Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Umzug ins Heim? - Erfahrungen

Nadzieja

Mitglied
Hallo zusammen,

da ich schon wieder in einer Tagesklinik bin, wurde jetzt entschieden, dass ich besser in einem psychiatrischen Heim untergebracht werde. Meinem Vater hat die Idee sofort gefallen ach wenn er keine Ahnung hat, was ein Heim ist. Mit mir wurde kaum darüber gesprochen, ob ich das möchte oder nicht, aber das ist en anderes Thema.

Zu meiner Frage: Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Aufenthalt in einem Heim, vielleicht sogar speziell mit dem Ida-Hinz-Haus in Kiel?

Ich bin so traurig und hilflos dieser Situation gegenüber, ich hätte so gerne einen Raum und die Zeit, die ich brauche um gesund zu werden, ich weiß auch, dass ich genau das in einem heim finde, aber geht es nicht auch anders? Bei meinem letzten Aufenthalt wurde versucht, dass ich in eine Gastfamilie komme, scheiterte aber daran, dass die Familien sich überfordert gefühlt haben mit mir. In Haus meines Vaters kann ich nicht bleiben, das macht alles nur schlimmer. Am liebsten wäre mir eine WG mit anderen psychisch kranken vielleicht oder einfach gesunden, die Verständnis haben und man sich gegenseitig unterstützt.

Liebe Grüße
Nina
 
Hi,

die von dir genannte Einrichtung ist kein "Heim" im klassischen Sinne, sondern ermöglicht Menschen mit psychischen Erkrankungen ein Leben in Wohngruppen. Eine therapeutische WG sozusagen. Eigentlich suchst du doch genau das.
Raum und Zeit zum Gesunden wirst du dort finden. Eine Gastfamilie ist gewiss überfordert.
Schau es dir an, lass dich darauf ein und geh immer davon aus, dass du ja nicht in ein Gefängnis gehst, sondern an einen Ort, der dich zu dir führen soll.
 
Hallo Nadzieja,

ich kann dir leider keine Erfahrung zu dieser stationären Einrichtung geben. Magst du erzählen, aus welchem Grund du diese Hilfe in Anspruch nimmst? Ich kenne nämlich nicht deine Vorgeschichte.
Da du wahrscheinlich minderjährig bist, hat das Jugendamt (zusammen mit dir?) entschieden, dass diese Einrichtung passend für deine Symptomatik ist. Ich studiere Sozialpädagogik, kann dir also, um es für dich vielleicht verständlicher zu machen, sagen, dass das Jugendamt immer erst versucht, dir mit "kleineren" Hilfen (in deinem Fall vielleicht erst eine ambulante Therapie) zu helfen. Hilft das nicht, kommt z. B. eine Tagesklinik in Frage. Und zu allerletzt eine psychiatrische Behandlung, je nachdem, welche Probleme du hast. In der Regel kann das Jugendamt das ganz gut einschätzen.

Du hast geschrieben, dass du gerne einen Raum und Zeit hättest, um wieder gesund zu werden und dass dieses Heim genau richtig dafür wäre. Ich sehe das auch so. Vielleicht ist es auch ganz gut, etwas Abstand von zu Hause und deinem Vater (je nachdem, wie eure Beziehung ist) zu haben. Du meintest auch, dass du gerne in einer Wg mit anderen psychisch Erkrankten wohnen würdest. So wie ich das gesehen habe, gibt es in dem Ida-Hinz Haus eine Wohngruppe. Und ich kann dir auch aus meiner Erfahrung sagen, dass ich mal ein Praktikum in einem Kinderheim gemacht habe, und dass es da ein bisschen wie in einer Wg war, weil fast jeder sein eigenes Zimmer hatte und dort eine ziemlich familiäre Atmosphäre herrschte.
Deine Traurigkeit und Hilflosigkeit kann ich total nachvollziehen. Es ist bestimmt nicht einfach, aus seiner gewohnten Umgebung weg zu gehen und wo anders hinzugehen, wo alles neu ist. Aber das ist völlig normal. Ich würde mich auch so fühlen. Ich möchte dich gar nicht überzeugen, ich möchte dich aber ermutigen, ein bisschen Vertrauen in die Mitarbeiter zu haben. Denk dran, dass jeder nur das Beste für dich möchte.

Hast du eine Ansprechperson, vielleicht beim Jugendamt, die für dich zuständig ist? Denn wenn du große Bedenken und Fragen hast, scheu dich bitte nicht, dich an sie zu wenden. Denn dafür sind sie da.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Wenn du Fragen hast, frag einfach 🙂
 
Natürlich ginge es anders, wenn man denn wollte. Und Heim bedeutet immer auch Entwurzelung. Und die Tante Vorrednerin findet das so toll, weil sie zum Business gehört. 😉

Ich nicht, gäbe mit Sicherheit andere Möglichkeiten, deine psychischen Unzulänglichkeiten auch zuhause zu behandeln - dazu würde allerdings auch der gute Wille der Familie gehören, aber vorwiegend der des sozialen Sektors.
 
