R
robrob
Gast
servus,
Ich habe gerade vor 3 Wochen mein Studium angefangen, also noch Erstsemester, und mich plagen schon Gedanken hier alle Zelte abzubrechen. Dafür gibt es verschiedene Gründe...
1. Ich finde schon jetzt mein Studium extrem schwer; Ich habe einen Studiengang der Elektrotechnik und Informatik miteinander verbindet, folglich mehr oder weniger komplett auf Mathematik basiert. Obwohl ich auf dem Gymnasium Mathe und Informatik LK hatte und beide, wenn auch nur durchschnittlich, locker bestanden habe, finde ich das Tempo mit dem der Stoff hier angegangen wird unmöglich.
2. Das Arbeitspensum ist enorm hoch. Zugegeben, ich gehörte auf dem Gymnasium definitiv nicht zu den Leuten die viel gelernt haben, wenn's hoch kommt habe ich vielleicht mal 2 Tage vor einer Klausur angefangen. Wie auch immer, jetzt versuche ich und versuche ich zu lernen so gut es geht, aber es bleibt einfach überhaupt nichts hängen... Ich verstehe zum Beispiel sämtliche Grundlagen der Physik einfach überhaupt nicht, ich lese zwar aber ich kann es überhaupt nicht verarbeiten, geschweige denn merken. Ein paar von den Dozenten erwarten von uns, dass wir, zusätzlich zu den 4 Stunden Vorlesung und den 3 Stunden Übungen mit Übungsgruppen pro Woche, noch einmal mehrere Stunden in Nacharbeit zu stecken. Ich bin zwar bereit diese Zeit zum Lernen zu investieren, aber mein Verstand funktioniert einfach nicht wie er es früher getan hat, irgendwie fiel mir das lernen früher viel leichter. Was mir vorallem fehlt ist mein fotographisches Gedächtnis. Früher konnte ich mir zumindest einfachere Schaubilder und ähnliches gut einprägen, was jetzt fast überhaupt nicht mehr geht.
3. Die Soziale Wüste einer großen Uni. Bevor jetzt jemand sagt dass es für sowas eine Einführungswoche, Veranstaltungen der Fachschaft und Parties gibt... Ich war bei all diesen Veranstaltungen. Auch wenn ich in einem ziemlich kleinen Studiengang bin, es ist einfach nicht das selbe wie mit meinen Freunden in der Heimat. Meine Kommilitonen sind charakterlich viel zu unterschiedlich, manche Charakterzüge finde ich aus irgendeinem Grund sogar fast abstoßend. Vielleicht bin ich auch das Problem, ich weiss es nicht. Wie dem auch sei, viel weiter als der obligatorische Smalltalk über Lehrveranstaltungen während man ein paar Bierchen kippt geht es in der Regel nicht auf solchen Veranstaltungen und danach geht wieder jeder seinen eigenen Weg. Viele meiner Kommilitonen haben auch Freunde in anderen Studienfächern, während ich eigentlich keinen hier richtig kenne.
All dieses führt dazu dass ich mich nur noch mehr von der Außenwelt abriegel, zu zwei Tagen an denen ich eigentlich hätte an der Uni sein müssen bin ich gar nicht erst hingegangen weil ich mich überhaupt nicht motivieren konnte. An diesen Tagen hab ich dann genau das gemacht was ich sonst auch immer mache wenn ich versuche meinen Kopf frei zu bekommen und den Stress loszuwerden, einfach den ganzen Tag mit Freunden geredet (übers internet) und Videospiele gespielt... Aber das ist ja nur wegrennen vor den eigenen Problemen, das schlimmste was man in so einer Situation machen kann. Das behauptet zwar so ziemlich jeder von sich, aber ich halte mich im Grunde nicht für einen "dummen" Menschen und dachte eigentlich, dass ich einem Studium gewachsen bin.
Hat jemand von euch schon sowas durchgemacht und eine Lösung für sich gefunden? Bin ich einfach nicht der richtige Typ um zu studieren? Ich danke aufjedenfall schon mal denen die bis hierhin durchgehalten haben und mir eventuell Helfen können 😉
grüße,
Rob
Ich habe gerade vor 3 Wochen mein Studium angefangen, also noch Erstsemester, und mich plagen schon Gedanken hier alle Zelte abzubrechen. Dafür gibt es verschiedene Gründe...
