white_chocolate
Mitglied
Wo ich anfangen soll, das weiß ich längst nicht mehr.
Oft schon begleitete mich die Lust, einfach einmal alles aufzuschreiben, was passierte. Was damals geschah und warum ich so wurde, wie ich heute bin. Die elendige Frage: "WARUM?"
Ich muss weiter ausholen. Ich bin heute 22 Jahre alt. Ich habe eine große Schwester und einen Bruder.
Damals...wohnten wir alle zusamm. Mein Vater ist nicht der Vater von den anderen Beiden. Mein Vater schlug meine Mama oft. Oft sah ich MAMA weinen, wenn er nicht da war. Oft sah ich meine Schwester weinen....Ich war damals zu klein und wusste nicht warum. Ich war so klein...und dann ist sie gegangen im Alter von 35 Jahren an Unterleibskrebs gestorben!!! Ich war 4 Jahre alt. (mir stehen jetzt echt die tränen.)
Damit nahm das schicksal nicht sein Ende. Mein Vater schub uns einen Tag nach Mamas tod ab in ein Kinderheim. Und damals im Osten waren die Kinderheime wirklich grottig. Wir bekamen dort die Krätze usw. Mein Vater...jaaaa....er verpisste sich. Haute ab...Ließ nie wieder etwas von sich hören.
Wir wurden von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschoben, geschlagen usw. wir sind halt Dreck, durften wir uns anhören...kamen nirgends klar, niemand wollte uns so wirklich.
Wir wurden immer älter. Meine Schwester rastete aus, zog fort in ein neues Kinderheim. WIR WURDEN GETRENNT.
Das war das zweite mal, dass ich jemanden verloren habe. Erst meine Mama und dann meine geliebte Schwester. Ich hasse die Leute, die mir das angetan haben. Jaaa, ich hasse sie noch heute!!!
Auch ich wurde älter. verfolgte immer den Weg, den meine Schwester ging. Sie war mein Vorbild. Ich wusste damals nicht, dass dieses Vorbild mich in die Klinge von Drogen, Alkohol und dem Obdachlossein zwingen würde. JAAA...ich verfiel der Welt des Punkrocks. Heute hier, morgen dort, nirgends gebunden....alles fremd, alles scheiße. Mein Leben war zu diesem Zeitpunkt die hölle...ich wollte nicht mehr. Irgendwann nahm ich allen mut zusammen und sprang!!!! Dieser Versuch dem Leben zu entkommen ging allerdings schief. Ich landete in der Psychiatrie...Mein Leben wurde neu besprochen....ich lernte mit dem Tod umzugehen und ich lernte altes aufzuarbeiten. Bei diesem Aufarbeiten vom Erlebten gerieten wir an eine unübergreifbare Grenze, denn es kam etwas durch therapien und test zum vorschein, was ich anscheinend jahre lang verdrängt hatte.
Mein Vater.....er hatte uns missbraucht sexuell. Mich und meine Schwester, da waren wir noch Kleinkinder.
In der Klinik sowas zu erfahren und das aufzuarbeiten fiel mir schwer. Seitdem hasste meine Schwester mich: ich hätte die stimme wie mein Vater!! (ist ja nicht ihr leiblicher Vater)
Meine Schwester war meine Familie und nun fing sie an mich zu hassen für dinge, die mein Vater getan hatte. Ich verfluchte mich selbst. Verfluchte erneut geboren worden zu sein, verfluchte mein Leben.
Ich ritt immer tiefer in die narben meiner selbst. Kam letzenendes in eine Wohngruppe, wo mit mir Trauerarbeit zwecks meiner Mama und meiner Schwester gemacht wurde.
Sie ist doch mein EIN u ALLES. Ich liebe sie doch sooo sehr.
Oftmals stehe ich vor dem Grab meiner Mama und werfe mir so viel vor. Ich weine...und jedes Jahr kommen erneute tränen am Geburtstag meiner Ma und an ihrem Sterbetag. Das sind Tage, wo ich einfach nimmer kann. Das Blut in mir ist weg. Meine Kinderseele wurde sehr früh erwachsen.
Es gab ein paar menschen, die mich immer wieder aufgefangen haben....Dank denen hab ich mein Abi u meinen Erzieher jetzt in der Tasche. Dank ihnen hab ich mir mein Leben aufgebaut.
Dennoch hasse ich mich immer noch. Ich kann anderen Menschen nicht begreiflich machen, wie sehr ich meine Schwester liebe. sie ist einfach alles für mich!! Ich hab einen Entzug gemacht. Half meiner Schwester bei allem was ich konnte...mein gott..ich hab sie sogar aus dem Knast frei gekauft.......Mir zerreist es das Herz.....
