S
Sunset23w
Gast
Es sollte der schönste Tag in unserem Leben werden. Leider kam alles ganz, ganz anders.
Wir beschlossen zu heiraten. Zwar hatten wir keine großartigen Geldmittel, aber das sollte uns nicht im Wege stehen.
Ich war vor kurzem zu meinem Mann gezogen, in ein anderes Bundesland. Es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben 🙂 Den hier kam ich zur Ruhe, meine Familie hatte oft genug böses Spiel mit mir getrieben.
Ich informierte meine Mutter. Sie wollte den Hund mitbringen. Ich war dagegen, da wir in unserer Wohnung keine Hunde halten dürfen und der Hund nicht stubenrein ist. Daraufhin war meine Mutter etwas eingeschnappt. Ich schlug vor, den Hund einen Tag allein zu lassen, aber meine Mutter war dagegen. Man könne den armen Hund doch nicht über Nacht allein lassen! Ob sich nicht die Nachbarn etwas kümmern konnten. Das wollte meine Mutter nicht.
Sie sagte, das die Verwandschaft bestimmt nicht käme, wegen der pflegebedürftigen Omi. Ich schlug einen mobilen Pflegedienst oder eine Tagesbetreuung vor. Nein, man könne Omi doch nicht über Nacht allein lassen!
Gut. Und wenn denn ein Teil der Verwandschaft käme, sagte ich, wäre für Omi und den Hund gesorgt. Nein, meinte meine Mutter, das wäre unfair.
Ich suchte ein Hotel mi Hund für meine Eltern. Nebenbei versicherte uns der beste Freund und Trauzeuge meines Mannes, seine Band würde auf unsrer Hochzeit spielen. Also suchten wir einen saal oder ähnliches für das Fest. Es war nichts zu vermieten für den Zeitraum. Dann wollten wir eben ein Festzelt organisieren, einen geeigneten Ort hatten wir schon, das Ordnungsamt hatte sein Ok gegeben. Die Band sagte kurzfristig ab. Eigentlich ganz gut, denn die Zeltverleihe wollten an die 2000 Euro haben. Trotzdem tat es sehr weh.
Mittlerweile sagte eine Mutter mir, die Verwandschaft hätte gesagt, das sie nicht kämen, auch wegen dem weiten Weg. Komisch, fuhren sie nicht regelmäßig an die See? Das war schließlich auch kein Problem und vom Weg her dasselbe.
Wir hatten für das Fest keine Möglichkeit zum feiern. Da sagte meine Mutter mir, ja, wenn du HIER heiraten würdest, dann würden alle Verwandten kommen, wir würden dir eine Traumhochzeit organisiere, in Windeseile. Autsch.
Mein Mann sah, wir nahe mir das ging, und war dafür, meine Verwandschaft nicht einzuladen. Er sprach auch darüber mit meiner Mutter, er konnte meine Tränen nicht mehr sehen.
Dann fand ich ein Hundehotel in der Stadt, in der wir wohnen, und rief freudig bei meinen Eltern an. Mein Vater war am Telefon. Ich berichtete stolz vom Hundehotel, seine Reaktion: Bitte sag mir mal, wann und wo ihr heiratet, hier spricht keiner mit mir darüber. Ich war geschockt, erzählte ihm von den Problemen bezüglich Hund, Omi etc. Erst war Stille am anderen Ende des Apparates. Dann brüllte er los. Ich solle auf die Verwandschaft scheißen, der Hund könne gefälligst eine Nacht alleine bleiben, mein Mann und ich sollten nach der Trauung sofort wegfahren, uns erholen und die Handys daheim lassen, um dem Geheuchel zu entgehen. Das tat gut. Er verstand meine Situation.
Meine Schwiegermutter organisierte uns in einem Hotel ein 4 Gänge Menü und übernahm die kosten komplett. Es geht aufwärts, dachte ich und fand eine Lokalität, zwar sehr exotisch, in der wir hinterher feiern konnten. Das wollten aber die Gäste nicht. Ok, dann feiern wir in unserer Wohnung.
Mittlerweile rief mich meine Tante an, sagte, sie wüsste nicht, was meine Mutter gesagt hätte, natürlich würde sie zur Hochzeit ihres Patenkindes kommen. Von meiner Mutter kam keine Entschuldigung für ihre ungerechtfertigten Kommentare.
