LadyViolet
Mitglied
Hallo zusammen,
da ich wieder kein Auge zu bekomme, würde ich mich gerne mit meinem Anliegen an euch wenden, in der Hoffnung auf Ratschläge oder persönliche Erfahrungen. 🙂
Nach meinem Abitur vor 1 1/2 Jahren wusste ich immer noch nichts mit mir anzufangen, mein Traum war es immer Psychologie zu studieren, dies ist mir mit meinem schlechten Abischnitt jedoch nicht möglich.
Wartesemester kamen für mich aufgrund Druck aus dem Elternhaus und eigenen Ängsten nicht in Frage.
Meine Eltern drängten mich dazu nach einer halbjährigen Pause jedoch zu einem Studium, so entschied ich mich für Bwl. Ich nahm an, dass das vielleicht das beste ist für jemanden, der so unsicher ist...Schließlich bietet es viele Jobmöglichkeiten später, ich müsste mich noch nicht festlegen. Auch finanziell empfand ich dies als sinnvoll. Meine Eltern waren sehr zufrieden mit der Entscheidung. Zudem ich immer gut darin war mir Dinge in mein Kurzzeitgedächtnis zu stopfen, wodurch ich dachte, dass dies auch bei einem so trockenen Studiengang wie Bwl ganz hilfreich ist.
Nun, ein Jahr später, merke ich aber, dass das absolut nichts für mich. Mein Studiengang ist ein integrierter, so dass ich viele sozialwissenschaftliche Module habe und das waren auch die einzigen Module, die ich bestanden habe.
Ich habe bis jetzt (3. Semester) kein mathematisches oder ökonomisches Modul bestanden. Fast alles ist geschoben oder und bei zweien stecke ich im Wiederholungsversuch. Ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen zu lernen und wenn ich es tue, bin ich mit meinem Kopf ganz woanders, so dass ich eh nichts aufnehme.
Das macht mir sehr zu schaffen. Ich sitze oft in der Vorlesungen, physisch, aber geistig bin ich ganz woanders. Habe immer öfter Phasen in denen ich mich meinem Körper nicht zugehörig fühle, Verwirrtheitszustände (verwechsle die Etage im Wohnheim, verlaufe mich gedankenlos, gehe gedankenverloren herum und kriegen von außen nichts mehr mit - so stark, das ich mal in einer falschen Vorlesung saß und dann auch nicht mehr aufstehen wollte, weil ich dann keinen Sinn darin sah).
Vergesse ganz wesentliche Sachen, z.B. mit welcher Buslinie ich eig. fahre.
Lebe auf Autopilot, schlafe nicht mehr wirklich oder zu viel.
Bekomme vor allem Nachts totale Angstzustände, so dass ich aufwache und das Gefühl habe eingesperrt zu sein, keinen Ausweg zu finden.
Ich hatte davor schon Erfahrungen damit, es ist nicht erst seit meinem Studium so, doch der Stress verstärkt es. In der Schule reichte es völlig aus einen Tag vor Klausuren oder die Pause davor zu lernen, so dass ich, auch wenn ich es vor mich hinschob und genauso wenig lust darauf hatte, dennoch schaffte, schriftlich gute Noten zu schreiben (bei mir hakte es mündlich stark). Nun kann ich das nicht mehr und ich merke das ich komplett die Kontrolle über alles verliere. Ich habe nichts mehr wirklich im Griff. Habe meine Freunde Monate nicht mehr sehen wollen und lebe eig. völlig leer vor mich hin. Es kommt mir alles so sinnlos vor.
Und ich kann das nicht mehr. Der Titel Tunnelblick bezieht sich auf meinen Glauben, nie etwas zu finden, das mich erfüllen wird, nie etwas, das meine Eltern auch akzeptieren könnten. Als gäbe es nur diesen einen Weg, den ich mir nun aufzwingen muss.
Ich weiß einfach nichts mit mir anzufangen.
Es gibt nichts für das ich mich ausgesprochen Interessiere oder aufraffen könnte (bis auf Psychologie).
