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Studium abbrechen?

G

Gast

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Hallo,
habe jetzt schon viele Beiträge zum Studium abbrechen gelesen und musste feststellen,dass eine völlige Berufsneuorientierung kein Dilemma ist,trotzdem ist es bei mir alles ein wenig anders...

ich studiere im 3. Semester an einer Uni,die 4 Bahnfahr-Std von meinem Heimatort weg liegt.Bevor ich das Studium angefangen habe,kannte ich weder die Stadt noch einen Menschen dort.Ich bekam die Zusage 1 woche vor Studienbeginn,alles ging ganz schnell.Jetzt im nachhinein weiß ich,dass es alles zu schnell ging.Nach dem Abi fand ichs erstmal einfach toll abi zu haben (auch wenn nicht wirklich viel dafür getan hab,und es mich im nachhinein auch ärgert),hab meinen führerschein gemacht (ja,1 jahr später als normal),bin 6 wochen arbeiten gegangen und plötzlich war die ruhige zeit vorbei.Die Absagen kamen,hatte mich neben meinem jetzigen studienfach noch für Pädagogig beworben.Aber nur über ZVS.Ich empfand das alles zunächst nicht schlimm,aber hui-alle anderen schienen ja was zu haben und so bin ich dann über Vitamin B noch nachträglich in die Wirtschaftsklasse für Abiturienten gekommen.Vorher bin ich nich nie mit Bwl,Vwl,ReWe usw in Kontakt gekommen bzw hab mir Gedanken drüber gemacht.4-5 Wochen war ich da,hatte den stoff schnell nachgeholt und mir fiel es leicht irgendwas von mit soll und haben zu verbuchen,den ersten exeltest habe ich auch gleich mit ner 1 gemacht.Das Rechtswissenschaftliche hat mir auch spaß gemacht.Teilweise saß ich aber auch nur da und hab mich gefragt,warum alle anderen so wenig mitarbeiten oder hab nicht aufgezeigt,weil dachte meine antwort ist zu einfach-was aber meistens nicht so war.In der Schule war ich dagegen mündlich nie sehr aktiv.Letztendlich kam ich zu dem entschluss,dass die lehrer auf der berufsschule einfach keinen bock hatten den stoff für die berufschüler mit anderen abschlüssen auf abiturientenniveau anzuheben.Oder vll war ich zu kurz da,die klausuren hab ich nicht mehr mitgeschrieben.Denn kurz vor den Ferien und Klausuren kam die zusage zu meinem einen Wunschstudium,das zunächst gar nix mit Wirtschaft zu tun haben schien,sondern eher mit Biologie.Meinem Lk Fach,indem nie viel lernen musste und trotzdem zu den guten gehörte.Reine Biologie wollte ich nicht studieren,zu einseitig,Berufsaussichten zu schwammig.Also sollte es das Ökotrophologie-studium sein.Haushalts-und Ernährungswissenschaften.Das 1 und auch das 2.Semester waren bis dahin die besten Zeit meines Lebens.Niemand hatte mir zugetraut,dass ich so schnell von zuhause ausziehe,wohnte 8 tage lang in einer Notunterkunft,hab mir während der vollgepacken studieneinführungsphase alleine in einer fremden stadt tausende wgs angeschaut und ,einen völlig neuen Freundeskreis gefunden und alles schien super zu klappen.Meine Familie war stolz auf mich u ich genoss das neue Leben.Dann stellen chemie und mathe meine Problemfächer dar,ich zweifelte ob meine studienwahl deswegen das richtige wär,da ich doch kaum ahnung von chemie hatte und chemie doch wichtiger war als gedacht.Doch mich packte der ergeiz und ich bestand mathe sehr gut und chemie befriedigend.Zwar viel gelernt doch der Erfolg war ein tolles gefühl.Mein Studiengang ist sehr interdiszipliniert (Biologie,Bwl,Vwl,Gesellschaft,Biochemie,Pfl LM,Anatomie,Alltagsmanagement priv Haushalte,Wirtschaftslehre des Haushalts usw) und mein Durchschnitt liegt ungefähr bei 2,4.Nicht schlecht aber auch nicht besonders gut.Eher normal,lerne vor den Klausurphasen schon viel aber halt auch eher auf den letzten Drücker.Und es macht mir sogar spaß.Ich liebe die Abwechslung mal für medizinische,biologische und mal für wirtschaftliche Themen zu lernen.Mir ist vor allem aufgefallen,dass mir das Wirtschaftliche doch sehr liegt,und auch der Umgang mit Zahlen.Ich habe auch erst im Studium gelernt richtig was zu lernen.
