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Umzug steht an- Dinge die ich vermissen werde

Excalibur

Mitglied
Hi Foris,

was ich euch nun erzähle wird euch sicherlich sehr banal vorkommen, vielleicht werdet ihr sogar drüber lachen,
aber mich beschäftigt das sehr und ich weiß einfach nicht wohin damit.

Am Samstag werde ich mit meinem Partner zusammenziehen.
Ich freue mich sehr darauf und doch ist ein bitterer Beigeschmack vorhanden, den ich einfach nicht los werde.

Also vielleicht sollte ich mal etwas ausholen:

Ich wohne derzeit bei meinen Eltern, blieb mir nichts anderes übrig.
Hatte vor einigen Jahren mal eine eigene Wohnung, konnte sie jedoch aufgrund finanzieller Engpässe nicht halten.
Beruflich lief es dann eine lange Zeit so lala und erst jetzt sehe ich wirklich eine Möglichkeit endgültig aus dem Elternhaus herauszukommen. Zu meinen Eltern hatte ich noch nie den besten Draht möchte ich dazu sagen, was es mir schon recht leicht macht.

Anders verhält es sich bei meinem Bruder (fünf Jahre älter). Er lebt auch noch dort.
Für mich ist er einfach der Größte, der beste Bruder den man sich wünschen könnte. Hatten auch schon unsere Höhen und Tiefen, uns jedoch immer wieder zusammen raufen können, ganz egal wie groß ein Problem auch war.

Ihr könnt euch sicher vorstellen was jetzt kommt.
Wenn ich daran denke, dass in Zukunft niemand mehr nebenan im Zimmer ist, dann graut es mir schon ein wenig vor dem Umzug. Nicht, dass man mich falsch verstehen könnte:
Ich liebe meinen Partner und wir haben lange darauf hingearbeitet, nun endlich in unsere gemeinsamen vier Wände zu ziehen. Bin wirklich happy drüber und kann diesen neuen Lebensabschnitt kaum erwarten und doch... 🙁

Habt ihr eine Ahnung wie ich besser über die Trennung von meinem Bruder weg komme?
Ich komme mir so lächerlich vor, aber ich habe schon die eine oder andere Träne deswegen vergossen.
Heute Abend bin ich wieder bei meinem Freund und das beschäftigt mich so sehr, dass ich kein Auge zu bekomme.
Habt ihr einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht?
Wie ist es euch ergangen?
Kann man sich dran gewöhnen?

Auch damals in der anderen Wohnung hatte ich Schwierigkeiten mich dran zu gewöhnen.
Gibt es dafür nicht ein Rezept? 😕

Viele liebe Grüße

Excalibur
 
Wie alt bist du den? Du scheinst noch sehr jung zu sein. Mh ich bin das erste mal mit 18 ausgezogen ok dazu muss ich sagen das ich kein gutes verhältnis zu meiner familie hatte und ganz froh war weg zu kommen doch jetzt hab ich ein ganz gutes verhältnis zu meiner schwester und bin gerade 24 und wohne jetzt auch in einer eigenen wohnung. Ich finde das irgendwie nicht schlimm, man sieht sich doch immer, er kann zu dirkommen du zu ihm. Klar die eingewöhnung ist komisch aber das wird auch schon wieder werden. Jetzt sei froh das du mit dein freund zusammen ziehst. Das ist der erste schritt selbständig zu werden. Eine eigene familie aufzubaun ist doch schön, freu dich doch!! Er ist doch nicht aus der welt, ihr könnt euch immer sehen. Noch was, ich hoffe ihr habt zwei schlafzimmer, damit sich der andere zurück ziehen kann. Also zwei eigene zimmer ist immer besser als eins zusammen, da geht man sich irgendwann auf die nerven und das kann die beziehung ganz schön kaputt machen. Ich hab selbst mit erlebt und sehe es immer wieder bei jedem den ich kenne. Alle machen den selben fehler, nur ich werde es richtig machen. Ich werde wenn ich mit mein freund zusammen ziehe getrennte zimmer machen, so kann jeder seine eigene ruhe haben und wenn man zusammen kommen will muss er einfach ein zimmer weiter 😉
 
Sehr jung ist gut.

Ich bin 28 Jahre alt.

Also stramm auf die dreißig zu. 😉

Das erste Mal ausgezogen war ich mit Anfang zwanzig.

Heute sollte mir das eigentlich nichts mehr ausmachen, aber irgendwie...
komme mir dabei schon ein bisschen blöd bzw. kindisch vor.
Aber für mich ist mein Bruder einfach mit die wichtigste Person in meinem Leben.

