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Gast
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Hey zusammen!
Ich hab vor ein paar Tagen mit meinen "Exfreund" (fällt mir irgendwie schwer ihn so zu nennen, weil die Beziehung vorbei war bevor sie richtig angefangen hat) Schluss gemacht und zwar auf eine sehr unglückliche Art zu einem erdenklich schlechten Zeitpunkt und jetzt lassen mich Schuldgefühle nicht los.
Ich (weiblich, 25) habe ihn (26) vor drei Monaten an der Uni kennengelernt und wir hatten ein paar Dates. Dann haben wir uns ein paar Wochen nicht gesehen, waren beide im Urlaub (unabhängig voneinander) und ich muss dazu sagen, dass ich zur Zeit auf nem totalen Ego-Selbstverwirklichungstrip bin, so von wegen mich selbst finden, mich ausleben in jeglicher Hinsicht, Spiritualität, Kreativität, Meditation, meine innere Mitte finden und all das Programm. Hängt sicher damit zusammen, dass ich vor nem halben Jahr von nem Typ, in den ich ziemlich verliebt war, betrogen und verlassen wurde und mir durch diesen ganzen Kram aus dem Loch rausgeholfen habe. Und dabei hab ich festgestellt, wie gut es mir eigentlich getan hat, dass mir das Herz gebrochen wurde und wie gerne ich eigentlich allein bin. Auf jeden Fall date ich dann trotzdem diesen Typ, den ich an der Uni kennengelernt habe, weil ich ihn ganz cool finde und zumindest etwas Unverbindlichem mit ihm nicht abgeneigt wäre. Schließlich fangen wir auch ganz vorsichtig was miteinander an, aber ich sag gleich, ich will keine Beziehung und er sagt gleich, er will nicht so ne offene Affäre, weil er davon schon zu viele hatte und mich dafür zu sehr mag.
Trotzdem machen wir weiter, daten, schlafen irgendwann miteinander etc. Dabei bekam ich zeitweise dann doch etwas Herzklopfen und Verliebtheitsgefühle und er hat sich total in mich verknallt. Trotzdem haben wir ständig Diskussionen, weil er eigentlich was festeres und ich was weniger festes und mehr Zeit für mich selbst will. Ich kann ihn aber, aus welchem Grund auch immer, nicht gehen lassen... weil ich ihn ja irgendwie dafür doch zu sehr mag. Meine Freundin empfiehlt mir darauf, ich könne doch mal versuchen, mit ihm eine Beziehung einzugehen, weil er vielleicht diese Vereinbarung braucht um lockerer zu werden. Ich schlage ihm das also vor, er ist megahappy, ein paar Wochen ist alles ganz gut. Aber zumindest von meiner Seite stimmt was nicht. Ich freu mich zwar immer ihn zu sehen, aber dann auch immer wieder darauf, alleine zu sein. Ich mag ihn zwar und verbringe gern Zeit mit ihm, aber das totale Verliebtheitsgefühl was ich bei meinen Exfreunden am Anfang hatte, ist einfach nicht da. Ich dachte, vielleicht kommt es ja noch, vielleicht bin ich nur so vorsichtig, weil mir erst vor einem halben Jahr das Herz gebrochen wurde. Er ist weiterhin total lieb zu mir, verwöhnt mich. Ich habe Geburtstag, er überschüttet mich mit Geschenken, richtig aufmerksamen Sachen, er hat sich total Mühe gegeben. Ich stelle ihn auf meiner Geburtstagsparty meinen Freunden vor, alles gut. Am nächsten Tag bringt er mir Frühstück ans Bett, alles wunderbar. Dann gehe ich in die Küche um abzuspülen, fühle mich plötzlich mies, denke daran, wie viel er für mich empfindet und wie wenig ich an Gefühlen zurück geben kann, mir wird plötzlich klar, dass jeder Kuss jedes Lächeln von mir ein bisschen geschauspielert ist, das es einfach keine echte Verliebtheit ist. Ich gehe zurück ins Schlafzimmer, wo er ist, fange plötzlich an zu weinen, er fragt was los ist, ich kann nicht lügen, sage es ihm und mache Schluss. Nachdem kurze Zeit vorher noch heile Welt ist. Er weint, fleht mich an, ihm noch eine Chance zu geben, kann es nicht fassen.
