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Unsicherheit in neuer Beziehung

Ronis

Mitglied
Hallo

Ich suche Rat und Tipps bezüglich Änsgten bei einer neuen Beziehung.


ich bin Ronis und bin 28 Jahre alt. Ich habe mich vor nicht allzu langer Zeit von meinem Exfreund getrennt. Wir waren sehr lange zusammen und ich habe etwa ein Jahr lang mit dem Gedanken gespielt, mich zu trennen. Wir haben einfach zu unterschiedliche Ansichten was die Zukunft betrifft, bezüglich Zusammenleben, Heirat, Familie etc., und wir sind da auch nicht auf einen grünen Zweig gekommen. Deshalb habe ich irgendwann entschlossen, dass ich mit Ende 20 lieber jemanden suchen möchte, der gleiche Vorstellungen hat wie ich, und damit mein Exfreund auch jemanden finden kann, die das gleiche will wie er. Nichtsdestotrotz war dies eine harte Entscheidung, da wir sehr lange Zusammen waren und beide immernoch Gefühle hatten. Ich bereue die Entscheidung trotzdem nicht.


Nun bin ich seit ein paar Wochen in einer neuen Beziehung, und ich habe Probleme mit Ängsten. Mein neuen Freund hat ganz andere Erfahrungen als ich. Er hatte bis auf eine Ausnahme noch nie etwas Ernstes, während ich bisher zwei längere Beziehungen hatt (von 14 bis 19 und von 21 bis 28). Die einzige ernste Beziehung, die er hatte, war als er 23 war und hielt 10 Monate. Sie hat ihn betrogen, was ihn laut seiner Aussage damals sehr traumatisiert hat, und danach hatte er bisher keine ernste Beziehung mehr, sondern immer nur Freundschaft+ und One Night Stands. Er meint aber schon, dass er sich seit längerem eine richtige Beziehung gewünscht habe, und sich dafür auch bereit fühle. Trotzdem spinnt meine Gehirn immer wieder und ich suche, ohne dass ich es will, nach "Zeichen", dass er es eigentlich nicht ernst meint oder dass er das Interesse verliert.
Ein Beispiel ist sein Job. Er arbeitet in der Eventbranche und hat im Moment mehrere Projekt und damit sehr viel zu tun. Das war schon immer so (wir sind schon lange befreundet), seine Arbeitspläne können irgendwo zwischen 20 und 60 Stunden pro Woche schwanken. Das wusste ich schon immer. Trotzdem habe ich immer wieder Gedanken, dass er das vielleicht nur vorschiebt um mich nicht zu sehen, obwohl ich weiss dass das nicht der Fall ist.


Ich weiss nicht, wie ich das Problem angehen soll. Ich habe vor allem auch Angst, dass ich dadurch die Beziehung ruiniere. Ich habe es recht gut unter Kontrolle, ich habe mit ihm offen darüber gesprochen, gebe mir aber auch Mühe, es ihn nicht spüren zu lassen.

Der Grund für meine Ängste ist (glaube ich) eine erfahrung, die ich zwischen meinen langen Beziehungen gemacht habe. Da war ich sechs Monte mit jemandem "zusammen". Die Person damls wollte alles langsam anagehen lassen, und war erst nach längerer Zeit bereit, es eine Beziehung zu nennen. Die Person hat mich damals anch sechs Monaten endlich der Familie vorgestellt, und alles lief super, aber am nächsten Morgen hat er dann einfach aus dem nichts heraus Schluss gemacht und mich überall geblockt. Das war für mich damals sehr belastend da ich sehr starke Gefühle hatte. Bei meinem Exfreund, mit dem ich lange zusammen war, war der Beziehungsbeginn irgendwie anders, es gab keine Verleibtheitsphase, es war irgendwie ein sanfter Übergang zwischen Freundschaft und Liebe. Jetzt hingegen bin ich wieder sehr stark verliebt, und das versetzt mich zurück in diese Situation damals als ich verlassen wurde.
 
Das kann ich gut verstehen. Man begegnet im Leben oft ähnlichen Situationen, die einen immer wieder an seine Wunden erinnern so lange bis man es schafft, sie loszulassen.

