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Trennung aus Vernunft

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Hallo Leute,
ich bins mal wieder. Ich brauche dringend Euren Rat. Ich habe mich gestern von meinem Partner getrennt. Ich liebe diesen Mann so sehr, dass die Worte nicht ausreichen. Er ist der Inbegriff meiner Wunschvorstellung von einem Mann. Wir waren zwei Jahre zusammen.
Fakt dabei war, dass ich ihn immer mehr geliebt habe, als er mich. Daraus resultierten allerlei Schwierigkeiten. Er stand einfach nicht 100 % ig zu mir. Er hat mich viel verletzt, aufgrund seiner nicht ganz ausreichenden Gefühle. Unsere Beziehung war ein einziges Auf und Ab, mal zusammmen, mal nicht, mal glücklich, mal nicht, mal andere Frauen, eine große Auszeit, wieder zusammen, längere Zeit glücklich, dann wieder Probleme.
Er ist verheiratet, aber getrennt. Er hat zwei Kinder, die aber nicht bei ihm leben.
Ich kenne Sie auch nicht.
Wir waren unterschiedlich, haben uns aber immer zueinander hingezogen gefühlt.
Wir waren vertraut, manchmal sehr innig und dann ganz weit weg.
Im Grunde aber passierte Nichts. Also, es entwickelte sich nichts. Zusammenziehn oder so war nie Thema.
Er sagt immer, er hat dafür noch nicht genug Gefühl.
Er hat mich hingehalten. Ich bin 28 und habe mir für die Zukunft schon eine Familie vorgestellt - aber das wird wohl schwierig mit ihm.
Ich habe viel eingesteckt und gestern habe ich ihn in einem persönlichen Gespräch verlassen. Meine Vernunft sagte mir, dass es genug ist, dass er mich nicht glücklich macht, dann ich meine Zeit verschwende.
Heute ist der trübste Tag seit langem. Er fehlt mir so sehr, dass ich innerlich zerbreche. Die Vorstellung nicht mehr mit ihm zu sein, ihn zu fühlen, diese Liebe ist nicht zu ertragen. Meine Tränen rollen, ich will nicht diese Leere, ein Leben ohne ihn, wie?
Ich bin am Ende. Obwohl ich ihn verlassen habe, kann ich mit den Konsequenzen nicht umgehen.
Wieso verlässte mich heute mein Verstand?
Wie kann ich meinem Herz die Wahrheit beibringen?
Ich liebe ihn so sehr, aber mit ihm funktionierts nicht.
Was kann ich tun, um es zu ertragen??
Bitte helft mir.....
 
Hallo,

ich habe sowas ähnliches langsam durch. Auch ich musste durch ein Tal der Tränen und der Trauer um zu begreifen, dass Liebe niemals Selbstaufgabe sein darf. Man ist emotional total abhängig und schreit nach diesem Menschen, der einen verletzt, nicht respektiert, betrügt und nicht wirklich liebt. Sollte nicht Liebe aus Respekt, Ehrlichkeit und Freude bestehen?

Sicherlich hat mir mein Exmann sehr viel gegeben, trotz der bitteren Verletzungen, des Verrates und des Kampfes ( war damals verheiratet und seine Frau verließ ihn, funkte aber über acht Jahre rein, er sagte es würde nur Freundschaft bestehen und wohnt jetzt wieder bei Ihr, habe sie zusammen auch schon beim Einkaufen gesehen) aber wir sind geschieden und das ist gut so.

Sieh es als Lernerfahrung an, leide, heule, verkrieche dich und dann fang an deine Minderwertigkeitsgefühle zu bearbeiten, nimm dein Leben in die Hände und genieße es und irgendwann wird der Mann kommen, der dich lehrt was Liebe eigentlich ist und dann wird es schön. Allerdings darf man nie den Fehler machen, sich zu verlieren, niemals, dass ist Selbstaufgabe/ Selbstaufopferung. Du wirst immer deinen eigenen Rucksack tragen müssen, egal welcher Mann dir zu Seite steht, daher ist es immer gut, seine Interessen und sein Leben aufzuteilen und den Mann nicht als Hauptlebensinhalt zu begreifen.

Wie gesagt, alles leicht geschrieben, wenn man in den Schuhen nicht drin steckt. Auch ich war wie schon erwähnt, mental ähnlich involviert wie du jetzt, aber ich begreife oder begriff, dass ich mir eine lange Zeit etwas selbst vorgemacht habe, der Selbsttäuschung unterlegen bin. Liebe ist für mich erstmal Selbstzufriedenheit, Glück mit mir selbst und meinen Zielen und ich arbeite daran, diese Leere niemals wieder mit einem Mann aufzufüllen, der mich nicht verdient hat.

