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Taschengeld

  • Starter*in Starter*in Schnuffi
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Hi schnuffi,

es liegt an dir deine Regeln untergraben zu lassen oder nicht. Ich würd sowas nicht dulden und Grenzen setzen...und auch keine Meckereien dulden, bzw. das Übersehn, denn das scheint ja bei dir ein Knackpunkt zu sein, den die lieben Kids als Machtmittel einsetzen um ihren Standpunkt zu erhalten. Ich würd Aufgaben verteilen und sagen: Leute ihr könnts mit Meckerei machen oder ohne, aber es wird gemacht.....dann gibt sich das i.d.R. bald mit dem Gemeckere
Ich hab gelernt, dass wenn man selbstbewußt ohne zu Zögern immer konsequent ist, man so ziemlich alles erreicht, was man sich vornimmt, d.h. von Menschen kriegt was man will. Ist glaub ich ne grundsätzliche Sache des Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls...ich würde keine Ungleichbehandlung (Mama geht arbeiten und macht dann noch den haushalt und den großen Kids die Wäsche etc...von wegen!!)gegen mich dulden können...auch wenn die Sippe maßgeblich ADS hat...(von verschiedenen Ärzten =Neurologen, Psychologen etc. diagnosiziert?) Ich halte ADS für ne Sache, die normale häusliche Tätigkeit nicht ausschließt...im Gegenteil würde ich sagen dass das Zusammenspiel motorischer und mental-planerischer Tätigkeit ne prima Therapie sind....Und auch mit ADS kann man Selbstbeobachtung trainieren und praktizieren....grad mit ADS muß man sich da ran halten. So weit ich weiß ist ADS ja auch nicht ein statischer "Für-immer-und-ewig"-Zustand, sondern kann eines Tages auch weg sein??

Na jedenfalls wünsch ich dir zu deiner Wäsche-Aktion viel Glück und Durchhaltevermögen...ich glaub wenn du mal sowas wie nen Haushaltsplan für alle Haushaltsmitglieder entwerfen und umsetzen würdest....dann wärst du weniger belastet....probiers mal!

Gruß
Tyra
 

Hallo Tyra,

schau mal hier: Taschengeld. Hier findest du vielleicht was du suchst.

*fg*
Meine Kinder waren sogar happy darüber, als ich sie gestern in die Bedienung der Waschmaschine eingewiesen habe*lach*
Naja......hätte früher sein können.....
Aber bisher hatte ich es immer verschoben weil meine Lieben eben sehr unkonzentriert sind und schnell mal was tun ohne vorher zu lesen, viel vergessen was man erklärt hat.........und ich mir nicht einfach mal so eine neue Waschmaschine leisten kann wenn meine kaputt geht........

Ansonsten.....ADS bleibt ein Leben lang! Es steht dann bei den Meisten nicht mehr sooooo im Mittelpunkt des Lebens wie bei Kindern während der Schulzeit( da vergeht lediglich mit der Pubertät das hyperaktive, wenn sies haben), aber im täglichen Zusammensein merkt man es bei vielen Dingen halt doch oft recht stark.


Schnuffi
 
hallo Schnuffi.

Genau das ist bei uns gestern passiert. Meine Frau hat Geburtstag (51) und Sohn (20) kommt aus der Schule (er geht neuerdings wieder zur Schule, um das Abi zu machen, nachdem er eine Berufsausbildung - mit gutem Erfolg - abgeschlossen hat). Meine Frau ist tief enttäuscht. Heute kam er dann wieder aus der Schule. Erst war wieder nichts von ihm zu vernehmen. Meine Frau und ich (56) haben erst einmal abgewartet. Nach ca. 1,5 Stunden kam er dann, sich zu entschuldigen.
Ich habe ihn gefragt, ob seine Entschuldigung möglicherweise materielle Gründe hat. Hat er natürlich abgestritten. Er würde in letzter Zeit immer viel vergessen. Ist natürlich Blödsinn - das was ihn wirklich interessiert bzw wo er einen persönlichen Vorteil sieht, vergisst er nicht. Auch wenn´s schon lange her ist. Das alles ist in einem äußerst moderaten Ton erfolgt.

Mit dem Taschengeld möchte ich ihn nicht maßregeln. Bafög bekommt er nicht. Ich hab ihm aber in recht unmißverständlicher Weise klar gemacht, daß er, bei Fortführung seiner laschen Auffassung von Zusammenleben davon ausgehen kann, daß wir (seine Eltern) inbesondere aber ich, Wege zur Deeskalation finden werden, die zu Beginn der Maßnahmen zumindest für ihn, recht unangenehm sein werden. Schließlich hat er einen Berufsabschluß und ist somit grundsätzlich in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Er hat verstanden.
Auf der anderen Seite möchte ich aber, daß er seine Ausbildungs- und Berufsziele erreicht. Das geht mit unserer Unterstützung einfacher.
Eigentlich kann man ihn als erwachsenen Mann ansehen, deshalb sollte er in seiner schulischen Ausbildung auch eigenverantwortlich arbeiten. Ich habe mir aber vorgenommen, begründet durch seine Vergesslichkeit, Leistungkontrollen vorzunehmen, denn jeder, der ein Stipendium bekommt, muß seinem Geldgeber in gewissen Abständen einen Erfolgsnachweis bringen.
Ich hoffe für ihn, daß nach Abschluß seiner adoleszenten Phase, seine Vergesslichkeit gegen Eigenverantwortlichkeit und sozialer Kompetenz ausgetauscht ist.

mfG
KaLeu
 
Hi,

ich find im Umgang mit ADS muss man schon sehr aufpassen, dass das Ganze nicht zu statisch gesehen wird, oder das es nicht zu einer Ausredetaktik generiert.
Meine persönliche Erfahrung damit waren, dass ca.50 % der Diagnosen oft unzutreffend waren. Oft blockiert eine solche Diagnose dann auch das Fordern- und Förder-Verhalten der Eltern oder Umwelt. Komisch finde ich auch, dass hptsl Jungen ADS haben und somit so einige Narrenfreiheiten nutzen können...
Lt. Forschungsstand gibt es auch keine gesichterten Nachweise für genetische Begründung od.ä. Ich als Konstruktivistin würde sehr vorsichtig mit der These sein, dass es sich um eine lebenslange Störung handelt/handeln muss. Ich denke es gibt individuell gravierende Unterschiede..die ne allgemeinmedizinische Betrachtungsdoktrin nur nicht auf die Reihe kriegt und daher gerne pauschalisiert...Man sollte sich gedanklich immer das Türchen für eine Besserung oder die Möglichkeit eines Beenden der Krankheit/Störung offen lassen, damit einen die self-fulfilling prohecy nicht zu sehr "am Wickel" hat.
Das Gehirn ist ein dynamischen System neuronaler Vernetzung, dass sich ständig ändert und durch Irritationen = Einflüsse von außen verändern läßt. Konzentration lässt sich somit trainieren. Mag sein, dass tatsächliche ADS'ler dadurch dass sie nicht genügend filtern können, zu leicht abgelenkt werden, was aber nicht heißt, dass sie nicht Techniken erlernen können, sich von Aussenreizen abzuschirmen und sich auf Wesentliches zu konzentrieren. Zumindest so weit, dass sie selbständig und alltagstauglich werden...

Wünsche dabei weiterhin viel Erfolg!
Tyra
 
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