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Braindead

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Vor etwa 10 Jahren wurde mein Vater schwer krank (Gehirnblutung) und er hät Glück gehabt, dass er das Überlebt hat. Seit damals ist er in Frührente und lässt sich total gehen. er sitzt nur vorm TV oder PC oder schläft den ganzen Tag. Ich (17) würde sogern wie früher etwas mit meinem Vater unternehmen.
Ich versteh ja dass er krank war, aber ist das ein Grund, nur rumzuliegen und nie mit mir wegzugehen? Es schmerzt einfach zu sehen, wie er sich gehen lässt. Meine Mutter versteht mich, aber sagt auf der andren Seite auch , dass ich alt genug bin, um etwas alleine oder mit meinem Freund zu unternehmen. Die gleiche Ansicht hat meine (noch/jetzige) Psychologin.
Aber ist das nicht normal, dass ich einfach mal n Familienausflug unternehmen will. Frühe rwaren wir sehr sehr oft unterwegs und das fehlt mir gerade jetzt, wo ich mich so alleine fühle (siehe Thread unter "Freunde" "alleine").
Er hat mir neulich gesagt wir gehen zusammen weg, und als ich ihn dann nach ner Woche wieder daran erinnert habe, hat er gesagt, sowas macht er nicht mit mir. Ich habe ihm dann gesagt , dass ich enttäuscht bin, aber irgendwie gab's keine Reaktion.
Was kann ich tun? Ist das normal dass ich noch was mit meinen Eltern machen will? Oder bin ich einfach noch nicht selbstständig genug?

PS: Möchte noch einiges Anmerken: Ich unternehme Sachen auch alleine, dieses Thread hier heißt nicht, dass ich nur an meine Familie gebunden bin.

PPS: die NOCH/JETZIGE Psychologin bedeutet, ich habe vor einigen Monat Psychologe gewechselt, weil ich bald 18 werde und dann nicht mehr zu dem Kinder und Jugendpsychologen gehen kann. Ich vermisse ihn total, und mir fehlt es, mit ihm zu sprechen. Mit meiner neuen Psychologin versteh ich mich nicht und ich kann nicht aus mir raus, deswegen hab ich vor, wieder zu wechseln.


Danke im Vorraus.
Braindead
 
Also ich finde es klasse das du dich so um deinen Vater kÜmmern möchtest.
Was soll daran verkehrt sein?
Ok,ich bin der absolute Familienmensch und bin auch immer bestrebt das die Familie Kontakt zueinander hält,das klappt auch nicht immer so wie ich möchte..
Vielleicht will dein Vater dir nicht "zu Last" fallen,vielleicht denkt er das du deine eigen Wege sollst und du dich nicht aufopfern sollst.
Da ist es schon schwer ihm das begreiflich zu machen das du es gerne machst.
Ich würde weiter am Ball bleiben...
 
Danke lise, aber es ist furchtbar schwer, mit meinem Vater zu reden.
Er weiß kaum was über mich, er weiß nicht was meine Hobbies sind, kennt meine Lieblingsbeschäftigungen nicht.
Mir fehlt mein Vater, den ich hatte, bevor er diese Krankheit hatte. Er hat sowohl physisch als auch psychisch extrem abgebaut und ich komm damit nicht klar.
 
Hallo Braindead


Ich kann dich sehr gut verstehen.
Mein Vater hatte vor 11 Jahren einen Schlaganfall.
Bis zu dem Zeitpunkt war er immer aktiv hat uns beim renovieren geholfen hatte einen Schrebergarten etc etc.
Als er aus der Reha kam hat er auch total abgebaut er konnte wieder viel hat es doch nicht weitertrainiert und somit die Fähigkeiten auch wieder verloren.
Also sitzt er auch nur herum und denkt an das was er nicht mehr kann.

Ich denke da ist auch der Knackpunkt bei deinem Vater.
Er will die Krankheit nicht annehmen und denkt nur an früher wie es ohne die Krankheit war. Daher auch diese Unlust irgend etwas zu unternehmen und das hängenlassen.
Das ist jetzt nur ein Gedankengang von mir ...............weils bei meinem Dad genau so ist.

Ich verstehe sehr gut das du sauer und enttäuscht bist und ich finde es ist auch völligst normal das du noch etwas mit deiner Familie unternehmen willst.
Das hat nichts mit unselbstständig zu tun sondern zeigt mir einfach das eine enge Bindung zu deinen Eltern besteht.
Mir fiel es damals auch schwer es zu akzeptieren das mein Vater nun anders war und es fällt mir auch heute noch schwer und ich bin 35.

Sicher solltest du auch was alleine unternehmen aber das tust du ja wie du geschrieben hast auch.
Versuche deinen Dad irgendwie zu motivieren vielleicht mit Dingen die er früher gerne gemacht hat.
Ich weiss ja nicht inwiefern er Einschränkungen hat in Motorik oder und Sprache...........vielleicht kann er ja an ein Hobby anknüpfen das er hatte ........und dadurch aus dieser Situation des hängenlassens wieder rausgeholt werden und auch motiviert werden wieder aktiver am Familienleben teilzunehmen.
Ich wäre als Elternteil super solz auf dich das du dir so viele Gedanken machst denn nicht alle Eltern haben Kinder die sich so Mühe geben.

Lg und alles Gute Olive
 
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