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Trennung meiner Eltern - Schuldgefühle

Lilamila

Neues Mitglied
Hallo,

ich stehe seit langer Zeit zwischen meinen Eltern und hab das Gefühl sie erwarten von mir alles wieder gut zu machen. Trotz all den vielen Gesprächen konnte ich es nicht schaffen und jetzt bin ich fast soweit einfach ganz weit weg zu gehen. Stadt wechseln, nicht gleich erreichbar zu sein und einfach auf Abstand weil ich langsam Schuldgefühle habe die mich oft Nachts nicht schlafen lassen. Meine Mutter hat mir schon oft zu verstehen gegeben, mit mir zusammen ziehen zu wollen. Ich wohne alleine. Ich habe ihr schon deutlich gesagt dass ich das nicht möchte. Seit dem ich denken kann, hatte ich immer das Gefühl das meine Mutter eine Art Eifersucht gegenüber mir hat. Sie hat selbst ein schwieriges Leben gehabt. Und deswegen hatte ich auch Verständnis. Aber das ist ein anderes Thema. Sie ruft mich jeden Tag an und weint nicht selten. Ich weiß das sie depressiv ist. Angebote wie ärztliche Hilfe, Therapeut etc. möchte sie nicht. Genauso wie mein Vater. Meine Eltern sind über 40 Jahre verheiratet und sagen jedes Mal wir haben uns wegen euch nicht getrennt (Kinder). Nun leben sie seit über 4 Jahren getrennt, wohnen aber noch zusammen. Keiner will ausziehen, geschweige denn sich scheiden lassen. Beide sind stolz und haben eine ziemlich ungesunde Einstellung zum Leben. Mein Vater ist Rentner und hat mit ein paar Krankheiten zu kämpfen. Seit er von meiner Mutter getrennt ist, soll ich jetzt mit ihm Arztbesuche und den Papierkram machen. Mache ich auch. Aber mit einem schwer depressiven Mensch ist das manchmal sehr schwer. Zumal ich Vollzeit arbeite und es auch nicht immer hin kriege. Meine Mutter hat mal das Kommentar abgelassen: „jetzt musst du das alles mit ihm machen“. Und hat dabei gelacht. Sie sagt auch ganz offen wenn sie auszieht dann muss ich mich kümmern. Natürlich würde ich mich kümmern. Aber eben im Rahmen der Umstände. Wenn ich in den Urlaub gehe, möchte sich gleich einer von beiden anschließen. Meistens meine Mutter. Einmal hat sie mir das fast aufgezwungen. Gerade heute hat sie gesagt, dass sie mit ihm die Tage reden wird, dass er ausziehen soll. Sie wollte mich informieren. Sie hat gesagt sie würde sogar in ein Frauenhaus gehen. Sie weiß ganz genau das ich das nicht zu lassen würde. Das war nicht das erste Mal. Wenn sich beide etwas zu sagen haben, dann sagen sie es mir und ich soll weiter geben. Bis ich ein Strich gezogen habe. Meine Mutter ruft mich auch sofort an wenn ich mit meinem Vater gesprochen habe um zu erfahren, was wir geredet haben.. Als hätte sie Angst oder ist auch hier eifersüchtig. Was meint ihr dazu? Ich kann das nicht mehr klar beurteilen. Meine Eltern haben mich beide in einer sehr schweren Zeit unterstützt und mir auf die Beine geholfen als ich schwer depressiv war. Sie waren auch keine schlechten Eltern. Sie würden alles für uns machen. Und jetzt wo sie beide am Boden sind, kann ich ihnen nicht helfen. Ich hab das Gefühl, dass ich undankbar bin wenn ich sage, ich möchte alleine wohnen, ich habe auch mein eigenes Leben, oder bitte erzählt mir nicht alles. Auch wirklich intime Sachen, die man von seinen Eltern nicht hören möchte. Ich weiß nicht mehr was ich denken soll. Ich bin dankbar für jede ehrliche Meinung.