Kunst liebe ich ebenfalls, aber habe da immer weniger lust drauf. Beende keine Zeichnungen mehr, wenn ich..1x im Jahr mich dazu entscheide zu zeichnen, so dass ich jeden Zeichenfortschritt den ich jemals machte, eig. verloren habe und nichts mehr wirklich kann. Werde auch immer unkreativer. Damals schrieb ich sehr gerne Geschichten und hatte eigene Zeichenideen. Derzeit ist alles so grau.
Damals habe ich auch sehr gerne gelesen, nun liegen die Bücher neben mir und ich gebe sie ungelesen wieder in der Bibliothek zurück. Dabei habe ich nichts zu tun, ich kann mich einfach nur nicht dazu aufraffen und starre lieber Löcher in die Wand.
Ich habe es auch mal mit einer Studienberatung versucht. Diese konnte mir nur bedingt helfen.
Der erste Vorschlag war Ingenieurswesen - nach Blick auf meinem Zeugnis und paar Fragen - dabei mag ich Mathe gar nicht wirklich. Ich schrieb nur gute Noten, weil ich in einem Grundkurs war und das war (wie ich jetzt im Studium feststelle) kaum was. 😀 Dann gab es noch Mediengestaltung als Vorschlag...stelle ich mir mit meiner mangelnden Motivation (und Kreativität derzeit) jedoch schwer vor. Der letzte Vorschlag war ein duales Studium in der Verwaltung, das fand ich eig. noch ganz nett. Beworb mich, bekam keine Antwort. Also verlor ich die Lust darauf.
Ich weiß einfach nicht was ich nun tun soll und ob ich jemals etwas machen werde bei dem ich mich erfüllt und menschlich fühlen kann... Nicht mehr wie eine leere Hülle.
Ich danke jeden der bis hier hin gekommen ist und entschuldige mich an dieser Stelle mal für alle Rechtschreibfehler und Unverständlichkeiten, es ist schon spät. ^^
:blume:
da ich wieder kein Auge zu bekomme, würde ich mich gerne mit meinem Anliegen an euch wenden, in der Hoffnung auf Ratschläge oder persönliche Erfahrungen. 🙂
Nach meinem Abitur vor 1 1/2 Jahren wusste ich immer noch nichts mit mir anzufangen, mein Traum war es immer Psychologie zu studieren, dies ist mir mit meinem schlechten Abischnitt jedoch nicht möglich.
Wartesemester kamen für mich aufgrund Druck aus dem Elternhaus und eigenen Ängsten nicht in Frage.
Meine Eltern drängten mich dazu nach einer halbjährigen Pause jedoch zu einem Studium, so entschied ich mich für Bwl. Ich nahm an, dass das vielleicht das beste ist für jemanden, der so unsicher ist...Schließlich bietet es viele Jobmöglichkeiten später, ich müsste mich noch nicht festlegen. Auch finanziell empfand ich dies als sinnvoll. Meine Eltern waren sehr zufrieden mit der Entscheidung. Zudem ich immer gut darin war mir Dinge in mein Kurzzeitgedächtnis zu stopfen, wodurch ich dachte, dass dies auch bei einem so trockenen Studiengang wie Bwl ganz hilfreich ist.
Nun, ein Jahr später, merke ich aber, dass das absolut nichts für mich. Mein Studiengang ist ein integrierter, so dass ich viele sozialwissenschaftliche Module habe und das waren auch die einzigen Module, die ich bestanden habe.
Ich habe bis jetzt (3. Semester) kein mathematisches oder ökonomisches Modul bestanden. Fast alles ist geschoben oder und bei zweien stecke ich im Wiederholungsversuch. Ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen zu lernen und wenn ich es tue, bin ich mit meinem Kopf ganz woanders, so dass ich eh nichts aufnehme.
