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Studium macht mich fertig...

SiCi

Neues Mitglied
Hallo an alle,

Ich sitze gerade hier während der Arbeitszeit und bin verzweifelt, einfach nur verzweifelt.
Ich studiere Dual E-Technik bei einem Großkonzern, der als super sozial gilt und den meine Komilitonen wirklich nett finden. Ich allerdings quäle mich jeden Tag iwie hindurch. Morgens stehe ich auf mit gebrochenem Herzen und denke mir, heute ist Mittwoch bald ist Wochenende, am Ende befreit sich mein Herz, ich danke Gott das ich überlebt hab und noch paar Stunden Freizeit habe. Ich habe damals angefangen , ich weiß nicht warum? Vielleicht aus Gehaltsgründen und den begeisterten Erzählungen von Bekannten, vielleicht weil ein Junge ja technisch interessiert sein sollte. Tja klassisch verwählt würden die meisten sagen. Dann wechsele halt, sagen die nächsten. Ich bin mir nur leider nicht sicher wohin. Ich mag ein wenig Mathe, ein wenig Kunst, Politik und vor allem Unternehmertum. Ich investiere 90% meiner Freizeit in meine Ideen und hoffe auf meine Befreung. Leider bin ich nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, mein Gehalt ist für meine Familie überlebenswichtig, einfach Pause ist nicht drin. Mein Hauptproblem ist das ich weder das soziale Kollektiv, noch das Fach, noch die Ausbilder, noch die Firmenbürokratie ausstehen kann und ein Problem mit Autorität habe. Ich weine fast jeden Tag heimlich auf der Toilette der Firma weil ich als ziemlich tough und arrogant gelte und keine Schwäche zeigen möchte. Ich überlege gerade in die wirtschaftliche Schiene zu gehen , mein Vater meint ich soll es aufgrund der Karriere durchziehen, den Techniker sind beliebt. Ich bin kein glühender BWLer aber erhoffe mir was nützliches für die Selbstständigkeit mitzunehmen. Also sind meine Optionen bis jetzt: 1. sofort abbrechen!2. kurz weiterleiden aber jedes Stellenangebot für ein andres duales Studium mitzunehmen oder3. Weiterleiden und meinen Abschluss durchziehen. Bin gerade im zweiten Semester und fühle mich wie ein Wrack. Ich will mich nicht beschweren aber ich möchte außergewöhnlich werden und fühle mich wie in einer Sackgasse bzw. MidlifeCrisis und das mit 19!

Vielen Dank für jegliche Hilfe und Meinungen
 
Hallo SiCi,

für mich hört sich das alles recht "verkopft" an. Wie willst Du in etwas "außergewöhnlich" werden, wenn weder Dein Herz noch Dein Verstand wirklich bei der Sache sind und Du das alles nicht ausstehen kannst?

Als "arrogant und tough" zu gelten, ist ebenfalls kein großer Pluspunkt auf der Liste der Team-Fähigkeiten und glaube mir eines: im Laufe der Zeit sehen Deine Kollegen hinter Deine Fassade, denn Du kannst sie nicht so lange so konsequent aufrecht erhalten, wenn zwischen "sein" und "Schein" ein so großer Unterschied besteht.

Wenn Deine wichtigsten Motivatoren Geld, Status und soziale Stellung sind, dann solltest Du dafür nicht so häufig auf die Toilette weinen gehen müssen.

Es scheint mir, und dabei kann ich mich natürlich völlig irren, dass Du zwar einige Ideen und Wünsche (Erfolgreicher Unternehmer mit Geld) im Kopf hast, aber dass Du Dir noch zu wenig Gedanken darüber gemacht hast, was Du dafür aufgeben musst. Eine Karriere kann sehr viel Zeit und Kraft fordern und Garantien gibt es nicht.

Mit 19 darfst Du Dich irren, sollst Dinge ausprobieren, sollst erst herausfinden, wer Du bist und was in Dir steckt. Mit scheint, dass Du Dich auch etwas selbst überforderst. Was in einem Job wichtig ist und was vor allem DEIN Job braucht, das lernst Du gerade eben erst. Zu sehr "kopflastig" und "fremdgesteuert" darfst Du da nicht herangehen, denn auch das merken Deine Kollegen und dann nützt kein "toughes" Pokerface, wenn Du kurz vor dem Zusammenbruch stehst.

Es ist Dein Leben. Was ist DIR wichtig? Was sind Deine Leidenschaften und Fähigkeiten? Das solltest Du erst einmal herausfinden. Du musst jeden Tag Entscheidungen fällen und auch Niederlagen einstecken können. Nach außen tough und auf Geld aus zu sein, macht einen noch lange nicht zu einem Unternehmer.

Mein Rat wäre: nimm etwas Deinen inneren Druck raus. Mach Dir Gedanken über Deine Leidenschaften, überlege Dir Alternativen und schmiede vernünftige Pläne. Und manche Pläne sind für die Mülltonne. Vergiss das nicht.
 
In einigen Punkten gäbe ich dir recht, in anderen muss ich widersprechen. Ich denke auch das meine Fassade bröckelt. Ich bin wahrscheinlich nicht der der sich schriftlich gut ausdrücken kann, aber mein einziges berufliches ziel ist unternehmertum. Es geht weniger ums Geld als vielmehr um Freiheit. Selbstverantwortung und auch den Wunsch etwas aufzubauen was mir gehört und wo ich all die Probleme und Dummheiten von Großkonzernen ausmerzen kann. Eine Firma die beweist das Top-Qualität günstiger ist als erwartet, eine Firma wo kein Mitarbeiter sich durchquälen muss, sondern genug Freiheit, Respekt und Geld erhält um glücklich zu werden. Ich gebe aber zu ich bin nicht frei von Eitelkeit davon Bewunderung zu erfahren. Ich bin wirklich nicht bescheiden😀

Es geht darum zu lieben was man durch Leiden schafft. Ich bin leider in dieser depressiven Stimmung verfangen und dieser emotionale Staubsauger saugt mich immer weiter aus . Trotzdem danke für die erste Antwort
 

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