Meine Große ist durch die vergewaltigung damals lesbisch geworden. Hat ein sehr eigenes Leben, lebt mittlerweile in einer Scheinwelt. Eine Welt, in der ich nicht mehr zugreifen kann. Eine welt, die mich jedes Mal, wenn ichauch nur an sie denke, zum weinen bringt. Ich möchte sie so gern in Watte packen, in mein Herz einschließen und immer für sie da sein.
Einfach nur ihre nähe....wenn nicht von mama, dann von ihr.
Wir sind doch Soulmates.....and soulmates never die!!!!!!
Ich vermisse meine Mum so sehr...Vielleicht wäre unser Leben anders gelaufen, wenn sie noch da ist. Vielleicht wären wir dann glücklich. Ich kann euch nicht begreiflich machen, wie sehr ich seit Jahren leide...wie sehr das Leben an mir vorbei sausen tut....
Heute weiß ich, sie ist irgendwo da oben und versucht wenigstens mir noch einen Halt zu geben. Sie schenkte mir meinen Freund, durch den ich wieder neuen Mut gewann....., auch wenn ich auch mit ihm letztes Jahr einen neuen Todesfall hatte. (mein baby im 5. Monat)
Aber dennoch sind die narben meiner seele tief. Dennoch habe ich Angst noch weiter zu fallen und irgendwann ganz aufzugeben. Das ist der Grund, weshalb ich meinen Beruf erlernte: Erzieherin für Kinder u. Jugendliche im Kinder-Jugendheim. Ein Beruf, in dem ich Kinder helfen kann, denen ähnliches Schicksal wie mir wiederfahren ist.
Jedes Jahr rollen die Tränen erneut und jedes Jahr stehe ich neu vor dem Nichts und brauche Hilfe.....und diese am liebsten von meiner großen Schwester.
Ich denke Trauer hält ein ganzes Leben an....sie lässt erst nach, wenn man im HImmel die Geliebten Personen wieder sieht.
Doch bis dahin muss man stark bleiben...seinen Weg gehen....und lernen mit Niederlagen umgehen zu können.
Warum ich euch das jetzt erzähl, weiß ich nicht!!!!
Oft schon begleitete mich die Lust, einfach einmal alles aufzuschreiben, was passierte. Was damals geschah und warum ich so wurde, wie ich heute bin. Die elendige Frage: "WARUM?"
Ich muss weiter ausholen. Ich bin heute 22 Jahre alt. Ich habe eine große Schwester und einen Bruder.
Damals...wohnten wir alle zusamm. Mein Vater ist nicht der Vater von den anderen Beiden. Mein Vater schlug meine Mama oft. Oft sah ich MAMA weinen, wenn er nicht da war. Oft sah ich meine Schwester weinen....Ich war damals zu klein und wusste nicht warum. Ich war so klein...und dann ist sie gegangen im Alter von 35 Jahren an Unterleibskrebs gestorben!!! Ich war 4 Jahre alt. (mir stehen jetzt echt die tränen.)
Damit nahm das schicksal nicht sein Ende. Mein Vater schub uns einen Tag nach Mamas tod ab in ein Kinderheim. Und damals im Osten waren die Kinderheime wirklich grottig. Wir bekamen dort die Krätze usw. Mein Vater...jaaaa....er verpisste sich. Haute ab...Ließ nie wieder etwas von sich hören.
Wir wurden von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschoben, geschlagen usw. wir sind halt Dreck, durften wir uns anhören...kamen nirgends klar, niemand wollte uns so wirklich.
Wir wurden immer älter. Meine Schwester rastete aus, zog fort in ein neues Kinderheim. WIR WURDEN GETRENNT.
Das war das zweite mal, dass ich jemanden verloren habe. Erst meine Mama und dann meine geliebte Schwester. Ich hasse die Leute, die mir das angetan haben. Jaaa, ich hasse sie noch heute!!!
