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Vater heute gestorben

Knight

Mitglied
mein Vater ist heute 6 Uhr früh gestorben.
58 Jahre, gesund.
Bisher keine Ahnung was passiert ist, einfach nicht mehr wach geworden.
Kann im Moment nicht mehr schreiben, sorry
 
Ach Du sch****!
Das tut mir ganz, ganz dolle leid für Dich!
Ich sende Dir ganz, ganz viel Kraft und massig Mitgefühl!
traurige Grüße, tulpi
 
Mein tiefstes Beileid für Dich und Deine Familie!
Vielleicht helfen Dir etwas diese Aussagen großer Denker?!

Karl Friedrich Gauß (1777-1855)
Deutscher Mathematiker, Physiker und Astronom.
"Wenn unsere letzte Stunde schlägt, wird es unsere unsagbar große Freude sein, den zu sehen, den wir in unserem Schaffen nur ahnen konnten."


Albert Einstein (1879-1955)
Deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie.
"Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls nahe liegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum erstenmal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. - Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat diese kaum begriffen........"

Werner Heisenberg (1901-1976)
Deutscher Physiker
"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."

Aristoteles
"Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus den Werken selber ersehen."



Wünsche Dir viel Kraft und einen ehrlichen Glauben, die Dich durch diese schwere Zeit tragen!

 
Lass Dich mit meinen Worten drücken.

Herzliches Beileid !

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann,
steht in den Herzen seiner Mitmenschen.

(Albert Schweitzer)
 
hallo knight,

herzliches beileid auch von mir, fühl dich virtuell gedrückt.
sowas ist ganz furchtbar, vorallem wenns so plötzlich kommt.

4711
 
Unfaßbarkeit...

Auch von mir ein stiller Gruß.

Du wirst zu viele Fragen in Dir behalten...
Wünsche Euch,daß es eine Erklärung gibt, einen Hinweis für den Grund.
Dies wäre wohl wichtig---um irgendwann auch innerlich Abschied nehmen zu können...
es mal anders als jetzt zu sehen....nicht brutal sondern barmherzig.

Es ist so schon wahnsinnig hart ,schockierend.
Wenn man Abschiedszeit hatte, wird die Seele etwas leichter wieder
"besänftigt".

Ich hoffe,daß Ihr immer Freunde habt,um zu reden über ihn,über Euern Schmerz.
Es sei Euch auch vergönnt,den Schmerz rauszulassen,nicht in Schock und Erstarrung zu verbleiben.

Es tut mir leid für Dich

Micky
 
ich möchte mich bei euch allen bedanken für die Einträge.
Habe heute nachmittag lange im Bett gelegen und einfach nur nachgedacht ob es einen Sinn dahinter gibt.
Es gibt keinen. Der eine raucht und säuft und wird 90 Jahre, der andere ist sportlich, ernährt sich gesund und hat mit 40 einen Schlaganfall. Oder Kinder, die mit 5-6 Jahren Leuchämie bekommen. Wo ist da der Sinn dahinter, wo ist da Gerechtigkeit?
Ich weiß es nicht und ich werde auch nie dahinterkommen.

Ich glaube (oder rede es mir derzeit ein), daß mein Vater nicht gewollt hätte, wenn man jetzt in Trauer versinkt. OK, Trauer lässt sich nicht ausschalten.
Ich bin nicht religiös im herkömmlichen Sinn, ich habe irgendwie meine eigene Theorie.
Und da sehe ich es nicht als Abschied, sondern als Trennung auf Zeit. Denn irgendwann folgen wir ihm alle nach, das kann keiner verhindern.

Der größte Schmerz ist wenn ich meine Kinder weinen sehe. Ich habe versucht mit ihnen zu reden, aber die Kleine (6 Jahre) kapiert noch nicht worum es geht. Und die "Große" (10) will mir glauben, daß wir ihn irgendwann wiedersehen. Daß er wie ein Geist immer bei uns ist. Aber natürlich ist derzeit ihre Trauer übermächtig und ich kann ihr nicht wirklich helfen.

Jetzt am Abend gehts mir halbwegs gut, hab mich erfangen.
Aber vor dem Begräbnis habe ich richtig Angst ehrlich gesagt.
 
ja...gibt furchtbare Lebensstunden...

....kann da gar nix Tröstendes sagen -weil--
hab selbst so grausame Stunden,Tage...überstehen müssen...

Hab eines meiner Kinder gehen lassen müssen.
Ist schon lange her--aber--die Erinnerung ist immer noch wie gestern an bestimmte "Gefühle",an den Schock...die tiefe Abneigung gegen diese Zeremonien... und man überlebt es dann doch..irgendwie.

Der Schmerz bleibt nicht ewig so furchtbar .

Häng diesen Satz irgendwo in Deinen Kopf---und--- dann mußt Du warten,bis er sich bestätigt.
Man glaubt da nicht dran---aber---man sollte es als Fakt einspeichern,damit man ein Ziel hat:
ein besänftigtes Trauern---irgendwann..

Die Wunden geheilt ? Hm...
eher...gelernt,mit den Wunden weiterzuleben.

Schmerz ist auch nicht nur schlecht--er bringt zum Nachdenken,Erinnern,im Gedächtnisbehalten des lieben Menschen.
 
Hallo Knight,

kann ich verstehen, dass es Dir vor der Beerdigung graut...

Ich find schön, was Rilke mal geschrieben hat:

Der Schwan

Diese Mühsal, durch noch Ungetanes
schwer und wie gebunden hinzugehn,
gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes.

Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen
jenes Grunds, auf dem wir täglich stehn,
seinem ängstlichen Sich-Niederlassen - :

in die Wasser, die ihn sanft empfangen
und die sich, wie glücklich und vergangen,
unter ihm zurückziehen, Flut um Flut;

während er unendlich still und sicher
immer mündiger und königlicher
und gelassener zu ziehn geruht.



Rainer Maria Rilke, 1905/06, Meudon


Auch wenn das jetzt niemanden tröstet und nichts ungeschehen macht: eigentlich will ich mal genau so gehen, wie Dein Vater. Ohne monatelanges Elend, ohne Panik und Schmerzen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft

Tomoko
 

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