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Teufelskreis - Studium - Depressiv

Theriantus

Mitglied
Hey Leute, ich weiß nicht warum ich hier schreibe, wahrscheinlich will ich mir nur meinen Frust von der Seele schreiben.

Ich bin 23 Jahre (männlich), habe 2016 Abitur gemacht und seitdem 2 Semester Geowissenschaften studiert, abgebrochen und anschließend zu Sozialwissenschaften gewechselt. Während des Abiturs und danach wusste ich nicht, was ich mal später werden will. Geowissenschaften war eher eine spontane Entscheidung.
Um es zusammenzufassen: Seit des Abiturs bin ich nicht mehr der Mensch, der ich einmal war. Nach außen hin bin ich nach wie vor die sympathische und lächelnde Person, nach innen hin bemitleide ich mich selber, bin ständig traurig und weine oft. Ich weiß einfach nicht, was ich will.

Ich weiß nicht, ob das Sozialwissenschaften Studium mich unglücklich macht, aller Wahrscheinlichkeit schon, oder? Mittlerweile fühle ich mich selber schon gar nicht mehr und stelle mir tausend Fragen, die ich mir selber nicht beantworten kann. Manchmal frage ich mich in den Vorlesungen, was ich da überhaupt mache, vor allem wegen der schlechten Organisierung und den realitätsfernen Themen. Seitdem ich Sozialwissenschaften studiere, bald im dritten Semester, bin ich des öfteren bei diversen Psychologen gewesen.
Meine Freundin, die glücklicherweise zu mir hält, sagt, dass ich mich selber zu sehr bemitleide, mich schlecht rede und alles negativ sehen würde. Sie hat Recht, jedoch weiß ich einfach nicht mehr weiter. Ich war schon bei der studentischen Beratung, bei Psychologen usw. Ich glaube nicht, dass ich wirklich psychisch krank bin, allenfalls habe ich depressive Verstimmungen.
Außerdem empfinde ich es bei meinem Studium als sehr großes Problem, dass die Jobchancen sehr schlecht sein sollen. Überall ist zu lesen, dass man, wenn man kein Glück hat, fachfremd irgendwo unterbezahlt arbteitet oder gar keinen Job findet. Sogar im Freundeskreis berichtete mir eine Freundin, dass sie jemanden in der Familie hätte, der das studiert hätte und seitdem Probleme macht.

Zusammengefasst:
- Abirut vor zwei jahren gemacht
- weiß nicht wohin, die Fülle an Jobs überfordert mich
- Studium macht mich nicht glücklich, aber irgendwas muss ich ja mal abschließen. Wenn ich mir keine Gedanken mache, bin ich auch nicht depressiv.

Was für alternativen gibt es?
Ich habe mich, wie jedes Semester, für mehrere Studiengänge beworben. Wenn ich eine Zusage bekomme, verschlimmert das meine Depressivität nur und ich fange an, den ganzen Tag zu grübeln. Momentan geht es mir sehr schlecht, weil wieder einmal Entscheidungen anstehen

Ich wurde für folgende Studiengänge angenommen:

- BWL Was soll ich dazu sagen, wäre halt was sicheres. Im sozialwissenschaftlichen Studium könnte ich zwar, was ich auch jetzt tun würde, etwas BWL hinzu wählen, jedoch wäre das bestimmt nicht genug um mit richtigen BWLern mitzuhalten. Wäre halt was sicheres mit nicht zu hoher Mathematik

- Lehramt Sport/Englisch Realschule (Ich kann mir durchaus vorstellen als Lehrer tätig zu sein, nur weiß ich nicht, ob eine Realschule das richtige ist, wenn ich bedenke, wie wir früher waren. Ich bin groß und männlich, sympathisch und kommunikatiiv. Ich weiß auch nicht wie ich mit Englisch zurechtkommen würde, da ich zwar einen überdurschnittlichen Wortschatz besitze, jedoch nie wirklich gut in Grammatik oder Aussprache war. In Sport bin ich sehr gut, mache selber Fitness, jedoch bedeutet das Sportstudium auch, Sportarten auswendig zu lernen, die mich wenig interessieren. Außerdem sind die beiden Fächer, soweit ich weiß, nicht sehr gefragt. Das macht mich alles sehr stutzig. Zudem weiß ich nicht, wie gut die Einstellungschancen sind und ob überhaupt noch, nach Beendigung des Abschlusses, Lehrer gebraucht werden. Meine Mutter ist selber Lehrerin, daher weiß ich nicht, ob ich das wirklich selber will oder nur in Richtung Sicherheit flüchte.

