angel222013
Mitglied
Hallo an Alle,
Ich habe mich vor ein paar Tagen hier angemeldet und nun brauche ich auch Hilfe / Ratschläge von euch...
Im Sommer 2005 ist mein Opa gestorben,er ist sehr alt von uns gegangen.
Ich kann behaupten,dass ER Derjenige aus meiner ganzen Familie war,den ich am meisten geliebt habe.Und ich glaube umgelehrt war es auch so.Er hat sich sehr um mich gekümmert,als ich noch klein war,wir haben jeden Tag zusammen verbracht,haben Bücher gelesen,waren zusammen einkaufen,haben zusammen gekocht,gelernt.Ich verdanke ihm so viel.
Ich denke,dass ich ohne ihn vielleicht nicht mehr auf dieser Welt,aber das ist eine andere Geschichte.Ich habe früher auch schon oft darüber nachgedacht was wäre,wenn er von uns gehen würde und ich konnte es mir damals schon nicht vorstellen.Ich hatte so gut wie niemanden,außer ihn (komplizierte Vorgeschichte).Ein paar Tage vor seinem Tod ist jedoch meine Mutter aufgetaucht,nach guten 15 Jahren (war ebenso schwer zu verkraften).
Sein tod hat mich umgehauen,ich glaube ich habe es bis heute nicht realisiert! Die Form,wie ich davon,dass er gestorben ist,erfahren habe war auch sehr komisch..ich bekam eine SMS von meinem Vater... "Im wohnzimmer brennt eine Kerze,ich vermisse ihn..."
Ich habe es nicht verstanden.Ich denke ich könnte es verstehen aber ich wollte nicht.Zu diesem Zeitpunkt war ich mit meiner Mutter für eine Woche in einem Schloss ("Kennenlernenphase").Ein tag davor,bevor die Sms kam,fragte mich meine Mutter morgens früh,ob ich was schlimmes geträumt hätte.(Sie wusste nichts von der Sms,zu diesem Punkt wusste sie auch nicht,dass Opa gestorben ist).Jahre später erklärte sie mir es so,dass sie in der Nacht jemaden gesehen hat.
Ich habe ihr von der SMS erzählt,sie hat ein paar Anrufe getätigt und sagte,dass mein Opi tot ist und in 4 Tagen die Beerdigung steht...Ich lachte... Ich sagte,dass es ein Irrtum ist und sie nicht spinnen sollen (aus Überzeugung).Habe sie somit alle für dumm erklärt und schenkte die Tage diesen Behauptungen keine Acht.Bis der Tag der Beerdigung kam.
Und ab da kommt das Verwirrende.Ich habe mich ganz normal fertig gemacht,zog mein schwarzes Kleid an,wusste,dass ich zu einer Beerdigung muss.;-)
Auf dem Weg,im Auto habe ich gelacht,kurz vorm Betretten des Friedhofs habe ich gelacht,als ich die Sterbeanzeige dort an der Tafel sah habe ich gelacht und nach der versteckten Kamera gesucht.Als wir den Raum betretten haben,in dem man sich von verstorbenen verabschiedet haben mich alle angeschaut.Es war überwiegend nur meine Familie da - sie standen unter Schock,den ich kam dort mit meiner Mutter an - die,die mich als Kleinkind verlassen hat (auch wieder eine lange Vorgeschichte).
Ich lachte immet noch.Ich fragte laut in die Menschenmenge was sie hier alle tun,warum sie hier sind,warum sie mich verarschen,dass sich soetwas nicht gehört.Gott,wenn ich gerade daran denke,könnte ich mich locker als nicht normal bezeichnen.Ich habe mich hingesetzt,ganz ganz mach hinten,am weitesten vom Grab,wahrscheinlich bewusst...sodass ich nicht sehen konnte wer im Grab liegt...aber als ich plötzlich aufs Grab schaute,sah ich seine Hände.Und ich kannte seine Hände,die Hände die mir täglich Brot reichte,von klein an,weil es sonst kein anderer getan hätte!
