dioneus
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Mir kommen diese Gedanken gerade, während vom Nebenzimmer die Lustgeräusche meines Mitbewohners mit irgendeinem Mädchen herüberklingen.
Es ist ein Thema das mir nicht leicht fällt, obwohl es mich permanent beschäftigt. Es fällt mir auch jetzt schwer, die richtigen Worte zu finden. Falls der folgende Text abgehackt erscheint, hat es hierin seinen Grund.
Um das vorweg zu nehmen, ich war schon ein paar mal verliebt, eine Beziehung hatte ich allerdings nie. Ich habe trotzdem oft das Gefühl, als hätte ich Liebeskummer, als hätte ich die Liebe meines Lebens verloren. Dann höre ich traurige Liebeslieder und verkrieche mich in Selbstmitleid, obwohl ich an niemanden denke und in niemanden verliebt bin. Es ist mehr so eine Art Weltschmerz die mich stets begleitet.
In meinem Umfeld haben alle ständig Sex oder Beziehungen, Trennungen und neue Beziehungen in einem Tempo, mit dem ich gar nicht mitkomme. Die Beliebigkeit und Flüchtigkeit der Gefühle meiner Mitmenschen hat mich schon immer befremdet. Dabei ist Liebe und Sex für sie etwas völlig Natürliches, dass sie sich holen wenn sie es brauchen und genießen können. Keine Gewissensbisse gegenüber den Mädchen, die letzte Woche da waren. Überhaupt kein Innehalten, geschweige denn ein Kennenlernen. Niemand hat etwas miteinander zu reden.
Selbst bei den längeren Beziehungen im Freundeskreis frage ich mich, wieso diese Leute überhaupt zusammen sind, die so wenig miteinander verbindet.
Ich habe zugegeben ein romantisch-verklärendes Bild von der Liebe. Ich habe als Teenager immer von Geschichten wie Romeo und Julia oder Tristan und Isolde geschwärmt. Dabei habe ich selbst ausnahmslos schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte mein erstes Mal sehr spät und das war eine sehr große Enttäuschung. Danach habe ich viele meiner Prinzipien über Bord geworfen und angefangen, Sex um des Sex willens zu haben. Dabei haben mich mal die Sexualpartner mal ich selber angeekelt. Mit jemandem in den ich verliebt war, war ich eigentlich noch nie im Bett.
Es ist so lange her, dass ich verliebt war und ich verbinde damit so wenig Positives. Ich bin neidisch darauf, dass andere Menschen damit etwas Schönes und Lust verbinden können.
Nach vielen leidenschaftslosen und teilweise riskanten Erfahrungen, die ich nicht selten direkt oder noch währenddessen schon bereute, ekelt mich der Gedanke an Sex mit Unbekannten jetzt nur noch an. Obwohl das in meinem Umfeld häufig Gang und Gebe ist.
Ich weiß, dass ich keine Nähe zulasse, d.h. es braucht sehr viel Zeit, bis ich so einen Versuch unternehme, und es ist stets in Enttäuschungen geendet. Es hat durchaus Männer gegeben, die warme Gefühle für mich hatten, die mir Geschenke gemacht haben und für mich da sein wollten, bei mir ist allerdings überhaupt nichts davon angekommen. Wenn sie mich dann letztendlich aufgegeben hatten und wenige Wochen später einen anderen hatten, war ich immer so eifersüchtig, obwohl sie mir unverändert freundlich begegnet sind. Ich war dann auch mal auf einem Geburtstag von einem "Ex" von mir, und habe mich sogar freundlich mit seinem Freund unterhalten, ich habe mich allerdings wie auf feindlich-gesinntem Boden gefühlt. Ich war so gekränkt, dass mir diese Liebe nicht zu Teil wurde.
Vor zehn Jahren sagte man schon zu mir, dass man nur auf den Richtigen warten müsse, und dass sich die Liebe einstelle, wenn man am wenigsten damit rechnet. Heute muss ich bitter lächeln, wenn ich daran denke. Für die meisten ist der Richtige der nächstbeste, erscheint mir.
Trotzdem kann ich nicht verstehen, wieso mir bis heute jegliche angenehme Nähe verwehrt geblieben ist. Gewiss habe ich einen weniger stark ausgeprägten Sexualtrieb als andere, ich glaube aber schon, dass ich unter den richtigen Bedingungen Spaß an Sex und Nähe haben könnte.
