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Uni verweigert Ausgabe vom Diplomzeugnis

A

ArmeSau

Gast
Hallo,

ich habe folgendes Problem. Ich habe 14 Semester lang an einer deutschen Universität studiert, im Sommer mein Diplom abgegeben und dafür ein "sehr gut" erhalten.

Da mir bereits sehr früh ein entsprechendes Gutachten meines Betreuers vorlag,
konnte ich mit dem Nachweis bisher erbrachter Leistungen und dem
Schein über eine bestandene Diplomarbeit bereits im August einen sehr guten
Job finden.

Anfang Dezember erhielt ich die Nachricht: die Diplomarbeit ist bestanden.
Als ich allerdings mein Diplomzeugnis abholen wollte, stellte das Studienbüro fest,
dass mir bei einem Lehrstuhl 2 SWS fehlen. Dies konnte ich jedoch leicht erklären,
da ich an einer Übergangsregelung teilgenommen habe, bei welcher
2 Lehrstühle fusioniert haben und die SWS von zwei Veranstaltungen bei
gleichem Leistungsumfang von 4 auf 3 SWS gesenkt wurden. Komilittonen,
welche 2-3 Semester vor mir fertig wurden, passte die damalige Mitarbeiterin
des Studienbüros die SWS entsprechend an, und sie erhielten ihr Diplomzeugnis.

Im Dezember kam eine neue Mitarbeiterin hinzu. Sie bekam auch zwei Opfer
der Übergangsregelung zur Bearbeitung, und löste das Problem auf ihre Art,
indem den Studenten noch vor der Diplomarbeit eine Möglichkeit zur
Seminararbeit gewährt wurde, mit welcher die fehlenden 2 SWS erreicht werden
konnten.

Obwohl ich seit Juni exmatrikuliert bin und das Studienbüro auf die ungleiche
Behandlung der Studenten verwiesen habe, hat es den entsprechenden Lehrstuhl
informiert, welcher mir "grosszügig" die nachträgliche Anerkennung der SWS
gegen die Vorlage einer Seminararbeit angeboten hat. Abgabetermin 15. Januar.

Nun... jetzt kommen die ganzen Probleme. Zunächst musste ich mitten
in der Weihnachtszeit in meinem Unternehmen mitteilen, dass es bei mir
"Probleme mit dem Diplom" gegeben hat. Das Unternehmen erzielte mit mir
eine Einigung, nach welcher ich mir 2 Wochen unvezahlten Urlaub
für diese Seminararbeit nehmen konnte; ohne die Vorlage eines Diplomzeugnisses
Mitte Januar bin ich meinen Job los, das Unternehmen erwägte ebenfalls
ziemlich hohe Schadensersatzforderungen aufgrund meines Arbeitsausfalls
und erneut anfallender Mitarbeitersuche.

Die Seminararbeit konnte ich dank schlafloser Nächte und unmengen an Kaffee
am Freitag abgeben. Bereits nach 30 Minuten erhielt ich eine Nachricht,
dass ALLES drin falsch ist: Links, Form, Inhalt. Note: "nicht ausreichend", 5.

Ich weiss nicht, was ich weiter machen soll. Noch vor 3 Wochen war ich
ein glücklicher Absolvent. Jetzt habe ich 7 Jahre umsonst studiert,
verliere in paar Wochen meinen Job und habe Aussicht auf einen enormen Schuldenberg.
Die Argumente, dass einigen Studenten fehlende SWS anerkannt wurden,
lässt das Studienbüro unter dem Vorwand eines Verwaltungsfehlers nicht gelten.

Ich und meine Eltern sind wegen dieses Vorfalls psychisch sehr am Ende.
Falls jemand einen (juristischen) Ratschlag für mich hat,
dann bitte her damit.
 
Da es in diesem Fall um erhebliche Kosten geht, die auf Dich zukommen können, kann ich nur den Gang zu einem spezialisierten Anwalt empfehlen.

Es geht hier knallhart um Rechtsberatung, die Du brauchst und die kann und will ich an dieser Stelle hier nicht leisten, da auch Haftungsansprüche Deinerseits wegen falscher Beratung gegen das Forum entstehen könnten.
 
Hallo ThreadErsteller!

Wenn Du Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgangs hast, solltest Du eventuell einen spezialisierten Rechtsanwalt zu Rate ziehen.

