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Trostbuch?

L

Lebensuhr

Gast
Hallo an alle,

kann mir jemand von euch ein gutes und hilfreiches Buch sagen, was Trost und Hilfe spendet, wenn man eine von extremer Abhängigkeit geprägte Trennung überwinden muss? Es sollte vor allem Tipps enthalten, was helfen könnte, wie man wieder positiv denken kann, wie man es positiv sehen kann u.ä.
Bei mir ist es so, dass ich kaum essen, trinken und mich bewegen und den Alltag leben kann :´(

Ihr könnt mir auch gern sagen, was sonst noch helfen könnte!
Dankeschön.
 

Hallo Lebensuhr,

schau mal hier: Trostbuch?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Nur ein Vorschlag:

Haruki Murakamis "Hard Boiled Wonderland und das Ende der Welt",

Hermann Hesses "Demian".

Das sind zwar Romane, aber sie erfreuen Herz und Verstand, und werfen neue Sichtweisen auf
 
Nur ein Vorschlag:

Haruki Murakamis "Hard Boiled Wonderland und das Ende der Welt",

Hermann Hesses "Demian".

Das sind zwar Romane, aber sie erfreuen Herz und Verstand, und werfen neue Sichtweisen auf

Hallo!
Haruki... sagt mir zwar nichts 😱, Hesse mehr... .
Ich lese aber auch gerne!
Dankeschön! 🙂
Liebe Grüsse!
Landkaffee
Buchempfehlung schon für mich selber notiert!
 
Hallo Lebensuhr!

Ich denke mal, dass es eigentlich Menschen sind, die einem gut Trost spenden können.

Als Kompromiss würde ich in Buchform vielleicht eine (Auto)Biographie vorschlagen. Konkret weiß ich Dir jetzt aber keine Person zu sagen. Aber es gibt sicherlich viele Beispiele von Menschen, die zB selbst Leid durchlitten haben in ihrem Leben und die dennoch ein erfülltes und als wertvoll empfundenes durchlebt haben.
 
Hallo EuFrank,

ja, genau diese Dinge halfen mir bisher auch immer: Das Dasein und Gespräche mit Menschen und auch Biografien... aber jetzt geht gar nichts mehr, obwohl ich auch Menschen habe... ich brauche irgendwie eine "Anleitung", wie ich damit umgehen soll, was richtig ist, was falsch, was eher schadet, was hilft usw. Wenn ich mir bsplw. sage "lass die Trauer zu", weiß ich nicht, ob ich dann gar nicht mehr aus ihr herauskomme oder besser ablenken und ignorieren? Ich weiß nicht, was richtig ist, was wirklich hilft... ich habe Angst, dass ich mich falsch verhalte und sich dann alles verstärkt und ich gar nicht mehr da herauskomme... danke dir trotzdem und danke auch an die anderen.

Lebensuhr
 
Hallo EuFrank,

ja, genau diese Dinge halfen mir bisher auch immer: Das Dasein und Gespräche mit Menschen und auch Biografien... aber jetzt geht gar nichts mehr, obwohl ich auch Menschen habe... ich brauche irgendwie eine "Anleitung", wie ich damit umgehen soll, was richtig ist, was falsch, was eher schadet, was hilft usw. Wenn ich mir bsplw. sage "lass die Trauer zu", weiß ich nicht, ob ich dann gar nicht mehr aus ihr herauskomme oder besser ablenken und ignorieren? Ich weiß nicht, was richtig ist, was wirklich hilft... ich habe Angst, dass ich mich falsch verhalte und sich dann alles verstärkt und ich gar nicht mehr da herauskomme... danke dir trotzdem und danke auch an die anderen.

Lebensuhr

Hallo Lebensuhr,
das mit dem positiv denken ist relativ einfach:
Immer positiv denken, egal welcher Mist grad läuft.

Beispiele:
Du schaust fern, das Programm ist nicht dein Geschmack, eigentlich nur zum heulen, da könntest du denken: "Ach ja, ist aber positiv, dass mein Fernseher ordentlich funktioniert".

Du begegnest deinem Ex mitsamt neuer Freundin, das kotzt dich an, weil du gerade nicht gestylt bist und die Braut knackig aussieht, da könntest du dir denken: "Was für ein Glück, dass er endlich jemanden anderen gefunden hat, den er drangsalieren kann".

Kündigung - mehr Freizeit
Unfall - Horizonterweiterung im Krankenhaus (staatl. finanzierte Weiterbildung)
etc.

Ich wüsste keinen Ratgeber, schon alleine deswegen nicht, weil doch jeder Fall individuell ist.

Melde dich doch einfach im Forum an und dann hast du jeden Tag gleich mehrere, die dir Trost und Rat spenden🙂
 
Wenn ich mir bsplw. sage "lass die Trauer zu", weiß ich nicht, ob ich dann gar nicht mehr aus ihr herauskomme oder besser ablenken und ignorieren? Ich weiß nicht, was richtig ist, was wirklich hilft... ich habe Angst, dass ich mich falsch verhalte und sich dann alles verstärkt und ich gar nicht mehr da herauskomme...
Hallo Gast!

In so einer Situation befand ich mich auch einmal. Ich sah zwei Möglichkeiten: den Tränen freien Lauf lassen oder Verdrängung. Ich wählte die Verdrängung und Ablenkung. Dies erschien mir sicherer. Wäre dies der falsche Weg gewesen, hätte ich ja jederzeit den Zustand der Verdrängung wieder aufheben können, oder?

Im Laufe der Zeit habe ich mich dann an die neue Situation gewöhnt und konnte den Tod des Betreffenden "verdauen". Die Verdrängung war also bei mir eine Verdauung in kleinen Schritten.

In der Tat sehe auch ich die Gefahr, dass man von der Trauer fortgerissen werden kann, wenn man sich ihr vollständig und hemmungslos überläßt. Das würde vielleicht nicht jedem gut tun.

Am besten wäre es wahrscheinlich, wenn Du ein paar oder wenigstens einen Menschen hättest, der Dich in dieser schweren Zeit begleiten kann, mit dem Du sprechen kannst und der sich Zeit für Dich nimmt.

Wenn Dir bereits ein Buch diesen Dienst erweisen würde, wäre es schön. Ich bin mir auch sicher, dass es Bücher gibt, die genau richtig für Dich wären. Leider weiß ich jetzt nichts genaues zu sagen. Jedes Buch wirkt auch anders auf den Einzelnen. Manch einem würde schon etwas ganz Lustiges helfen wie Pippi Langstrumpf und andere würden zur Trauerbewältigung lieber was ganz ernstes lesen (zB einen Erfahrungsbericht von einer Trauernden).

Ich hoffe aber, dass Dir hier noch ein paar gute Tipps gegeben werden. Und ich wünsche Dir auch, dass Du diese Zeit gut überstehst. Ich würde wie gesagt wohl eher den Kontakt zu anderen suchen oder mir einfach was gutes tun (Entspannungsbäder, Radio hören, sich allgemein schonen etc.).

Zuletzt möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass mir inzwischen auch eine gewisse religiöse Haltung Hoffnung macht und mich auch angesichts meines eigenen Todes stützt. Der Tod verliert dadurch viel von seinem sonstigen Schrecken.
 

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