VG
 
Hallo,

ich stehe seit langer Zeit zwischen meinen Eltern und hab das Gefühl sie erwarten von mir alles wieder gut zu machen. Trotz all den vielen Gesprächen konnte ich es nicht schaffen und jetzt bin ich fast soweit einfach ganz weit weg zu gehen. Stadt wechseln, nicht gleich erreichbar zu sein und einfach auf Abstand weil ich langsam Schuldgefühle habe die mich oft Nachts nicht schlafen lassen. Meine Mutter hat mir schon oft zu verstehen gegeben, mit mir zusammen ziehen zu wollen. Ich wohne alleine. Ich habe ihr schon deutlich gesagt dass ich das nicht möchte. Seit dem ich denken kann, hatte ich immer das Gefühl das meine Mutter eine Art Eifersucht gegenüber mir hat. Sie hat selbst ein schwieriges Leben gehabt. Und deswegen hatte ich auch Verständnis. Aber das ist ein anderes Thema. Sie ruft mich jeden Tag an und weint nicht selten. Ich weiß das sie depressiv ist. Angebote wie ärztliche Hilfe, Therapeut etc. möchte sie nicht. Genauso wie mein Vater. Meine Eltern sind über 40 Jahre verheiratet und sagen jedes Mal wir haben uns wegen euch nicht getrennt (Kinder). Nun leben sie seit über 4 Jahren getrennt, wohnen aber noch zusammen. Keiner will ausziehen, geschweige denn sich scheiden lassen. Beide sind stolz und haben eine ziemlich ungesunde Einstellung zum Leben. Mein Vater ist Rentner und hat mit ein paar Krankheiten zu kämpfen. Seit er von meiner Mutter getrennt ist, soll ich jetzt mit ihm Arztbesuche und den Papierkram machen. Mache ich auch. Aber mit einem schwer depressiven Mensch ist das manchmal sehr schwer. Zumal ich Vollzeit arbeite und es auch nicht immer hin kriege. Meine Mutter hat mal das Kommentar abgelassen: „jetzt musst du das alles mit ihm machen“. Und hat dabei gelacht. Sie sagt auch ganz offen wenn sie auszieht dann muss ich mich kümmern. Natürlich würde ich mich kümmern. Aber eben im Rahmen der Umstände. Wenn ich in den Urlaub gehe, möchte sich gleich einer von beiden anschließen. Meistens meine Mutter. Einmal hat sie mir das fast aufgezwungen. Gerade heute hat sie gesagt, dass sie mit ihm die Tage reden wird, dass er ausziehen soll. Sie wollte mich informieren. Sie hat gesagt sie würde sogar in ein Frauenhaus gehen. Sie weiß ganz genau das ich das nicht zu lassen würde. Das war nicht das erste Mal. Wenn sich beide etwas zu sagen haben, dann sagen sie es mir und ich soll weiter geben. Bis ich ein Strich gezogen habe. Meine Mutter ruft mich auch sofort an wenn ich mit meinem Vater gesprochen habe um zu erfahren, was wir geredet haben.. Als hätte sie Angst oder ist auch hier eifersüchtig. Was meint ihr dazu? Ich kann das nicht mehr klar beurteilen. Meine Eltern haben mich beide in einer sehr schweren Zeit unterstützt und mir auf die Beine geholfen als ich schwer depressiv war. Sie waren auch keine schlechten Eltern. Sie würden alles für uns machen. Und jetzt wo sie beide am Boden sind, kann ich ihnen nicht helfen. Ich hab das Gefühl, dass ich undankbar bin wenn ich sage, ich möchte alleine wohnen, ich habe auch mein eigenes Leben, oder bitte erzählt mir nicht alles. Auch wirklich intime Sachen, die man von seinen Eltern nicht hören möchte. Ich weiß nicht mehr was ich denken soll. Ich bin dankbar für jede ehrliche Meinung.

VG
An Deineer Stelle würde ich mich weigern, den Vermittler und Pfleger der beiden zu spielen.
Die missbrauchen Dich als Boxsack.
Gehe nicht mehr so oft ans Telefon und sag ihnen , dass sie Ihren Alltag selber organisieren müssen.
 
Seit er von meiner Mutter getrennt ist, soll ich jetzt mit ihm Arztbesuche und den Papierkram machen. Mache ich auch.
Wieso?
Sie hat gesagt sie würde sogar in ein Frauenhaus gehen. Sie weiß ganz genau das ich das nicht zu lassen würde.
Wieso nicht?