Da gibt es aber kein Patentrezept für. Rational weißt Du ja, dass er anders ist als der andere Freund und Du keinen Grund hast für Deine Ängste. Aber das wird vermutlich nicht viel helfen, weil man sich rational Ängste nicht ausreden kann.

Man kann natürlich lernen, sich selbst zu beruhigen. Ihr kennt Euch erst kurze Zeit. Mit der Zeit wirst Du vermutlich mehr Vertrauen haben und ein besseres und sicheres Gespür für ihn bekommen.

Unsere Gedanken bestimmen unsere Gefühle. Wenn ich also immer und immer wieder an ungeliebte Situationen denke, fühle ich mich natürlich schlecht. Und es verstärkt dann jedes Mal diese Gedanken, die dann häufiger kommen und man ist in einem Karussell gefangen.

Wir können aber gegensteuern. Wir müssen bestimmte Gedanken nicht weiterverfolgen, wir können uns STOPP sagen und dann an etwas anderes denken. Am Anfang ist das noch etwas schwer vielleicht, aber es wird besser. Und wir können dann diese unangenehmen Gedanken überlagern mit positiven Gefühlen.
Also wenn Du in einer Situation an diesen Ex-Freund denkst, der Dich mies behandelt hat und wieder dabei bist, nach Anzeichen bei Deinem jetzigen Freund zu suchen, dann sage Dir: STOPP. Und stelle Dir ganz plastisch und farbig, wie in einem mentalen Film, schöne Situationen mit Deinem jetzigen Freund vor. Reale Situationen, die Ihr gehabt habt. Liebesworte, ein verliebter Blick von ihm. Das gefühl von Nähe, seinen Geruch. Alles Dinge, die positiv sind und Deine Gefühle positiv beeinflussen.
Dann wirst Du Dich innerlich besser fühlen.

Du kannst das ganz gezielt trainieren. Hier ein Buchtipp über kreatives Visualisieren. Du kannst Dir auch zukünftige Situationen so ausmalen, wie Du z.b. ganz gelassen reagierst, wie Du immer sicherer wirst. Wichtig ist immer beim Visualisieren, dass man sich innerlich das Ganze als einen Film vorstellt und sich so hineinversetzt in die jeweilige Situation, dass man das Gefühl hat, sie wirklich zu erleben. Dass man sie in Gedanken wirklich "fühlt".


Und hier noch ein Tipp für ein Buch, wie man lernen kann, positiv zu fühlen und damit auch seine Gedanken und Gefühle ändern kann:

 
Hallo

Ich suche Rat und Tipps bezüglich Änsgten bei einer neuen Beziehung.


ich bin Ronis und bin 28 Jahre alt. Ich habe mich vor nicht allzu langer Zeit von meinem Exfreund getrennt. Wir waren sehr lange zusammen und ich habe etwa ein Jahr lang mit dem Gedanken gespielt, mich zu trennen. Wir haben einfach zu unterschiedliche Ansichten was die Zukunft betrifft, bezüglich Zusammenleben, Heirat, Familie etc., und wir sind da auch nicht auf einen grünen Zweig gekommen. Deshalb habe ich irgendwann entschlossen, dass ich mit Ende 20 lieber jemanden suchen möchte, der gleiche Vorstellungen hat wie ich, und damit mein Exfreund auch jemanden finden kann, die das gleiche will wie er. Nichtsdestotrotz war dies eine harte Entscheidung, da wir sehr lange Zusammen waren und beide immernoch Gefühle hatten. Ich bereue die Entscheidung trotzdem nicht.


