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Unfähig, Freundschaften aufzubauen

  • Starter*in Starter*in Fähnchen
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F

Fähnchen

Gast
Hallo,
wie ihr im Titel bereits seht, ist es einer meiner Probleme, was mich (so sehr ich mir das nicht allzugerne eingestehe) schon etwas belastet. Momentan bin ich Masterstudentin und in meinem Studiengang sind wir ein Jahrgang aus gerade mal 23 Leuten. Zwar komme ich mit allen klar und ich merke auch, dass ich wohl akzeptiert werde, dennoch fragt mich niemand persönlich, ob ich mal irgendetwas mit denen unternehmen will. Ich weiß, es hört sich so an, als würde ich nur darauf warten und eigentlich könne ich das aus eigenem Antrieb "schaffen", z.B. indem ich jemanden selbst frage, ob er/sie nicht Lust hätte, mit mir etwas zu machen. Ich bin zwar in der Lage, irgendwie Kontakt zu Menschen herzustellen, aber ich wundere mich schon, dass mich niemand, auch nicht im Bachelorstudium fragt. Ok, ein Mal, aber das verlief immer im Sande, habe es auch selbst mal angesprochen, aber hat bis heute nicht geklappt. Manchmal denke ich, dass meine Art und Weise, wie ich mich verhalte, doch nicht so gut ankommt. Oder es liegt an meinem Aussehen, obwohl ich durchaus Positives dazu gehört habe. Früher vor ca. 5 Jahren hatte ich Freunde, aber das klappte auch nicht, weil die sich entweder in mich verliebten und dann nicht damit klarkamen, dass ich kein Interesse hatte (aber trotzdem die Freundschaft aufrechterhalten wollte) oder ich wurde durch bessere Freunde ersetzt. Ich habe teilweise die Freundschaften aufgelöst, da ich das so nicht hinnehmen konnte und ich quasi eine Art Sinnkrise durchmachte. Könnt ihr, liebe Leser, mir irgendwelche Tipps geben, wie ich Freunde finden könnte? Kann es auch sein, dass ich einfach verlernt habe, Freundschaften aufzubauen? Es ist tatsächlich nicht so, dass ich ein schlechter Mensch bin. Eigentlich bin ich sehr hilfsbereit und das ist weningstens etwas, was mir jeder gesagt hat. Ein kleiner Aspekt, der meine früheren Freundschaften scheitern ließ war auch die Tatsache, dass ich wohl "kalt" sei. Ob das so ist, weiß ich nicht, aber vielleicht könnt ich euch ein Bild von mit machen. Wäre wirklich für jeden Beitrag dankbar^^!

Liebe Grüße, Fähnchen
 
Hallo, Fähnchen,

Freundschaften lassen sich zu Menschen aufbauen, die Dir weitgehend ähnlich sind. Gemeinsamkeiten verbinden.
Wir finden nicht immer Menschen, die uns ähnlich sind. Deswegen kann man trotzdem auch Freundschaften zu Menschen aufbauen, die Dir unähnlich sind. Wenn Du diesen Weg gehen möchtest, dann empfehle ich Dir folgendes:

1) Beobachte Menschen und finde heraus, was ihnen wichtig ist.

2) Interessiere Dich für die Themen, für die sich diese Menschen interessieren.

3) Bleibe dabei ehrlich und heuchle kein Interesse, wo kein Interesse besteht.
Trotzdem kannst Du Dich für ein "langweiliges" Thema interessieren, weil Du Dich für diesen Menschen interessierst.
Der Mensch ist Dir wichtig - und deswegen auch die Themen, für die sich dieser Mensch interessiert.

4) Wenn Du selbst interessante Themen/Hobbies hast, kannst Du Menschen auch hierfür interessieren.

5) Kalt wirkende Menschen sind nicht zwangsläufig kalt. Sie wirken lediglich so, weil sie wenig Gefühle zeigen.
Dem entgegen wirkt Herzlichkeit. Schau Menschen in die Augen und achte darauf, dass man Dir in die Augen schaut, wenn ihr euch begrüßt oder verabschiedet.

