Hey... finde auch, dass die Tagesklinik eine gute Idee ist.
Abgesehen davon, dass du mal aus deinem Job rauskommst (der dich ja zu gewissen Teilen belastet), wird es dir wahrscheinlich guttun, zu Menschen Kontakt zu haben, die deine Zustände und Gefühle ebenfalls kennen.
Eine Depression, also "geistige Erkrankung", scheint für dich ja noch etwas tabubehaftet zu sein (du machst dir Sorgen, was deine Kollegen davon halten könnten).
Dabei bekommt jeder 5. Deutsche im Lauf seines Lebens mindestens einmal eine Depression; und diese Zahlen steigen. Grade für Krankschreibungen sind sie in hohem Maße verantwortlich -absolut nichts, wofür man sich schämen müsste also.
Natürlich "funktioniert" man nicht mehr so, wie es die Leitungsgesellschafft erwartet - aber du bist ja nicht die Leistungsgesellschaft. Viel wichtiger ist ein Leben, in dem
du dich in
deinem Körper wohlfühlst.. dann kannst du nämlich auch besser arbeiten und mit der Außenwelt umgehen.
Ein Zitat von der Seite
www.depression.de :
"Viele depressive Patienten konzentrieren sich auf ihre körperlichen Symptome und vermuten in ihren Beschwerden eine organische Ursache. Häufig halten sich Depressive auch nicht für krank, was sie tatsächlich sind, sondern für Versager."... Daraus kannst du auch ableiten, dass viel von deinem Zustand zur Krankheit gehört, und nicht zu deiner Persönlichkeit.
Also kannst du auch wieder zurückfinden! Und das funktioniert (weiß ich aus eigener Erfahrung) am besten mit der Hilfe von Fachleuten.
Wenn du aus dem gröbsten Sumpf heraus bist, kannst du in einer weiterführenden Therapie sogar dafür sorgen, dass du nicht mehr so leicht hineingerätst... weil dir bestimmte Prozesse klargewerden, die das begünstigen. Es wird ein bisschen Arbeit sein, aber es geht dir auch Schritt für Schritt besser: Erleichterung, Genesung, Stabilität.
🙂
Klingst doch nicht schlecht, oder?
Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute.. und nicht aufgeben.
~
orbbl