Doch jetzt,zwischen dem 3. und 4. Semester kam bei mir auf einmal der zweifel bzw das Gefühl,das jedes Studienfach zu mir passen würde nur nicht dieses.Hab tagelang im Internet Jobs für Ökotrophologen durchwälzt und musste feststellen,das es gar nix für mich ist.Weder das Fach noch ein Studium.Wer Ökotrophologie nicht so kennt hat oft vorurteile.Kochen und Putzen und so,doch das Studium hat viele Möglichkeiten in verschiedene Berufe unterzukommen.Jobchancen sind sehr gut,besser als zunächst selbst dachte,doch was ich alles gefunden habe,spricht mich selber nicht wirklich an.Damals wollte ich in die Ernährungsberatung.Heute weiß ich gar nicht mehr warum,will eig gar nix mehr von Ernährung hören und zudem sind wir diesbezüglich oft überqualifiziert.Eigentlich denk ich mir nur: esst doch watt ihr wollt.Man kann aber auch in den wirtschaftlichen Bereich…Produktentwicklung,Marketing und ka was alles.Hauswirtschaftlich kann man Krankenhäuser,Kantine usw managen.Doch ich denke mir momentan nur noch: Warum?Warum habe ich diesen Studiengang gewählt?Ich habe wohl eher auf die Fächerkombinationen geschaut als mir weitere Gedanken zu machen.Ich habe das Gefühl,aus einem Traum aufzuwachen und festzustellen,dass ich eig gar nichts mit LM zu tun haben will.
Einfach eine furchtbare Situation.Außerdem hab ich auch festgestellt,dass gar keine Kraft habe,mich später mal durchzusetzen.Ich will auch gar keine Karriere machen,sondern lieber was ruhiges und sicheres.Also will ich auch eig gar nicht mehr studieren.
Völlig verzweifelt hab ich mich dann irgendwann meinen Eltern anvertraut,die viel Geld in mein Studium investieren und es aber nicht unbedingt so dicke haben.Sie waren völlig überrascht,da ich doch gute noten schreiben würde,spaß am viel lernen habe und mich in der neuen Stadt so wohl fühle.Sie meinen außerdem,dass wäre typische Zukunftsangst und ich würde zu vie nachdenken.Das stimmt aber ich habe momentan einfach das Gefühl,dass ich zu Kraftlos für ein Studium bin.Nicht fürs Lernen sondern mich später als Akademikerin im Jobleben zu etablieren und dem Studienabschluss gerecht zu werden.Ich verspüre immer mehr den Gedanken,lieber was „sicheres“ zu machen.Ne Ausbildung mit definierter Berufsbezeichnung und viel lieber würde ich im Büro sitzen, andererseits mag ich aber auch den Kontakt zu Menschen.Ich weiß aber auch,dass mit die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau oder Industriekauffrau viel zu sehr unterfordern wäre,Managerin oder Referentin zu Ernährungswissenschaftlichen Themen will ich aber auch nicht werden.Ich will alles und nichts.Hab zu viele Interessen und doch zu wenige.In einem Kaufmännischen Beruf würde wieder rum das biologische vermissen.In meinem Kopf ist einfach Chaos.Die eine Seite sagt „Hey,du schreibst gute noten,fühlst dich in deiner stadt wohl,willst nicht in die heimatstadt zurück,hast tolle freunde,das lernen fällt dir relativ leicht und macht ja auch spaß und in 1 ½ Jahren hast du deinen ersten akademischen Abschluss.Meine Eltern zahlen sauviel für deine Studium,alle sind stolz und ein Abbruch würde meine Leben völlig umwerfen “ die andere Seite sagt „S****,ich interessiere mich viel zu wenig für Lebensmittel,Ernährung und warum dann weiterstudieren?Lerne ich vielleicht nur weil ich es halt lernen muss?Freunde hin oder her,sie kommen und gehen und der Beruf ist das Ziel“
Ich bin quasi nur noch am grübeln,eigentlich müsste ich für die nächsten Klausuren lernen aber ich finde keine ruhe.Ich bin mir sicher,dass für die Zeit nach dem Studium mit beweisen und alldem zu unmotiviert bin und an meinen Fähigkeiten zweifle-ein neues Studium will ich also nicht beginnen.Ausbildung wär daher die Alternative,aber ich lerne ja viel und Unterforderung macht mich auch krank.Und dann was für ne Ausbildung?
Ich wünschte mir einfach,noch mal kurz vor bzw nach dem Abitur zu stehen und alles besser zu überlegen.Jetzt hab ich nur zwei Möglichkeiten,mein Leben völlig umzukrempeln und vieles wichtiges zu verlieren ohne bisher klares Ziel oder weiterstudieren und vll später festzustellen,was jetzt schön längst weiß-dass ich es nicht will sondern lieber im Büro mit Zahlen sitzen will