- Informationsmanagement (Scheint an sich interessant zu sein. Nur der Fakt, dass das Studium vorher Bibliothekswesen hieß, macht mich stutzig. Man kann sich in verschiedene Bereiche entfalten: BWL, Informatik, etwas mit Bibliothek, Datenbanken, etwas Medien usw. Halt alles nicht sehr tiefgreifend und eher oberflächlich)
Hätte aber schon am 3.8 annehmen müssen, da der Studiengang immer NC-frei war, trotz Verfahren, bestünde noch die Möglichkeit, mit etwas Glück, an einen Studiumsplatz zu kommen.

Meine Interesse:

- Sport, ich liebe es Sport zu machen
- Ich arbeite gerne am Computer, habe sogar paar Youtube Videos gedreht und Logos designt (Dabei immer die Zeit vergessen)
- Ich bin sehr Kommunikativ
- sehr Sympathisch
- Mag Abweschlung
- Meer und Tierwelt


Ich kann mich mit meinem Studium nicht wirklich identifizieren, wenn ich das Wort Soziologe höre, läuft es mir schon kalt den Rücken herunter. Jedoch, dies sei angemerkt, können einige Inhalte auch spannender sein. Vielleicht sehe ich mein Studium auch so negativ, weil ich, indem ich mich durch zahlreiche negative Forenbeiträge und Prognosen zum Studium gelesen habe, diese negative übernommen habe. Optimistisch gesehen sind die Jobchancen nicht optimal, jedoch ist man breit aufgestellt und kann durch diverse Praktika durchaus in vielen Bereichen einen Job finden. Diesen Optimismus besitze ich leider nicht und ich verstehe nicht was mit mir los ist. All die anderen Menschen scheinen nicht wirklich ein Problem damit zu haben, einen Weg für sich zu finden, nur ich bin am Grübeln und Scheitern. Die Welt bietet so viel, woher soll ich da wissen, wohin ich gehöre? Meiner Meinung nach bin ich vielseitig interessiert, mag alles und nichts...

Ich habe mir hier im Forum schonmal meinen Frust vom Leib geschrieben. Falls es wen interessiert, könnt ihr es ja auch lesen.

Ich will einfach keine falschen Entscheidungen treffen und weiß nicht, weshalb ich unglücklich bin. Gefällt mir das Studium nicht oder bin ich selber der Fehler? Liegt es daran, dass ich nicht weiß wohin ich will oder das ich vollkommen falsche Vorstellungen von den Berufen habe? Fragen über Fragen.

Und bitte seid nicht zu grob mit mir : )
 
Zuletzt bearbeitet:
Seitdem ich Sozialwissenschaften, bald im dritten Semester, bin ich des öfteren bei Psychologen gewesen.


Ich wurde für folgende Studiengänge angenommen:
- BWL
- Lehramt Sport/Englisch Realschule

- Informationsmanagement



Ich kann mich mit meinem Studium nicht wirklich identifizieren, wenn ich das Wort SOziologe höre, läuft es mir kalt den Rücken herunter.

Antworten hast Du ja für Dich selbst schon gefunden. Das ist doch gut. 🙂

Dann nimm eines von den 3 und studier dort.
 
Ich habe Sozi studiert und was gut ist:
je nach Schwerpunkt, den man aber fix (!) finden sollte, hat man super viele Arbeitsmöglichkeiten. Aber wenn ich es noch mal machen würde, würde ich Sowi in Kombi mit was anderem auf Lehramt studieren. Das vereinigt die gute Versorgung mit Kreativität. Zwei Dinge wiegen bei Dir schwer:
mit 19 ist man ein anderer Mensch als mit 22, auch physiologisch. Da macht man einen Riesenschritt Richtung Persönlichkeitsprägung und das merkt man, ich habe es krass bemerkt, auch bei meinen Freunden. Der nächste Sprung ist dann mit 40, ohne Witz.
Und dann - Du kannst mit Anfang 20 nicht Dein komplettes berufliches Leben planen, weil die Möglichkeiten nicht kennst und Dir die Gelassenheit zum Abwarten fehlt (okay, zu viel ist auch nicht gut.... bisschen Plan braucht man schon).
Mach´ den Aufnahmetest für Lehramt Sport. Setz´ Dich probeweise in Vorlesungen zu BWL und Infomanagement rein. Mach´ ein Praktikum in der Schule. Das alles, während Du bei Geo noch eingeschrieben bist.
 
Ich habe Sozi studiert und was gut ist:
je nach Schwerpunkt, den man aber fix (!) finden sollte, hat man super viele Arbeitsmöglichkeiten. Aber wenn ich es noch mal machen würde, würde ich Sowi in Kombi mit was anderem auf Lehramt studieren. Das vereinigt die gute Versorgung mit Kreativität. Zwei Dinge wiegen bei Dir schwer:
mit 19 ist man ein anderer Mensch als mit 22, auch physiologisch. Da macht man einen Riesenschritt Richtung Persönlichkeitsprägung und das merkt man, ich habe es krass bemerkt, auch bei meinen Freunden. Der nächste Sprung ist dann mit 40, ohne Witz.
Und dann - Du kannst mit Anfang 20 nicht Dein komplettes berufliches Leben planen, weil die Möglichkeiten nicht kennst und Dir die Gelassenheit zum Abwarten fehlt (okay, zu viel ist auch nicht gut.... bisschen Plan braucht man schon).
Mach´ den Aufnahmetest für Lehramt Sport. Setz´ Dich probeweise in Vorlesungen zu BWL und Infomanagement rein. Mach´ ein Praktikum in der Schule. Das alles, während Du bei Geo noch eingeschrieben bist.

Damit, das ich noch nicht mein gesamter berufliches Leben planen kann, hast du recht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man versuchen sollte, einen guten Weg für sich zu finden, was mit sehr schwer fällt.
Ich habe den Aufnahmetest in Sport bereits bestanden und studiere derweil Sozialwissenschaften.
Ich habe mich nebenbei für mehrere Studienplätze beworben und Zusagen für BWL, Lehramt Sport+Englisch und Informationsmanagement bekommen. Nun sollte ich mich entscheiden, was mir unheimlich schwer fällt. Ich mache mir um meine Zukunft sorgen, da ich schon 23, bald 24 bin und immer noch nicht auf eigenen Beinen stehe. Meine Mutter hält zu mir, zumindest einigermaßen. Meine Oma, die immer Zeuge meines beschwerlichen Werdegangs war, macht sich mittlerweile auch große Sorgen um mich. Ich will nicht scheitern und stabil bleiben. Zeit, einenen Praktikumsplatz im Bereich Lehramt zu bekommen, habe ich nicht mehr. Ich habe vorher schon versucht einen Praktikumsplatz zu bekommen, jedoch vergeblich. Die Schulen wollten alle jemanden, der bereits Lehramt studiert und ein Pflichtpraktikum absolvieren muss. Informationsmanagement klingt ganz interessant, was mich stutzig macht, ist, dass der Studiengang vorher Bibliotheksirgendwas hieß. Man kann sich zwar drumherumwählen und BWL und Informatik Kurse abschließen. Geht dabei aber nicht in die Tiefe. Ich weiß nicht, ob es mir da besser gehen würde, wahrscheinlich schon, weil dieses Studiumsfach meine technischen Interessen abdecken würde. In BWL Vorlesungen war ich auch schon, ich fand es ziemlich trocken und eigenartig, Sachen zu lernen, die man später eh kaum braucht. Jobs, die heute viele Betriebswirte tätigen haben früher viele Menschen mit Ausbildung gemacht.

Wie dem auch sei, ich fühle mich selber nicht richtig und lenke mich ständig, indem ich mich für andere Studiumgänge bewerbe, von meinem eigenen Studium ab. Bei der Studium der Sozialwissenschaften lerne ich zwar was, frage mich aber auch oft, wozu ich das denn überhaupt brauche. Zudem ist mir das Studium zu frei, ich glaube was mir fehlt ist Struktur. Ich hatte oft depressive Verstimmungen und hab auch mehrere Psychologen aufgesucht, in einer richtigen Behandlung war ich jedoch nicht.
 
