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Umgang der Behörden (z.B. Baubehörde) mit dem Bürger

MATADOR

Aktives Mitglied
Bei uns läuft die Baubehörde durch die Straßen und kontrolliert, ob zu viele Flächen versiegelt sind.

Mein 84-jähriger Nachbar, der sein Haus mit genau diesem Vorgarten 1977 gekauft hat, soll nun plötzlich einen Teil der Auffahrt entfernen. Bestandsschutz gibt es angeblich nicht. Er hat mich nun gefragt, ob ich beim Abriss helfen kann, was ich eigentlich nicht möchte, da die Baubehörde eine Beseitigungsverfügung mit Frist erlassen hat. Er hat kein Geld, da die Pflege seiner Frau 3000 Euro im Monat kostet.

Mich ärgert dieser Schwachsinn so sehr. Warum kann man bei einem 84-jährigen nicht aufhören, solchen Menschen das Leben so schwer zu machen.

Unsere Behörden sind teilweise zu destruktiven Verhinderern geworden, völlig nutzlos für die Gesellschaft. Positive Erfahrungen habe ich immerhin noch mit der Polizei und dem Finanzamt. Die Baubehörden und die Bezirksämter sind jedoch einfach nur noch schlimm.

Parallel wartet ein anderer Nachbar seit 20 Monaten auf eine Baugenehmigung für einen Anbau, die wegen Personalmangel angeblich nicht erteilt werden kann. Es geht darum ein Badezimmer ins EG zu verlegen, weil die Frau die Treppen nicht mehr gehen kann. Bald hat sich das Thema durch Zeitablauf anders erledigt. Warum hat dieselbe Behörde dann Zeit, die Vorgärten wegen Versiegelung zu überwachen?

Meine Wut auf solche Behörden ist grenzenlos. Wenn man in dieser Behörde vor Ort ist, wird man extrem respektlos behandelt, auch wenn man nur eine Bauakte einsehen möchte. Eigentlich müsste man alle diese Leute rauswerfen und ein komplett neues Team einstellen, das dem Bürger dient und konstruktiv daran mitarbeitet, unser Wohnungsproblem zu lösen und Genehmigungen endlich schnell zu bearbeiten.

Wer hat ähnliche Erfahrungen mit Behörden und möchte diese hier teilen?
 
Hallo,

Allgemein kann ich beobachten: Die Behörden tun so etwas nur mit denen, die es mit sich machen lassen.

So wurde meine Nachbarin von einer Polizeistreife angehalten, weil sie nicht angeschnallt war. Sie fuhr nur eben von einem Supermarktparkplatz zum gegenüberliegenden anderen. Bußgeld 30€! Sie ist eben eine arme, alte Oma. Mit der kann man das machen.

Die jugendlichen Möchtegern-Rennfahrer, die sich hier nachts an der Tankstelle treffen, ihre Motoren aufheulen lassen und sich im Gewerbegebiet regelmäßig Autorennen liefern lässt man lieber gewähren. Schließlich sucht man sich ja keine Gegner, sondern lieber Opfer wie die alte Oma von Nebenan.

So wird es auch mit deinem Großvater und seiner Einfahrt sein.

LG,
SFX
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne sowas nicht.
Aber wenn dein Beispiel gegen das Baurecht verstößt, dann muss die Behörde ja handeln?
Spielen versiegelte Flächen nicht auch bei Hochwasser eine Rolle?
Dass der Mann so alt ist, ja ist blöd für ihn, aber ist eben so.
Ich kann in das Horn "bäh, die Behörden, alles Mist" nicht reinblasen.
Du machst mit einer Behörde schlechte Erfahrung und nimmst alle in Geiselhaft.
 
Ich kenne sowas nicht.
Aber wenn dein Beispiel gegen das Baurecht verstößt, dann muss die Behörde ja handeln?
Spielen versiegelte Flächen nicht auch bei Hochwasser eine Rolle?
Dass der Mann so alt ist, ja ist blöd für ihn, aber ist eben so.
Ist das wirklich Deine Haltung? Pech gehabt?

Dieser Mann hat das Haus so gekauft und hat es fast 50 Jahre. Findest Du es richtig, dass eine Behörde nach so langer Zeit der Untätigkeit einfach kommen kann und sowas verlangen kann? Ich nicht.

In England ist ein Bau z.B. automatisch legal, wenn er mehr als 25 Jahre ohne Beanstandung so besteht und der Bau von außen erkennbar ist. So eine Regel wäre auch bei uns hilfreich, wenn es um Umstände geht, die man von der Straße sofort erkennen kann.

Noch ein Beispiel: Ich habe vor 5 Jahren ein neues Dachfenster eingebaut, weil das alte weggegammelt ist. Das neue ist etwas größer. Auf meine E-.Mail an die Baubehörde, ob das legal ist, habe ich nie eine Antwort bekommen. Als ich vor der Tür stand, wollte man mich nicht zum Sachbearbeiter lassen. Ich habe das Fenster dann einfach so eingebaut, damit es nicht weiter reinregnet.

Darf man so ein Behördenverhalten nicht kritisieren? Dein Ernst?
 
Ich arbeite selbst in einer Behörde (Jobcenter) und habe Gutes und weniger Gutes erlebt.
Es gibt Behörden, die sehr unter Druck stehen, wo es um Leistung Leistung Leistung geht, wo sie vor Akten und Anträgen sich kaum retten können, wo man sich nicht traut, krank oder beurlaubt zu sein.
Dann gibt es Behörden, wo das größte Problem des Tages darin besteht, wo man Mittagessen geht. Vor allem Beamte sind auch so eine Sache ... wenn der Job lebenslang sicher ist, dann ist man auch ganz anders drauf.

Der Bürger kann sich ganz gut wehren, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt (z. B. Widersprüche einlegen, Klagen, Eilanträge stellen, Dienstaufsichtsbeschwerden einlegen, mit Presse drohen etc.)

Auf der anderen Seite ist das "Schnell bearbeiten" eben auch Wunschdenken. Es gibt zu viele Fälle, die zu kompliziert sind, die kommuniziert werden müssen - niemand will am Ende eine Entscheidung treffen, die jemandem schadet, der Gesetzgeber gibt Regeln vor, die nicht immer gut sind, es gibt Priorisierungen etc.
 
Ich arbeite selbst in einer Behörde (Jobcenter) und habe Gutes und weniger Gutes erlebt.
Es gibt Behörden, die sehr unter Druck stehen, wo es um Leistung Leistung Leistung geht, wo sie vor Akten und Anträgen sich kaum retten können, wo man sich nicht traut, krank oder beurlaubt zu sein.
Dann gibt es Behörden, wo das größte Problem des Tages darin besteht, wo man Mittagessen geht. Vor allem Beamte sind auch so eine Sache ... wenn der Job lebenslang sicher ist, dann ist man auch ganz anders drauf.

Der Bürger kann sich ganz gut wehren, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt (z. B. Widersprüche einlegen, Klagen, Eilanträge stellen, Dienstaufsichtsbeschwerden einlegen, mit Presse drohen etc.)

Auf der anderen Seite ist das "Schnell bearbeiten" eben auch Wunschdenken. Es gibt zu viele Fälle, die zu kompliziert sind, die kommuniziert werden müssen - niemand will am Ende eine Entscheidung treffen, die jemandem schadet, der Gesetzgeber gibt Regeln vor, die nicht immer gut sind, es gibt Priorisierungen etc.
Ok, danke für den Einblick.

Wenn man Googelt, findet man sehr viele solche Beiträge:

Ich sitze nicht in Hamburg sondern in SH, aber meine Erfahrungen sind gleich. Bei mir wurde ein Antrag abgelehnt, weil der Vollmachtgeber mit A. Nachname unterschrieben hatte, also seinen Vornamen nicht ausgeschrieben hatte. Obwohl es gerichtliche Entscheidungen gibt, dass dies eine wirksame Unterschrift ist, wurde ich nach hause geschickt. Per Mail oder Fax nachreichen durfte der Vollmachtgeber die Vollmacht nicht, telefonieren wollte man auch nicht mit ihm. Obwohl ich durchgehend freundlich geblieben bin, da mir die Ausweglosigkeit meiner Lage durchaus bewusst war.

Reine Schikane! Neuer Termin 3 Wochen später, wieder einen halben Tag Urlaub genommen. Auf meine schriftliche Beschwerde gab es nie eine Antwort. Verschenkte Zeit.
 

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