Ich habe immer nur gejobbt und mein Interesse wenig auf den Beruf gelegt, sondern immer nur gearbeitet des Geldes wegen aber nicht wegen Berufung ( bis jetzt nicht gefunden), daher hatte ich durch fehlendes Lernpensum mehr Zeit mich Fantasien und Liebessehnsüchten auszusetzten, mehr Zeit mich mit einem Mann zu verstricken. Ich lief vor mir selbst und meinen Schwächen davon, dazu trank ich regelmässig Alkohol( einmal in der Woche) und versank im Selbstmitleid ( besonders wenn ich Lieder wie Love is a losing game anhörte). Ich schaffte es vier Monate nichts zu trinken und mit dem Rauchen aufzuhören, allerdings hatte ich letzte Woche einen Rückfall und trank mal wieder was und rauche auch wieder, aber ich werde nicht aufhören an mir zu arbeiten! Ich möchte mich positiv weiterentwicklen, dazu braucht es einen WILLEN. Daher höre ich jetzt den Soundtrack Burning Heart sehr gerne - Rocky den Music was my first love and it will be my last;-).

Alles Gute
und es gibt eine Zeit der Trauer und eine Zeit der Freude, alles zur rechten Zeit.
Hoffnung ist die Zukunft und nicht das Gestern, den an Gestern festzuhalten führt zur Erstarrung und zu Schmerz.
Leben ist immer Lernen und Entwicklung, wir treffen viele Menschen die uns etwas lehren können über uns selbst, somit lieben uns viele, auch wenn wir uns die eine Liebe wünschen.

Ying und Yang.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich schreibe das hier nicht zum ersten Mal, aber mir ist bekannt aus einer wissenschaftliche Studie, dass bei der Trennung die gleichen Hirnareale aktiv werden, wie bei einem Drogenentzug. Und möchte dir sagen, dass deine Gefühle normal sind. Und ich kann ebenfalls dir versichern, sie werden mit der Zeit besser werden. Nicht unbedingt ein Tag besser als der andere. Es wird immer gute und schlechte Tage geben, aber die Richtung wird unaufhörig nach oben gehen.

Es gibt wenig, was du an den ersten Tagen tun kannst. Jeder Ablenkungsversuch wird scheitern. Ich glaube aber, dass es helfen könnte, wenn man die Trennungsgründe feinsäuberlich niederschreibt. Oder Dinge tut, bei denen mein seine eigene Ruhe wiederfindet, vielleicht in einen Wald zu gehen oder zu baden. Mir hilft es z.B. immer sehr, wenn ich nachts den weiten Sternenhimmel beobachten kann.

Hab Vertrauen in dir. Es war die richtige Entscheidung und wir stehen dir bei.
 
Er ist verheiratet, aber getrennt. Er hat zwei Kinder, die aber nicht bei ihm leben.

Genau da würde es mich schon stutzig machen 2 Jahre zusammen - Er noch immer verheiratet, getrennt aber nicht GESCHIEDEN!? Auch eigenen Kindern nicht vorstellen, zeigt wieviel wert ihm gewesen bist. Kannst deiner VERNUNFT danken, dass Er dir nicht länger wertvolle Lebens-Zeit raubt. Kummer&Trauer gehört zum Abschied dazu, doch auch immer ein Neubeginn. Dein Herz wird Abstinenz annehmen wenn durch den `kalten Entzug´ bist.

lg.
 
Lieber Gast,

du hast dich mit diesem Schritt gut um dich gekümmert. So hast du die Chance, dich mit einem Mann anzufreunden, der ähnliche Ziele hat wie du. Und der auch eine gemeinsame Zukunft möchte.
Ich habe das Phänomen "Jojo-Liebe" im vergangenen Jahr kennengelernt und finde, man tut gut daran, wenn man frühzeitig die Kurve kratzt...Wenn gewisse Grundlagen nicht da sind, geht es eben nicht. Dann wird es eine sehbsüchtige, idealisierende Schwärmerei.
Es macht Sinn, in den schweren Momenten an blöde Situationen und Enttäuschungen zu denken, die der andere verursacht hat. versuche, deinen Expartner ganz realistisch zu sehen. Wie oft warst du auch während der Beziehung mit ihm traurig? Wie oft hast du dich allein gefühlt.
Das gefährliche ist das "Ja, aber...". Es gibt kein "Aber". Wenn eine Beziehung ihr Ende findet, hat das immer einen guten Grund. Das müssen wir verstehen lernen.
Ich finde es übrigens sehr schwer und kann dich gut verstehen. Mir hilft auch der Blick in den Himmel, wie Tourette schreibt, oder das Ablenken mit schöner Musik oder Büchern. Nur nicht auf dem Sofa liegen und sich hängenlassen. Langfristig macht das kaputt.

Alles Gute!

Patch
 
Vernunftstrennungen sind immer die schlimmsten, da nicht das Herz, sondern der Kopf entscheidet.

Ich kann Deine Gefühle sehr gut nachvollziehen, da es mir momentan ähnlich geht.

Wie meine Vorredner schon sagten, Du kannst im Moment nicht viel tun, außer Deine Gefühle zu zulassen. Es wird besser, irgendwann. Auf Dauer wärst Du mit diesem Mann nicht glücklich geworden.

Ich wünsche Dir viel Kraft.
 

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