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untersuchung auf depressionen?!

G

Gast

Gast
hallo zusammen,

Ich war heute bei meinem Hausarzt und der hat mir einmal eine Überweisung zu einem Psychologen (die ich auch wollte) und dann noch eine Überweisung an die psychatrische Abteilung einer Klinik gegeben. Dort soll untersucht werden ob ich an Depressionen leide. Mein Arzt meinte falls ja, könne er mir Antidepressiva verschreiben und dann wär ja alles wieder gut (..naja so direkt hat er das jz nich gesagt aber es kam so rüber als meinte er es so). Weiß irgendjemand was bei so einer Untersuchung gemacht wird bzw musste vllt schonmal jemand da durch?🙂

danke schonmal
 
Hallo Gast,

hat dein Hausarzt dich auf ggf. organische Ursachen untersucht um das Auszuschließen?

Soweit mir bekannt ist diagnostizieren Kliniken gerne anhand eines ausführlichen Gesprächs (Anamnese) und Fragebogen.

Es ist auch ratsam das Denken nicht ganz den Ärzten oder Medikamenten zu delegieren. Antidepressiva darf auch nicht als das Allheilmittel für Depression gesehen werden, weil zur einer Behandlung gehört mehr als die Wirkung des Stoffes.

Vielleicht hilft dir der Link weiter
http://www.psychiatriegespraech.de/psychische_krankheiten/depression/depression_ueberblick.php

LG.
 
Zuletzt bearbeitet:
danke schonmal für die schnelle Antwort.
Also auf organische Ursachen wurde ich nicht untersucht, dachte mir vielleicht machen die das in der Klinik? Was genau wird denn da gemacht? Ich hab scjon von Blutabnehmen bis Kernspintomographie alles im Internet gelesen.
 
es ist leider so....es gibt keinen einzigen Test, kein Blutbild oder ähnliches, welches Depressionen nachweisen könnte.

Wie geht es Dir, lieber Gast. Beschreibe doch mal, wie Du Dich fühlst.

Und um festzustellen, ob es Depressionen sind, muss man nicht in irgendeine Klinik, um das zu checken.
Ein guter Hausarzt kann das einordnen und notfalls zum Psychiater überweisen.

Meinst Du, dass Du Medikamente brauchst? Hast Du Dich über Psychopharmaka informiert?

LG
ichdarf
 
(So, habe mich jetzt auch mal angemeldet, also ich habe das Thema eröffnet)
Mir geht es gerade nicht so gut, läuft einiges falsch zur zeit in meinem Leben - deswegen wollte ich auch eine Therapie machen. Ich hab seit ca 1 Wocher so gut wie nicht geschlafen und weiß nicht worans liegt. Vielleicht am vielen Nachdenken oder dass ich nicht abschalten kann abends, keine Ahnung. Da ich die ganze Woche also auch nicht zur Arbeit konnte und ich sowieso seit längerem an eine Therapie denke dachte ich mir jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt um den ersten Schritt zu tun. Ich glaube aber nicht, dass ich zur Zeit an Depressionen leide. Vor ein paar Monaten gings mir ziemlich schlecht und ich hatte das Gefühl morgens nichtmehr aufstehen zu können etc dieses Leeregefühl&die Antriebslosigkeit gingen aber nach ca 2 Wochen wieder weg. Wenn überhaupt dann sind sie jetzt nur in sehr abgeschwächter Form vorhanden. Ich denke also auf keinen Fall dass ich Antidepressiva bräuchte, will das aber wegen meines Arztes nochmal absichern lassen. Ich weiß ja nicht in wie weit man das selber einschätzen kann.
 
Hallo Experience!

Die Beschwerden bei einer organischen Ursache ähneln häufig denen bei einer psychischen Erkrankung. Daher ist es wichtig, dass bei psychischen Problemen zunächst abgeklärt wird, ob den Symptomen eine organische Ursache zugrunde liegt.

Sprech da aus Erfahrung - mein alter Hausarzt hat mich auf die Deprischiene abgeschoben und mich mit Antidepressiva abgespeist. Mein neuer Arzt hat die tatsächliche Ursache herausgefunden -Schilddrüsenüberfunktion -Symptome kann man einer Depression gleichsetzen.

Deshalb ist es ratsam vorher organische Defizite auszuschließen!

LG.
 
Es mag sein, daß man Depressionen nicht 100% sicher diagnostizieren kann, dennoch gibt es selbstverständlich klinische Tests.
Im Fall von Depressionen einen Fragebogen, der typische Symptome mit Stärke abfragt und am Ende ein Ergebnis ausspuckt.
Den Test wirst Du denk ich mal machen sollen/können/müssen.
Hier hab ich dir die gängigen Verfahren mal reinkopiert:
Quelle: ZPID Depression - psychologische Informationen in PSYNDEX, PsychSpider & Co

a) Testverfahren zur Erfassung von Depression (Screening):


  • FAG - Fragebogen positiver und negativer automatischer Gedanken (Automatic Thought Questionnaire)
  • DID - Diagnostisches Interview für die Depressive Persönlichkeit
  • DEQ/D - Depressive Experience Questionnaire - deutsche Fassung
  • STDS - State-Trait Depression Scales - deutsche Fassung
  • und weitere Tests
b) Testverfahren zur Erfassung des Depressionsschweregrades:


  • BDI-II - Beck-Depressions-Inventar (2. Auflage)
  • MDI - Major Depression Inventory - deutsche Fassung
  • DPSI - Depressive-Persönlichkeitsstörungs-Inventar
  • DIKJ - Depressions-Inventar für Kinder und Jugendliche
  • HAMD - Hamilton-Depressions-Skala - deutsche Fassung
  • BRMS - Bech-Rafaelsen Melancholie-Skala (BRMES; MES)
  • und weitere Tests
c) Screeningverfahren für Depression und andere psychische Erkrankungen:


  • ISR - ICD-10-Symptom-Rating
  • DAS - Skala Dysfunktionaler Einstellungen
  • ASF-E - Attributionsstilfragebogen für Erwachsene
  • und mehr ...
d) Testverfahren für Depression für spezielle Patientengruppen:


  • DASS - Depression-Angst-Stress-Skala für die Peripartalzeit
  • TFDD - Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung (Demenzscreening)
  • CDSS-G - Calgary Depression Rating Scale for Schizophrenia - de
 

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