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Überfordert mit einem Hobby

Sketch Aru

Neues Mitglied
Sehr geehrte Hilferuf community,

Schon länger bin ich hier ein stiller Mitleser, der sich erst heute dazu genötigt hat, auch einmal hier einen Text zu verfassen. Ich hoffe, dass ich damit ein wenig einen Perspektivenwechsel bekomme.
Ich versuche es nicht ganz ausufern zu lassen. Konkret habe ich ein Problem damit Interessen zu finden, ein Hobby zu etablieren oder gar irgendwas dauerhaft als Spaß und Freude zu erleben. Seit der Oberstufe habe ich meine Interessen immer weiter zurückgeschraubt. Nicht, weil ich zu wenig Zeit hatte. Einfach, weil ich in meinen Hobbys nie "Sinn" gesehen habe. Früher habe ich gezeichnet, Geschichten geschrieben und geplant, mit Freunden Gesellschaftsspiele gebastelt, Videospiele gespielt, habe Sport gemacht und noch manch Sachen. Doch nach und nach habe ich an den meisten Sachen das Interesse verloren. Nur gelegentlicher Sport und Videospiele als Antrieb blieben mir. Den Interessenschwund sehe ich durchaus als natürlich, das ist nicht unbedingt das Problem. Jedoch weiß ich, dass der Grund für den Schwund ziemlich ungesund ist
Bei egal was ich mache, hinterfrage ich immer. Ist die Zeit gut investiert? Fliehe ich damit vor Arbeit die verrichtet werden sollte? Lohnt sich das überhaupt, wenn ich es nie auf einen Meisterniveau schaffe? Ich liebte es zu zeichnen, wusste aber, dass es viele Leute in meinem Umfeld gibt, die das meilenweit besser können, als ich. Das hat mich immer sehr demotiviert. Ich erkenne auch darin einer meiner größten Schwächen: Der ständige Vergleich mit Anderen. Und das wird mich nach und nach überall, in jedem Lebensbereich zerstören.
Ich habe über das letzte Jahr hin und wieder was Neues ausprobiert: Programmieren, Sprachen lernen, mich in fernen Bereichen bilden, verrückte Dinge kochen. Nur hat die Motivation nie gereicht. Gut, vielleicht bin ich auch ungeeignet fürs Programmieren ^^ Nichtsdestotrotz, ich leide einfach darunter, so wenig Energie in Ablenkung und Hobbys stecken zu können. Meist gehe ich lieber früh schlafen, spiele Videospiele bis tief in die Nacht oder verliere mich in Dokus und auf Nachrichtenseiten. Hier sehe ich auch mein Handy als Störfaktor, der mir schon genug Zeit klaut. Leider bin ich darauf angewiesen, zumindest im gewissen Maße. Ohne diesen Mini-Teufel würde ich vielleicht mehr Zeit und Langeweile haben, was mich wieder für ein Hobby motivieren könnte.
So, nun habe ich eine kurze Übersicht zur Problematik gegeben. Ansätze sind vorhanden, aber es fehlt einfach die Motivation. Dafür zu viel innerer Wettbewerb, der das Interesse zerberstet. Es lässt sich nicht aufhalten - Alles was ich mache muss entweder das Beste sein oder gegen Entgelt verrichtbar sein. Selbst meine Hobbys und Freizeit gönne ich mir selbst nur, wenn ich mich medial betäube. So möchte ich aber nicht leben.
Danke jedenfalls für das Lesen und umso mehr, falls mir Jemand helfen und Tipps geben kann. Es tut zumindest gut, sich das hier von der Seele zu sprechen. Vielleicht sollte ich die anderen Probleme hier auch nach und nach äußern ^^

Frohen Abend, Euer Sketch
 

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ßßx

Aktives Mitglied
Dir hat es gut getan, dein Problem hier aufzuschreiben, weil du selber eigentlich dir schon alles beantwortet hast. Du hast gemerkt, dass der Mensch das zweckfreie Tun einfach braucht, um glücklich zu sein. Außerdem hast du festgestellt, dass dir der Vergleich mit anderen alles vergiftet. Ein objektiver Vergleich ist ohnehin nie möglich, schon gar nicht, wenn es ums Malen geht. Lass doch einfach wieder das zu, was du früher gern getan hast oder finde Neues. Gib dich deiner Tätigkeit hin und erlebe den Flow. So wirst du wieder Glück erleben und bist ganz bei dir.
Ich wünsch dir viel Spaß dabei.
 
A

Alböguhl

Gast
Du bist auf etwas angewiesen, wie geht es Menschen die etwas nicht haben.
Immer schneller, immer näher: Technischer Fortschritt, der abhängig macht.
Wir sehen sie im Wartezimmer unseres Hausarztes, an der Haltestelle oder in der WG-Küche: Menschen, die auf ihr Smartphone starren.
Langeweile existiert für uns schon lange nicht mehr: Müssen wir auch nur zwei Minuten warten, zücken wir das Smartphone und beantworten WhatsApp-Nachrichten, posten Instastories oder checken unseren Newsfeed.

Die Real-Life-Kommunikation bleibt dabei immer mehr auf der Strecke.
Neue Techniken, neue Formen der Abhängigkeit
Auch die einfachsten Fähigkeiten und Tugenden verlernen wir nach und nach.
Wir müssen echt aufpassen, daß wir Menschen uns nicht abschaffen.
Und vielleicht, ja ganz vielleicht, schauen wir ja sogar mal wieder nach vorne, anstatt mit gesenktem Kopf stumpf auf unsere Bildschirme einzuhämmern.
 
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