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Traurig, dass es mit den Männern nicht klappt

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Gast

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Hallo!

Ich habe einen riesigen Berg an Verpflichtungen und bin verzweifelt. Ich gebe immer viel, aber irgendwie bin ich nicht so gut im Bewältigen meines Lebens wie andere, scheint mir. Mir hat schon meine Psychologin gesagt, dass ich immer sehr viel in meinem Leben neben meinem Studium bewältigen muss. Sie betont es doch sehr, ohne dass ich es einfordere.
Ich habe das Gefühl, als ob ich vor lauter Pflicht keine Zeit für Spaß habe, auch wenn ich schon Filme gucke und Bücher lese. Ich treffe mich ab und ab mit anderen Menschen.
Bei Männern klappt es dementsprechend auch nicht. Ich fühl mich im Vollstress und hab auch keine gute Einstellung zu meinem Körper. Diäten krieg ich einfach nicht mehr hin. Hab sie jahrelang gehabt und zieh mir nichts Körperbetontes an, was einige Männer schon bemängelt haben. Denke manchmal, die interessieren sich nicht für mich, weil ich eben etwas hausbacken ausseh mit den Klamotten. Mal ganz abgesehen dafür, dass viel schlanker sind als ich. Ich jage einem Ideal hinterher...bei allem
 
Hallo,

du schreibst leider nicht was es alles ist, was du bewältigen mußt. Es sind wohl Dinge für andere, denen du dich verpflichtet fühlst, oder? Ich denke, diese Hilfen, Erledigungen - was immer es ist - sollten so sein, dass du sie auch "gerne" machst, denn dann sind es keine Pflichten mehr. Könnte es sein, dass andere eine hohe Erwartungshaltung dir gegenüber haben - oder du einen sehr hohen Anspruch an dich hast, für andere da sein zu müssen ?

Niemand könnte unter so viel Pflichten zur Ruhe kommen und sein Leben bewältigen. Ich war selber vor Jahren im Dauerstress, irgendwann konnte ich dann nicht mehr und habe einiges "heruntergekurbelt" in dem Sinne, dass ich gewisse Dinge delegiert und andere nicht mehr so eng gesehen habe. Es ging nicht anders, da man sonst jegliche Lust an allem verliert, von Genießen und sich-wohl-fühlen war keine Rede mehr. Es gibt einfach Grenzen und diese Grenzen sind anscheinend für viele ganz selbstverständlich, so dass sie ihr Leben - dadurch auch - gut bewältigen können.

Hast du schon mal überlegt woher es kommt, dass du so viel tust, oder - warum du glaubst, so viel tun zu müssen ?

Es sind alles so meine Gedanken weil ich glaube, ähnliches erlebt zu haben und wie ein Hamster im Rad funktionierte, ohne dass ich mich richtig wohlfühlte. Meine Eltern hatten mir nie das Gefühl gegeben, gut zu sein - und so mußte ich immer viel, viel tun, um Anerkennung zu bekommen.

Ich hoffe, dass ich dir ein wenig helfen konnte...

Liebe Grüße

Mac
 
Hallo Gast,

wenn man immer nach Idealen jagt, wird man nie glücklich. es gibt immer etwas, das (noch) besser laufen könnte.
Oder es gibt Menschen, die immer schöner aussehen als man selbst. Jeder Mensch ist aber einzigartig und daher kann man sich gar nicht mit anderen vergleichen. Du läufst deinen Weg und auf deinem Weg hast du keine Konkurrenz.
Du siehst ja, wenn du alles perfekt machen willst, bist du unglücklich. Manchmal ist es besser nur 80% Prozent zu geben und dafür mehr Zeit für sich zu haben. Und wenn man mehr Zeit für sich hat, dann ist man auch ausgeglichener und das kommt bei Männern sicher gut an.

LG
 
"Nur wer sich selber liebt, kann Liebe empfangen."

Der Spruch fiel mir schon nach 3 deiner geschriebenen Sätze ein. Denn auffällig ist, dass du von dir selber sehr negativ redest. Daran würde ich zuerst etwas ändern. Die Wahrheit ist, dass du dir unbewußt einfach auch keine Zeit gönnst.

Das was du hast hört sich stark nach einer Essstörung an.
Ich vermute, dass du in dem Falle um eine stationäre Therapie nicht herum kommst.
Ich würde dir raten, dir zuerst einen GUTEN Therapeuten zu suchen.
 
Hallo!

Ich moechte mal zu allem, was hier gesagt wurde, ein wenig Stellung nehmen. Ich habe den Thread erstellt.