Ich bin soeben wieder aufgewacht, sogar im Traum bin ich am grübeln und empfinde ein Angst Gefühl. Gestern habe ich mich in den Schlaf geweint. Ich habe jetzt nur noch drei Tage um mich zu entscheiden. Von Tag zu Tag werde ich trauriger und ich weiß einfach nicht, wieso ich mich selber nicht fühle. Ich habe das Gefühl, mein ganzes Leben hängt von dieser Entscheidung ab. Es ist meine letzte Chance, etwas anderes zu machen weil ich schon fast 24 bin und mich dann niemand mehr haben will. Ich bin einfach so traurig, weiß nicht, welche die richtige Entscheidung ist. Während es Abiturs ging es mir noch so gut, man konnte in jedes Fach reinschnuppern und musste sich noch für keinen beruflichen Weg entscheiden. Jetzt bin ich vollkommen überfordert... Voller negativer Gedanken und sehe mich selber als Verlierer. Ich weiß nicht, wie ich später einmal Familie haben soll. Mit meinem dereitigen Studium (Sozialwissenschaften) wird es schwer. Die negativen Prognosen machen mir sehr zu schaffen, das Land sieht das Studium im roten Bereich. Es werden unbezahlte Prakikas und unbefristete Stellen prognostiziert.

Ich bin groß, männlich und treibe viel Sport. Mit Realschülern würde ich klar kommen nur heutzutage ist es, durch die vielen Kinder, die integriert werden müssen, schwerer geworden. Meine Mutter ist Lehrerin und mag ihren Beru nicht. Andererseits hat sie viel Urlaub, eine gut bezahlte Stelle und hatte immer Zeit, wenn wir frei hatten. Ich will nicht das ganze Leben hart arbeiten und in Konkurrenz mit anderen stehen, da wäre Lehramt eine gute Wahl. Aber andererseits ist die Burnout rate hoch, die Einstelungschancen ungewiss. Englisch habe ich abgewählt, ich weiß nicht wie ich damit klar kommen würde und bei der Komination SPort/Englisch habe ich in der freien Wirtschaft keine Chancen.
Was mich stört ist, dass das Lehramtsstudium auf eine Branche festgelegt ist.

Nunja, ich weiß selber nicht, was ich will. Ich bin kein dummer Mensch, aber das reicht wohl nicht, um richtige Entscheidungen zu treffen.

Bitte helft mir 🙁


Bei den Sozialwissenschaften sehe ich den Vorteil, dass der berufliche Weg nicht vorprogrammiert ist. Vielleicht würde ich im Marketing, im Peronalmanagement oder im Bereich der Medien einen PLatz finden. Dazu müsste ich das Studium irgendwie durchhalten. Ich will meinen Weg später nur einfach nicht bereuen und nicht mehr traurig sein.


Ich fahre wohl gleich wieder in die Bücherei und lese irgendwelche Bücher aus den verschiedenste Bereichen : ( Die Zeit rennt mir weg...


Bei dem Studiengang Informationsmanagement geht es übrigens um wissenschaftliche Bibliotheken, teils Suchmaschinenoptimierung, Bibliothekswesen usw. Bisschen BWL und Informatik ist auch dabei, also auch ein sehr breit gefächertes Studium. Das Studium würde meinen Interessen wihl näher kommen, BWL kann ich aber in meinem derzeitigen Studium auch dazu wählen.. hmm
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich gesagt würde ich mich für keinen dieser Studiengänge entscheiden. Jedenfalls nicht, wenn du nicht für einen dafür brennst. BWL ist z.B. hoffnungslos überlaufen. Für einen gescheiten Job musst du da schon sehr gute Noten schreiben, übrigens auch in Mathe. Sonst wirst du vielleicht mal Filialleiter bei Aldi, was du mit einer Ausbildung zur Verkäuferin + Weiterbildungen auch hättest werden können. Das würde ich nur dann machen, wenn du jetzt schon weißt, was du später damit machen willst. Z.B. "Ich werde Steuerberater".

Ebenso das Lehramt mit Sport. Das machen auch relativ viele (hat im Bereich Sport halt die besten Aussichten auf einen festen Job) und entsprechend ist es nicht sicher, ob man später auch in den Schuldienst reinkommt. Selbst wenn alles gut klappt, hast du anschließend Kinder vor deiner Nase, die mitten in der Pubertät sind und dir entsprechend auf der Nase herumtanzen. Und wenn die es nicht tun, tun es dafür deren Eltern.