Ansonsten frage ich mich, ob Du nicht noch weitere Prüfungsmöglichkeiten hast. An deutschen Universitäten hat man doch in der Regel (je nach Studienfach) ca. drei Versuche, um ein Examen zu bestehen. Aber in diesem Punkt kennst Du Dich sicher besser aus als ich.
 
Hallo ArmeSau,

je offizieller es wird, je mehr Menschen es wissen, umso komplizierter wird es. Das Studentenbüro hat sich bereits Intern auf einen Bearbeitungsfehler geeinigt. Sie werden von dieser Position nicht abweichen.

Du hast eine Seminararbeit geschrieben und diese Arbeit mit dem Lehrstuhl ausgemacht. Also ist das dein Angriffspunkt!

Schreibe den Professor des Lehrstuhls an. Ich hoffe er ist kein A****. Erkläre, dass du dich gerne mit ihm am Termin um Zeit treffen willst. Es geht um deine Seminararbeit und deinen Job! Du möchtest gerne mit ihm persönlich reden. Erkläre dem Professor, keinem Übungsleiter! deine Lage. Damals wurden die Lehrstühle zusammen gelegt. Du hast auf die Aussage beim Studentenbüro vertraut und jetzt bist du aus allen Wolken gefallen. Dein Job, deine Zukunft stehen wegen Fehlinformation auf dem Spiel. Du hast unbezahlten Urlaub genommen und weißt jetzt nicht mehr, was du machen sollst ... . Wenn er ein Minimum an Menschlichkeit besitzt, winkt er deine Seminararbeit mit Augen zudrücken und 4 durch oder erwartet eine Verbesserung und winkt sie dann durch.

Das würde ich an deiner Stelle versuchen. Der Brummt, macht sein Kürzel runter, die Seminararbeit verschwindet im Schrank, das Studentenbüro bekommt einen Schein von bestandenen 2SWS und das war's. Danach kannst du dich gerne über menschliche Dummheit, Dreistigkeit, Ignoranz und perverse kranke unfähige Mitarbeiter aufregen.

Also bleib ruhig. Gehe mit bedacht vor. Keine übereilten Aktionen.

Ein zweiter Weg führt dich zum Dekan deiner Fakultät. Erkläre auch ihm, dass du in dieser Übergangszeit warst und aufgrund einer Fehlinformation dein Abschluss und damit dein Job gefährdet ist. Wenn das Studentenbüro die Muskeln spielen lässt, habe ich mit dem Dekan gesprochen und siehe da, das Studentenbüro spurt.

Wenn beides nichts fruchtet, schaltest du den Studentenrat und deinen Fakultätsrat ein. Sie sind dafür zuständig solche Fragen intern zu klären. Sie haben durchaus Mittel und Wege, auch wenn die meisten Studenten nur abwinken. Aber ich glaube, soweit musst du gar nicht vordringen.

Sprich mit dem Lehrstuhl und eventuell mit dem Dekan. oft reicht ein einfaches Schreiben und die Sachen sind vom Tisch.

Es wird gut gehen!

Also dir noch ein frohes Fest 🙂 .
Jun
 
Hallo ThreadErsteller!

Die von Jun beschriebenen Handlungsmöglichkeiten scheinen auch in meinen Augen Lösungschancen zu bieten. Ich würde aber wahrscheinlich auch parallel einen Anwalt befragen.

Trotz allem wünsche ich Dir und Deinen Eltern gute Weihnachten!
 
@ ArmeSau

Es handelt sich nicht um eine Rechtsberatung, sondern nur um eine Meinung. Rechtsverdreher zufrieden?

wenn's mir passiert wäre, würde ich sehr genau die für mich verbindliche Studienordnung/Fachprüfungsordnung lesen. Wenn da steht, ich muss so und so viel SWS machen, würde ich alles dran setzen, dies noch zu erfüllen. Wenn ich durch so eine Geschichte nicht gegen die Bestimmungen vertoßen hätte, würde ich sofort zum Anwalt marschieren. Mit meiner Uni hab ich die Erfahrung gemacht, dass diese Papierchen das einzige ist, was zählt.
Hast du vielleicht was Schriftliches über diese Übergangsregelung?

Du bist noch lange nicht der Erste. Unser alter Professor geht, der Lehrstühl wird umbenannt, und ein Masterstudiengang gestrichen, mit dem ich gerechnet habe. Und keine Sau interessiert sich dafür, was die Betroffenen jetzt machen sollen.
 

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