Es gibt auch psychosoziale Versorgung oder psychiatrische Pflege oder oder in der eigenen Wohnung.
Manche fühlen sich im Betreuten Wohnen besser, andere in betreuten Wohngemeinschaften und Heim heisst auch nicht unbedingt, von allem ausgeschlossen zu sein (ist aber immer auch Verlust des gewohnten Umfeldes, was weh tun kann, aber auch nicht immer schlecht ist. Abwägungssache.)

Sieh zu, dass man mit Dir darüber redet, was es bei Dir vor Ort für Möglichkeiten gibt, man Dir Bedenkzeit gibt und Du Dich dann äussern kannst!



Persönliche Erfahrung habe ich da nicht, nur vermittelte. Meine Mum lebt in einem allerdings Pflegeheim und ich wohnte lange Jahre neben einem Betreuten Wohnen und da redet man schon einmal unter Nachbarn.... .



Alles Gute!
Landkaffee
 
Oh man Edy, wenn man keine Ahnung hat, sorry .... ich denke, du kennst das Zitat.

@Nadzieja,

ich kenne die von dir genannte Einrichtung nicht, jedoch eine ähnliche und auch Leute, die dort leben. Den Menschen dort, geht es den Umständen entsprechend gut und so manchen gelingt es auch, dort wieder rauszukommen, wenn sie sich genügend stabilisiert haben.

Hast du die Möglichkeit, dir dieses Heim einmal unverbindlich anzusehen und auch mit Bewohnern von dort zu sprechen? Ich denke, das würde dir einen besseren Einblick geben und deine Entscheidung pro oder kontra erleichtern.

Alles Gute dir
Sisandra
 
Oh man Edy, wenn man keine Ahnung hat, sorry .... ich denke, du kennst das Zitat.

Es gibt auch psychosoziale Versorgung oder psychiatrische Pflege oder oder in der eigenen Wohnung.
Kenne ich nicht, dein Zitat, aber ich weiß, dass Fremdbetreuung das letzte Mittel sein sollte, nicht das erste, und irgendwie scheint`s doch andere Möglichkeiten zu geben...😉

Und weder ich noch ihr kennen die Symptomatik bisher - kann natürlich zu Fehleinschätzungen führen.

Gut, ich kenns, aber halt mich nit dran. 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Kenne ich nicht, dein Zitat, aber ich weiß, dass Fremdbetreuung das letzte Mittel sein sollte, nicht das erste, und irgendwie scheint`s doch andere Möglichkeiten zu geben...😉

Und weder ich noch ihr kennen die Symptomatik bisher - kann natürlich zu Fehleinschätzungen führen.

In der Tat.
Deshalb ist es ja gut, wenn Mensch ÜBERBLICK UND DIE WAHL hat, soweit es eben geht.

Die Wahl, so es eben geht und Edy, so lese ich Sisas Beitrag: Da heisst es ja auch: gucken.

Die Wahl wird schwer, wenn jemand nur alle Angebote schlecht redet oder einem etwas aufgezwungen wird, weil andere entscheiden oder schon entschieden haben.



Landkaffee
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich ginge es anders, wenn man denn wollte. Und Heim bedeutet immer auch Entwurzelung. Und die Tante Vorrednerin findet das so toll, weil sie zum Business gehört. 😉

Ich nicht, gäbe mit Sicherheit andere Möglichkeiten, deine psychischen Unzulänglichkeiten auch zuhause zu behandeln - dazu würde allerdings auch der gute Wille der Familie gehören, aber vorwiegend der des sozialen Sektors.

Ich habe bewusst geschrieben, dass ich die Threaderstellerin nicht überzeugen will. Ich habe herausgehört, dass das mehr oder weniger entschiedene Sache ist und habe ihr ja geraten, sich nochmal an jemandem vom JA zu wenden. Das JA wägt alle Möglichkeiten ab und hat in dem Fall eben entschieden, dass das die geeignetste Hilfe ist. Dass sie dabei nicht so richtig mit einbezogen wurde, ist meiner Meinung nach auch nicht richtig. Aber da sie schrieb, dass das zu Hause nicht mehr klappt und sich eine Wohngruppe mit "Gleichgesinnten" wünscht, klingt diese Art der Hilfe doch nicht verkehrt. 🙂
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben