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Therapeutin verweigert mir den Urlaub

jj2000

Mitglied
Hallo zusammen,
ich hoffe heute auf euch bzw. eure Meinung.
Ich bin seit August 2012 in einer analytischenPsychotherapie und nach den ersten 4 Wochen hatte meine T. Urlaub und ich (waraber ausnahmsweise mal lange geplant)hatte schon für Oktober gebucht (machte 7Stunden aus). Seit dem bin ich bei Wind und Wetter immer regelmäßig dortgewesen – 3xwöchentlich – nur sie hatte im Februar und Mai Urlaub. Nun wollteich diesen Sommer einmal 4 Termine absagen, da ich mit meinem Sohn in den Urlaubfahre und noch mal 3 Termine, weil dann mein Sohn mit der Lebenshilfe in denUrlaub fährt. Dazu muss ich sagen, ich bin allein erziehend und mein Sohn istbehindert. Ich hab mich richtig auf die paar Tage gefreut, die mir meine T. nunstreitig macht „Da wollen sie nur so in den Tag hineinleben, wo wir hierarbeiten können – das ist ihnen also wichtig“, „das werden ja immer mehr Tage.. davon haben sie mir nichts gesagt“ – sie hatte mir aber gesagt, natürlichhätte ich Anspruch auf Urlaub … Wir diskutieren nun schon seit 4 Stunden (überdas Thema (schade um die Zeit), meine Hausärztin sieht die Notwendigkeit, Zeitfür mich zu haben (seit Febr. 2012 das erste Mal wieder) als wichtig an,unterstützt mich und auch die KK hat den Urlaubsanspruch bestätigt. Auf meineAnkündigung, die HÄ würde mir auch ein Attest schreiben, wurde mir Erpressungunterstellt – naja i.Ü. hatte die T. ja auch angeboten, ich könne gegenAusfallhonorar ausbleiben …. Daäußere ich nun schon mal meine Wünsche, die sonst schon fast bei null sind unddann so was … mein Vertrauen in die T. ist im Moment so stark beschädigt, dasich lieber abbrechen will (124 von 160 Sitzungen sind „geschafft“) – ich fühlemich nicht verstanden, bin doch im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und nicht gerade in einer akuten Krise (dannwürde ich auch gehen) – ich bin kaputt, will in der Woche nur mal machen, was ICH will und wenn es eben Frühstück um 12 ist oder nicht heimkommen müssen bis2 Uhr morgens, keinen Babysitter suchen müssen (ein bezahlten find ich ja nicht, daher eher betteln bei der Familie) … habt ihr einen Rat? Ich glaub das Vertrauen ist so was von hin!!???
Nun fahren wir aber erst mal übers verlängerte WE zu Freunden und ich bin froh, mal raus zu sein! Ach ja die T. hat dann wieder Ende August/Anf. September Urlaub!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die in Dir nur noch einen Namen sieht, an dem sie ihre Honararberechnung festmachen kann, um IHREN nächsten Urlaub zu finanzieren - dann sei es eben Erpressung...

Angesichts des dadurch gestörten Vertrauensverhältnisses würde ich die restlichen Stunden ab sofort bei jemand anderem/s in Anspruch nehmen.

Ich hab zwar keine eigenen Erfahrungen mit Therapeuten und Analytikern gemacht, aber ich hab' den Verdacht, daß die gelegentlich auch ihre Macht mißbrauchen. Und wenn Du nicht zu allem ja und amen sagst, hat schnell das label 'unkooperativ' weg....

Aber bevor ich mir von jemand in's Hirn sch.... lasse, bin ich lieber unkooperativ...
 
Also ich kann aus persönlicher erfahrung sagen, das es besser ist den Therapeuten zu wechseln. Ohne vertrauen bringt das ja nix. Das die dann mit erpressung ankommen, finde ich total zum kotzen. Man hat ja aucj Bedürfnisse.
 
Eine Therpie (gerade die Psychoanalyse) hat das Verhältniss zwischen Klient und Therapeut als zentrales Element. Ohne Vertrauen kannst dich ihr gar nicht richtig öffnen. Du hast definitiv Anspruch auf Urlaub, nimm dir den. Allein das die Thera dir diesen absprechen will, zeugt von Inkompetenz. Allerdings lief es davor ja gut, sonst wären es nicht über 120 Stunden gewesen ... versuch also nicht die Thera als Person zu verurteilen (und damit sagen "die 120 Stunden waren für die Katz") sondern seh die Stunden als Bereicherung, aber jetzt gehts halt nich mehr mit ihr.
 
Urlaub ist Urlaub. Was Du in dieser zeit machst, ist Deine Sache. Auch mal Pause machen von der Therapie ist nichts Illegitimes.

Und wenn man so angebunden ist durch die Verpflichtung, ist es eben ein genuss, dies mal nicht tun zu müssen. Versteht sie das nicht?

Ihr Honorar bleibt ihr erhalten, denn die Stunden verfallen ja nicht und Ausfallhonorar kommt nur in Frage, wenn Du unentschuldigt fernbleibst oder ganz kurzfristig absagst. Du nimmst Deine Therapie ernst und hast bisher nicht gefehlt.

Wie Du deinen Urlaub verbringst, ist deine Sache.

Stell Dich auf die Hinterbeine und sag ihr, dass Du in diesen Wochen urlaub hast und diskutiere nicht mehr darüber. Du würdest jetzt gern weiterarbeiten, sie soll sich das in ihrem Terminkalender vermerken und gut ist.

