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Studium abgeschlossen - aber unglücklich - was nun?

Trost

Neues Mitglied
Liebe Hilferuf-Gemeinde,

ich konnte mein Theologiestudium heute mit dem 1. Examen und Magister-Grad abschließen. Aber nicht so gut: Note 3,8 am Ende. Es soll einer der schwersten Abschlussprüfungen sein. Es ging vieles schief: Mich hat das Examen krank gemacht, lief dem Stress davon, mochte nicht mehr wirklich, was im Grundstudium noch anders war.
Zwar bin ich älter und reifer geworden, aber dadurch auch gleichgültiger. Das Theologiestudium war nicht ganz so meins mehr. Ich habe mich für ein Freiwilligenjahr beworben, und habe gute Aussichten, eine Stelle zu bekommen. Wahrscheinlich wäre eine Ausbildung besser für mich danach. Ich denke immer daran, dass Joachim Gauck sein Studium auch mit einer 4 bestanden hat und trotzdem Bundespräsident geworden ist.

Aber ich bin trotzdem traurig. Pastor kann ich sicher nicht mehr werden. Was kann ich noch tun, um mich wieder aufzuheitern?

Viele Grüße
 
wenn du pastor werden möchtest, dann bewerbe dich doch trotzdem.
versuch es. wenn du da vermitteln kannst das du menschlich bist, sollte das mehr wert sein als eine note
 
Also erstmal herzlichen Glückwunsch zum Abschluss! Ich denke, Du musst zuerst einmal begreifen, dass Du den Abschluss geschafft hast, das ist ja schon toll!
Ich kenne einige Leute, die nicht so gut abgeschlossen haben und nun trotzdem einen guten Job gefunden haben. Wie es mit einem Theologiestudium aussieht weiss ich nicht, aber ich wäre mal zuversichtlich, auch wenn es evtl etwas länger brauchen sollte 🙂 Gönn Dir doch zuerst mal Entspannung und geh dann frisch und munter an die Arbeitssuche!
 
Danke. Leider zählten nur die Leistungen dieses 3/4-Jahres. Wenn ich alle meine Leistungen zusammenziehe (wie im Bachelor-Master), komme ich auf eine knappe 2. Ich musste am Mittwoch 6 mündliche Prüfungen an einem Tag durchstehen, innerhalb von 4 Stunden. Ich war am Ende total fertig, wie schon die Zeit davor. Die schriftlichen Klausuren wurden in 3 Tagen durchgezogen. Die schriftlichen Abschlussarbeiten waren vorgezogen. Es war grauenhaft. Vielleicht um mal eine Vorstellung davon zu bekommen. Es ist vorbei. Ich möchte endlich wieder schlafen können.

Mein Bewerbungsgespräch war auch erfolgreich, aber bis 1. April kann ich mich noch ausruhen.
 
Aktuelle Situation. Nächste Woche werde ich aus meinem Gemeindesemester verabschiedet und habe das fünfmonatige Praktikum als Ersatz für die nicht-genehmigte BFD-Stelle durchgezogen. Gleichzeitig arbeite ich mich wieder hoch. Ich wurde zum Master-Studium zugelassen und vertiefe das Theologiestudium nochmal. Ich bin davon überzeugt, dass meine Noten nur besser werden können und ich gebe nicht auf.
 
Und was hat dich da jetzt dann doch noch beim Theologiestudium gehalten?
Mit einem Bachelor in Theologie kann man ja auch noch viel mehr machen, viele Masterstudien stehen einem da offen.
Ein Abschluss in Theologie heißt ja auch nicht, dass man Pastor werden muss, es gibt ja noch viele Bereiche in denen so ein Studium ein Vorteil sein kann.
Spontan würden mir da die Medien einfallen, entweder als Redakteur oder bei einem Fernsehsender. Da gibt es ja genug Beispiele dafür.
 
Es ist so, dass ich mich vor bald 7 Jahren für ein Theologiestudium mit dem Ziel des Pfarramtes entschied. Ich wollte wissen, wie ich mich persönlich entwickeln werde, was diesen Beruf angeht und mich breit aufstellen und viel lernen. Das dauert mindestens 5 Jahre. Ein weiteres Jahr kommt für das Erlernen der alten Sprachen (Latein, Griechisch, Hebräisch) hinzu. Nach dem Grundstudium legt man ein Zwischenexamen ab. Danach hat man ca. 180 ECTS-Points erreicht. Aber es ist kein vollwertiger Abschluss wie ein Bachelor. Den bekam ich erst, nachdem ich weitere 180 Punkte erlangte + das Examensjahr überstand. Hätte ich abgebrochen, wäre ich auf das Abitur zurückgefallen. Da ich das nun erfolgreich abgeschlossen habe, kann ich das Master-Studium um 1-2 Semester verkürzen, was beim Bachelor nicht gegangen wäre und ich kann immer weiter etwas auf diesem grundständigen Abschluss aufbauen. Zunächst muss ich meine Noten verbessern. Im Studium ist wieder ein Praktikum vorgesehen, was ich dann wahrscheinlich in einem Bereich der Bildung, Bibliothek, sozialen Arbeit, Inklusion ableisten werde. Es gibt sogar Möglichkeiten in der Politik, im diplomatischen Dienst und es gibt auch andere Vorbereitungsdienste als die zum Pastor.
 

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