Informationsmanagement hat gute Aussichten, vorausgesetzt, du nimmst als Schwerpunkt Informatik. Wo wir wieder bei der Mathematik wären (übrigens eine andere Art von Mathe wie an der Schule). Generell können Informatik und Derivate sehr anstrengend und trocken werden, wenn man sich nicht richtig dafür interessiert. Und wenn Informatik oder BWL nur einen geringen Teil ausmacht, wirst du immer im Nachteil gegenüber jenen sein, die das entweder ganz studiert haben, oder deren Informationsmanagementstudium sich von vorneherein stärker auf einen dieser Bereiche fokussiert.

Sozialwissenschaftler sind gesucht, sofern sie später in Richtung Sozialarbeiter o.ä. gehen. Nur: brauchen tut man sie, bezahlen will aber niemand...

------

Ich würde also erst mal alles verwerfen und dir mal überlegen, was du beruflich wirklich machen willst. Und dann das Fach zielgerichtet studieren, welches du dafür brauchst, bzw. die passende Ausbildung dazu machen. Sonst studierst du nochmals 10 Jahre planlos durch die Gegend.

Ich würde zudem nicht nur schauen, was du mit Studium machen könntest, sondern auch nach Ausbildungsberufen. Vielleicht wäre ein Handwerk ja doch die bessere Wahl für dich. Zumindest hättest du in einer Ausbildung von vorneherein mehr Struktur. Obendrein würdest du von Anfang an zumindest ein wenig Geld verdienen. Die Gehälter gleichen sich ohnehin an jene von Akademikern an, da wir eine Akademikerschwemme, dafür einen Handwerkermangel haben. Zumal man da auch recht gut aufsteigen kann (Meister machen und so). Vielleicht gehörst du einfach zu den Leuten, die in der Praxis besser sind. Deswegen bist du nicht dümmer als ein Akademiker, nur anders begabt.
 
Hallo Therantius,

ich kann deine Sorgen gut verstehen. Ich befand mich vor einiger Zeit in einer ähnlichen Situation.

Du solltest aufhören, dich verrückt machen zu lassen. Du handelst in meinen Augen seit Langem aus einer Panik heraus. Das kann nichts werden. Du hast zwei Studiengänge angefangen, mit denen du nicht glücklich bist, und willst nun einen dritten Studiengang beginnen, von dem du ebenfalls nicht überzeugt bist? Stop! Du hast offensichtlich immer noch keinen Plan, was du machen willst (was nicht SO schlimm ist, wie du denkst) und willst nun eine aus deiner Sicht endgültige Entscheidung bezüglich deines beruflichen Werdegangs treffen. Aber es scheint, als wärst du in deiner jetzigen Situation nicht in der Lage, rationale Entscheidungen zu treffen. Du bist nicht frei, weil du denkst du MUSST jetzt irgendwas finden. Gleichzeitig ist immer das aktuelle Studium im Hinterkopf, in dem du Leistung erbringen musst, wenn es dort weiter gehen soll.

Das mit den Forenbeiträgen kenne ich auch sehr gut. Du warst vermutlich auf studis-online unterwegs? Stimmt's? Auch hier rate ich: Stop! Lös dich von diesen Foren. Dort wird ein sehr negatives Weltbild vermittelt. Wenn man nicht aufpasst, übernimmt man das dann selbst. Glaube nicht alles, was da steht. In Internetforen treiben sich halt oft Miesmacher rum und alles wird generell schlechter geredet, als es in Wirklichkeit ist. Rede da vielleicht mal mit deinen Psychologen drüber, wenn du es noch nicht gemacht hast.

Es scheint, als wärst du von keinem Studiengang richtig überzeugt, und das sind keine guten Voraussetzungen. Vielleicht wäre es in deiner Situation doch keine schlechte Wahl, das Studieren erstmal auf Eis zu legen und sich eine Weile ohne Druck in verschiedenen Bereichen auszuprobieren, auch wenn du das vielleicht für verrückt hältst. Du drehst dich seit Jahren im Kreis. Letztes Jahr warst du in genau der gleichen Situation. Und wenn du nun anfängst, eine dieser drei Studiengänge oder auch Soziologie weiter zu studieren, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass du nächstes Jahr erneut einen ähnlichen Beitrag veröffentlichst. Das Internet und Foren können dir keine Entscheidung abnehmen und sind auch für die Entscheidungsfindung nur begrenzt geeignet. Wäre es keine Option, deinen Horizont mal draußen in der Welt zu erweitern? Jobben gehen, Praktika machen, mal ins Ausland, das Gespräch mit verschiedenen Leuten mit unterschiedlichen Lebensentwürfen suchen, etc.? Du schreibst selbst von einem "Teufelskreis". Aber mir scheint, als wirst du ihn auf deine Weise nie durchbrechen können.