Es gab noch meine Omi,aber mit der war ich wegen meinem Vater jahre lang zuvor leider zerstritten...ich blickte nocheinmal auf seine Hände und ich glaube erst dann fing ich langsam an zu realisieren..ich brach zusammen,habe geschrien,habe schrecklich geweint.Kein anderer weinte.Man hörte im ganzen Raum nur mich...
Nach all dem,als wir ausm Raum waren,kam die Frau seines Sohnes auf mich zu,nahm mich am Arm und zwingte mich dazu mich von meinem Opi zu verabschieden.Es ging aber nicht ich wollte nicht die Vorstellung ihn so zu sehen hätte mich umgebracht,alle waren deshalb sauer auf mich.Sie zog mich die ganze Zeit zu ihr,am anderen Arm war jedoch meine Mutter und sie zog mich wieder zu sich.Laut meiner Mutter sollte ich ihn im Kopf so behalten wie er war,vor seinem Tod.
Als die Frau seines Sohnes aufgegeben hat blickte sie verachtend auf mich zu und sagte :"Du hättest ihn sowieso nicht wiedererkannt!"Alle,die dort waren hassten mich.Wie konnte sie nur mit ihrer Mutter.........ich konnte alle Gedanken der Leute da lesen...Ich warf zuletzt eine rote Rose an sein (zu dem Zeitpunkt)schon geschlossenen Grab.Und ab da weiß ich nichts mehr.Nur dass niemand anderes weinte.
Mein Opa wurde in der Slowakei beerdigt,ich lebe seit Winter 2005 in Deutschland (meine Mutter lebte hier schon Jahre zuvor),mit ihr Pflege ich derzeit leider auch keinen Kontakt,wir haben uns nicht verstanden und konnten die Jahre die wir verloren haben weil sie ging nicht aufarbeiten.Ich hasse sie nicht,aber ich sehe sie nur als eine Bekanntin von früher...
Monate nach Opas tod vergingen und ich realisierte es immer noch nicht.Es ging sogar soweit dass ich seine Söhne beschuldigt habe - dass sie ihn wegen der Erbe umgebracht haben.Meinen Vate beschuldigte ich ebenso.Teilweise berechtigt.Mein Opa war 40 jahre lang Pilot.In meiner Kindheitserinnerungen habe ich die Tage,an denen seine Familienangehörigen ihn besucht haben nur wegen Geld.
Heute werde ich diese Gedanken immer noch nicht los.Es beeinträchtigt mich nicht so sehr,dass ich eine Therapie bräuchte,aber es gibt mir fast täglich zu denken.
HEUTE bin Mutter von einem wundervollen 2 jährigem Mädchen,studiere und bin eigentlich zufrieden...Doch ich weine um ihn,bis heute.Ich hätte mir so sehr gewünscht,dass er meine Tochter sieht,mit ihr was unternimmt,ihr die tollen Märchem erzählt die er mir erzählt hat früher...Dass er sieht,dass ich,obwohl ich es schwer hatte,etwas aus meinem Leben gemacht habe.Ich konnte ihm nicht sagen wie sehr er mir fehlen wird,wie sehr ich ihn liebe und wie dankbar ich ihm für alles bin...denn dies habe ich ihm selten gesagt,er wusste es aber.Er tat alles für mich um mich lachen zu sehen...
Bis heute war ich insgesamt zweimal an seinem Grab,da ich nicht immer die Möglichkeit hatte,nach Slowakei zu fahren.Mir ist beim 2.Besuch aufgefallen,dass ein riesen Blumenstrauß den ich beim 1.Besuch - 1 Tag davor an sein Grab legte,nicht mehr da war.Stattdessen lag da eine neue Blume - nicht von mir.Was da passiert ist ist umstritten...Eins steht fest - ich begreife es bis heute nicht,warum,wieso und WIE.Mein Vater schrieb mir an dem Tag übrigens noch,dass Opa sich gewünscht hat,mich zu sehen,sie sollten mich sofort holen kommen...Keiner sagte mir aber bescheid,nieman...🙁
Und ich blieb mit meinen Fragen,Vorwürfen und Leid zurück...