sorry für den langen Text aber meine Situation ist einfach kompliziert!!
Ich hoffe ihr könnt mein Problem verstehen und mir gute Ratschläge geben.
zunächst wollte ich auch meinen Studiengang nicht nennen,weil dieser viele Vorurteile hat und eure Meinung dazu beeinflussen könnte..aber mal sehn 😉
 
Meine Empfehlung:

Brech deine inneren Diskussionen ab und bring
dein Studium endlich zu Ende. Bringst du es nicht
zu Ende, könnte das der Anfang sein einer ständigen
Flucht, dh. etwas anzufangen und es nicht zu Ende
zu bringen.

Geb deine Selbstzweifel auf, konzentriere dich vollends
auf deine Prüfungen. Wer "A" sagt muss auch "B" sagen.

Basta la vista Baby

Herzlichst

Germ
 
He!

Es geht ja beim Studium vorrangig garnicht darum, ein festgelegtes, definiertes Berufsbild zu ergreifen (es wäre natürlich nett, einfach an die Hand genommen zu werden, wie beim Abi und was genau festgelegtes, definiertes machen zu müssen, das einen der eigenen Entscheidungen enthebt), sondern schlicht Akademiker/in zu werden, mit dem bestmöglichen Abschluss und damit der Möglichkeit, höherrangige Jobs ergreifen zu können.

Nach diesem Abschluss stehen Dir alle Türen offen, dann kannst Du immer noch Deine Interessen verwirklichen (wenn Du dann weisst, wo sie liegen), aber mit Examen und besseren Chancen.

Glaubst Du wirklich, dass (bis auf wohl Medizin, Theologie) andere Studigänge in der heutigen Zeit noch festgelegte Berufsbilder haben? Klar, es gibt immer einige Kommilitonen/innen, die genau wissen, was sie wollen, die sind aber die (beneidenswerte) Minderheit. Was ist mit all diesen Studigängen, wie Sozialwissenschaften, Pädagogik, Geschichte? All diese Studenten haben per se kein Berufsbild vor Augen und müssen sehen, wo sie bleiben.

Erstmal Examen, dann Beruf.
Du hast doch eh kein konkretes neues Studium vor Augen, das Du unbedingt machen möchtest. Finde Dich damit ab, dass es wohl sehr schwierig ist, den Traumjob jemals zu erlangen (was für das Studium natürlich auch gilt), hau rein und mache erstmal den ersten step, das Examen.

Wenn Du weiter denkst und Dir dadurch Dein Examen kaputtmachst, wirst Du später dumm dastehen, willst Du beispielsweise "höhere" Jobs (und damit leider auch meistens die cooleren) in Wirtschaft oder Verwaltung haben, die verlangen nämlich alle ein Examen und je besser, desto mehr kannst DU später wählen. Und da Du heute ja nochnicht weisst, dass Du definitiv Verkäufer werden willst und niemals in Deinem ganzen Leben je ein Examen brauchen wirst, solltest Du Dir den Gefallen tun, mit dem Grübeln (nach späteren Berufsbildern) aufzuhören und Dich hinter Dein Studium hängen!
 