Am großen Tag holte uns ein Freund ab, die Nachbarin machte mir die Haare, wir fuhrem zum Standesamt. Dort wurden wir begafft und auf uns wurde mit dem Finger gezeigt, da wir keine konservative Hochzeit in weiß feiern wollten.
Eine Person war zuviel zum essen eingeladen worden, woraufhin meine Schwiegermutter ihren Sohn kurz vor der Trauung, vor allen Gästen, zur Sau machte und sagte, sie wolle zum Essen verschwinden, damit keiner Hungern musste.
Mein Vater drehte sich daraufhin auf der Stelle um und wollte verschwinden, geladen bis in die Haarspitzen. Meine Mutter hielt ihn zurück.
Bei der Zeremonie waren mein Mann und ich traurig und geschockt von den Reaktionen unserer Eltern.
Nach der Trauung erschienen uneingeladene Gäste, Arbeitskollegen meines Mannes. Er hatte in seiner Firma extra gesagt, er will nicht, das sie zu unserer Hochzeit kommen. Das wurde einfach ignoriert.
Draußen erwateten uns ein paar Nachbarn, die wir nicht kannten, um zu gaffen, weil wir wie gesagt alles andere als konservativ angezogen waren.
Wir fuhren zum Hotel, das Essen war super. Zuvor sprach ich schnell mit einer Kellnerin, ob es genug zu Essen für eine Person mehr gäbe und sie versicherte mir lächelnd, das das absolut kein Problem wäre.
Dann verschwand unser Trauzeuge.
Wir fuhren nach Hause. Unsere Freunde hatten uns versprochen, in unseren eigenen 4 Wänden noch mal eine sehr eigene, düstere und humorvolle Trauungszeremoie zu vollziehen. Darauf warten wir noch heute.
Ich heulte in der Küche, es war zuviel.
Einer unserer Freunde fuhr wutendbrannt zum Trauzeugen, um ihn zu holen. Er hatte sich zum schlafen hingelegt und entschudigte sich verlegen bei uns.
Mein Mann rief seine Mutter an und stellte sie zur rede. Sie stritt alles ab und stellte es als Scherz hin.
Das war er, der schönste Tag im Leben.
Wir beschlossen zu heiraten. Zwar hatten wir keine großartigen Geldmittel, aber das sollte uns nicht im Wege stehen.
Ich war vor kurzem zu meinem Mann gezogen, in ein anderes Bundesland. Es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben 🙂 Den hier kam ich zur Ruhe, meine Familie hatte oft genug böses Spiel mit mir getrieben.
Ich informierte meine Mutter. Sie wollte den Hund mitbringen. Ich war dagegen, da wir in unserer Wohnung keine Hunde halten dürfen und der Hund nicht stubenrein ist. Daraufhin war meine Mutter etwas eingeschnappt. Ich schlug vor, den Hund einen Tag allein zu lassen, aber meine Mutter war dagegen. Man könne den armen Hund doch nicht über Nacht allein lassen! Ob sich nicht die Nachbarn etwas kümmern konnten. Das wollte meine Mutter nicht.
Sie sagte, das die Verwandschaft bestimmt nicht käme, wegen der pflegebedürftigen Omi. Ich schlug einen mobilen Pflegedienst oder eine Tagesbetreuung vor. Nein, man könne Omi doch nicht über Nacht allein lassen!
Gut. Und wenn denn ein Teil der Verwandschaft käme, sagte ich, wäre für Omi und den Hund gesorgt. Nein, meinte meine Mutter, das wäre unfair.
Ich suchte ein Hotel mi Hund für meine Eltern. Nebenbei versicherte uns der beste Freund und Trauzeuge meines Mannes, seine Band würde auf unsrer Hochzeit spielen. Also suchten wir einen saal oder ähnliches für das Fest. Es war nichts zu vermieten für den Zeitraum. Dann wollten wir eben ein Festzelt organisieren, einen geeigneten Ort hatten wir schon, das Ordnungsamt hatte sein Ok gegeben. Die Band sagte kurzfristig ab. Eigentlich ganz gut, denn die Zeltverleihe wollten an die 2000 Euro haben. Trotzdem tat es sehr weh.