Sofort zum Wechsel zu raten, ist wie bei Beziehungsproblemen sofort zur Trennung zu raten. Außerdem ist es schwer, einen neuen Therapeuten zu finden.

Mach Dich für Dich selbst stark! Vll. verbessert/ verändert es ja auch was positiv? Vll. wartet die Therapeutin darauf?
 
Es werden ständig an allen Ecken und Enden "Therapien" empfohlen. Vielleicht überlegt sich die/der eine oder andere, auch aufgrund solchartiger Erfahrungsberichte, jetzt, ob es denn jeweils unbedingt eine "Therapie" sein muss, die zum großen Lebensglück
(rück-)verhelfe...
 
Es werden deshalb an allen ecken Therapien empfohlen, weil das hier ein Hilfeforum ist, in dem sich hauptsächlich Menschen mit teils schwerwiegenden problemen aufhalten.

Und wegen eines individuellen Konfliktes gleich grundsätzlich das Konzept Therapie in frage zu stellen, ist hanebüchen.
 
Danke allen für die aufbauenden Worte – fühle mich jetzt auch von euch unterstützt!

@TobyDdorf

Du bringst glaub ich immer ganz gut noch mal die Sicht desT. rein, aber die Aspekte die du nennst sind mir schon durchaus bewusst –gerade das mit der Termindichte - 3 mal wöchtl. bedeutet ja eben auch für michrichtig viel Stress und gerade deshalb brauch ich einfach mal die Pause – fallses bei der Pause bleibt – ich hab mich noch nicht richtig entschieden, dafürhab ich auch noch ein paar Tage Zeit. Andererseits – ja die Termine lassen sichfür die T. nicht anders belegen, aber gerade das nährt bei mir noch denVerdacht es geht hier um das Geld! Sonst gibt es bestimmt in so einer Praxisgenug zu tun, als dass in der Zeit nicht doch eine Arbeit anfällt!? Und ich möchteeinfach genauso mit meinen Wünschen respektiert werden, wie ich auch IhrenUrlaub (und das ist wesentlich mehr wie ich mache) respektiere!

Ich werd euch an meiner Entscheidung teilhaben lassen!
 
Mir ging es richtig schlecht (HWS, Durchfall, Kopfschm), alsich am Dienstag wieder hin "musste" - die Kündigung schon in derTasche - schlecht aber, weil mir der Konflikt so zusetzte. Eigentlich fühlteich mich nicht fahrtauglich, befürchtete aber sie glaubt mir nicht.
Wir haben noch einmaldiskutiert, ich habe gesagt ich beende die Therapie (hatte das auch mit HÄ undKK abgestimmt) ... naja dann fing sie an zurück zu rudern, von wegen es wärekein "nein" gewesen, sondern sie wollte meine Gründe verstehen, ichhabe noch mal betont, ich will einfach mal KEINE Termine haben, weil ich müdebin und es mir wichtig ist, einfach nur machen zu können was ich will und dasnächste Mal, wenn das evtl. passieren kann wäre der nächste Sommer und bisdahin will ich nicht warten. Und genau das habe ich ihr schon seit Anfang an SOgesagt und anders kann ich es nicht erklären. Sie kam dann auf die Idee, dasaus jeden NEIN ich ein Vertrauensverlust ableiten würde, das finde ich aber zukonstruiert … musste schon einige nein einstecken (deshalb habe ich die Suchenach einem Mann immer noch nicht aufgegeben).
Nun gut, sie hat mir dann aufgrund meines schlechtenZustandes für den nächsten Tag frei gegeben und ich musste auch noch dennächsten Termin absagen, mir ging es echt schlecht – heute erst wieder etwasbesser. Nach der Therapie hat sie mir am Abend noch eine SMS geschickt undgemeint, wir hätten doch einen guten Kompromiss gefunden und sie findet dieIdee mit der Pause gut – da klang für mich sehr lehrbuchmäßig!
Nun hatte viel Gelegenheit über die ganze Therapie(aktueller Stand9 nachzudenken und denke immer noch – in Richtung, dann dochaufzuhören, ich glaube ich komme nicht weiter, vieles wird konstruiert, Träumein alle möglichen UND Unmöglichen Richtungen ausgetreten (sofern ich mich erinnernkann) – wie habt ihr eigentlich gemerkt, dass es genug Therapie war? Ich sehnemich nach Zeit um meine Wohnung besser in Ordnung zu halten, ins Fitnessstudiozu gehen, einen Thai-Kochkurs zu machen – vielleicht sind solche Erlebnissemindestens genauso wichtig wie eine Therapie!???
Danke schon mal!

J.

 
Hm, ich frage mich, wieso Du eine Psychoanalyse gewählt hast.

Mit Deinen Alltagsbelastungen ist so ein Therapiepensum wirklich schwer schaffbar und auf Dauer aushaltbar. Als ich Therapie ging, war das einer der wichtigsten Gründe, mich gegen eine Analyse zu entscheiden.

Das Deuten ist ebenso Teil der Psychoanalyse. In Gesprächstherapie und Verhaltenstherapie und erst recht in allen anderen Therapieformen nimmt das nicht diesen raum ein.

Ich kann Deine Sehnsucht nach Freizeit verstehen, fände einen Abbruch aber schade. Es ging sehr lange gut, jetzt gibt es einen Konflikt und statt den zu klären, wächst der sich so aus.
 

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