Ich schlage vor, wir denken erstmal drüber nach, er geht, wir treffen und am nächsten Tag nochmal. Mir ist in der Nacht klar geworden, dass meine Verliebtheit zum Großteil eine Illusion war, dass ich ihn lediglich mag und ganz süß finde, aber einfach nicht liebe. Langes, ehrliches Gespräch, er glaubt es mir eine Weile nicht weil es so plötzlich kommt. Er weint, meint, dass es bei ihm mit Frauen immer so läuft, dass die nach kurzer Zeit wegen sowas unerfindlichem Schluss machen, meint er packt das nicht nochmal. Trotz Schuld und Mitleid bin ich konsequent geblieben, um ihm keine falschen Hoffnungen zu machen.
Aber die Schuldgefühle lassen mich nicht los. Natürlich war es nötig Schluss zu machen, aber gerade nachdem er mich mit den aufmerksamsten Geschenken überschüttet hat und es so aussah, als ob alles funktioniert.... einfach richtig S**** von mir. Ich hätte ihm niemals vorschlagen dürfen, dass wir eine Beziehung eingehen. Und vielleicht nichtmal mit ihm schlafen dürfen, war doch von Anfang an klar, dass er mehr für mich empfindet als ich für ihn. Aber ich kanns nicht rückgängig machen. Am schlimmsten ist, dass er soweit ich ihn kennenlernen konnte, so eine Person ist, die sich schnell in Selbstmitleid zurückzieht anstatt sich - wie es meiner Meinung nach in der Situation angemessen wäre - sich ins Leben zu stürzen und abzulenken. Und ich weiß doch genau wie er sich fühlt, weil mir vor einem halben Jahr das Herz gebrochen wurde und ich weiß, dass diese Schmerzen nahezu unerträglich sind. Aber noch dazu war es bei mir wenigstens das einzige Mal, während ihm sowas ständig passiert ist... ausgerechnet er hätte echt mal was besseres verdient. Aber ich kann es ihm nicht geben. Dabei liegt mir das Wohl andere doch so am Herzen, ich würde für Menschen, die mir wichtig sind alles stehen und liegen lassen um ihnen zu helfen. Aber wie soll ich ihm denn helfen? Ich kann doch nicht aus Mitleid mit ihm zusammenbleiben? Ich fühle mich wie ein unglaublich schlechter Mensch und kann einfach nicht in den Spiegel schauen... vor allem wegen des Zeitpunks und wie alles gelaufen ist 🙁 🙁 🙁
Ich hab vor ein paar Tagen mit meinen "Exfreund" (fällt mir irgendwie schwer ihn so zu nennen, weil die Beziehung vorbei war bevor sie richtig angefangen hat) Schluss gemacht und zwar auf eine sehr unglückliche Art zu einem erdenklich schlechten Zeitpunkt und jetzt lassen mich Schuldgefühle nicht los.
Ich (weiblich, 25) habe ihn (26) vor drei Monaten an der Uni kennengelernt und wir hatten ein paar Dates. Dann haben wir uns ein paar Wochen nicht gesehen, waren beide im Urlaub (unabhängig voneinander) und ich muss dazu sagen, dass ich zur Zeit auf nem totalen Ego-Selbstverwirklichungstrip bin, so von wegen mich selbst finden, mich ausleben in jeglicher Hinsicht, Spiritualität, Kreativität, Meditation, meine innere Mitte finden und all das Programm. Hängt sicher damit zusammen, dass ich vor nem halben Jahr von nem Typ, in den ich ziemlich verliebt war, betrogen und verlassen wurde und mir durch diesen ganzen Kram aus dem Loch rausgeholfen habe. Und dabei hab ich festgestellt, wie gut es mir eigentlich getan hat, dass mir das Herz gebrochen wurde und wie gerne ich eigentlich allein bin. Auf jeden Fall date ich dann trotzdem diesen Typ, den ich an der Uni kennengelernt habe, weil ich ihn ganz cool finde und zumindest etwas Unverbindlichem mit ihm nicht abgeneigt wäre. Schließlich fangen wir auch ganz vorsichtig was miteinander an, aber ich sag gleich, ich will keine Beziehung und er sagt gleich, er will nicht so ne offene Affäre, weil er davon schon zu viele hatte und mich dafür zu sehr mag.