Nun bin ich seit ein paar Wochen in einer neuen Beziehung, und ich habe Probleme mit Ängsten. Mein neuen Freund hat ganz andere Erfahrungen als ich. Er hatte bis auf eine Ausnahme noch nie etwas Ernstes, während ich bisher zwei längere Beziehungen hatt (von 14 bis 19 und von 21 bis 28). Die einzige ernste Beziehung, die er hatte, war als er 23 war und hielt 10 Monate. Sie hat ihn betrogen, was ihn laut seiner Aussage damals sehr traumatisiert hat, und danach hatte er bisher keine ernste Beziehung mehr, sondern immer nur Freundschaft+ und One Night Stands. Er meint aber schon, dass er sich seit längerem eine richtige Beziehung gewünscht habe, und sich dafür auch bereit fühle. Trotzdem spinnt meine Gehirn immer wieder und ich suche, ohne dass ich es will, nach "Zeichen", dass er es eigentlich nicht ernst meint oder dass er das Interesse verliert.
Ein Beispiel ist sein Job. Er arbeitet in der Eventbranche und hat im Moment mehrere Projekt und damit sehr viel zu tun. Das war schon immer so (wir sind schon lange befreundet), seine Arbeitspläne können irgendwo zwischen 20 und 60 Stunden pro Woche schwanken. Das wusste ich schon immer. Trotzdem habe ich immer wieder Gedanken, dass er das vielleicht nur vorschiebt um mich nicht zu sehen, obwohl ich weiss dass das nicht der Fall ist.


Ich weiss nicht, wie ich das Problem angehen soll. Ich habe vor allem auch Angst, dass ich dadurch die Beziehung ruiniere. Ich habe es recht gut unter Kontrolle, ich habe mit ihm offen darüber gesprochen, gebe mir aber auch Mühe, es ihn nicht spüren zu lassen.

Der Grund für meine Ängste ist (glaube ich) eine erfahrung, die ich zwischen meinen langen Beziehungen gemacht habe. Da war ich sechs Monte mit jemandem "zusammen". Die Person damls wollte alles langsam anagehen lassen, und war erst nach längerer Zeit bereit, es eine Beziehung zu nennen. Die Person hat mich damals anch sechs Monaten endlich der Familie vorgestellt, und alles lief super, aber am nächsten Morgen hat er dann einfach aus dem nichts heraus Schluss gemacht und mich überall geblockt. Das war für mich damals sehr belastend da ich sehr starke Gefühle hatte. Bei meinem Exfreund, mit dem ich lange zusammen war, war der Beziehungsbeginn irgendwie anders, es gab keine Verleibtheitsphase, es war irgendwie ein sanfter Übergang zwischen Freundschaft und Liebe. Jetzt hingegen bin ich wieder sehr stark verliebt, und das versetzt mich zurück in diese Situation damals als ich verlassen wurde.
Du projizierst deine Ängste und Unsicherheiten von dieser 6 Monatsbeziehung auf deinen momentanen Freund. Nur weil du einmal im Leben so eine Erfahrung machen musstest, heißt das nicht, dass es jetzt wieder so laufen muss. Fokussiere dich auf die angenehmen Aspekte in deiner Beziehung und genieße die Liebe und schönen Momente. Ich glaube es wäre von Vorteil, wenn du dich mit deinem Partner mal zusammensetzt und ihm von deinen Ängsten und Sorgen berichtest. Kommunikation ist bei sowas das A und O. Ich habe beziehungstechnisch ebenfalls schon einiges durch und befinde mich nun auch wieder in einer frischen Beziehung. Da war mir dann persönlich wichtig, von Anfang an Transparenz zu zeigen und mit offenen Karten zu spielen. Ich glaube, dass diese Unsicherheiten auf deiner Seite mit der Zeit verfliegen. Jetzt genieße erstmal dein neues Glück und verkopfe dich nicht zu sehr 🙂
 
Jetzt hingegen bin ich wieder sehr stark verliebt, und das versetzt mich zurück in diese Situation damals als ich verlassen wurde.
Ja, verliebt sein kann einem auch Angst machen. Der Mix aus Gefühlen kann sowohl schön als auch beängstigend sein.
Letztendlich weiß man nie, ob es die Liebe für immer, oder nur für eine bestimmte Zeit ist. Und genauso wie du Angst hast das er dich verlassen könnte, genauso könntest auch du irgendwann merken, das deine Gefühle plötzlich nachlassen, oder deine Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Bis auf diese eine negative Erfahrung hattest du trotzdem 2 positive Erfahrungen. Also 2 : 1 für die Liebe. Und das obwohl diese Beziehungen auch Vergangenheit sind.