1. Ich finde schon jetzt mein Studium extrem schwer; Ich habe einen Studiengang der Elektrotechnik und Informatik miteinander verbindet, folglich mehr oder weniger komplett auf Mathematik basiert. Obwohl ich auf dem Gymnasium Mathe und Informatik LK hatte und beide, wenn auch nur durchschnittlich, locker bestanden habe, finde ich das Tempo mit dem der Stoff hier angegangen wird unmöglich.
2. Das Arbeitspensum ist enorm hoch. Zugegeben, ich gehörte auf dem Gymnasium definitiv nicht zu den Leuten die viel gelernt haben, wenn's hoch kommt habe ich vielleicht mal 2 Tage vor einer Klausur angefangen. Wie auch immer, jetzt versuche ich und versuche ich zu lernen so gut es geht, aber es bleibt einfach überhaupt nichts hängen... Ich verstehe zum Beispiel sämtliche Grundlagen der Physik einfach überhaupt nicht, ich lese zwar aber ich kann es überhaupt nicht verarbeiten, geschweige denn merken. Ein paar von den Dozenten erwarten von uns, dass wir, zusätzlich zu den 4 Stunden Vorlesung und den 3 Stunden Übungen mit Übungsgruppen pro Woche, noch einmal mehrere Stunden in Nacharbeit zu stecken. Ich bin zwar bereit diese Zeit zum Lernen zu investieren, aber mein Verstand funktioniert einfach nicht wie er es früher getan hat, irgendwie fiel mir das lernen früher viel leichter. Was mir vorallem fehlt ist mein fotographisches Gedächtnis. Früher konnte ich mir zumindest einfachere Schaubilder und ähnliches gut einprägen, was jetzt fast überhaupt nicht mehr geht.
3. Die Soziale Wüste einer großen Uni. Bevor jetzt jemand sagt dass es für sowas eine Einführungswoche, Veranstaltungen der Fachschaft und Parties gibt... Ich war bei all diesen Veranstaltungen. Auch wenn ich in einem ziemlich kleinen Studiengang bin, es ist einfach nicht das selbe wie mit meinen Freunden in der Heimat. Meine Kommilitonen sind charakterlich viel zu unterschiedlich, manche Charakterzüge finde ich aus irgendeinem Grund sogar fast abstoßend. Vielleicht bin ich auch das Problem, ich weiss es nicht. Wie dem auch sei, viel weiter als der obligatorische Smalltalk über Lehrveranstaltungen während man ein paar Bierchen kippt geht es in der Regel nicht auf solchen Veranstaltungen und danach geht wieder jeder seinen eigenen Weg. Viele meiner Kommilitonen haben auch Freunde in anderen Studienfächern, während ich eigentlich keinen hier richtig kenne.
All dieses führt dazu dass ich mich nur noch mehr von der Außenwelt abriegel, zu zwei Tagen an denen ich eigentlich hätte an der Uni sein müssen bin ich gar nicht erst hingegangen weil ich mich überhaupt nicht motivieren konnte. An diesen Tagen hab ich dann genau das gemacht was ich sonst auch immer mache wenn ich versuche meinen Kopf frei zu bekommen und den Stress loszuwerden, einfach den ganzen Tag mit Freunden geredet (übers internet) und Videospiele gespielt... Aber das ist ja nur wegrennen vor den eigenen Problemen, das schlimmste was man in so einer Situation machen kann. Das behauptet zwar so ziemlich jeder von sich, aber ich halte mich im Grunde nicht für einen "dummen" Menschen und dachte eigentlich, dass ich einem Studium gewachsen bin.
Hat jemand von euch schon sowas durchgemacht und eine Lösung für sich gefunden? Bin ich einfach nicht der richtige Typ um zu studieren? Ich danke aufjedenfall schon mal denen die bis hierhin durchgehalten haben und mir eventuell Helfen können 😉
grüße,
Rob