Erstens mal - hey, du hast Haus und Garten auf "Vordermann" gebracht! Das gäbe mir ein gutes Gefühl - ich selber brauche auch oft so einen Anlass, um mal aktiv zu werden und alles mal wieder zu überarbeiten und klar Schiff zu machen.
Insofern hatte die Verabredung -auch wenn sie dann leider abgesagt wurde - einen guten Nebeneffekt. Ich bin immer froh, wenn ich mal wieder richtig aktiv im Haus war, den inneren Schweinehund überwunden habe und den ganzen kleineren oder auch größeren Kram abgearbeitet habe.
Und du hast doch zwei nette Kumpels, wie ich deinem Text entnehme. Und eine Frau, Familie. Warum ist dieser Kollege so "überlebensgroß", das verstehe ich nicht.
Du machst aus der Einladung eine so große Sache, dass es schon ungesund wird - da dich die Absage so aus der Bahn wirft.
Ich bin mir nicht sicher, ob man ein Verhältnis unter Arbeitskollegen so freundschaftlich überfrachten sollte. Versuch, es etwas lockerer zu sehen, sonst ist die Enttäuschung abzusehen ( wie es ja jetzt schon war).
Vielleicht solltest du dir - wenn du jetzt mehr Freizeit hast - auch noch etwas Neues suchen,
wo du Leute triffst, mit denen sich vielleicht längerfristig etwas Freundschaftliches ergibt.
Oder erstmal einfach ein paar nette neue Bekannte finden und nicht so viel erwarten.
Dem Kollegen würde ich sagen, dass er Bescheid sagen soll, wann ihr das Treffen nachholen wollt. Wenn er nicht mehr drauf zurückkommt, fragst du vielleicht noch mal locker nach, machst ein oder zwei Vorschläge ( à la "das nächste Wochenende würde passen", habt ihr Lust ...?) nicht zu verbissen wirken. Wenn dann nichts mehr kommt, würde ich es auf der kollegialen Ebene belassen. Vielleicht hat der Mann schon genug Anhang und möchte mit dir nicht mehr draus machen. Das muss man ein bisschen erspüren, sollte sich aber nicht deswegen zerfleischen oder an sich zweifeln.
Gerade im höheren Alter ist es schwer, neue Freunde zu finden, die Meisten sind schon genug eingespannt und das Interesse an neuen Freunschaften ist nicht vorhanden.