Hallo alle zusammen. Ich weiß nicht so recht, ob ich hier richtig bin. Sagt mir bitte, wenn dem nicht so ist.
Ich bin seit 3 Jahren Kinderpflegerin. Das war/ist mein absoluter Traumjob und eine ganze Weile habe ich ihn auch sehr gerne ausgeübt. Vor einem Monat habe ich dann den Arbeitgeber gewechselt. Diese Entscheidung war nicht leicht, aber die Kindertagesstätte wo ich gearbeitet habe war weit außerhalb und ich wollte endlich mal etwas in der Nähe haben. Auch finanziell sollte es sich etwas zum Besseren wenden.
Nun bin ich seit April in der neuen Kita und was soll ich sagen... Es lief alles nicht so gut bis jetzt. Direkt nach der ersten Woche erwischte mich Corona. Damit war ich dann ganze zwei Wochen raus, bis der PCR endlich wieder negativ war. Das Timing war echt nicht so gut. Dazu kommt, dass ich mich in der Kita auch einfach nicht wohlfühle. Wir haben dort ein sehr besonderes Kind von 5 Jahren. Er wird sehr schnell gewalttätig, wenn es nicht nach seinem Willen geht (zu Hause wohl auch). Für ihn ist es traurigerweise immer "strafe" in die Kita zu kommen, weil seine Mutter ihn oft daheim lässt und er dann alles bekommt und bei uns dann da ist und es einfach regeln gibt (so wurde es mir erklärt). Nun verletzt er bei seinen Ausbrüchen aber nicht nur die Kinder oder auch mich, sondern auch sich selbst (er schmeißt Spielsachen gegen die Wand, auch große Sachen und dabei tut er sich dann weh). Auch schlägt er gegen Fensterscheiben oder andere Sachen und verletzt sich die Hand. Um das zu verhindern, muss man ihn festhalten und er schreit und schreit und schreit.... Ich habe Verständnis für den Jungen. Es ist nicht seine Schuld und kein Kind wird "böse" geboren, aber ich habe 20 Kinder in einer Gruppe, die mich alle noch nicht richtig kennen und ich werde damit komplett allein gelassen. So fühlt es sich an. Auch wurde mir beigebracht, dass ich ein Kind nicht so festhalten darf. Ich fühle mich in eine Situation gedrängt, in die ich gar nicht möchte.
Brauche ich mal jemanden um den Jungen zu beruhigen (Ich glaube manchmal ist es ihm auch zu laut und zu viel), ist niemand da. Ob wohl wir eigentlich einen Hallendienst haben. Auf Nachfrage heißt es dann immer: Das ist normal!
Wirklich? Eine richtige Struktur im Tagesablauf gibt es nicht, sodass auch die Erwachsenen kopflos herumlaufen und wenn ich dann frage, wo die Betten für die Kinder sind, wird es mir nicht gesagt, damit ich es auch weiß, sondern die Kollegin macht es einfach. Die Kitaleitung ist meiner Meinung nach wenig daran interessiert, ob ich klarkomme oder nicht. Daher zweifle ich auch allmählich daran, ob ich meinen Job überhaupt kann? In meiner früheren Einrichtung habe ich den Eindruck vermittelt bekommen, dass ich meinen Job gut mache und doch auch die Erzieherausbildung in Betracht ziehen sollte. Und in der neuen Kita komme ich mit mittlerweile so hilflos vor... Dazu kommt die Sache, dass ich aufgrund von Corona nun Krankengeld bekomme, obwohl die Isolation ja eine behördliche Anordnung ist. Das finde ich nicht fair, aber so ist es wohl (der Träger meiner Kita ist die Stadt, ich dachte da würde es anders laufen). Ich bin grade etwas fertig und denke darüber nach, ob ich als Kinderpflegerin noch geeignet bin....
Ich würde mich über Erfahrungen und Meinungen eurerseits freuen. Entschuldigt den langen Text.
Liebe Grüße
Ich bin seit 3 Jahren Kinderpflegerin. Das war/ist mein absoluter Traumjob und eine ganze Weile habe ich ihn auch sehr gerne ausgeübt. Vor einem Monat habe ich dann den Arbeitgeber gewechselt. Diese Entscheidung war nicht leicht, aber die Kindertagesstätte wo ich gearbeitet habe war weit außerhalb und ich wollte endlich mal etwas in der Nähe haben. Auch finanziell sollte es sich etwas zum Besseren wenden.
Nun bin ich seit April in der neuen Kita und was soll ich sagen... Es lief alles nicht so gut bis jetzt. Direkt nach der ersten Woche erwischte mich Corona. Damit war ich dann ganze zwei Wochen raus, bis der PCR endlich wieder negativ war. Das Timing war echt nicht so gut. Dazu kommt, dass ich mich in der Kita auch einfach nicht wohlfühle. Wir haben dort ein sehr besonderes Kind von 5 Jahren. Er wird sehr schnell gewalttätig, wenn es nicht nach seinem Willen geht (zu Hause wohl auch). Für ihn ist es traurigerweise immer "strafe" in die Kita zu kommen, weil seine Mutter ihn oft daheim lässt und er dann alles bekommt und bei uns dann da ist und es einfach regeln gibt (so wurde es mir erklärt). Nun verletzt er bei seinen Ausbrüchen aber nicht nur die Kinder oder auch mich, sondern auch sich selbst (er schmeißt Spielsachen gegen die Wand, auch große Sachen und dabei tut er sich dann weh). Auch schlägt er gegen Fensterscheiben oder andere Sachen und verletzt sich die Hand. Um das zu verhindern, muss man ihn festhalten und er schreit und schreit und schreit.... Ich habe Verständnis für den Jungen. Es ist nicht seine Schuld und kein Kind wird "böse" geboren, aber ich habe 20 Kinder in einer Gruppe, die mich alle noch nicht richtig kennen und ich werde damit komplett allein gelassen. So fühlt es sich an. Auch wurde mir beigebracht, dass ich ein Kind nicht so festhalten darf. Ich fühle mich in eine Situation gedrängt, in die ich gar nicht möchte.
Brauche ich mal jemanden um den Jungen zu beruhigen (Ich glaube manchmal ist es ihm auch zu laut und zu viel), ist niemand da. Ob wohl wir eigentlich einen Hallendienst haben. Auf Nachfrage heißt es dann immer: Das ist normal!
Wirklich? Eine richtige Struktur im Tagesablauf gibt es nicht, sodass auch die Erwachsenen kopflos herumlaufen und wenn ich dann frage, wo die Betten für die Kinder sind, wird es mir nicht gesagt, damit ich es auch weiß, sondern die Kollegin macht es einfach. Die Kitaleitung ist meiner Meinung nach wenig daran interessiert, ob ich klarkomme oder nicht. Daher zweifle ich auch allmählich daran, ob ich meinen Job überhaupt kann? In meiner früheren Einrichtung habe ich den Eindruck vermittelt bekommen, dass ich meinen Job gut mache und doch auch die Erzieherausbildung in Betracht ziehen sollte. Und in der neuen Kita komme ich mit mittlerweile so hilflos vor... Dazu kommt die Sache, dass ich aufgrund von Corona nun Krankengeld bekomme, obwohl die Isolation ja eine behördliche Anordnung ist. Das finde ich nicht fair, aber so ist es wohl (der Träger meiner Kita ist die Stadt, ich dachte da würde es anders laufen). Ich bin grade etwas fertig und denke darüber nach, ob ich als Kinderpflegerin noch geeignet bin....
Ich würde mich über Erfahrungen und Meinungen eurerseits freuen. Entschuldigt den langen Text.
Liebe Grüße