Auch ich wurde älter. verfolgte immer den Weg, den meine Schwester ging. Sie war mein Vorbild. Ich wusste damals nicht, dass dieses Vorbild mich in die Klinge von Drogen, Alkohol und dem Obdachlossein zwingen würde. JAAA...ich verfiel der Welt des Punkrocks. Heute hier, morgen dort, nirgends gebunden....alles fremd, alles scheiße. Mein Leben war zu diesem Zeitpunkt die hölle...ich wollte nicht mehr. Irgendwann nahm ich allen mut zusammen und sprang!!!! Dieser Versuch dem Leben zu entkommen ging allerdings schief. Ich landete in der Psychiatrie...Mein Leben wurde neu besprochen....ich lernte mit dem Tod umzugehen und ich lernte altes aufzuarbeiten. Bei diesem Aufarbeiten vom Erlebten gerieten wir an eine unübergreifbare Grenze, denn es kam etwas durch therapien und test zum vorschein, was ich anscheinend jahre lang verdrängt hatte.
Mein Vater.....er hatte uns missbraucht sexuell. Mich und meine Schwester, da waren wir noch Kleinkinder.
In der Klinik sowas zu erfahren und das aufzuarbeiten fiel mir schwer. Seitdem hasste meine Schwester mich: ich hätte die stimme wie mein Vater!! (ist ja nicht ihr leiblicher Vater)
Meine Schwester war meine Familie und nun fing sie an mich zu hassen für dinge, die mein Vater getan hatte. Ich verfluchte mich selbst. Verfluchte erneut geboren worden zu sein, verfluchte mein Leben.
Ich ritt immer tiefer in die narben meiner selbst. Kam letzenendes in eine Wohngruppe, wo mit mir Trauerarbeit zwecks meiner Mama und meiner Schwester gemacht wurde.
Sie ist doch mein EIN u ALLES. Ich liebe sie doch sooo sehr.
Oftmals stehe ich vor dem Grab meiner Mama und werfe mir so viel vor. Ich weine...und jedes Jahr kommen erneute tränen am Geburtstag meiner Ma und an ihrem Sterbetag. Das sind Tage, wo ich einfach nimmer kann. Das Blut in mir ist weg. Meine Kinderseele wurde sehr früh erwachsen.
Es gab ein paar menschen, die mich immer wieder aufgefangen haben....Dank denen hab ich mein Abi u meinen Erzieher jetzt in der Tasche. Dank ihnen hab ich mir mein Leben aufgebaut.
Dennoch hasse ich mich immer noch. Ich kann anderen Menschen nicht begreiflich machen, wie sehr ich meine Schwester liebe. sie ist einfach alles für mich!! Ich hab einen Entzug gemacht. Half meiner Schwester bei allem was ich konnte...mein gott..ich hab sie sogar aus dem Knast frei gekauft.......Mir zerreist es das Herz.....
Meine Große ist durch die vergewaltigung damals lesbisch geworden. Hat ein sehr eigenes Leben, lebt mittlerweile in einer Scheinwelt. Eine Welt, in der ich nicht mehr zugreifen kann. Eine welt, die mich jedes Mal, wenn ichauch nur an sie denke, zum weinen bringt. Ich möchte sie so gern in Watte packen, in mein Herz einschließen und immer für sie da sein.
Einfach nur ihre nähe....wenn nicht von mama, dann von ihr.
Wir sind doch Soulmates.....and soulmates never die!!!!!!
Ich vermisse meine Mum so sehr...Vielleicht wäre unser Leben anders gelaufen, wenn sie noch da ist. Vielleicht wären wir dann glücklich. Ich kann euch nicht begreiflich machen, wie sehr ich seit Jahren leide...wie sehr das Leben an mir vorbei sausen tut....
Heute weiß ich, sie ist irgendwo da oben und versucht wenigstens mir noch einen Halt zu geben. Sie schenkte mir meinen Freund, durch den ich wieder neuen Mut gewann....., auch wenn ich auch mit ihm letztes Jahr einen neuen Todesfall hatte. (mein baby im 5. Monat)
Aber dennoch sind die narben meiner seele tief. Dennoch habe ich Angst noch weiter zu fallen und irgendwann ganz aufzugeben. Das ist der Grund, weshalb ich meinen Beruf erlernte: Erzieherin für Kinder u. Jugendliche im Kinder-Jugendheim. Ein Beruf, in dem ich Kinder helfen kann, denen ähnliches Schicksal wie mir wiederfahren ist.
Jedes Jahr rollen die Tränen erneut und jedes Jahr stehe ich neu vor dem Nichts und brauche Hilfe.....und diese am liebsten von meiner großen Schwester.
Ich denke Trauer hält ein ganzes Leben an....sie lässt erst nach, wenn man im HImmel die Geliebten Personen wieder sieht.
Doch bis dahin muss man stark bleiben...seinen Weg gehen....und lernen mit Niederlagen umgehen zu können.
Warum ich euch das jetzt erzähl, weiß ich nicht!!!!