6) Wenn Du wenige wichtige menschliche Werte vertrittst, ist die Basis Mensch-zu-Mensch auch entsprechend klein.
Hilfsbereitschaft ist jedoch ein schöner Anfang.

Ich hoffe, Dir helfen diese Zeilen.

LG, Nordrheiner
 
Hey Nordrheiner,
vielen Dank für deine Antwort! Du hast mit deinen Angaben recht, dass Herzlichkeit etwas Grundlegendes ist, etwas, was Menschen verbindet. Es ist natürlich nicht so, dass ich mit niemanden rede, im Gegenteil, ich habe da eine kleine Vierer-Gruppe aus Kommilitonen, aber, obwohl ich mir Mühe gebe und mich auch für die Personen interessiere, fühle ich mich als fünftes Rad am Wagen (wie man so schön sagt). Das Gefühl hatte ich schon immer, auch bei meinen früheren Freunden. Ich gebe ja zu, dass ich tendenziell jemand bin, der gerne alleine ist, aber so wie es aktuell bei mir aussieht ist es kein Zustand, den ich einfach so hinnehmen will. Trotz allem werde ich deine Zeilen zu Herzen nehmen und bewusst an mir arbeiten. Eine Sache, die ich vorhin vergessen habe, zu erwähnen ist auch, dass ich nicht gerade von Problemen verschont bin (wie bei allen Menschen eigentlich, oder^^?). Ich habe mal darüber nachgedacht, warum Leute mich überhaupt mögen sollten und leider fiel mir nichts richtiges ein. Hilfsbereit sind viele, also auch keine allzu große Sache. Zugegeben, ich interessiere mich für viele Dinge, aber wer interessiert sich denn schon z.B. für die Forenik (Serientäterprofile etc.). Zwar habe ich etwas Eindruck mit meinem Wissen dazu gemacht, aber bestimmt werde ich jetzt als merkwürdig abgestempelt. Niemand liest bspw. Oscar Wilde, klassische englische Literatur oder psychologische Bücher (Persönlichkeitsstörungen finde ich interessant und habe mich eine Zeit lang sehr intensiv damit beschäftigt, warum weiß ich nicht)-zumindest kenne ich niemanden, auch früher schon nicht. In Liebesdingen bin ich mit meinen fast 25 Jahren auch unerfahren, abgesehen von den zuvor erwähnten verliebten Freunden. Vermutlich strahle ich einfach nichts Herzliches aus und wie du schon sagtest, ist es eben wichtig für zwischenmenschliche Beziehungen. Na ja, mal schauen, wie ich das Problem löse..

Liebe Grüße,
Fähnchen
 
Hallo, Fähnchen,

Du hast echt interessante Hobbies. Finde ich klasse. Was kann man aus diesen Hobbies oder mit diesen Hobbies alles machen? Können diese Dir sogar helfen .... z.B. die Welt und Deine Kommilitonen zu verstehen?

Denk einfach an meine vorgenannten Punkte, vor allem 1-3. Herzlichkeit ist, wenn der andere spürt,
dass er Dir wichtig ist. Das ist nicht alleine eine Frage der Worte. Ich habe festgestellt, dass Lob ein gutes Mittel
ist, Menschen zu motivieren. Wer andere Menschen motiviert, zeigt dadurch Interesse an diesen Menschen.
Und jetzt lies Dir einfach den 1. Absatz durch.... erstelle ein Täterprofil....

LG, Nordrheiner
 
Hallo Fähnchen.
Bin gerade durch die Google auf diesen Forenbeitrag gestoßen. Ich kann deinen Text zu 100% nachvollziehen. Mir geht es leider nicht anders. Hat sich in der Zwischenzeit etwas verändert? Es wäre schön, sich mit Dir auszutauschen 🙂.
Ich komme zwar über einen Punkt von Dir hinaus. Aber da ist dann halt auch meistens Schluss. In der Uni-Gruppe haben wir was unternommen, aber mehr auch nicht :-(.
Bin übrigens 27. Also glaub ein bisschen jünger als Du.
Grüße
 

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