Vielleicht wäre ja doch eine Ausbildung etwas für dich. Das ist keine Schande. Ganz im Gegenteil. Wenn dir dein Ansehen in der Gesellschaft und die beruflichen Perspektiven so wichtig sind, fährst du damit womöglich besser als mit einem Soziologiestudium. Schon mal an Beamtenlaufbahn gedacht? Aber ich weiß natürlich auch nicht, was du willst, nur eine Idee.

Und mach dich wegen deinem Alter nicht verrückt!
 
Ich würde dem TE niemals zu Lehramt auf Sport und Englisch raten.
Lehramt ist heutzutage total überlaufen. Es gibt dutzende von Absolventen, aber die Bundesländer stellen kaum neue Lehrer ein, weil sie lieber die alten versklaven wollen (übertrieben gesagt).
Wenn du danach arbeitslos sein willst, studiert Lehramt. Es sei denn, du bist überdurchschnittlich gut und machst Lehramt auf dem Gym mit 1, noch was als Abschluss.
Aber selbst da haben viele Bundesländer Einstellungsstopp. Ganz schlimm: Bayern. Lehrer war früher ein sicherer Job. Heute nur noch ein Aus und du hast ein hohes Burn out Risiko, weil du nur noch adminsitrative Jobs machst und kaum vor der Klasse stehst. Viel Schreibkram, Vorbereitung, Fortbildungen, Organisation und Soziale Arbeit.

BWL ist genauso überlaufen. Alles was denkt es kann rechnen will BWL studieren. Das führt dazu, dass viele Unternehmen wirklich nur noch die besten raussuchen. Hab in der Familie 2 arbeitslose BWLer, die dann noch was dran gemacht haben, da sie nichts bekamen.

Soziale Arbeit/Sozialwissenschaften bietet dir sicher ne Jobperspektive, ist aber beschissen bezahlt.

Informationsmanagement, was willst du damit anfangen? In Zeiten wo das ganze Bibliothekswesen nur noch durch den PC ersetzt wird?


Ich würde mir auch Gedanken machen wie du das Studium nach dem Abbruch finanzierst.
Den Baföganspruch verlierst du meist.

Und wie du einen 3. Fachrichtungswechsel später beim Arbeitgeber rechtfertigst.

Ich verstehe immer nicht warum man als Abiturient nicht darüber nachdenkt was man später mit dem Studienabschluss machen will.
Klar, das klingt alles toll. Aber ich finde man muss auch weiter denken.

Ich würde wenn ich du wäre bei Sozialwissenschaften bleiben.
Du kannst nicht alles durchprobieren, wie du gerade Bock hast.
Beim Lehramt passt dir dann was anderes nicht oder bei BWL ist es dir zu mathematisch.

Du musst auch bedenken, wie das beim Arbeitgeber aussieht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde dem TE niemals zu Lehramt auf Sport und Englisch raten.
Lehramt ist heutzutage total überlaufen. Es gibt dutzende von Absolventen, aber die Bundesländer stellen kaum neue Lehrer ein, weil sie lieber die alten versklaven wollen (übertrieben gesagt).
Wenn du danach arbeitslos sein willst, studiert Lehramt. Es sei denn, du bist überdurchschnittlich gut und machst Lehramt auf dem Gym mit 1, noch was als Abschluss.
Aber selbst da haben viele Bundesländer Einstellungsstopp. Ganz schlimm: Bayern. Lehrer war früher ein sicherer Job. Heute nur noch ein Aus und du hast ein hohes Burn out Risiko, weil du nur noch adminsitrative Jobs machst und kaum vor der Klasse stehst. Viel Schreibkram, Vorbereitung, Fortbildungen, Organisation und Soziale Arbeit.