Das macht mir sehr zu schaffen. Ich sitze oft in der Vorlesungen, physisch, aber geistig bin ich ganz woanders. Habe immer öfter Phasen in denen ich mich meinem Körper nicht zugehörig fühle, Verwirrtheitszustände (verwechsle die Etage im Wohnheim, verlaufe mich gedankenlos, gehe gedankenverloren herum und kriegen von außen nichts mehr mit - so stark, das ich mal in einer falschen Vorlesung saß und dann auch nicht mehr aufstehen wollte, weil ich dann keinen Sinn darin sah).
Vergesse ganz wesentliche Sachen, z.B. mit welcher Buslinie ich eig. fahre.
Lebe auf Autopilot, schlafe nicht mehr wirklich oder zu viel.
Bekomme vor allem Nachts totale Angstzustände, so dass ich aufwache und das Gefühl habe eingesperrt zu sein, keinen Ausweg zu finden.
Ich hatte davor schon Erfahrungen damit, es ist nicht erst seit meinem Studium so, doch der Stress verstärkt es. In der Schule reichte es völlig aus einen Tag vor Klausuren oder die Pause davor zu lernen, so dass ich, auch wenn ich es vor mich hinschob und genauso wenig lust darauf hatte, dennoch schaffte, schriftlich gute Noten zu schreiben (bei mir hakte es mündlich stark). Nun kann ich das nicht mehr und ich merke das ich komplett die Kontrolle über alles verliere. Ich habe nichts mehr wirklich im Griff. Habe meine Freunde Monate nicht mehr sehen wollen und lebe eig. völlig leer vor mich hin. Es kommt mir alles so sinnlos vor.
Und ich kann das nicht mehr. Der Titel Tunnelblick bezieht sich auf meinen Glauben, nie etwas zu finden, das mich erfüllen wird, nie etwas, das meine Eltern auch akzeptieren könnten. Als gäbe es nur diesen einen Weg, den ich mir nun aufzwingen muss.
Ich weiß einfach nichts mit mir anzufangen.
Es gibt nichts für das ich mich ausgesprochen Interessiere oder aufraffen könnte (bis auf Psychologie).
Kunst liebe ich ebenfalls, aber habe da immer weniger lust drauf. Beende keine Zeichnungen mehr, wenn ich..1x im Jahr mich dazu entscheide zu zeichnen, so dass ich jeden Zeichenfortschritt den ich jemals machte, eig. verloren habe und nichts mehr wirklich kann. Werde auch immer unkreativer. Damals schrieb ich sehr gerne Geschichten und hatte eigene Zeichenideen. Derzeit ist alles so grau.
Damals habe ich auch sehr gerne gelesen, nun liegen die Bücher neben mir und ich gebe sie ungelesen wieder in der Bibliothek zurück. Dabei habe ich nichts zu tun, ich kann mich einfach nur nicht dazu aufraffen und starre lieber Löcher in die Wand.
Ich habe es auch mal mit einer Studienberatung versucht. Diese konnte mir nur bedingt helfen.
Der erste Vorschlag war Ingenieurswesen - nach Blick auf meinem Zeugnis und paar Fragen - dabei mag ich Mathe gar nicht wirklich. Ich schrieb nur gute Noten, weil ich in einem Grundkurs war und das war (wie ich jetzt im Studium feststelle) kaum was. 😀 Dann gab es noch Mediengestaltung als Vorschlag...stelle ich mir mit meiner mangelnden Motivation (und Kreativität derzeit) jedoch schwer vor. Der letzte Vorschlag war ein duales Studium in der Verwaltung, das fand ich eig. noch ganz nett. Beworb mich, bekam keine Antwort. Also verlor ich die Lust darauf.
Ich weiß einfach nicht was ich nun tun soll und ob ich jemals etwas machen werde bei dem ich mich erfüllt und menschlich fühlen kann... Nicht mehr wie eine leere Hülle.
Ich danke jeden der bis hier hin gekommen ist und entschuldige mich an dieser Stelle mal für alle Rechtschreibfehler und Unverständlichkeiten, es ist schon spät. ^^
:blume: