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Umfrage: Wie helft ihr anderen (über das Internet)?

  • Starter*in Starter*in Katamenein
  • Datum Start Datum Start
K

Katamenein

Gast
Hallo!

Hätte mal ne Frage:

Wie helft ihr anderen Menschen? Was sagt man, tut man, wenn einem z.B. von einem guten Freund/Freundin erzählt wird, dass ein geliebter Mensch/ Bekannter von ihr gestorben ist. Wie reagiert man?

Und Wie helft ihr anderen über die Foren hier? Muss man dafür nicht einiges an Schriftstellerischen Fähigkeiten besitzen? Oder wenigstens viel Ahnung von dem Thema? Oder muss man eine Sache selbst erlebt haben um helfen zu können? Manchmal ist es doch bestimmt auch besser, wenn man noch "unverdorben" ist, oder?

Hoffe auf zahlreiche Antworten/ vielleicht auch eine Diskussion

mfg

K.
 
Hallo Katamenein,

ich halte es folgendermaßen :
wenn ich mich in einem Thema wiederfinde, dann antworte ich ...
Zu Themen, mit dennen ich keine Berührungspunkte hatte, kann ich nie was sagen. Also beruhen meine Antworten auf Erfahrungen.
 
Katamenein meinte:
Hallo!

Hätte mal ne Frage:

Wie helft ihr anderen Menschen? Was sagt man, tut man, wenn einem z.B. von einem guten Freund/Freundin erzählt wird, dass ein geliebter Mensch/ Bekannter von ihr gestorben ist. Wie reagiert man?

Und Wie helft ihr anderen über die Foren hier? Muss man dafür nicht einiges an Schriftstellerischen Fähigkeiten besitzen? Oder wenigstens viel Ahnung von dem Thema? Oder muss man eine Sache selbst erlebt haben um helfen zu können? Manchmal ist es doch bestimmt auch besser, wenn man noch "unverdorben" ist, oder?

Hoffe auf zahlreiche Antworten/ vielleicht auch eine Diskussion

mfg

K.


Hallo Katamenein,

.....Was sagt man, tut man, wenn einem z.B. von einem guten Freund/Freundin erzählt wird, dass ein geliebter Mensch/ Bekannter von ihr gestorben ist. Wie reagiert man?.....

Genau das ist mir vor wenigen Wochen passiert. In so einer Situation kann man nicht viel schreiben. Ich war einfach da für sie, wann immer sie darüber reden wollte. Das, was ihr wohl am meisten geholfen hat, war, das ich ihr Gebete geschickt habe (abgeschrieben) und einfach versucht hab, für sie da zu sein.

Ich denke, es kommt hier nicht darauf an, w i e sondern w a s man schreibt.
Was nützt eine schöne Verpackung, wenn der Inhalt fehlt. Ich kann mich da nur Moonlight anschliessen, ich wähle auch aus, zu welchen Threads ich antworte, zumal ich immer noch Probleme damit habe, öffentlich zu schreiben. Im Zweifelsfall ziehe ich es vor, die Mitglieder privat anzuschreiben.

LG stobe
 
bezüglich der worte an trauernde, die einen toten im umfeld haben:

wichtig ist, keine angst zu haben, nicht das richtige zu haben! floskeln vermeiden! dem trauernden die möglichkeit geben, zu reden.
vielleicht mal fragen: an was erinnerst du dich am liebsten mit XYZ.

nicht vermeiden, dass thema tod anzusprechen. gemeinsam photos anschauen.

dem trauernden sagen, dass man keine berührungsängste hat und dass ein aktives trauern sehr hilft.

wenn die person weint, weinen lassen. keine floskeln: war besser für ihn so, er hat soch gelitten.
(totaler hohn für trauernde!!!).
wenn die person weint, sich für gemeinsame erlebnisse des trauernden und des verstorbenen interessieren. dabei wird zwar auch geweint, aber das gehört dazu.

erzähl auch, an welche erlebnisse du dich mit dem toten erinnerst.
nur nocht-tot-schweigen!
dadurch wird der schmerz nicht geringer.

gemeinsam trauern und erlebnisse teilen, hilft dagegen meist schon etwas.
 
hallo=)

naja wenn ich zb etwas lese, wo ich mich gut hineinversetzten kann... oder mich selbst finde,wie es auch bei moonlight ist, dann kann ich gut darauf antworten, wenn ich es selbst mal durchgemacht habe, oder von anderen leuten kenne... dann sage ich das, was ich selbst tun würde,oder generell für das beste halte!

da braucht man keine schriftstellerfähigkeiten oder sowas... dass macht man aus dem herzen raus...
ich kann mich zb nicht gut ausdrücken*g* versuche aber trotzdem zu helfen ;D


liebe grüße
 
Katamenein meinte:
Wie helft ihr anderen Menschen? Was sagt man, tut man, wenn einem z.B. von einem guten Freund/Freundin erzählt wird, dass ein geliebter Mensch/ Bekannter von ihr gestorben ist. Wie reagiert man?.

Ich denke wie die anderen, dass es wichtig ist, dem Betroffenen zu zeigen, dass er mit einem reden kann, dass man ihm zuhört, und dass es einem nicht unangenehm wäre, mit ihm darüber zu reden. Manchmal ist es, denk ich so, dass jemand, der einen schlimmen Schicksalsschlag erlitten hat, wie eben z.Bsp. der Tod eines Familienangehörigen oder sehr guten Freundes, dass die Person dann irgendwie gemieden wird, weil sich viele denken "ich weiß nich, wie ich jetz mit dem Armen umgehen soll" oder "Oh gott, ich kann mich ja nich in den reinversetzen, was soll ich da sagen?" Deshalb denke ich, ist es auch wichtig, wenn man eben eher so der Typ ist, der da Probleme hat, über den Tod zu reden, dass man den Trauernden trotzdem nicht meidet, sondern halt so ist wie immer, und dazu höflich und sensibel, und den anderen auch ein bisschen ablenkt, damit dieser nicht das Gefühl kriegt, niemand will mehr was mit ihm zu tun haben.

Katamenein meinte:
Und Wie helft ihr anderen über die Foren hier? Muss man dafür nicht einiges an Schriftstellerischen Fähigkeiten besitzen? Oder wenigstens viel Ahnung von dem Thema? Oder muss man eine Sache selbst erlebt haben um helfen zu können? Manchmal ist es doch bestimmt auch besser, wenn man noch "unverdorben" ist, oder?

Ich glaube nicht, dass man die Sache gezwungenermaßen selbst erlebt haben muss. Es ist zwar sicher meist hilfreicher, sich mit Leidensgenossen auszutauschen, oder mit Gleichgesinnten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, aber ich denke, dass es auch möglich ist, einem Menschen Hilfestellung und Denkanstöße zu geben, ja, sogar diesen Menschen aus seinem Trauma/seiner Angst/Depression/seiner Situation herauszuhelfen, ohne die selben Erfahrungen jemals gemacht zu haben: Sonst gäbe es ja keine Psychologen.
Hat also denk ich auch was mit Wissen, Lesen, Studieren, Einfühlungsvermögen und (emotionaler) Intelligenz zu tun.
lg
naradchjela
 

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