Ich glaube, ich habe riesen Mist gemacht..
Meine Mutter ist letztes Jahr gestorben, sie wohnte seit zwei Jahren in einer WG auf dem Gelände eines Senioren/Pflegewerks. Dort lernte Sie einen Mann kennen, der in einer Pflegeeinrichtung lebt. Die beiden kamen "zusammen", ich hatte null Bezug zu dem Mann.
Als meine Mutter starb, ist er völlig zusammengebrochen, obwohl es absehbar war, er hat und wollte die Krankheit nicht so schlimm wahrnehmen, wie sie nunmal war. Das zerbrach mir jedesmal das Herz.
Ich habe ihm versprochen, dass ich da sein werde, war ich auch die ersten Wochen, aber es war für mich sehr anstrengend, da ich ja selbst um meine Mutter trauer(te).
Eine befreundete Therapeutin meinte, dass ich mich zurückziehen solle, da er sonst immer wieder an den Verlust erinnert wird. Der Kontakt verlief im Sand, er meldete sich nicht und ich ebensowenig. Ich war erleichtert. Da fragte ich ab und an, wie es im ihn stünde, sie (arbeitet in dem Werk) meinte, er habe sich neu verliebt. Hallelujah. Ich war selten so froh, brauchte kein schlechtes Gewissen haben, war mit der ganzen Situation sowieso schon überfordert.
Gestern haben wir uns im Café getroffen, also die Therapeutin und ich, und da erzählte sie mir, dass er sich wünscht, zum 1.Todestag zum Friedhof zu fahren (sie ist weiter weg beerdigt, er ist nicht so mobil zu Fuß). Ich wusste nicht so recht, was dahinter steckt, und hakte natürlich nach, vonwegen er hätte eine Neue. Hatte er wohl gehabt, aber nicht wirklich im Herzen. Wenn man ihn auf meine Mama anspricht, ist er völlig verzweifelt. Das tut mir so unfassbar leid.
Der Therapeutin nicht so, sie sagt, das gehört zur Realität und das er damit klarkommen müsse. Sehe ich auch so, kann mich aber schlecht distanzieren, bin extrem sensibel, obwohl mich die meisten für äußerst arrogant halten, aufgrund meines Pokerfaces. Ich kann Nähe jetzt nicht so zulassen, grade die Trauer um meine Mutter, die ich ganz stark in mir trage, lässt mich oft verzweifeln.
Ich weiß nicht, was richtig ist. Ihm wieder Zuwendung zu schenken?
Auf die Therapeutin hören?
Wir respektieren uns gegenseitig sehr und legen viel Wert auf die Meinung der jeweils anderen.
Wie seht ihr das bzw wie würdet ihr so eine Situation handhaben?
Lg Helia
Meine Mutter ist letztes Jahr gestorben, sie wohnte seit zwei Jahren in einer WG auf dem Gelände eines Senioren/Pflegewerks. Dort lernte Sie einen Mann kennen, der in einer Pflegeeinrichtung lebt. Die beiden kamen "zusammen", ich hatte null Bezug zu dem Mann.
Als meine Mutter starb, ist er völlig zusammengebrochen, obwohl es absehbar war, er hat und wollte die Krankheit nicht so schlimm wahrnehmen, wie sie nunmal war. Das zerbrach mir jedesmal das Herz.
Ich habe ihm versprochen, dass ich da sein werde, war ich auch die ersten Wochen, aber es war für mich sehr anstrengend, da ich ja selbst um meine Mutter trauer(te).
Eine befreundete Therapeutin meinte, dass ich mich zurückziehen solle, da er sonst immer wieder an den Verlust erinnert wird. Der Kontakt verlief im Sand, er meldete sich nicht und ich ebensowenig. Ich war erleichtert. Da fragte ich ab und an, wie es im ihn stünde, sie (arbeitet in dem Werk) meinte, er habe sich neu verliebt. Hallelujah. Ich war selten so froh, brauchte kein schlechtes Gewissen haben, war mit der ganzen Situation sowieso schon überfordert.
Gestern haben wir uns im Café getroffen, also die Therapeutin und ich, und da erzählte sie mir, dass er sich wünscht, zum 1.Todestag zum Friedhof zu fahren (sie ist weiter weg beerdigt, er ist nicht so mobil zu Fuß). Ich wusste nicht so recht, was dahinter steckt, und hakte natürlich nach, vonwegen er hätte eine Neue. Hatte er wohl gehabt, aber nicht wirklich im Herzen. Wenn man ihn auf meine Mama anspricht, ist er völlig verzweifelt. Das tut mir so unfassbar leid.
Der Therapeutin nicht so, sie sagt, das gehört zur Realität und das er damit klarkommen müsse. Sehe ich auch so, kann mich aber schlecht distanzieren, bin extrem sensibel, obwohl mich die meisten für äußerst arrogant halten, aufgrund meines Pokerfaces. Ich kann Nähe jetzt nicht so zulassen, grade die Trauer um meine Mutter, die ich ganz stark in mir trage, lässt mich oft verzweifeln.
Ich weiß nicht, was richtig ist. Ihm wieder Zuwendung zu schenken?
Auf die Therapeutin hören?
Wir respektieren uns gegenseitig sehr und legen viel Wert auf die Meinung der jeweils anderen.
Wie seht ihr das bzw wie würdet ihr so eine Situation handhaben?
Lg Helia