Völlig verzweifelt hab ich mich dann irgendwann meinen Eltern anvertraut,die viel Geld in mein Studium investieren und es aber nicht unbedingt so dicke haben.Sie waren völlig überrascht,da ich doch gute noten schreiben würde,spaß am viel lernen habe und mich in der neuen Stadt so wohl fühle.Sie meinen außerdem,dass wäre typische Zukunftsangst und ich würde zu vie nachdenken.Das stimmt aber ich habe momentan einfach das Gefühl,dass ich zu Kraftlos für ein Studium bin.Nicht fürs Lernen sondern mich später als Akademikerin im Jobleben zu etablieren und dem Studienabschluss gerecht zu werden.Ich verspüre immer mehr den Gedanken,lieber was „sicheres“ zu machen.Ne Ausbildung mit definierter Berufsbezeichnung und viel lieber würde ich im Büro sitzen, andererseits mag ich aber auch den Kontakt zu Menschen.Ich weiß aber auch,dass mit die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau oder Industriekauffrau viel zu sehr unterfordern wäre,Managerin oder Referentin zu Ernährungswissenschaftlichen Themen will ich aber auch nicht werden.Ich will alles und nichts.Hab zu viele Interessen und doch zu wenige.In einem Kaufmännischen Beruf würde wieder rum das biologische vermissen.In meinem Kopf ist einfach Chaos.Die eine Seite sagt „Hey,du schreibst gute noten,fühlst dich in deiner stadt wohl,willst nicht in die heimatstadt zurück,hast tolle freunde,das lernen fällt dir relativ leicht und macht ja auch spaß und in 1 ½ Jahren hast du deinen ersten akademischen Abschluss.Meine Eltern zahlen sauviel für deine Studium,alle sind stolz und ein Abbruch würde meine Leben völlig umwerfen “ die andere Seite sagt „S****,ich interessiere mich viel zu wenig für Lebensmittel,Ernährung und warum dann weiterstudieren?Lerne ich vielleicht nur weil ich es halt lernen muss?Freunde hin oder her,sie kommen und gehen und der Beruf ist das Ziel“
Ich bin quasi nur noch am grübeln,eigentlich müsste ich für die nächsten Klausuren lernen aber ich finde keine ruhe.Ich bin mir sicher,dass für die Zeit nach dem Studium mit beweisen und alldem zu unmotiviert bin und an meinen Fähigkeiten zweifle-ein neues Studium will ich also nicht beginnen.Ausbildung wär daher die Alternative,aber ich lerne ja viel und Unterforderung macht mich auch krank.Und dann was für ne Ausbildung?
Ich wünschte mir einfach,noch mal kurz vor bzw nach dem Abitur zu stehen und alles besser zu überlegen.Jetzt hab ich nur zwei Möglichkeiten,mein Leben völlig umzukrempeln und vieles wichtiges zu verlieren ohne bisher klares Ziel oder weiterstudieren und vll später festzustellen,was jetzt schön längst weiß-dass ich es nicht will....

Du scheinst dich im berühmt-berüchtigten Studi-Loch zu befinden. Plötzlich ergibt nichts mehr einen Sinn, man fühlt sich schlapp und alles lastet wie Blei auf den Schultern. Erging mir phasenweise ähnlich. Obwohl ich im Rückblick sage muß, dass es doch nicht so schlimm war wie unmittelbar nach der Uni, wo man plötzlich alleine dasteht...und man vor lauter Wegen nicht weiß, welchen man einschlagen soll..... 😉