Mein Tipp, genieße einfach das verliebt sein und alles was da noch kommt. Sorgen kannst du dir machen, wenn es dazu einen Anlass gibt. Da du deinen neuen Partner auch davor schon gut kanntest, solltest du eigentlich einschätzen können, ob er ein Aufreißer ist oder nicht.
Wenn er bis jetzt keiner war, dann wird er auch keiner mehr.
Und falls er einer war, dann hat er die Zeit, ohne Beziehungen zu führen, genossen. Da er sich jetzt nach einer Beziehung sehnt, scheint er reifer zu sein. Und weil ihr euch ja schon lange kennt, weiß jeder auf wem er sich einlässt.

Die Garantie kann dir keiner geben, ebenso wie du sie keinem geben kannst.
 
Danke für eure Antworten.

Ich habe mit ihm offen darüber gesprochen und er ist sich meiner Ängste bewusst. Er war auch offen, was sein Trauma angeht, und was ihn triggert, wir hatten bereits zwei, drei gute Gespräche darüber. Also eigentlich sind die Grundvoraussetzungen da, dass ich mich sicher fühlen sollte, aber mein Hirn kommt darauf noch nicht klar. Am liebsten hätte ich einfach 24/7 Bestätigung von ihm, aber ich weiss dass das unrealistisch und ungesund wäre. Die Ängste sind einfach wirklich nicht rational.

Ich denke auch viel darüber nach, ob er jetzt wirklich der "Richtige" ist. Obwohl ich rational genau weiss, dass es keinen Sinn macht, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, dass sich das erst mit der Zeit zeigen wird.
 
Heute geht es mir nicht so gut, und ich denke, schreiben hilft mir.

Wir haben uns die letzten Wochen sehr intensiv gesehen, entweder haben wir am Abend etwas mit gemeinsamen Freund gemacht, wir haben uns gegenseitig besucht oder an Tagen an denen wir nicht viel Zeit htten ahben wir zumindest kurz telefoniert oder uns schnell 5min gesehen.

Jetzt ist es das erste Mal seit Beginn unserer Beziehung anders. In zwei Wochen hat er einen Grossevent, bei dem er das erste Mal in seiner Karriere ein grösseres Team leitet. Dafür muss er im Moment oft bis Abends spät bleiben. Deswegen haben wir uns seit Donnerstag nicht mehr gesehen, und eigentlich wollten wir uns heute sehen. Nun hat er unser Date abgesagt und mir mitgeteilt, dass er erst gegen Ende Woche wieder Zeit haben wird-

Da wir schon sehr offen kommunizieren, habe ich ihm dann eine etwas längere Nachricht geschrieben, und ihm meine Gefühl nochmal erklärt. Ich habe dies versucht möglichst vorwurfsfrei zu gestalten. Ich habe geschrieben, dass ich es sehr geniesse und schätze, wie Nahe wir uns in den letzten drei Monaten gekommen sind. Dass mich das aber auch sehr veletzlich mache, und dass ich deswegen viel Halt brauche. Aber dass ich ihn auch in seiner Karriere unterstützden und seine Bedürfnisse respektieren möchte.

Er hat sich für die Nachricht bedankt und meinte, die Arbeitslast sei einfach gerade sehr hoch und er brauche einfach mal wieder 2-3 Abende alleine auf der Couch um wieder Energie für unsere Beziehung zu haben.

Ich kann das eigentlich sehr gut verstehen, insbesondere, da es mir eigentlich auch so geht, ich hatte seit drei Monaten nie mehr einen ruhigen Abend allein zuhause (nicht nur wegen ihm, aber unter anderem). Trotzdem bin ich heftig getriggert und mir sind am Nachmittag die Tränen gekommen. Was wenn das jetzt sein subtiles zeichen ist, dass er das Interesse verliert? Was wenn ich ihn zu sehr bedrängt habe? Was wenn er unsere Beziehung schon beenden möchte? Ich weiss, dass das alles irrationale Ängste sind, aber trotzdem sind sie da. Ausserdem habe ich Panik, dass ich ihn durch meine Nachricht abgeschreckt habe. Wir sprechen in Person wie gesagt sehr offen über unsere Gefühle und Emotionen, und ich hatte das Bedürfnis nach Kommunikation. Das war nicht persönlich möglich, darum habe ich es schriftlich gemacht. Trotzdem habe ich Ansgt, dass er das jetzt dumm findet und sich noch mehr abwendet.
 

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