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Studium, Beruf, Liebesleben...

Chessy89

Neues Mitglied
Hallo,

ich habe mich im April diesen Jahres dazu entschlossen es mit einem Studium zur staatlich geprüften Betriebswirtin neben dem Job zu versuchen.

Heute Abend ist die Einschulung und ich bin seit Wochen unsicher, ob ich das will und vor allem ob ich dem gewachsen bin.

Ich bin 20, habe im Januar 2009 meine kaufm. Ausbildung beendet und arbeite derzeit 60 km entfernt von meinem Wohnort. Für den Fahrtweg nutze ich eine Fahrgemeinschaft. Allerdings bin ich dadurch gebunden jeden Tag um 5.15 Uhr aufzustehen, da wir früh fahren um die Staus zu umfahren. Später fahren wäre aufgrund des Verkehrs ziemlich fatal...

Das Studium wird an 2 Abenden pro Woche von 18-22 Uhr und 14tägig Samstagsvormittags stattfinden. Jetzt zu Beginn sogar noch Vorbereitungskurse an einem 3ten Abend in der Woche (bis März). Derzeit schlafe ich spätestens um 22.30 Uhr, da ich ja so früh wieder raus muss. Der Ort für das Studium ist von meinem Wohnort ca.17 km. Das Studium beginne ich mit 3 weiteren Kolleginnen aus meiner Ausbildungszeit.

Allerdings hab ich große Zweifel, ob ich das schaffe. Die Tage des Studiums werden keine freie Minute für mich bringen. Die restlichen Tage werden vermutlich mit Lernen und bspw. Wohnungsputz (muss ja auch gemacht werden) verbracht. Ich bin schon derzeit Freitagsabends aufgrund des Jobs immer total "im Eimer" und schlafe früh auf dem Sofa ein, so dass oft aus ruhigen Kuschelabenden mit meinem Freund nix wird. Mein Freund spielt bei diesem ganzen Gedankenchaos natürlich auch eine sehr große Rolle. Wir sind bereits 5 Jahre zusammen. Er wird Mitte Oktober für sein Studium 300 km weit weg ziehen. Derzeit unvorstellbar für mich! Momentan trennen uns nur 8 km. Natürlich will er so oft wie möglich, wenn möglich sogar jedes Wochenende, nach Hause kommen. Da ich aber Montags und Dienstags Abends zum Unterricht muss, wird sich das Lernen zwangsweise auch auf das Wochenede verteilen, auch wenn ich versuchen würde, schon in der Woche einiges zu tun.

Vielleicht liegen diese großen Zweifel auch an mangelndem Selbstbewusstsein. Derzeit ist es aber Fakt, dass ich ständig traurig bin und sogar weine :/ und Angst habe, obwohl das Studium erst heute Abend beginnt. Zwischendurch habe ich immer wieder mal kurz die Einstellung, dass ich ja nicht darüber urteilen kann, ohne es versucht zu haben, was ja auch wieder stimmt!

Es fällt mir schon schwer meine Hobbies dafür zu vernachlässigen bzw. ein Stück weit aufzugeben, aber damit könnte ich leben. Viel wichtiger ist mir an dieser Stelle mein Freund und ich will dass wir die gemeinsame Zeit, die wir eh nur noch an den Wochenenden haben werden, genießen können und genau davor habe ich Angst, dass es nicht möglich ist!

Kann das jemand verstehen oder hatte selbst schonmal mit solchen Ängsten zu kämpfen?
 
Ohja, diese Ängste kenne ich so gut.

Bin für mein Studium auch weggezogen. War früher nie lange von daheim weg. Das war schon schlimm. Und dann noch ohne Freund. Irgendwo im Nirgendwo wo man nur auf seine eigene Stärke hoffen muss und das so jung.
Habe richtig Angst gehabt an meinem ersten Tag in der Uni.

Aber glaube mir, das findet sich alles. Am Anfang sieht das immer aus wie ein riesen Berg, den man nie erklimmen wird, aber am Ende wird alles gut.
Sicherlich ist ein Studium neben einem Vollzeitjob kräftezehrend aber man kann es wirklich schaffen. Und auch die Entfernung zu deinem Freund lässt sich hinkriegen.
Versuch es einfach. Geh heute Abend hin. Sei neugierig, was alles auf dich zukommt und freu dich auf das Neue.

Solltest du nach ein paar Monaten wirklich der Meinung sein, dass es einfach nicht geht, kannst du es immernoch lassen. Dafür reißt dir keiner den Kopf ab.
 
Es ist schön so mal eine Meinung von jemanden zu hören, der mich nicht richtig kennt, aber zumindest meine Situation versteht!

Ich war auch noch so blöd und habe es auch hier auf der Arbeit vereinzelten Kollegen erzählt, aber immerhin nicht dem Chef. Es fällt auch auf, weil ich seit heute dann mit Essen gehe und das habe ich sonst nie gemacht...

Mir reißt keiner den Kopf ab, das vielleicht nicht, aber vielleicht habe ich dann wieder Bange vor den blöden Kommentaren! Aber da müsste ich dann drüberstehen, ja!

Ich weiß es nicht was richtig ist... Ständig Stimmungsschwankungen und diese Verlustängste! Und das schon obwohl das alles noch gar nicht angefangen hat...
Besonders diese Angst, dass mein Freund und ich die wenige gemeinsame Zeit miteinander aufgrund dieser Situation nicht mehr so richtig genießen können!

Vielleicht übertreib ich aber auch einfach...

Danke für deine Antwort!
 
Wenn ein Eintrag von einem Gast nachher hier erscheint (der noch freigegeben werden muss) - der ist von mir. Hab vergessen mich anzumelden, upps!
 
Das war ja mehr ein Einführungsabend mit vielen organisatorischen Dingen, die noch zu klären waren! Vor Augen geführt wurde uns da nur nochmal wie viel Disziplin und Arbeit man darein stecken muss, ich glaub schon, dass das heftig wird. Aber innerhalb der nächsten Wochen werde ich dann wohl sehen, ob es das Richtige für mich ist. Wobei es mir schon unangenehm wäre, wenn es das nicht wäre :/

Samstagmorgen geht es weiter, um 8 Uhr...
 
Es ist nicht schlimm, wenn du merken solltest, dass es nicht geht.
Es brechen soviele ihr ganzes Studium zum Teil nach 5-6 Semestern ab, weil sie dann erst merken, dass es falsch ist.
Es gibt viele, die nach dem 1. Semester aussteigen. Viel mehr, als du es gerade denkst.
Du bist mit so einer Situation nicht allein.
Wünsche dir viel Spaß erstmal am Samstag. Das wird schon.
 
Hey..
nun ich arbeite 40 h die woche und studiere auch nebenbei. 2 bis 3 mal die woche..
ich bin auch jem der recht früh ins bett geht.
also ich kann dir sagen das es def. machbar ist. klar braucht man disziplin da man ja lernen muss. aber wenn man sich regelmäßig hinsetzt und lernt und versucht nicht zu ehrgeizig zu sein (denn immerhin arbeiten wir noch nebenbei) dann schafft man das def.
ich mach das schon seit 1 jahr.. und es funktioniert.. 😀
also.. bloß nicht stressen lassen sondern versuchen pos. an die sache ran zu gehen.. dann gehts auf jeden fall.
such dir lerngesmeinschaften... und lernt zusammen.. dann geht das ganze leichter.. denn deinen kommilitonen geht es def. genauso wie dir!!
 

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