werde.
Tut mir super Leid für den langen Text, ich glaube es gibt vieles was ich vergessen habe, aber einen Überblick bekommt man glaube ich. Ich bin einfach verzweifelt und brauche irgendwie ein paar Ratschläge. Meine beste Freundin versteht irgendwie nicht wie sehr mich das belastet. :/
LG Pepper1204