Solange ein Elternteil von dir nicht hilflos oder gar dement ist, brauchst du dich nicht verpflichtet zu fühlen.
Kann dein Vater nicht Autofahren oder sich kein Taxi leisten oder mit Öffis zum Arzt fahren?
Deine Mutter will mit dir zusammenziehen, gehts noch?!
Und du willst wegziehen, damit - ja, damit was? Telefon gibts überall, deine Eltern werden schon Wege finden, dich zu okkupieren, ganz egal wo du lebst. Da bleibt dir leider nichts übrig, als zu lernen, dich konsequent abzugrenzen. Und die Masche, wonach sie sich nicht getrennt haben wegen der Kinder, ist hier genau das, eine Masche. Das zeigt sich daran, dass sie trotz angeblcher Trennung immer noch zusammenwohnen.
 
Dein Vater ist depressiv, deine Mutter ist depressiv und du warst depressiv?
Solange beide sich weigern ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, würde ich (!) mich zu nichts mehr nötigen lassen.
Mit den täglichen Telefonaten könntest du anfangen.
 
Hallo,

ich stehe seit langer Zeit zwischen meinen Eltern und hab das Gefühl sie erwarten von mir alles wieder gut zu machen. Trotz all den vielen Gesprächen konnte ich es nicht schaffen und jetzt bin ich fast soweit einfach ganz weit weg zu gehen. Stadt wechseln, nicht gleich erreichbar zu sein und einfach auf Abstand weil ich langsam Schuldgefühle habe die mich oft Nachts nicht schlafen lassen. Meine Mutter hat mir schon oft zu verstehen gegeben, mit mir zusammen ziehen zu wollen. Ich wohne alleine. Ich habe ihr schon deutlich gesagt dass ich das nicht möchte. Seit dem ich denken kann, hatte ich immer das Gefühl das meine Mutter eine Art Eifersucht gegenüber mir hat. Sie hat selbst ein schwieriges Leben gehabt. Und deswegen hatte ich auch Verständnis. Aber das ist ein anderes Thema. Sie ruft mich jeden Tag an und weint nicht selten. Ich weiß das sie depressiv ist. Angebote wie ärztliche Hilfe, Therapeut etc. möchte sie nicht. Genauso wie mein Vater. Meine Eltern sind über 40 Jahre verheiratet und sagen jedes Mal wir haben uns wegen euch nicht getrennt (Kinder). Nun leben sie seit über 4 Jahren getrennt, wohnen aber noch zusammen. Keiner will ausziehen, geschweige denn sich scheiden lassen. Beide sind stolz und haben eine ziemlich ungesunde Einstellung zum Leben. Mein Vater ist Rentner und hat mit ein paar Krankheiten zu kämpfen. Seit er von meiner Mutter getrennt ist, soll ich jetzt mit ihm Arztbesuche und den Papierkram machen. Mache ich auch. Aber mit einem schwer depressiven Mensch ist das manchmal sehr schwer. Zumal ich Vollzeit arbeite und es auch nicht immer hin kriege. Meine Mutter hat mal das Kommentar abgelassen: „jetzt musst du das alles mit ihm machen“. Und hat dabei gelacht. Sie sagt auch ganz offen wenn sie auszieht dann muss ich mich kümmern. Natürlich würde ich mich kümmern. Aber eben im Rahmen der Umstände. Wenn ich in den Urlaub gehe, möchte sich gleich einer von beiden anschließen. Meistens meine Mutter. Einmal hat sie mir das fast aufgezwungen. Gerade heute hat sie gesagt, dass sie mit ihm die Tage reden wird, dass er ausziehen soll. Sie wollte mich informieren. Sie hat gesagt sie würde sogar in ein Frauenhaus gehen. Sie weiß ganz genau das ich das nicht zu lassen würde. Das war nicht das erste Mal. Wenn sich beide etwas zu sagen haben, dann sagen sie es mir und ich soll weiter geben. Bis ich ein Strich gezogen habe. Meine Mutter ruft mich auch sofort an wenn ich mit meinem Vater gesprochen habe um zu erfahren, was wir geredet haben.. Als hätte sie Angst oder ist auch hier eifersüchtig. Was meint ihr dazu? Ich kann das nicht mehr klar beurteilen. Meine Eltern haben mich beide in einer sehr schweren Zeit unterstützt und mir auf die Beine geholfen als ich schwer depressiv war. Sie waren auch keine schlechten Eltern. Sie würden alles für uns machen. Und jetzt wo sie beide am Boden sind, kann ich ihnen nicht helfen. Ich hab das Gefühl, dass ich undankbar bin wenn ich sage, ich möchte alleine wohnen, ich habe auch mein eigenes Leben, oder bitte erzählt mir nicht alles. Auch wirklich intime Sachen, die man von seinen Eltern nicht hören möchte. Ich weiß nicht mehr was ich denken soll. Ich bin dankbar für jede ehrliche Meinung.