Ich habe mich vor ein paar Tagen hier angemeldet und nun brauche ich auch Hilfe / Ratschläge von euch...
Im Sommer 2005 ist mein Opa gestorben,er ist sehr alt von uns gegangen.
Ich kann behaupten,dass ER Derjenige aus meiner ganzen Familie war,den ich am meisten geliebt habe.Und ich glaube umgelehrt war es auch so.Er hat sich sehr um mich gekümmert,als ich noch klein war,wir haben jeden Tag zusammen verbracht,haben Bücher gelesen,waren zusammen einkaufen,haben zusammen gekocht,gelernt.Ich verdanke ihm so viel.
Ich denke,dass ich ohne ihn vielleicht nicht mehr auf dieser Welt,aber das ist eine andere Geschichte.Ich habe früher auch schon oft darüber nachgedacht was wäre,wenn er von uns gehen würde und ich konnte es mir damals schon nicht vorstellen.Ich hatte so gut wie niemanden,außer ihn (komplizierte Vorgeschichte).Ein paar Tage vor seinem Tod ist jedoch meine Mutter aufgetaucht,nach guten 15 Jahren (war ebenso schwer zu verkraften).
Sein tod hat mich umgehauen,ich glaube ich habe es bis heute nicht realisiert! Die Form,wie ich davon,dass er gestorben ist,erfahren habe war auch sehr komisch..ich bekam eine SMS von meinem Vater... "Im wohnzimmer brennt eine Kerze,ich vermisse ihn..."
Ich habe es nicht verstanden.Ich denke ich könnte es verstehen aber ich wollte nicht.Zu diesem Zeitpunkt war ich mit meiner Mutter für eine Woche in einem Schloss ("Kennenlernenphase").Ein tag davor,bevor die Sms kam,fragte mich meine Mutter morgens früh,ob ich was schlimmes geträumt hätte.(Sie wusste nichts von der Sms,zu diesem Punkt wusste sie auch nicht,dass Opa gestorben ist).Jahre später erklärte sie mir es so,dass sie in der Nacht jemaden gesehen hat.
Ich habe ihr von der SMS erzählt,sie hat ein paar Anrufe getätigt und sagte,dass mein Opi tot ist und in 4 Tagen die Beerdigung steht...Ich lachte... Ich sagte,dass es ein Irrtum ist und sie nicht spinnen sollen (aus Überzeugung).Habe sie somit alle für dumm erklärt und schenkte die Tage diesen Behauptungen keine Acht.Bis der Tag der Beerdigung kam.
Und ab da kommt das Verwirrende.Ich habe mich ganz normal fertig gemacht,zog mein schwarzes Kleid an,wusste,dass ich zu einer Beerdigung muss.;-)
Auf dem Weg,im Auto habe ich gelacht,kurz vorm Betretten des Friedhofs habe ich gelacht,als ich die Sterbeanzeige dort an der Tafel sah habe ich gelacht und nach der versteckten Kamera gesucht.Als wir den Raum betretten haben,in dem man sich von verstorbenen verabschiedet haben mich alle angeschaut.Es war überwiegend nur meine Familie da - sie standen unter Schock,den ich kam dort mit meiner Mutter an - die,die mich als Kleinkind verlassen hat (auch wieder eine lange Vorgeschichte).
Ich lachte immet noch.Ich fragte laut in die Menschenmenge was sie hier alle tun,warum sie hier sind,warum sie mich verarschen,dass sich soetwas nicht gehört.Gott,wenn ich gerade daran denke,könnte ich mich locker als nicht normal bezeichnen.Ich habe mich hingesetzt,ganz ganz mach hinten,am weitesten vom Grab,wahrscheinlich bewusst...sodass ich nicht sehen konnte wer im Grab liegt...aber als ich plötzlich aufs Grab schaute,sah ich seine Hände.Und ich kannte seine Hände,die Hände die mir täglich Brot reichte,von klein an,weil es sonst kein anderer getan hätte!