Also, du schreibst, du würdest lieber etwas sicheres machen wollen. Ich denke ich lüge nicht, wenn ich sage, daß ein Studienabbruch und der Beginn einer Ausbildung die mit Abstand unsicherste Lösung darstellen würde. Ein guter Bürojob ist sicherlich auch Glückssache und für einen Menschen, der eher ''freiheitsliebend'' ist, mal unbequem denkt, sich nicht gerne festlegen möchte und gerne mit Menschen zusammen ist, wohl weniger geeignet. Du mußt dir die Frage stellen, ob du mit dieser Art von Tätigkeit wirklich glücklich werden würdest!? Deine Denke ist wahrlich nicht die Schlechteste und ich finde, du liegst damit eigentlich nur im momentanen Trend der Unverbindlichkeit, die sich überall im Berufsleben zeigt. Wenn du gute Noten schreibst, dir der Stoff wenigstens eine gewisse Befriedigung gibt und auch dein Interesse weckt, dann ist es natürlich das Sicherste, sein Studium fortzusetzen. Setze dir kleine Schritte, belohne dich für kleine Erfolge und laß dich nicht verrückt machen von irgendwelchem Gequatsche was Anforderungen und Studiendauer betrifft...
Momentan hast du an der Uni noch einen klar vorgezeichneten Weg. Sei erst einmal glücklich darüber!
Wenn du mit einem Abschluß de Uni verläßt, hast du zudem ein Gefühl der inneren Befriedigung wie auch Sicherheit. Dann erst steht es dir offen, was du machst. Du kannst überall einsteigen; du kannst eine gehobene Stellung anstreben oder dir die Freiheit nehmen, einen vollkommen gegensätzlichen Weg zu gehen und dich z.B. in einer Organsiation zu engagieren usw. Das hängt davon ab, welchen Stellenwert Geld und Besitz für dich einnimmt.

Über Motivation und Anforderungen, die nach dem Studium auf dich evtl. zukommen könnten, würde ich mir zu deinem jetzigen Zeitpunkt noch keine Gedanken machen. Ignoriere diese Zeit, und genieße erst mal das Uni-Leben. Diese Zeit wirst du noch schmerzlich vermissen....glaub mir!

Gruß

Thorns
 
Mach dein Studium fertig, danach stehen dir alle Türen offen!

Hab eben bei Wikipedia geschaut, was Ökotrophologen so machen und da ist doch wirklich alles dabei. Z.B.:
- Produktentwickler in der Industrie (falls du weiße Kittel und Labore magst),
- selbständiger Ernährungsberater (fallst du gerne auf andere Menschen mit ihren speziellen Problemen eingehst),
- Ernährungsberater bei Krankenkassen (sitzt im Büro und beantwortest telefonische und schriftliche Anfragen),
- im journalistischen Bereich/Pressestellen von Unternehmen oder Einrichtungen (Erstellen von Infomappen, Recherchieren)
- oder als Lehrer für Ökotrophologie/Ernährungswissenschaften (falls du gerne mit Schülern/Studenten arbeitest).

Falls dir das alles nicht zusagt, dann kannst du nach dem Studium immer noch was ganz anderes machen. Wenn du abbrichst, dann wirst du dich sicherlich später darüber ärgern. Und was die berufliche Ausbildung betrifft: Ganz wenige Menschen arbeiten heute in dem Beruf, den sie "damals" gelernt haben. Nur Mut, du wirst deinen Weg finden!
 
du wirst bereuen wenn du das studium abrichst, bin selbst Architecktur Studentin
Hallo,
habe jetzt schon viele Beiträge zum Studium abbrechen gelesen und musste feststellen,dass eine völlige Berufsneuorientierung kein Dilemma ist,trotzdem ist es bei mir alles ein wenig anders...

