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Ulvi K. Zweifelhafter Umgang der Medien

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brandonf.

Aktives Mitglied
Verfolgt jemand auch den Wiederaufnahmeprozess gegen Ulvi K. im Mordfall Peggy Knobloch aus dem Jahr 2001.

Bei dem damaligen Angeklagten handelt es sich um einen geistig Behinderten der sich auf dem Intelligenzniveau eines 8-10 Jahre alten Jungen bewegen soll.

Die Polizei soll ihn damals durch extreme Druckausübung zu einem Geständnis bewegt haben, Beweise zu seiner Unschuld sollen nicht beachtet bzw. vernichtet worden sein, gegen Denkgesetze und Logik soll verstoßen worden sein.

Nun denn:
Das Verfahren wird wieder aufgenommen und Ulvi K. wird im Gerichtssaal von den Zuschauern mit stehenden Ovationen empfangen und in den Medien ebenfalls zum größten Teil als Opfer dargestellt.

Was mich hierran stört:
Dieser Mensch hat seit 1996 20-fachen sexuellen Missbrauch an Kleinkindern begangen, indem er sie mit Keksen zu "Doktorspielen" genötigt hat.

Kurzum:
Das Wiederaufnahmeverfahren ist richtig. Nur: Ist die Berichterstattung angebracht? Ulvi K. saß aufgrund der Missbrauchsfälle wegen dem vermeintlichen Mord an Peggy K. nie im Gefängnis sondern in einer Psychatrie. Die Folgen des "Fehlurteils" hat er also nicht komplett zu spüren bekommen, es ist lediglich ggf. zu einer Verlängerung des Psychatrie-Aufenthalts gekommen.

Ich finde es jedenfalls widerwärtig, dass dieser Mensch als Opfer dargestellt wird. Er ist vielmehr eine tickende Zeitbombe was er durch die Missbrauchsfälle in 20 Fällen unter Beweis gestellt hat.
Es ist doch ein Hohn für die damaligen Opfer wenn so ein Mensch heute mit stehendem Beifall begrüßt wird.

Andere Täter die einmal ein Kind auf eine Weise wie Ulvi K. missbrauchen werden auch nicht gefeiert, sondern sind meines Erachtens gesellschaftlich zu Recht tot.

Das es sich bei Ulvi K. um einen geistig Behinderten handelt soll zwar beachtet werden, aber trotzdem darf man nicht vergessen, dass solch ein Mensch immer eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen wird.
Einige Staatsanwälte mit denen ich zu tun hatte und habe erzählten mir ebenfalls, dass es bei manchen Menschen am einfachsten ist sie einzusperren und den Schlüssel wegzuwerfen.
Bei Ulvi K. eine meines Erachtens angemessene Strafe.

Der einzige Vorteil der Wiederaufnahme:
Es besteht die Chance das der wahre Täter ebenfalls verurteilt wird. Ulvi K. sollte die Psychatrie niemals verlassen dürfen.
Wobei er ja schon meinte, dass er "Betreutes Wohnen" nach dem Prozes ganz toll fände. Am liebsten wahrscheinlich neben einem Kindergarten.

Unglaublich diese einseitige Berichterstattung. In zehn Jahren kann man dann drüber berichten das dieser Mensch dann wahrhaftig wieder Kinder missbraucht und ggf. auch ermordet hat.
Denn:
Was tut ein Kleinkind wenn es etwas Böses angestellt hat? Vielleicht versteckt man die zerbrochene Vase der Oma im Sandkasten. Genauso verfährt man dann auch mit dem getöteten Mädchen was man im Körper eines Erwachsenen mit dem Entwicklungsstand eines Kindes mit bloßen Händen erwürgt hat.

Diese Wischi-Waschi Einstellung gegenüber diesen Verbrechern in der Gesellschaft finde ich höchst verachtenswert.
Ulfi K. /Edathy/ die Grünen-Affäre usw. Der Umgang in diesen Fällen ist meines Erachtens von ungerechtfertigtem Gutmenschentum und hochgefährlicher unangebrachter Toleranz geprägt.
 
Und was soll das mit den "Medien" zu tun haben? Oder stehe dort Schreiberlinge der Zeitungen im Gerichtsaal und applaudieren?
Übrigens kommt der bsiherige Täter auch keineswegs frei. Selbst wenn er des Mordes nicht schuldig ist, wird er - wegen der anderen Delikte - weiterhin in der Psychatrie bleiben.

