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Telefon(sex)sucht

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trueblue

Neues Mitglied
Ich wende mich heute mit einem Thema an Euch, ueber das es mir lange schwer gefallen ist ueberhaupt mit jemandem zu reden. Das telefonieren mit sogenannten Flirtlines bzw. Sexlines. Ich denke jeder Mann wird das vielleicht schon mal ausprobiert haben, genauso wie ich damals mit 19. Heute bin ich 39 und komme ohne Hilfe nicht mehr von diesen Lines weg. Ich habe tausende von Euros vertelefoniert, meine Familie und mich selbst belogen. Ich lebe seit 10 Jahren mit meiner heutigen Frau zusammen und vor 6 jahren gab es den grossen Knall, den man eigentlich immer irgendwie erwartet. Wer denkt, das muss doch den Menschen in deiner Umgebung auffallen, das irgendetwas nicht stimmt, der irrt sich. Keiner der mich kennt bzw. damals kannte, haette mir so etwas zugetraut. Meine heutige Frau bemerkte auch nichts, da wir damals noch getrennte Konten hatten. Somit war es fuer mich ein leichtes die Rechnungen zu bezahlen, bis es meine finanziellen Moeglichkeiten ueberschritt und in Raten zahlen musste, aber trotzdem immer weiter telefonierte, es war ein Teufelskreis. Bis irgendwann eins der mittlerweile zustaendigen Inkassobueros anrief, als ich nicht zu Hause war.
Was danach passierte kann sich , denke ich, jeder ausmalen. Mein Sohn war ein Jahr zuvor geboren und es stand wirklich alles auf der Kippe, meine Frau gab mir eine Chance und ich versuchte sie zu nutzen. Ich begab mich in Therapie bei einer Psychotherapeutin und versuchte von dieser Sucht, denn es ist eine Sucht, loszukommen. Leider hatte ich das Gefuehl, ich drehte mich im Kreis und brach die Therapie ab. Ich schaffe das auch allein, redete ich mir ein und ueberstand, ja ich denke ueberstehen ist das richtige Wort dafuer, „relativ“ gut, mit einigen wenigen kleinen Telefonaten. Ich waehle das Wort „ueberstehen“ deshalb, weil keine Woche vergeht in der man nicht daran denkt und das Verlangen hat, dort anzurufen.
Bis ich Ende letzten Jahres wieder schwach wurde und wieder anfing zu telefonieren. Natuerlich kam meine Frau dahinter und setzte mir die Pistole auf die Brust. Ich bin wieder in psychotherapeutischer Behandlung, diesmal jedoch mit einem festen Willen, endgueltig davon loszukommen.
Ich suche hier in diesem Forum Menschen, die ebenfalls mit dieser Sucht leben bzw. gelebt haben. Wie geht ihr damit um, wie gehen eure Familien damit um.
Es ist jetzt wirklich alles sehr kurz gefasst, denn wie man sich vorstellen kann, kann man 20 Jahre mit dieser Sucht nicht so schnell zusammenfassen. Ich wuerde mich freuen, wenn sich Betroffene, genauso wie betroffene Familienmitglieder melden wuerden und es zu einem regen und wirklich hilfreichen Erfahrungsaustausch kommt. Denn eins ist definitiv sicher, allein kommt man von dieser Sucht nicht weg
 
Du musst dir mal klar machen, wer dahinter sitzt! Eine Bekannte von mir macht das, die wiegt 120 Kilo und sonst auch nicht gerade eine Schönheit. Und sie verarscht, zusammen mit ihrer Chefin, die dummen Idioten, die dort anrufen. Sie hat dort mehrere Typen, von denen sie alle paar Monate mehrere Tausend Euro bekommt, weil sie denen abstruse Geschichte verkauft.

Sie mietet mit dem Geld eine gemeinsame Wohnung an, kauft Möbel, Gerichtsvollzieher steht vor der Tür usw. Und jedes mal, wenn die sich treffen wollen, bestellt sie den Mann in die Stadt und sagt kurz vorher ab. Das Auto ist kaputt, sie muss eine weitere Schicht arbeiten usw.

Dass ihr darauf immer wieder reinfällt, sorry, echt arm.
 
Eine Sucht ist eine Sucht, da kann House noch so sehr spotten, gell.

Aber trotzdem wundert es mich (man verzeihe mir, dass ich wohl selbst kein ausreichendes Suchtverständnis habe), dass sich angesichts der Tatsachen, die House berichtet, diese Sucht nie auf was anderes verlagert hat.

Du füllst ja damit was auf, was dir fehlt, das ist ja das eigentliche Übel und das könnte sich doch auch mal auf was anderes lagern, wenn man solche Fakts, wie House erwähnt (die eigentlich doch weitbekannt sind) mal in sich reinzieht.

Tut mir leid, wenn da erstmal nur Fragen sind.

Sigi
 
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