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Suizid... :-(

  • Starter*in Starter*in RedPassion
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Ach so, und Suizid ist natürlich aus der Sicht dessen, der ihn ausführt, eine Lösung. Allerdings kann er sie bei Erfolg des Suizids nicht überprüfen.
 
verehrte trauergemeinde, der schmerz über den verlust von einem menschen geht vorbei. das verkraftet man zwangsläufig öfter, weil der tod alle deine bekannten einholen wird. aber über was ihr hier alle großzügig hinweg redet, ist der schmerz, den der suizident ständig, u. u. schon seit der jugend fühlt. der suizident kann sich nicht in die lage der hinterbliebenen hineinversetzen? von allen beiträgen, finde ich keinen einzigen, der sich mit dem gefühls- und seelenzustand von ihm auseinandersetzt. und gott sei dank gibts alkohol und drogen, da kann man alles auf die sucht projezieren und muss sich gar keine gedanken machen. hat sich da schon mal jemand gedanken gemacht, wie es sich anfühlt, jemandem den man liebt, der grund für den man überhaupt leben will, ständig schmerzen oder kummer zufügt. und wenn man jetzt über können oder lösung sprechen will, können wir auch getrost über dinge sprechen, die die hinterbliebenen nicht können und nicht verändern können. und das kommt ja nur dazu. dieses "nicht-hineinversetzen" in seine lage, jetzt nach seinem tod noch in der art und weise ... das hat der vielleicht schon viele jahre erlebt. einfach ein bißchen anders u.u. deswegen nicht ernst genommen. vielleicht konnte, wollte er sich einfach nicht so gut darstellen und einfach nur er sein... und das in einer gesellschaft in der es um niemanden geht außer um darsteller und darstellungen. wo die menschen zunächst auf das reduziert werden, was man selektiv von ihnen wahrnimmt, um dann seine eigenen spinnereien dazu zu dichten. und dann erfüllt er sich den traum, den er hatte vielleicht das glück, nicht mal auf die idee zu kommen, dass man nach dem tod schlecht über ihn spricht. freut euch doch für ihn, er hat genau das endlich hinter sich, dass ihr fürchtet. trauer. es ist nicht gerade nett, wenn ihr ein, zwei jahre trauer und dann vielleicht immer mal wieder melancholische gedanken vermeiden wollt, indem ihr andere trauer um jahrzehnte ausdehnen wollt. versetzt ihr euch doch mal in die lage anderer und fordert nicht nur, dass man sich in eure, offenbar lösbare, lage versetzt.
 

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