Ich könnte oft Sex haben oder mich mit Leuten treffen, die sich für mich interessieren. Ich kann mich allerdings für niemanden wirklich begeistern. Aufgrund meiner hohen Ansprüche fallen fast sämtliche Menschen bei mir durch. Das heißt nicht, dass ich arrogant wäre. Ich kann mit den meisten Menschen einfach interessensweise nichts anfangen und finde die meisten Menschen auch zu dumm. Ich habe es oft ausprobiert. Aber mit den wenigsten habe ich ein vernünftiges Gespräch führen können, geschweige denn ein solches, das inspiriert.
Ich habe mich in der Folge immer weiter zurückgezogen. Dabei sehne ich mich so sehr nach einem Menschen von dem ich mich verstanden fühle. Wenn ich mir die anderen in ihren Beziehungen vorstelle, wie sie gemeinsam Dinge unternehmen, dann frisst es mich innerlich auf und ich finde keinen Schlaf. Ich habe noch nie etwas Gemeinschaftliches geteilt mit jemandem von dem ich mich geliebt fühlte und das ich genossen hätte, z.B. Urlaube, gemeinsam kochen, Zähne putzen, im Park spazieren.
Aufgrund meiner Erfahrungen erwarte ich nie etwas Gutes von anderen Menschen und Enttäuschungen sind vorprogrammiert. Wenn jemand bei mir übernachten möchte, bin ich so angespannt, dass ich oft die ganze Nacht wach liege. Wenn ich jemanden gern habe, bin ich so unsicher, dass ich mich unbehaglich fühle. Ich kann niemandes Nähe genießen und auch körperliche Zärtlichkeiten fallen mir schwer. Ich kann immer erst aufatmen, wenn ich wieder allein bin. Daher vermeide ich auch inzwischen, jemanden kennenzulernen und manipuliere Dates unbewusst so, in dem ich beispielsweise wiederholt Treffen absage, bis sie kein Interesse mehr haben und sogar sauer sind. Dann kann ich traurige Musik aufdrehen und muss niemanden sehen. Ich habe so einen großen Wunsch abzuhauen und niemanden mehr wiederzusehen. Während um mich herum alle Menschen in- und auseinander gleiten.
Es ist ein Thema das mir nicht leicht fällt, obwohl es mich permanent beschäftigt. Es fällt mir auch jetzt schwer, die richtigen Worte zu finden. Falls der folgende Text abgehackt erscheint, hat es hierin seinen Grund.
Um das vorweg zu nehmen, ich war schon ein paar mal verliebt, eine Beziehung hatte ich allerdings nie. Ich habe trotzdem oft das Gefühl, als hätte ich Liebeskummer, als hätte ich die Liebe meines Lebens verloren. Dann höre ich traurige Liebeslieder und verkrieche mich in Selbstmitleid, obwohl ich an niemanden denke und in niemanden verliebt bin. Es ist mehr so eine Art Weltschmerz die mich stets begleitet.
In meinem Umfeld haben alle ständig Sex oder Beziehungen, Trennungen und neue Beziehungen in einem Tempo, mit dem ich gar nicht mitkomme. Die Beliebigkeit und Flüchtigkeit der Gefühle meiner Mitmenschen hat mich schon immer befremdet. Dabei ist Liebe und Sex für sie etwas völlig Natürliches, dass sie sich holen wenn sie es brauchen und genießen können. Keine Gewissensbisse gegenüber den Mädchen, die letzte Woche da waren. Überhaupt kein Innehalten, geschweige denn ein Kennenlernen. Niemand hat etwas miteinander zu reden.
Selbst bei den längeren Beziehungen im Freundeskreis frage ich mich, wieso diese Leute überhaupt zusammen sind, die so wenig miteinander verbindet.
Ich habe zugegeben ein romantisch-verklärendes Bild von der Liebe. Ich habe als Teenager immer von Geschichten wie Romeo und Julia oder Tristan und Isolde geschwärmt. Dabei habe ich selbst ausnahmslos schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte mein erstes Mal sehr spät und das war eine sehr große Enttäuschung. Danach habe ich viele meiner Prinzipien über Bord geworfen und angefangen, Sex um des Sex willens zu haben. Dabei haben mich mal die Sexualpartner mal ich selber angeekelt. Mit jemandem in den ich verliebt war, war ich eigentlich noch nie im Bett.