ich studiere im 3. Semester an einer Uni,die 4 Bahnfahr-Std von meinem Heimatort weg liegt.Bevor ich das Studium angefangen habe,kannte ich weder die Stadt noch einen Menschen dort.Ich bekam die Zusage 1 woche vor Studienbeginn,alles ging ganz schnell.Jetzt im nachhinein weiß ich,dass es alles zu schnell ging.Nach dem Abi fand ichs erstmal einfach toll abi zu haben (auch wenn nicht wirklich viel dafür getan hab,und es mich im nachhinein auch ärgert),hab meinen führerschein gemacht (ja,1 jahr später als normal),bin 6 wochen arbeiten gegangen und plötzlich war die ruhige zeit vorbei.Die Absagen kamen,hatte mich neben meinem jetzigen studienfach noch für Pädagogig beworben.Aber nur über ZVS.Ich empfand das alles zunächst nicht schlimm,aber hui-alle anderen schienen ja was zu haben und so bin ich dann über Vitamin B noch nachträglich in die Wirtschaftsklasse für Abiturienten gekommen.Vorher bin ich nich nie mit Bwl,Vwl,ReWe usw in Kontakt gekommen bzw hab mir Gedanken drüber gemacht.4-5 Wochen war ich da,hatte den stoff schnell nachgeholt und mir fiel es leicht irgendwas von mit soll und haben zu verbuchen,den ersten exeltest habe ich auch gleich mit ner 1 gemacht.Das Rechtswissenschaftliche hat mir auch spaß gemacht.Teilweise saß ich aber auch nur da und hab mich gefragt,warum alle anderen so wenig mitarbeiten oder hab nicht aufgezeigt,weil dachte meine antwort ist zu einfach-was aber meistens nicht so war.In der Schule war ich dagegen mündlich nie sehr aktiv.Letztendlich kam ich zu dem entschluss,dass die lehrer auf der berufsschule einfach keinen bock hatten den stoff für die berufschüler mit anderen abschlüssen auf abiturientenniveau anzuheben.Oder vll war ich zu kurz da,die klausuren hab ich nicht mehr mitgeschrieben.Denn kurz vor den Ferien und Klausuren kam die zusage zu meinem einen Wunschstudium,das zunächst gar nix mit Wirtschaft zu tun haben schien,sondern eher mit Biologie.Meinem Lk Fach,indem nie viel lernen musste und trotzdem zu den guten gehörte.Reine Biologie wollte ich nicht studieren,zu einseitig,Berufsaussichten zu schwammig.Also sollte es das Ökotrophologie-studium sein.Haushalts-und Ernährungswissenschaften.Das 1 und auch das 2.Semester waren bis dahin die besten Zeit meines Lebens.Niemand hatte mir zugetraut,dass ich so schnell von zuhause ausziehe,wohnte 8 tage lang in einer Notunterkunft,hab mir während der vollgepacken studieneinführungsphase alleine in einer fremden stadt tausende wgs angeschaut und ,einen völlig neuen Freundeskreis gefunden und alles schien super zu klappen.Meine Familie war stolz auf mich u ich genoss das neue Leben.Dann stellen chemie und mathe meine Problemfächer dar,ich zweifelte ob meine studienwahl deswegen das richtige wär,da ich doch kaum ahnung von chemie hatte und chemie doch wichtiger war als gedacht.Doch mich packte der ergeiz und ich bestand mathe sehr gut und chemie befriedigend.Zwar viel gelernt doch der Erfolg war ein tolles gefühl.Mein Studiengang ist sehr interdiszipliniert (Biologie,Bwl,Vwl,Gesellschaft,Biochemie,Pfl LM,Anatomie,Alltagsmanagement priv Haushalte,Wirtschaftslehre des Haushalts usw) und mein Durchschnitt liegt ungefähr bei 2,4.Nicht schlecht aber auch nicht besonders gut.Eher normal,lerne vor den Klausurphasen schon viel aber halt auch eher auf den letzten Drücker.Und es macht mir sogar spaß.Ich liebe die Abwechslung mal für medizinische,biologische und mal für wirtschaftliche Themen zu lernen.Mir ist vor allem aufgefallen,dass mir das Wirtschaftliche doch sehr liegt,und auch der Umgang mit Zahlen.Ich habe auch erst im Studium gelernt richtig was zu lernen.