Selbstverständlich ist die Berichterstattung angebracht. Ohne diese wäre doch wahrscheinlich wieder nichts passiert.
Es sitzen wahrscheinlich, dank rüder Polizeimethoden, gerade genug Leute unschuldig in den Gefängnissen.
Insofern ist das wichtig. Die Ermittlungen nach einem wahrscheinlich anderen Täter sollten unverzüglich wieder aufgenommen werden und möglicherweise diese "Vernehmungsspezialisten" vor Gericht wegen Strafvereitelung.
 
Ich bin nicht der Ansicht, daß das Eingangspostig "richtig" ist. Dazu weiß man viel zu wenig über die vorangegangenen Fälle des Täters. Und gerade seine Schuldfähigkeit läßt sich hier wohl kaum bewerten. Selbstverständlich unabhängig von der Tatsache, daß er gefährlich für die Öffentlichkeit ist. Aber das hat eben nicht der der entfernte Beobachter zu entscheiden, sondern eben die Herren Spezialisten.
Mir wirds allerdings Angst wenn angeblich Staatsanwälte davon erzählen, daß es am besten wäre solche Täter einzusperren und den Schlüssel wegzuwerfen.
 
Den Umgang der Medien, insbesondere der Fernsehmedien (war bei dem Beginn der Wiederaufnahme in Urlaub und mir stand nur Fernsehen und bei Printmedien die BZ zur Verfügung, die ich nicht gekauft habe), fand ich problematisch, weil meistens nicht darüber gesprochen worden ist, dass Ulvi K. schon Kinder missbraucht hat. Es gab einige Berichte im ZDF, RTL, SAT1 welche ausschließlich auf die Wiederaufnahme eingingen und das Verhalten der Polizei ohne generell auf die früheren Taten einzugehen.
Dadurch wurde dann der Eindruck vermittelt, dass Ulvi K. generell ein armer Mensch und das totale Opfer ist, indem man den Missbrauch der Kinder nicht erwähnt hat.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Das Wiederaufnahmeverfahren ist richtig. Nur finde ich es falsch, dass man nur über die positiven Seiten bzgl. des Angeklagten berichtet und ein nichtinformierter Zuschauer auf die Idee kommen könnte, dass Ulvi K. generell eine absolut weiße Weste hat.

Man sollte schon umfassend berichten. Und die Missbrauchsfälle in Zusammenhang mit dem Sexualmord an einem Kind sind meines Erachtens schon wert, dass man sie zumindest erwähnt.

Was die Sache angeht "man sollte diese Menschen einsperren und den Schlüssel wegwerfen".

Das ist leider so: Es gibt Leute die sind ganz "liebe" Menschen. Sie bewegen sich auf dem Entwicklungsstand eines weniger intelligenten Kleinkindes und suchen deswegen meistens die Nähe zu Kleinkindern weil sie mit anderen Menschen nicht agieren können oder von gleichalterigen verstoßen werden. Nur kommt dieser Mensch irgendwann selbst in die Pubertät und möchte Sexualität ausleben. Dummerweise versucht er das dann im Sandkasten auf dem Spielplatz. Die Angst wenn das Gegenüber anfängt zu weinen und zu schreien führt dann oft zur Ermordung der Opfer.

Problem und Dramatik:
Diese Täter sind nicht "böse". Sie können sich selbst nicht steuern und werden sich selbst nie steuern können. Sie sind schuldunfähig und werden dann in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Hinauslassen kann man sie aber leider nicht, weil eben die Steuerungsfähigkeit fehlt. Das sind dramatische und tragische Biografien aber so ist das nun einmal.

Aber kurz zur Wiederholung:
Es soll gefälligst nicht nur einseitig berichtet werden. Es soll nicht verschleiert werden, dass Ulvi K. schon Kinder missbraucht hat.
 
Das ist unverschämt.

Ansonsten ist der Mann in der Forensik, weil ihm schon zig Straftaten zum Nachteil von Kindern bewiesen wurden.
Er hat ja seine Haftstrafe bisher noch gar nicht antreten müssen, weil er eben nicht schuldfähig ist und erst mal behandelt werden muss. (so sagt es bisher das Gericht).

Warum ist jemand seit neun Jahren in der Forensik?
Weil er nichts dazu gelernt hat, unfähig ist sich helfen zu lassen oder weil er keinen Bock oder keine entsprechende Fähigkeiten hat, um sich mit den Taten auseinander zu setzen und daran zu arbeiten, wie er zukünftig solche Straftaten nicht wieder begeht..