Mittlerweile sagte eine Mutter mir, die Verwandschaft hätte gesagt, das sie nicht kämen, auch wegen dem weiten Weg. Komisch, fuhren sie nicht regelmäßig an die See? Das war schließlich auch kein Problem und vom Weg her dasselbe.
Wir hatten für das Fest keine Möglichkeit zum feiern. Da sagte meine Mutter mir, ja, wenn du HIER heiraten würdest, dann würden alle Verwandten kommen, wir würden dir eine Traumhochzeit organisiere, in Windeseile. Autsch.
Mein Mann sah, wir nahe mir das ging, und war dafür, meine Verwandschaft nicht einzuladen. Er sprach auch darüber mit meiner Mutter, er konnte meine Tränen nicht mehr sehen.
Dann fand ich ein Hundehotel in der Stadt, in der wir wohnen, und rief freudig bei meinen Eltern an. Mein Vater war am Telefon. Ich berichtete stolz vom Hundehotel, seine Reaktion: Bitte sag mir mal, wann und wo ihr heiratet, hier spricht keiner mit mir darüber. Ich war geschockt, erzählte ihm von den Problemen bezüglich Hund, Omi etc. Erst war Stille am anderen Ende des Apparates. Dann brüllte er los. Ich solle auf die Verwandschaft scheißen, der Hund könne gefälligst eine Nacht alleine bleiben, mein Mann und ich sollten nach der Trauung sofort wegfahren, uns erholen und die Handys daheim lassen, um dem Geheuchel zu entgehen. Das tat gut. Er verstand meine Situation.
Meine Schwiegermutter organisierte uns in einem Hotel ein 4 Gänge Menü und übernahm die kosten komplett. Es geht aufwärts, dachte ich und fand eine Lokalität, zwar sehr exotisch, in der wir hinterher feiern konnten. Das wollten aber die Gäste nicht. Ok, dann feiern wir in unserer Wohnung.
Mittlerweile rief mich meine Tante an, sagte, sie wüsste nicht, was meine Mutter gesagt hätte, natürlich würde sie zur Hochzeit ihres Patenkindes kommen. Von meiner Mutter kam keine Entschuldigung für ihre ungerechtfertigten Kommentare.
Am großen Tag holte uns ein Freund ab, die Nachbarin machte mir die Haare, wir fuhrem zum Standesamt. Dort wurden wir begafft und auf uns wurde mit dem Finger gezeigt, da wir keine konservative Hochzeit in weiß feiern wollten.
Eine Person war zuviel zum essen eingeladen worden, woraufhin meine Schwiegermutter ihren Sohn kurz vor der Trauung, vor allen Gästen, zur Sau machte und sagte, sie wolle zum Essen verschwinden, damit keiner Hungern musste.
Mein Vater drehte sich daraufhin auf der Stelle um und wollte verschwinden, geladen bis in die Haarspitzen. Meine Mutter hielt ihn zurück.
Bei der Zeremonie waren mein Mann und ich traurig und geschockt von den Reaktionen unserer Eltern.
Nach der Trauung erschienen uneingeladene Gäste, Arbeitskollegen meines Mannes. Er hatte in seiner Firma extra gesagt, er will nicht, das sie zu unserer Hochzeit kommen. Das wurde einfach ignoriert.
Draußen erwateten uns ein paar Nachbarn, die wir nicht kannten, um zu gaffen, weil wir wie gesagt alles andere als konservativ angezogen waren.
Wir fuhren zum Hotel, das Essen war super. Zuvor sprach ich schnell mit einer Kellnerin, ob es genug zu Essen für eine Person mehr gäbe und sie versicherte mir lächelnd, das das absolut kein Problem wäre.
Dann verschwand unser Trauzeuge.
Wir fuhren nach Hause. Unsere Freunde hatten uns versprochen, in unseren eigenen 4 Wänden noch mal eine sehr eigene, düstere und humorvolle Trauungszeremoie zu vollziehen. Darauf warten wir noch heute.
Ich heulte in der Küche, es war zuviel.
Einer unserer Freunde fuhr wutendbrannt zum Trauzeugen, um ihn zu holen. Er hatte sich zum schlafen hingelegt und entschudigte sich verlegen bei uns.
Mein Mann rief seine Mutter an und stellte sie zur rede. Sie stritt alles ab und stellte es als Scherz hin.
Das war er, der schönste Tag im Leben.