Trotzdem machen wir weiter, daten, schlafen irgendwann miteinander etc. Dabei bekam ich zeitweise dann doch etwas Herzklopfen und Verliebtheitsgefühle und er hat sich total in mich verknallt. Trotzdem haben wir ständig Diskussionen, weil er eigentlich was festeres und ich was weniger festes und mehr Zeit für mich selbst will. Ich kann ihn aber, aus welchem Grund auch immer, nicht gehen lassen... weil ich ihn ja irgendwie dafür doch zu sehr mag. Meine Freundin empfiehlt mir darauf, ich könne doch mal versuchen, mit ihm eine Beziehung einzugehen, weil er vielleicht diese Vereinbarung braucht um lockerer zu werden. Ich schlage ihm das also vor, er ist megahappy, ein paar Wochen ist alles ganz gut. Aber zumindest von meiner Seite stimmt was nicht. Ich freu mich zwar immer ihn zu sehen, aber dann auch immer wieder darauf, alleine zu sein. Ich mag ihn zwar und verbringe gern Zeit mit ihm, aber das totale Verliebtheitsgefühl was ich bei meinen Exfreunden am Anfang hatte, ist einfach nicht da. Ich dachte, vielleicht kommt es ja noch, vielleicht bin ich nur so vorsichtig, weil mir erst vor einem halben Jahr das Herz gebrochen wurde. Er ist weiterhin total lieb zu mir, verwöhnt mich. Ich habe Geburtstag, er überschüttet mich mit Geschenken, richtig aufmerksamen Sachen, er hat sich total Mühe gegeben. Ich stelle ihn auf meiner Geburtstagsparty meinen Freunden vor, alles gut. Am nächsten Tag bringt er mir Frühstück ans Bett, alles wunderbar. Dann gehe ich in die Küche um abzuspülen, fühle mich plötzlich mies, denke daran, wie viel er für mich empfindet und wie wenig ich an Gefühlen zurück geben kann, mir wird plötzlich klar, dass jeder Kuss jedes Lächeln von mir ein bisschen geschauspielert ist, das es einfach keine echte Verliebtheit ist. Ich gehe zurück ins Schlafzimmer, wo er ist, fange plötzlich an zu weinen, er fragt was los ist, ich kann nicht lügen, sage es ihm und mache Schluss. Nachdem kurze Zeit vorher noch heile Welt ist. Er weint, fleht mich an, ihm noch eine Chance zu geben, kann es nicht fassen.
Ich schlage vor, wir denken erstmal drüber nach, er geht, wir treffen und am nächsten Tag nochmal. Mir ist in der Nacht klar geworden, dass meine Verliebtheit zum Großteil eine Illusion war, dass ich ihn lediglich mag und ganz süß finde, aber einfach nicht liebe. Langes, ehrliches Gespräch, er glaubt es mir eine Weile nicht weil es so plötzlich kommt. Er weint, meint, dass es bei ihm mit Frauen immer so läuft, dass die nach kurzer Zeit wegen sowas unerfindlichem Schluss machen, meint er packt das nicht nochmal. Trotz Schuld und Mitleid bin ich konsequent geblieben, um ihm keine falschen Hoffnungen zu machen.
Aber die Schuldgefühle lassen mich nicht los. Natürlich war es nötig Schluss zu machen, aber gerade nachdem er mich mit den aufmerksamsten Geschenken überschüttet hat und es so aussah, als ob alles funktioniert.... einfach richtig S**** von mir. Ich hätte ihm niemals vorschlagen dürfen, dass wir eine Beziehung eingehen. Und vielleicht nichtmal mit ihm schlafen dürfen, war doch von Anfang an klar, dass er mehr für mich empfindet als ich für ihn. Aber ich kanns nicht rückgängig machen. Am schlimmsten ist, dass er soweit ich ihn kennenlernen konnte, so eine Person ist, die sich schnell in Selbstmitleid zurückzieht anstatt sich - wie es meiner Meinung nach in der Situation angemessen wäre - sich ins Leben zu stürzen und abzulenken. Und ich weiß doch genau wie er sich fühlt, weil mir vor einem halben Jahr das Herz gebrochen wurde und ich weiß, dass diese Schmerzen nahezu unerträglich sind. Aber noch dazu war es bei mir wenigstens das einzige Mal, während ihm sowas ständig passiert ist... ausgerechnet er hätte echt mal was besseres verdient. Aber ich kann es ihm nicht geben. Dabei liegt mir das Wohl andere doch so am Herzen, ich würde für Menschen, die mir wichtig sind alles stehen und liegen lassen um ihnen zu helfen. Aber wie soll ich ihm denn helfen? Ich kann doch nicht aus Mitleid mit ihm zusammenbleiben? Ich fühle mich wie ein unglaublich schlechter Mensch und kann einfach nicht in den Spiegel schauen... vor allem wegen des Zeitpunks und wie alles gelaufen ist 🙁 🙁 🙁