VG
Was ich dazu denke und meine ist so einfach gesagt, lässt sich aber nur schwer und mit schlechtem Gewissen umsetzen.....
Setz dich an erster Stelle, priorisiere dich, deine Wünsche , dein Wohlergehen. Wenn du dich dabei vernachlässigst oder nicht auf dich selber achtest bist du zu nichts mehr in der Lage, auch nicht mehr in der Lage deinen Eltern zu helfen.
Deinen Urlaub benötigst du für dich, nicht um deine Mutter zu bespassen, also sei hart und weigere dich jemanden mitzunehmen den du eigentlich nicht dabei haben möchtest.
Helfe ihnen in einem Rahmen der dir nicht selber schadet! Du bist kein Partner Ersatz der für Gespräche und Trost zuständig ist. Du bist keine Sekretärin die Arztbesuche, Behördengänge und ähnliches organisieren muss und deine Eltern auch noch dahin begleiten muss. Wenn du dich dazu hinreißen lässt wird es für deine Eltern ganz schnell zur Gewohnheit, eine Selbstverständlichkeit aus der du dann noch schwerer wieder heraus kommst...
Außerdem sprichst du von Kindern, du hast also Geschwister, auch die können helfen. Bürde dir nicht alles selber auf, auch wenn dein Gewissen dir einredet das du das musst.
Kurz gesagt, denk an dich, habe einen gesunden Egoismus und setzte dich an erster Stelle....
Achja, banal, einfach und sauschwer, benutze öfter mal das Wort "Nein"...
 
Kennst du das Buch "Abschied von den Eltern" von Howard Halpern? Das würde ich dir empfehlen.
Hier geht es darum, die eingefahrenen Interaktionsmuster zwischen Eltern und (indessen erwachsenen) Kindern aufzubrechen und zu einem erwachsenen Miteinander auf Augenhöhe zu kommen.
Halpern beschreibt die verschiedenen "Elterntypen" und erklärt anhand von Fallbeispielen, wie man zu einem neuen Umgang miteinander kommt.
Sehr laienverständlich geschrieben, ich fand's immer hilfreich und habe es auch schon viele Male weiterempfohlen.
 
Ein Frauenhaus wäre ja wohl auch völlig unpassend, wenn die Mutter sich nun auch räumlich vom Vater trennen will - oder schlägt er sie etwa?

Ich würde deinen Eltern sagen, dass du beiden zwar noch hilfst, wenn sie Hilfe brauchen, du aber als Vermittler nicht mehr zur Verfügung stehst und dich auch nicht länger aushorchen lässt. Ihr seid allesamt erwachsene Menschen, die für sich selber sorgen können.

Und wenn du mal einen Partner hast will der auch nicht deine Eltern im Schlepp. M.E. ist es falsch verstandene Dankbarkeit, wenn du dich jetzt für sie zu versklaven müssen meinst (was für ein Deutsch.. 😁).
 
Wie alt sind deine Eltern?

Du bist nicht verpflichtet, alles für deine Eltern zu tun. Schon gar nicht sowas wie gemeinsame Urlaube, wenn du das nicht möchtest.

Mache das, was du kannst. Lasse dich aber keinesfalls zwischen die Fronten ziehen. Wenn über den anderen geschimpft wird, bricht das Gespräch ab.

Stelle klar, dass du nicht als Therapeut zur Verfügung stehst, dass du aber gerne dabei hilftst, für deine Eltern einen solchen zu suchen.
 

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