Wenn es mir schlecht ging, ich krank war oder sonstiges,
dann bin ich immer zu ihm gegangen, habe mich z. B. in sein Bett gelegt, während er am PC gespielt oder Fernsehen geschaut hat. Hat mich dann immer abgelenkt oder er kam zu mir rüber, wir haben Hörspiele gehört, ich habe meine Luftmatratze ausgebreitet und er ist dann drauf eingepennt. Und ja, haben wir bis heute so gehalten, auch wenn das merkwürdig klingen mag.
Solche Sachen gehen in Zukunft nicht mehr ohne weiteres.

Dazu muss ich noch sagen, dass wir, bis ich sechzehn war ein gemeinsames Zimmer hatten.
Und es ist nicht zu glauben, aber das schweißt irgendwie zusammen.
Daran denke ich gerne zurück.
Wir haben Buden gebaut, eine "Radio- Sendung" aufgenommen usw.
Das sind alles so Dinge, die hängen bleiben.
Heißt jetzt nicht, dass ich nochmal gerne eine Bude bauen würde... 😀
Sind halt einfach nur schöne Erinnerungen.

Meine Eltern trinken sehr häufig Alkohol. Mein Vater wird dann schnell aggressiv, kam auch vor, dass ihm die Hand ausgerutscht ist. Meine Mutter kann manchmal kein vernünftiges Wort mehr sprechen und lallt unbeholfen vor sich hin.

Das war damals so und hat sich bis heute nicht geändert. Und ich denke auch das hat uns extrem zusammen geschweißt.
Wir konnte uns aufeinander einfach immer verlassen... auf irgendjemanden musste man sich ja verlassen können, wenn es schon nicht die Eltern war.
Dieser jemand war mein Bruder.

So viel als Erklärung.

Na ja, von getrennten Schlafzimmern halte ich persönlich nicht viel.
Klar, manchmal möchte man sich schon zurückziehen.
Das tue ich ja gerade.
Er schläft nebendran und ich hab es mir hier auf der Couch bequem gemacht.
Aber ich brauche halt das nebeneinander einschlafen, jemanden in der Nähe zu wissen, der einen auffängt ist sehr schön.

Aber die Liebe in der Partnerschaft ist nun mal etwas anderes als Geschwisterliebe.
 
Hallo Excalibur,

Wenn ich daran denke, dass in Zukunft niemand mehr nebenan im Zimmer ist, dann graut es mir schon ein wenig vor dem Umzug.

Das kommt mir bekannt vor; bin schon mehrmals von zu Hause ausgezogen (und derzeit ebenfalls 28 Jahre alt), hatte bei meinen Eltern allerdings immer einen Zweitwohhnsitz.
Schlimmer fand ich den Auszug meiner Schwester, denn sie übernachtet seitdem nur noch ca. 1-2x pro Jahr bei uns. Ihr Zimmer war neben dem meinen, und nachts konnte ich ihren Atem hören. Das war irgendwie beruhigend.
Meine Schwester ist so ziemlich das genaue Gegenteil von mir: feminin, niedlich, charmant, lebenslustig, energiegeladen, ehrgeizig... Wenn sie gerade bei uns zu Besuch ist (was leider nicht häufig vorkommt), erscheint mir alles viel heller.

Ich komme mir so lächerlich vor, aber ich habe schon die eine oder andere Träne deswegen vergossen.

Nein, das ist nicht lächerlich.

Kann man sich dran gewöhnen?

Hm... Ja und nein.

Gibt es dafür nicht ein Rezept?

Du könntest ausprobieren, ob es Dir hilft, ein Portrait von ihm in Deinem Zimmer aufzustellen oder aufzuhängen. Wir haben eines von meiner Schwester im Wohnzimmer, und auf einem anderen Regal eines von meiner verstorbenen Oma.

Das erste Mal ausgezogen war ich mit Anfang zwanzig.

Das war bei mir auch so.

Aber für mich ist mein Bruder einfach mit die wichtigste Person in meinem Leben.

Wenn es mir schlecht ging, ich krank war oder sonstiges,
dann bin ich immer zu ihm gegangen, habe mich z. B. in sein Bett gelegt, während er am PC gespielt oder Fernsehen geschaut hat.

Das war bei meiner Schwester und mir auch lange so... bis ihr das irgendwann albern vorkam und sie ihre Tür abschloß.

Wir konnte uns aufeinander einfach immer verlassen... auf irgendjemanden musste man sich ja verlassen können, wenn es schon nicht die Eltern war.
Dieser jemand war mein Bruder.

Ihr könnt euch doch weiterhin treffen. Oder ist die Entfernung dafür zu groß?

Liebe Grüße,
Freigeist
 

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