Es gab noch meine Omi,aber mit der war ich wegen meinem Vater jahre lang zuvor leider zerstritten...ich blickte nocheinmal auf seine Hände und ich glaube erst dann fing ich langsam an zu realisieren..ich brach zusammen,habe geschrien,habe schrecklich geweint.Kein anderer weinte.Man hörte im ganzen Raum nur mich...
Nach all dem,als wir ausm Raum waren,kam die Frau seines Sohnes auf mich zu,nahm mich am Arm und zwingte mich dazu mich von meinem Opi zu verabschieden.Es ging aber nicht ich wollte nicht die Vorstellung ihn so zu sehen hätte mich umgebracht,alle waren deshalb sauer auf mich.Sie zog mich die ganze Zeit zu ihr,am anderen Arm war jedoch meine Mutter und sie zog mich wieder zu sich.Laut meiner Mutter sollte ich ihn im Kopf so behalten wie er war,vor seinem Tod.
Als die Frau seines Sohnes aufgegeben hat blickte sie verachtend auf mich zu und sagte :"Du hättest ihn sowieso nicht wiedererkannt!"Alle,die dort waren hassten mich.Wie konnte sie nur mit ihrer Mutter.........ich konnte alle Gedanken der Leute da lesen...Ich warf zuletzt eine rote Rose an sein (zu dem Zeitpunkt)schon geschlossenen Grab.Und ab da weiß ich nichts mehr.Nur dass niemand anderes weinte.
Mein Opa wurde in der Slowakei beerdigt,ich lebe seit Winter 2005 in Deutschland (meine Mutter lebte hier schon Jahre zuvor),mit ihr Pflege ich derzeit leider auch keinen Kontakt,wir haben uns nicht verstanden und konnten die Jahre die wir verloren haben weil sie ging nicht aufarbeiten.Ich hasse sie nicht,aber ich sehe sie nur als eine Bekanntin von früher...
Monate nach Opas tod vergingen und ich realisierte es immer noch nicht.Es ging sogar soweit dass ich seine Söhne beschuldigt habe - dass sie ihn wegen der Erbe umgebracht haben.Meinen Vate beschuldigte ich ebenso.Teilweise berechtigt.Mein Opa war 40 jahre lang Pilot.In meiner Kindheitserinnerungen habe ich die Tage,an denen seine Familienangehörigen ihn besucht haben nur wegen Geld.
Heute werde ich diese Gedanken immer noch nicht los.Es beeinträchtigt mich nicht so sehr,dass ich eine Therapie bräuchte,aber es gibt mir fast täglich zu denken.
HEUTE bin Mutter von einem wundervollen 2 jährigem Mädchen,studiere und bin eigentlich zufrieden...Doch ich weine um ihn,bis heute.Ich hätte mir so sehr gewünscht,dass er meine Tochter sieht,mit ihr was unternimmt,ihr die tollen Märchem erzählt die er mir erzählt hat früher...Dass er sieht,dass ich,obwohl ich es schwer hatte,etwas aus meinem Leben gemacht habe.Ich konnte ihm nicht sagen wie sehr er mir fehlen wird,wie sehr ich ihn liebe und wie dankbar ich ihm für alles bin...denn dies habe ich ihm selten gesagt,er wusste es aber.Er tat alles für mich um mich lachen zu sehen...
Bis heute war ich insgesamt zweimal an seinem Grab,da ich nicht immer die Möglichkeit hatte,nach Slowakei zu fahren.Mir ist beim 2.Besuch aufgefallen,dass ein riesen Blumenstrauß den ich beim 1.Besuch - 1 Tag davor an sein Grab legte,nicht mehr da war.Stattdessen lag da eine neue Blume - nicht von mir.Was da passiert ist ist umstritten...Eins steht fest - ich begreife es bis heute nicht,warum,wieso und WIE.Mein Vater schrieb mir an dem Tag übrigens noch,dass Opa sich gewünscht hat,mich zu sehen,sie sollten mich sofort holen kommen...Keiner sagte mir aber bescheid,nieman...🙁
Und ich blieb mit meinen Fragen,Vorwürfen und Leid zurück...