Zu den Dingen, die ich erledigen muss:
Ich litt in der Vergangenheit zunächst einmal unter dem Tod meiner beiden Elternteile. Dadurch, dass sie starben, fiel viel Arbeit an und ich kämpfe mich gerade durch den letzten Berg an Dingen, die erledigt werden müssen, obwohl der Tod des noch verbliebenen Elterteils sich vor zwei Jahren ereignet hat. Es hat alles so lange gedauert, weil ich nebenher noch meinen Studienabschluss schaffen muss. Ich habe viele Ängste bereits ausstehen müssen, weil die Durchfallquote sehr hoch ist. Dementsprechend musste ich auch schon Prüfungen wiederholen. Jetzt steht noch eine Prüfung aus, aber ich muss eben nicht nur auf die lernen und Diplomarbeit schreiben, sondern auch meine Erbsachen regeln. Da das Ganze schon zwei Jahre läuft, bin ich total fertig. Eine Auszeit mit psychologischer Betreuung, die auch weiterläuft, habe ich mir schon gegönnt. Aber bestimmt kennt ihr das Gefühl, wenn da doch noch etwas ist, was nicht abgeschlossen ist, was so schrecklich nagt, egal ob man gerade versucht Freizeit zu genießen oder nicht?
Wie gesagt, bin ich am Ende meiner beiden großen Projekte fast angekommen, aber ich möchte eigentlich nur noch brechen und die weißen Wände meines Zimmers anstarren. Das werde ich natürlich nicht machen, aber ich wollte nur mal das Gefühl beschreiben, bevor ich mich meinem tagtäglichen Kampf mit Studium und Überweisungen, Geld etc. wieder zuwende.

Zum Thema Essstörung:
Mein Problem ist, dass ich wenig Sport treibe, was ich versuchen werde zu ändern. Wenn ich wieder meinen normalen Sport ein paar Mal die Woche hätte, würde sich figurtechnisch auch alles geben, weil ich nämlich schon das Gefühl brauche, meinen Körper voll und ganz spüren zu können. Ich esse schon alle Mahlzeiten. Ich esse viel Obst und Gemüse, doch ich leider auch unter regelrechter Schokosucht, so dass ihr euch vorstellen könnt, was das meinem Körper anhat.

Zum Thema Männer:
Ja, das stimmt sehr wohl, dass man sich selbst lieben muss. Ich würde jetzt aber nicht behaupten, dass ich das so gar nicht tu. Viele Männer reagieren schon positiv auf mich, ich würde mich nur noch besser fühlen, wenn ich den Berg der Sorgen und vor allem das Studium mal hinter mich hätte. Da würde ich natürlich ganz anders wirken, so befreit. Ich finde es nicht so toll, dass man anscheinend nur gestylt so richtig vielen auffällt. Ich bin jetzt nicht so eine graue Maus, wie viele immer sagen. Da verstehe ich noch etwas anderes drunter. Ich schminke mich, hab Schmuck an mir, ziehe nur nicht das Zeitgemäßeste immer an. Dennoch habe ich Kleidung, die noch nicht aus dem Rahmen fällt und kriege meist sogar für das eine oder andere Kleidungsstück Komplimente. Es ist nur so, dass ich nichts besonders Körperbetontes anziehe und schon fühle ich mich schlecht, weil viele Frauen das ja machen. Warum sind die bloß alle schlanker als ich? Es ist geradezu ne Qual in Modegeschäfte zu gehen, wenn ich denn mal das Geld habe, denn ich passe nicht eindeutig in eine Größe, wenn ich Hosen kaufe. Ich habe obenrum ne 38 und untenrum etwas zwischen 40 und 42. Meine Hüften sind zu breit, weshalb ich immer etwas nehmen muss, das ordentlich luftig um die obere Beinpartie fällt. Bei Markenjeans heißt das dann immer ne 42 zu nehmen. Das ist sehr deprimierend, wenn man nicht eine Größe Abstand zwischen Oberkörper und Beinen hat, sondern zwei. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie meine Ernährung umstellen. Da hilft leider nur ein großes Maß an Aktivität. Ich bewundere die Mädels, die noch nicht mal Sport machen und so schlank sind.
 
Hallo Gast,

ich habe das gleiche Problem.
Und den Blick und die Worte der Therapeutin "Sie haben soviel um die Ohren und bekommen das alles gemeistert, aber wo bleibt Zeit für Sie, für Ihre Interessen?" kenne ich nur zu gut.
Ordne für dich erst mal ein, was dein größeres Problem ist.
Dass du keine Zeit für dich hast, oder dass du dich nicht attraktiv genug für Männer fühlst?
Eine Beziehung bedeutet auch Arbeit. Würde diese in dein Leben passen? Ist dir eine Beziehung so wichtig, dass du bei anderen Verpflichtungen kürzer treten würdest?
Oder möchtest du lediglich mehr Freiräume für dich haben - mit Freunden ausgehen, evtl. ein Flirt, oder auch einfach nur Zeit zum Entspannen?
 

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