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Überstunden und zusätzlich Wochenedarbeit beenden

Z

ZaschKleb

Gast
Guten Morgen,
letztes Jahr habe ich den Job gewechselt und bin man kann sagen, vom Regen in die Traufe bekommen. Ich habe einen normalen 39 Wochenstundenvertrag und arbeite im öffentlichen Dienst. Die Behörde ist mittlerer Größe, leider sind nahezu alle Führungskräfte durchgehend im Home Office, die meisten kenne ich bis heute nicht. Anwesend ist eine gute Hand voll Leute, unter anderem ich und mein Amtsleiter. Inzwischen haben 2 von 5 Leuten gekündigt, der Rest ist im Home Office.

Nun wurde mir kurz nach Beginn meiner Arbeitszeit angekündigt, ich muss Überstunden machen, das sei "von ganz oben" angeordnet. Das ganze sieht dann so aus, dass ich auf Abruf abends am Wochenende in der Verwaltung Unterlagen digitialisieren solle, also einscannen, archivieren, ablegen, und das 6 Stunden Freitags und Samstags abends, das hat mit meiner eigentlichen Arbeit als Bauingenieur rein garnichts zu tun.

Nachdem ich das einige Wochen mitgemacht habe, kam immer mal wieder von Kollegen die Frage auf, wer das angeordnet hat, inzwischen habe ich 200 Überstunden. Da mir das selbst sehr spanisch vorkam, habe ich im Dezember nachverlangt, mir eine schriftliche Anordnung darüber zu zeigen. Die gabs nicht, statt dessen wurde mir während der Wartezeit bzw. Probezeit, die ja Standard ist gesagt "wenn ihnen das nicht passt, können Sie sofort wieder gehen, solche Leute wie sie brauchen wir hier nicht".

Natürlich habe ich die Zähne zusammengebissen und weiter gemacht, da ich den Job behalten wollte. Ab 1.3. endet meine Wartezeit/Probezeit, d.h. dann bin ich nicht mehr so ohne Angabe jeglicher Gründe kündbar, ich habe einen unbefristeten Vertrag.

Während wir da abends die Unterlagen scannen, beschleicht mich seit Wochen das Gefühl, mein Amtsleiter (Chef) hat das nie oben abgesprochen und eigentlich weiß kein Mensch von dieser Anordnung. Ich habe auch das Gefühl, er hat starke finanzielle Probleme und braucht die Überstunden, die er sich auszahlen lässt und bei ihm kriselt wohl die Ehe, weshalb er stundenlang mit irgenwem (Frauen?) am telefonieren ist und das Wochenende abends nicht daheim sein will.

Nun möchte ich dieser Sache einen Riegel vorschieben, da ich auch zu hause mit meiner Freundin langsam Ärger bekomme, die das fassungslos betrachtet und einfach nicht glauben kann.

Hat jemand Tipps, wie ich ohne komplett auf den Tisch zu hauen das ganze mit einem gewissen Geschick zum Ende einleiten kann? Ich bin nicht der Mensch, der das große Fass aufmacht, das wäre dann halt das letzte Mittel.
 
Warte erstmal ab ob du ab den 01.03. überhaupt noch dort arbeitest. Ich finde es nicht besonders bedacht sich solch einer Problematik schon während seiner Probezeit zu stellen.

Ansonsten gibt es in jeder Firma, Amt oder sonstigen einen Arbeitsvertrag und Betriebsvereinbarungen.
Diese durchzulesen hilft da schon um die häufigsten Fragen zu klären. Auch im Intranet sollte sich das finden lassen. Ob dein Vorgesetzter private Probleme hat, interessiert hier nicht. Sollte nirgends aufgeführt sein wie das mit den zusätzlichen Arbeitszeiten und der Entlohnung geregelt wird, kann man schon dagegen angehen. Dies aber schon in der Probezeit zu tun ist allerdings nicht die schlauste Entscheidung.
 
Na also wenn das jetzt schon so los geht, wird das später ja wohl kaum besser... auch Samstags? Sind da immerhin Zuschläge dabei?

