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Unsicher zwecks Haussanierung

Tobi31

Aktives Mitglied
Hallo,

Aufgrund der derzeitigen Kostenexplosionen im Bereich Energie mache ich mir momentan so meine Gedanken was ich effektiv tun kann damit die Heizkosten nicht ins jenseits gehen. Das Haus ist schon über 100 Jahre alt und wurde mal in den 70er Jahren Saniert, allerdings ist es bis heute ungedämmt und ich habe auch noch eine Einrohrheizung drin. In der unteren Wohnung geht das alles noch von der Wärme, aber in der oberen die ich bewohne ist es jetzt schon 15 Grad in den Räumen.

Der Verbrauch pro Jahr liegt so bei 30000kwh was viel zuviel ist und für die Zukunft sieht das ja dann auch nicht mehr so rosig aus. Hat da jemand eine Ahnung mit welchen Kosten man da rechnen muss? Würde wohl erstmal so in die Richtung Dämmen des Hauses und des Daches gehen wo ich effektiv was einspare. Ursprünglich hatte ich mal kosmetisches im Sinn, aber das liegt derzeit erstmal auf Eis.

Wie sieht denn da die Staatliche Förderung aus? Hab mich auch mal über einen Energieberater informiert, also mal geschaut, aber noch nichts vereinbart was ja auch eine Option wäre.

Ich bin da derzeit so unsicher, weil ich aktuell schwer einschätzen kann wie das sowieso alles in Zukunft weiter geht. Vielleicht hat ja hier jemand der das liest selbst oder ein ähnlichen Fall aus dem er berichten kann 🙂
 
Da musst du dich beraten lassen.
Glaube nicht, dass jetzt der optimale Zeitpunkt ist alles nochmal zu sanieren.
Erstmal ist im Herbst nicht unbedingt das Wetter schön und weiterhin würde ich erstmal warten wie sich das ganze Chaos entwickelt. Ein über 100 Jahre altes Haus ist natürlich eine Kostenschleuder.
 
Energieberater ist der richtige Ansprechpartner. Und für energetische Sanierung im Bestand gibt es auch KfW-Mittel. Aber auch dafür brauchst du den Energieberater. Und so schlecht sind die alte Häuser oft gar nicht. Manchmal reicht es tatsächlich an ein paar Stellschrauben zu drehen.
 
Meine Heizung ist noch aus ... relativ einfach und effektiv ist es ersteinmal dichte, neue Fenster einzusetzen. Man spart allerhand, der Eingriff in die Substanz des Hauses ist überschaubar.
 
Welche Heizung hast du in dem alten Haus?
Am meisten spart man mit einer neuen Heizung, nicbt mit der Dämmung. Falls das eine Ölheizung ist und man diese neu überhaupt noch einbauen darf, verbraucht die nur die Hälfte oder weniger im Vergleich zu 1970. Im Prinzip gilt das auch, wenn man auf eine andere Art der Wärmeerzeugung umsteigt. Die neue Heizung selbst kostet nur ein Bruchteil dessen, was die Dämmung kostet und spart sofort viel Geld.
Vom Dreck und der Zeit abgesehen. Sinnvoll sind wie schon erwähnt noch neue Fenster, alles andere ist schwierig. Die Dämmung des Dachs endet in einem neuen Dachstuhl und der kostet drei mal mehr als die neue Heizung. Und so geht es im ganzen Haus weiter
 
Welche Heizung hast du in dem alten Haus?

Hab eine Gasheizung drin (einrohr system) und da ich das Haus meinen Eltern abgekauft habe, haben sie mir vor kurzem bestätigt das ihnen wohl vor 20 Jahren gesagt worden ist das es irgendwann mal probleme mit diesem system geben wird, aber aus kostengründen haben sie sich diese einbauen lassen.

Hab dann überlegt auf ein zweirohr System zu gehen, aber nicht umgesetzt, da ich erst komplett meine Wohnung saniert habe wollte ich jetzt nicht wieder alles aufkloppen.

Deshalb hab ich auch erstmal ans dämmen gedacht. Das Problem bei der Heizung ist das die untere Wohnung gut beheizt wird, aber bei mir kommt sehr wenig an. Noch dazu endet der heizkreislauf bei mir im Bad wo schon ein Handwerker mal zu mir sagte das er das nicht versteht wie das mal verbaut worden ist, da das Bad ja als erstes beheizt werden sollte und nicht als letztes...
 
Frag einen Handwerksmeister Gas Wasser Installation um Rat. Unter Umständen reicht schon die neue Heizung damit es im 2. Stock warm wird, auch mit diesem Einrohrsystem. Es kann aber auch an der Wasserpumpe liegen oder der Entlüftung oder die Rohre sind zugesetzt oder oder oder...

Sobald mehr als nur die Heizung ersetzt wird ist die Frage, was mann überhaupt verbauen kann. Ein 100 Jahre altes Haus hat von Natur aus keine gerade Wand, das Mauerwerk zerfällt wenn man reinbohrt und die Balken sind morsch. Das ist nichts mit Fußbodenheizung, und z.B. Solarpaneele benötigen einen modernen Stromkreislauf. Das muss alles geprüft werden.

Und dann dürfen bestimmte Heizungssysteme nur noch befristet eingebaut oder genutzt werden. Alles was fossile Energieträger angeht. Das musst du ja auch bedenken, bevor du irgendwas machst.
 
Bevor ich mir einen Handwerker bestellen würde - den zu finden ist ja gerade auch nicht unproblematisch - würde ich tatsächlich erst einmal einen Energieberater kommen lassen. Bei uns wurde der damals sogar staatlich bezuschusst, als wir unser 75 Jahre altes Haus energetisch saniert haben. Der Betrag war im Vergleich zum Rest ne echte Lachwurst. Die schauen sich auch an, was man kurzfristig verbessern kann.
Wir haben damals die Heizungsanlage ausgetauscht (Ist leider ne Gasheizung), allerdings haben wir auch noch den wasserführenden Kamin mit in die Anlage integriert und die Option einer PV-Anlage haben wir auch noch. Fenster ausgetauscht, Aussendämmung, alle offenliegenden Rohrleitungen wurden isoliert und ich weiss nicht, was noch alles.
Es gibt zig Möglichkeiten und vieles hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Nicht alles ist überall möglich. Und da möchte ich dann auch lieber die Meinung von einem unabhängigen Fachmann hören.
 

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