Ich habe den großen Fehler gemacht mit einer mittelschweren bis schweren Depression ein Medizinstudium anzufangen. Ich muss mir den Stoff reinprügeln, kann mich aber nicht mal dazu aufraffen, ein Buch in die Hand zu nehmen.. Ich fühl mich nicht motiviert und weiss auf der anderen Seite aber nicht, ob es nicht dumm wäre gleich so früh das Handtuch zu werfen.
Wenn du kein Buch in die Hand nehmen kannst, dann wird das wohl schon bei den ersten Prüfungen auf dich zurückfallen. Insofern würde sich die Frage mit dem Handtuch werfen von selbst erledigen... Ich weiss nicht, wie du deine Depressionen eingestuft hast. Wenn das die Diagnose eines Fachmanns ist, dann wäre das Anlass für eine weitergehende Schritte, und wenn es irgendeiner dieser Onlinetests ist (nach denen wurde mir auch schon schwere Depressionen diagnostiziert, nur weil ich mal einen schlechtn Tag hatte), dann würde ich mir, wenn es nicht einfach wie bei mir eine schlechte Laune war, den Schritt zum Fachmann überlegen.
Aber in wenn du diesen Zustand nicht schnell los wirst, dann wirst du so ohnehin nicht lange in diesem Studium bleiben. Schon wenn ich als Geisteswissenschaftler daran denke, was es bedeuten würde, drei oder vier Wochen meinen Stoff nicht anzuschauen, könnte ich das Semester wohl knicken, und bei euch ist es vermutlich nicht einfacher...
Vielleicht würde es dir gut tun, einen Plan B zu haben. Irgend ein anderes Studium, dass dich interessiert, eine Ausbildung, die du dir vorstellen könntest wenn es nicht hinhaut...
🙂 Oder eben ein Schritt zu professioneller Hilfe, aber ich denke, wichtig ist, dass du irgendwas machst, ansonsten stehst du plötzlich vor einem grossen Fragezeichen wie es weitergehen soll, und das ist nicht unbedingt förderlich für eine ohnehin schon ernstzunehmende Depression.