BWL ist genauso überlaufen. Alles was denkt es kann rechnen will BWL studieren. Das führt dazu, dass viele Unternehmen wirklich nur noch die besten raussuchen. Hab in der Familie 2 arbeitslose BWLer, die dann noch was dran gemacht haben, da sie nichts bekamen.

Soziale Arbeit/Sozialwissenschaften bietet dir sicher ne Jobperspektive, ist aber beschissen bezahlt.

Informationsmanagement, was willst du damit anfangen? In Zeiten wo das ganze Bibliothekswesen nur noch durch den PC ersetzt wird?


Ich würde mir auch Gedanken machen wie du das Studium nach dem Abbruch finanzierst.
Den Baföganspruch verlierst du meist.

Und wie du einen 3. Fachrichtungswechsel später beim Arbeitgeber rechtfertigst.

Ich verstehe immer nicht warum man als Abiturient nicht darüber nachdenkt was man später mit dem Studienabschluss machen will.
Klar, das klingt alles toll. Aber ich finde man muss weiter denken.




Irgendwie scheint alles schlecht zu sein, was soll man denn noch studieren außer Ingenieursstudiengänge?!
Hier liegt ein kleines Missverständnis vor, ich wurde nicht für Gymnasiallehramt, sondern für Realchullehramt angenommen. Ich dachte, dass die Einstellungschancen dort höher sind... Zudem habe ich selber einen Migrationshintergrund (Bin Mischling), was einem in dem Bereich auch Vorteile verschafft.

Bafög habe ich nie bekommen, da meine Mutter aufgrund ihres Gehalts (Lehrer) zu viel verdient. Ich habe nebenbei einen Nebenjob und lebe leider noch Zuhause.

Ich will noch kurz anmerken, dass zwisschen SOziale Arbeit und SOzialwissenschaften ein Unterschied vorliegt. Sozialwissenschaften hat eher was mit Politik, Soziologie und anderen Gesellschaftswissenschaften zu tun und weniger mit dem praktischen Umgang mit Menschen.

Natürlich habe ich darüber nachgedacht, was ich später mal machen will, nur leider keine Antwort gefunden.
 
Hallo Therantius,

ich kann deine Sorgen gut verstehen. Ich befand mich vor einiger Zeit in einer ähnlichen Situation.

Du solltest aufhören, dich verrückt machen zu lassen. Du handelst in meinen Augen seit Langem aus einer Panik heraus. Das kann nichts werden. Du hast zwei Studiengänge angefangen, mit denen du nicht glücklich bist, und willst nun einen dritten Studiengang beginnen, von dem du ebenfalls nicht überzeugt bist? Stop! Du hast offensichtlich immer noch keinen Plan, was du machen willst (was nicht SO schlimm ist, wie du denkst) und willst nun eine aus deiner Sicht endgültige Entscheidung bezüglich deines beruflichen Werdegangs treffen. Aber es scheint, als wärst du in deiner jetzigen Situation nicht in der Lage, rationale Entscheidungen zu treffen. Du bist nicht frei, weil du denkst du MUSST jetzt irgendwas finden. Gleichzeitig ist immer das aktuelle Studium im Hinterkopf, in dem du Leistung erbringen musst, wenn es dort weiter gehen soll.

Das mit den Forenbeiträgen kenne ich auch sehr gut. Du warst vermutlich auf studis-online unterwegs? Stimmt's? Auch hier rate ich: Stop! Lös dich von diesen Foren. Dort wird ein sehr negatives Weltbild vermittelt. Wenn man nicht aufpasst, übernimmt man das dann selbst. Glaube nicht alles, was da steht. In Internetforen treiben sich halt oft Miesmacher rum und alles wird generell schlechter geredet, als es in Wirklichkeit ist. Rede da vielleicht mal mit deinen Psychologen drüber, wenn du es noch nicht gemacht hast.