Es ist so lange her, dass ich verliebt war und ich verbinde damit so wenig Positives. Ich bin neidisch darauf, dass andere Menschen damit etwas Schönes und Lust verbinden können.
Nach vielen leidenschaftslosen und teilweise riskanten Erfahrungen, die ich nicht selten direkt oder noch währenddessen schon bereute, ekelt mich der Gedanke an Sex mit Unbekannten jetzt nur noch an. Obwohl das in meinem Umfeld häufig Gang und Gebe ist.
Ich weiß, dass ich keine Nähe zulasse, d.h. es braucht sehr viel Zeit, bis ich so einen Versuch unternehme, und es ist stets in Enttäuschungen geendet. Es hat durchaus Männer gegeben, die warme Gefühle für mich hatten, die mir Geschenke gemacht haben und für mich da sein wollten, bei mir ist allerdings überhaupt nichts davon angekommen. Wenn sie mich dann letztendlich aufgegeben hatten und wenige Wochen später einen anderen hatten, war ich immer so eifersüchtig, obwohl sie mir unverändert freundlich begegnet sind. Ich war dann auch mal auf einem Geburtstag von einem "Ex" von mir, und habe mich sogar freundlich mit seinem Freund unterhalten, ich habe mich allerdings wie auf feindlich-gesinntem Boden gefühlt. Ich war so gekränkt, dass mir diese Liebe nicht zu Teil wurde.
Vor zehn Jahren sagte man schon zu mir, dass man nur auf den Richtigen warten müsse, und dass sich die Liebe einstelle, wenn man am wenigsten damit rechnet. Heute muss ich bitter lächeln, wenn ich daran denke. Für die meisten ist der Richtige der nächstbeste, erscheint mir.
Trotzdem kann ich nicht verstehen, wieso mir bis heute jegliche angenehme Nähe verwehrt geblieben ist. Gewiss habe ich einen weniger stark ausgeprägten Sexualtrieb als andere, ich glaube aber schon, dass ich unter den richtigen Bedingungen Spaß an Sex und Nähe haben könnte.
Ich könnte oft Sex haben oder mich mit Leuten treffen, die sich für mich interessieren. Ich kann mich allerdings für niemanden wirklich begeistern. Aufgrund meiner hohen Ansprüche fallen fast sämtliche Menschen bei mir durch. Das heißt nicht, dass ich arrogant wäre. Ich kann mit den meisten Menschen einfach interessensweise nichts anfangen und finde die meisten Menschen auch zu dumm. Ich habe es oft ausprobiert. Aber mit den wenigsten habe ich ein vernünftiges Gespräch führen können, geschweige denn ein solches, das inspiriert.
Ich habe mich in der Folge immer weiter zurückgezogen. Dabei sehne ich mich so sehr nach einem Menschen von dem ich mich verstanden fühle. Wenn ich mir die anderen in ihren Beziehungen vorstelle, wie sie gemeinsam Dinge unternehmen, dann frisst es mich innerlich auf und ich finde keinen Schlaf. Ich habe noch nie etwas Gemeinschaftliches geteilt mit jemandem von dem ich mich geliebt fühlte und das ich genossen hätte, z.B. Urlaube, gemeinsam kochen, Zähne putzen, im Park spazieren.
Aufgrund meiner Erfahrungen erwarte ich nie etwas Gutes von anderen Menschen und Enttäuschungen sind vorprogrammiert. Wenn jemand bei mir übernachten möchte, bin ich so angespannt, dass ich oft die ganze Nacht wach liege. Wenn ich jemanden gern habe, bin ich so unsicher, dass ich mich unbehaglich fühle. Ich kann niemandes Nähe genießen und auch körperliche Zärtlichkeiten fallen mir schwer. Ich kann immer erst aufatmen, wenn ich wieder allein bin. Daher vermeide ich auch inzwischen, jemanden kennenzulernen und manipuliere Dates unbewusst so, in dem ich beispielsweise wiederholt Treffen absage, bis sie kein Interesse mehr haben und sogar sauer sind. Dann kann ich traurige Musik aufdrehen und muss niemanden sehen. Ich habe so einen großen Wunsch abzuhauen und niemanden mehr wiederzusehen. Während um mich herum alle Menschen in- und auseinander gleiten.
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