Was ja erstmal der Anfang wäre...

Forensik ist doch nichts anderes, als Knast in der Psychiatrie. Die Menschen, die dort untergebracht sind, sind straffällig geworden, aber nicht, weil sie grundsätzlich kriminell sind, sondern weil sie krank sind.
 
Mich würde einmal interessieren, woher du die Informationen hast, dass er bereits mehrfach sexuellen Missbrauch begangen haben soll, denn ich habe in der Tat bisher nichts dergleichen vernommen.

Im übrigen sollte es vollkommen egal sein, für das aktuelle Verfahren, was er zuvor getan hat, denn es geht hier in erster Linie darum, dass hier die Staatsgewalt offensichtlich Mangelhaft ermittelt hat und das sollte, unabhängig davon, wer der Verurteilte nun ist, immer an den Pranger gestellt werden, denn ich würde nicht im geringsten in ein Gefängnis oder in einer psychiatrischen Klinik eingewiesen werden wollen, nur weil die Polizei unter Erfolgsdruck steht.
 
Nein, so war es nicht. Seine eigene Mutter hat ihn wegen der Mißbrauchsfälle angezeigt. Und es kam wohl weiteres heraus, im Zuge der Mordermittlungen.
Was den Mord aber betrifft, bleiben zu Recht eine Menge Zweifel. Vermutlich hat sich hier die Polizei ( wieder mal ) auf dem schnellen Erfolg ausgeruht und andere Tatsachen ( auch mögliche andere Täter ) nicht weiter wahrgenommen.
 
Es geht doch darum, dass durch ein Weglassen in der Berichterstattung bzgl. der Missbrauchsfälle eine unnötige Sympathie zugunsten des Ulvi K. bei den Betrachtern entsteht.

Täter A der unschuldig verurteilt worden ist wegen Mordes und zuvor keine Kinder missbraucht hat, steht in der Öffentlichkeit doch besser da als

Täter B
der unschuldig verurteilt worden ist wegen Mordes und zuvor mehrfach zu Lasten von Kindern sexuelle Missbräuche begangen hat.

Die etwaigen Sympathien stehen Ulvi K. nicht zu und deswegen soll umfassend in der Sache berichtet werden.

Mir kommen jedenfalls auf keinen Fall die Tränen, wenn ich dieses "arme Justizopfer" betrachte.

Die Schlagzeile müsste lauten "Krankhafter Kinderschänder ist nur ein Kinderschänder und wohlmöglich doch kein Mörder".
So würde alles in das richtige Licht gerückt.

Und erneut das Wiederaufnahmeverfahren ist richtig. Aufgrund der schlampigen Arbeit ist der richtige Täter bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen worden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wiederhole es gerne noch einmal:

Wo kann man es lesen, dass Ulvi K. vorher mehrfachen Kindesmissbrauch begangen hat, denn ich lese und höre hier und jetzt in diesem Thema zum ersten mal davon.
 
Eine zugegebenermaßen oberflächliche Quelle ist bspw. Wikipedia, wobei man auch die Querverweise dort nutzen kann oder auch bei google.de fündig wird.
Vereinfacht hier:
Mordfall Peggy Knobloch

Und dort nun Zitat Wikipedia:

"
Ulvi Kulaç (* 13. Dezember 1977 in Naila) wurde als Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Mit drei Jahren hatte er durch eine Hirnhautentzündung schwere geistige Schäden erlitten. Sein Entwicklungsstand wird mit dem eines 8- bis 10-jährigen Jungen gleichgesetzt. Die Eltern führen eine Gaststätte in der oberfränkischen 1100-Einwohner-Gemeinde Lichtenberg. Dort arbeitete Kulaç gelegentlich als Hilfskellner.

Im Sommer 2000 missbrauchte er einen sieben Jahre alten Jungen sexuell. Die Mutter Elsa Kulaç erfuhr davon und zeigte ihn an. Es stellte sich heraus, dass er sich in mindestens 20 Fällen seit 1996 an Jungen vergangen hatte. Er hatte, wie er eingestand, Kindern Kekse angeboten, wenn sie sich auf Doktorspiele einließen. Im September 2001 wurde er in Bayreuth in eine Psychiatrie eingewiesen.[SUP]"[/SUP]
 
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