Sprechen wir denn hier wirklich von angeordneten Überstunden oder Mehrarbeit??
So einfach kann man Überstunden nicht einseitig anordnen - hier reicht das Weisungsrecht des Chefs nicht aus. Bist du zu Überstunden verpflichtet worden, müsstest du das zumindest schriftlich bekommen bzw. sogar mit unterzeichnet haben. Das bedeutet, dass in der Regel eine gemeinsame Vereinbarung erforderlich ist, in der du und der Chef / die Behörde sich auf die Leistung von Überstunden einigen.
Das Ganze kann natürlich auch beidseitig mündlich abgesprochen werden - aber das klingt bei dir ja nicht wirklich so abgesprochen 😉

Habt ihr einen guten BR?
Der hat da nämlich auch mitzureden. Lt. § 87 Abs.1 Nr.3 BetrVG hat der BR ein Mitbestimmungsrecht beim Thema Überstunden, wenn es eine Betriebsvereinbarung gibt.

Natürlich solltest du erst mal die Probezeit abwarten!
Und dann würde ich durchaus Fragen stellen, das ist ja nicht verboten. Du hast ja keine 39 Stunden vertraglich geregelt, um dann noch mal Stunden aufgehalst zu bekommen.... besonders noch am Samstag. Wie lang soll das denn auch noch gehen?
 
Verstehe ich dich richtig? Du denkst, dein Vorgesetzter lässt sich deine Überstunden an sich selbst auszahlen?
Ich denke doch, dass ihr eine Zeiterfassung habt. Auf jedem Lohnzettel muss doch drauf stehen, wieviel Überstunden du hast. Kontrolliere das doch mal.
Natürlich zahlt nicht jede Firma die Überstunden gleich aus. Am Gehalt würdest du es also vielleicht nicht merken. Gerne wird ein Überstundenpolster aufgebaut, welches bei Bedarf, wenn also weniger zu tun ist, wieder abgebaut werden kann.
Aber über die Arbeitsstunden muss Buch geführt werden.
 
Also Zuschläge bekommen wir teilweise.


Verstehe ich dich richtig? Du denkst, dein Vorgesetzter lässt sich deine Überstunden an sich selbst auszahlen?
Ich denke doch, dass ihr eine Zeiterfassung habt. Auf jedem Lohnzettel muss doch drauf stehen, wieviel Überstunden du hast. Kontrolliere das doch mal.
Natürlich zahlt nicht jede Firma die Überstunden gleich aus. Am Gehalt würdest du es also vielleicht nicht merken. Gerne wird ein Überstundenpolster aufgebaut, welches bei Bedarf, wenn also weniger zu tun ist, wieder abgebaut werden kann.
Aber über die Arbeitsstunden muss Buch geführt werden.

Ne, er lässt sich natürlich seine eigenen Stunden auszahlen, die anderen sind ja doch mir. Nur ich brauch das Geld halt nicht. Ich kalkuliere ja nicht mit Stunden, die ich im Normalfall garnicht mache, sondern ich kalkuliere logischerweise meine Ausgaben immer nur mit dem Geld, was ich auch wirklich bekomme bei normaler Abeitszeit.

Warte erstmal ab ob du ab den 01.03. überhaupt noch dort arbeitest. Ich finde es nicht besonders bedacht sich solch einer Problematik schon während seiner Probezeit zu stellen.

Schon richtig einerseits, andererseits ist auch die Frage berechtigt, ob man da überhaupt freiwillig ewig arbeiten mag.
 
Schon richtig einerseits, andererseits ist auch die Frage berechtigt, ob man da überhaupt freiwillig ewig arbeiten mag.
Ich glaube du hast mich nicht verstanden. Um die Problematik kannst du schon angehen, halt nicht solange du in der Probezeit bist.

Was steht dem im Arbeitsvertrag bzw. in der Betriebsvereinbarung (oder wie auch immer man das bei Behörden nennt). Es gibt meistens noch eine extra Regelung für die Tätigkeit im Home Office.
Hast du dir das schon einmal durchgelesen?
 

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