Doch jetzt,zwischen dem 3. und 4. Semester kam bei mir auf einmal der zweifel bzw das Gefühl,das jedes Studienfach zu mir passen würde nur nicht dieses.Hab tagelang im Internet Jobs für Ökotrophologen durchwälzt und musste feststellen,das es gar nix für mich ist.Weder das Fach noch ein Studium.Wer Ökotrophologie nicht so kennt hat oft vorurteile.Kochen und Putzen und so,doch das Studium hat viele Möglichkeiten in verschiedene Berufe unterzukommen.Jobchancen sind sehr gut,besser als zunächst selbst dachte,doch was ich alles gefunden habe,spricht mich selber nicht wirklich an.Damals wollte ich in die Ernährungsberatung.Heute weiß ich gar nicht mehr warum,will eig gar nix mehr von Ernährung hören und zudem sind wir diesbezüglich oft überqualifiziert.Eigentlich denk ich mir nur: esst doch watt ihr wollt.Man kann aber auch in den wirtschaftlichen Bereich…Produktentwicklung,Marketing und ka was alles.Hauswirtschaftlich kann man Krankenhäuser,Kantine usw managen.Doch ich denke mir momentan nur noch: Warum?Warum habe ich diesen Studiengang gewählt?Ich habe wohl eher auf die Fächerkombinationen geschaut als mir weitere Gedanken zu machen.Ich habe das Gefühl,aus einem Traum aufzuwachen und festzustellen,dass ich eig gar nichts mit LM zu tun haben will.
Einfach eine furchtbare Situation.Außerdem hab ich auch festgestellt,dass gar keine Kraft habe,mich später mal durchzusetzen.Ich will auch gar keine Karriere machen,sondern lieber was ruhiges und sicheres.Also will ich auch eig gar nicht mehr studieren.
Völlig verzweifelt hab ich mich dann irgendwann meinen Eltern anvertraut,die viel Geld in mein Studium investieren und es aber nicht unbedingt so dicke haben.Sie waren völlig überrascht,da ich doch gute noten schreiben würde,spaß am viel lernen habe und mich in der neuen Stadt so wohl fühle.Sie meinen außerdem,dass wäre typische Zukunftsangst und ich würde zu vie nachdenken.Das stimmt aber ich habe momentan einfach das Gefühl,dass ich zu Kraftlos für ein Studium bin.Nicht fürs Lernen sondern mich später als Akademikerin im Jobleben zu etablieren und dem Studienabschluss gerecht zu werden.Ich verspüre immer mehr den Gedanken,lieber was „sicheres“ zu machen.Ne Ausbildung mit definierter Berufsbezeichnung und viel lieber würde ich im Büro sitzen, andererseits mag ich aber auch den Kontakt zu Menschen.Ich weiß aber auch,dass mit die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau oder Industriekauffrau viel zu sehr unterfordern wäre,Managerin oder Referentin zu Ernährungswissenschaftlichen Themen will ich aber auch nicht werden.Ich will alles und nichts.Hab zu viele Interessen und doch zu wenige.In einem Kaufmännischen Beruf würde wieder rum das biologische vermissen.In meinem Kopf ist einfach Chaos.Die eine Seite sagt „Hey,du schreibst gute noten,fühlst dich in deiner stadt wohl,willst nicht in die heimatstadt zurück,hast tolle freunde,das lernen fällt dir relativ leicht und macht ja auch spaß und in 1 ½ Jahren hast du deinen ersten akademischen Abschluss.Meine Eltern zahlen sauviel für deine Studium,alle sind stolz und ein Abbruch würde meine Leben völlig umwerfen “ die andere Seite sagt „S****,ich interessiere mich viel zu wenig für Lebensmittel,Ernährung und warum dann weiterstudieren?Lerne ich vielleicht nur weil ich es halt lernen muss?Freunde hin oder her,sie kommen und gehen und der Beruf ist das Ziel“
Ich bin quasi nur noch am grübeln,eigentlich müsste ich für die nächsten Klausuren lernen aber ich finde keine ruhe.Ich bin mir sicher,dass für die Zeit nach dem Studium mit beweisen und alldem zu unmotiviert bin und an meinen Fähigkeiten zweifle-ein neues Studium will ich also nicht beginnen.Ausbildung wär daher die Alternative,aber ich lerne ja viel und Unterforderung macht mich auch krank.Und dann was für ne Ausbildung?
Ich wünschte mir einfach,noch mal kurz vor bzw nach dem Abitur zu stehen und alles besser zu überlegen.Jetzt hab ich nur zwei Möglichkeiten,mein Leben völlig umzukrempeln und vieles wichtiges zu verlieren ohne bisher klares Ziel oder weiterstudieren und vll später festzustellen,was jetzt schön längst weiß-dass ich es nicht will sondern lieber im Büro mit Zahlen sitzen will


sorry für den langen Text aber meine Situation ist einfach kompliziert!!
Ich hoffe ihr könnt mein Problem verstehen und mir gute Ratschläge geben.
zunächst wollte ich auch meinen Studiengang nicht nennen,weil dieser viele Vorurteile hat und eure Meinung dazu beeinflussen könnte..aber mal sehn 😉
 

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