Es scheint, als wärst du von keinem Studiengang richtig überzeugt, und das sind keine guten Voraussetzungen. Vielleicht wäre es in deiner Situation doch keine schlechte Wahl, das Studieren erstmal auf Eis zu legen und sich eine Weile ohne Druck in verschiedenen Bereichen auszuprobieren, auch wenn du das vielleicht für verrückt hältst. Du drehst dich seit Jahren im Kreis. Letztes Jahr warst du in genau der gleichen Situation. Und wenn du nun anfängst, eine dieser drei Studiengänge oder auch Soziologie weiter zu studieren, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass du nächstes Jahr erneut einen ähnlichen Beitrag veröffentlichst. Das Internet und Foren können dir keine Entscheidung abnehmen und sind auch für die Entscheidungsfindung nur begrenzt geeignet. Wäre es keine Option, deinen Horizont mal draußen in der Welt zu erweitern? Jobben gehen, Praktika machen, mal ins Ausland, das Gespräch mit verschiedenen Leuten mit unterschiedlichen Lebensentwürfen suchen, etc.? Du schreibst selbst von einem "Teufelskreis". Aber mir scheint, als wirst du ihn auf deine Weise nie durchbrechen können.

Vielleicht wäre ja doch eine Ausbildung etwas für dich. Das ist keine Schande. Ganz im Gegenteil. Wenn dir dein Ansehen in der Gesellschaft und die beruflichen Perspektiven so wichtig sind, fährst du damit womöglich besser als mit einem Soziologiestudium. Schon mal an Beamtenlaufbahn gedacht? Aber ich weiß natürlich auch nicht, was du willst, nur eine Idee.

Und mach dich wegen deinem Alter nicht verrückt!

Vielen Dank für die Tipps Ilenz!
Ich studiere Sozialwissenschaften, nicht Soziologie, falls das einen Unterschied macht😕 Im kommenden Semester kann man BWL Module dazu wählen, falls das was bringen sollte. Ja, vielleicht bin ich von vielen Studiengängen nicht überzeugt, aber wer ist das schon? Viele studieren und sehen als Motivation später einen vermeintlich besser bezahlten Job. Meine Mutter wusste zu Beginn ihres Studiums auch nicht, was sie wollte. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass all diejenige, die eine Ausbildung beginnen, wissen was sie wollen. Ich hab das Gefühl mein nächster Lebensabschnitt ist überfällig und kann erst beginnen, wenn ich etwas abgeschlossen habe. Ich bin bald 24, ich kann mich nicht einfach exmatrikulieren, da es sich wie Versagen anfühlt. Ich bin nicht dumm, ehrlich, wie kann ich nur so versagen? Ich verstehe das einfach nicht. Und ja, ich drehe mich leider im Kreis und scheinbar sind meine Lösungsansätze schlecht. Andererseits erscheint mir alles mega komplex und ich fange an, alles zu hinterfragen. Ich hatte eigentlich vor, jetzt, in den Semesterferien ein Praktikum zu machen. Habe mich erst vor wenigen Tagen, sehr kurzfristig, für viele Stellen beworben und bisher leider nur Absagen bekommen. Klar, ich hätte mich früher Bewerben sollen, leider stand meine Grübelei dem gegenüber. Ich habe das Bewerbungen schreiben vernachlässigt, weil ich parallel immer am Grübeln und Überlegen war. Habe mich sogar, nur um mir Chancen offen zu halten, bei der Polizei beworben...

Und ja, in den Foren wird alles negativer dargestellt als es ist. Es muss doch auch möglich sein, mit einenm sozialwissenschaftlichem Studiengang einen Job zu finden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele Menschen arbeitslos werden. Was ist mit all den Geiseswissenschaftlern und Biologen?


Eine Ausbildung würde sich für mich wie eine Niederlagen anfühlen, ich hab das Abitur, aufgrund familiärer Schwierigkeiten, recht spät abgeschlossen und will das nicht wegwerfen. Außerdem bietet das Studentenleben viele Vorteile. Ich weiß, es ist schlecht so zu denken....

Die ganze Sache wird auch dadurch erschwert, dass meine Interessen in vollkommen verschiedene Bereiche gehen.
Ich mache gerne was mit Medien am Computer, bin kreativ, wat ganz gut in Deutsch, bin sehr sportliche (Mache regelmäßig Fitness) usw.....



Und bei dem Informationsmanagement(Bibliothekswesen) Studium werden vielfältige Bereiche abgedeckt. Man lernt etwas über wissenschaftliche Datenbanken und hier und da mal was über Wirtschaft und Informatik. Zudem kann man im zweiten Studienabschnitt aus 6 Modulen zwei wählen, wie etwa knowledge Science (Aufbereitung von Content zum Marketing und Management von Informationsprodukten) und web information Management (Entwicklung, Vermarktung komplexer Angebote)


Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll.
Ich danke dir für deine Antwort : )
 
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