Hallo zusammen,
Ich muss mich jetzt einfach mal bei euch aussprechen. Seit etwas weniger als einem Jahr spüre ich eine innere Anspannung und ein Unwohlsein, welches mich oft lähmt und mit Angstgefühle und depressiven Momenten einhergeht. Zu meiner Situation: Ich habe 2014 Abi gemacht und wusste danach zunächst nicht so richtig was ich machen will, habe mich aber irgendwie auch nicht getraut, für längere Zeit ins Ausland zu fahren, weshalb ich ein Jahr lang immer mal wieder kleinere Reisen machte oder Sprachkurse/Praktika im Ausland. Irgendwie war ich aber nie so richtig zufrieden mit dem, was ich tat und habe mich immer mit anderen verglichen, die gerade die "Welt entdeckten". Ein Jahr verging so relativ schnell und ich musste mich auch relativ schnell für einen Studiengang entscheiden. Aber irgendwie habe ich das damals nicht so richtig ernst genommen, weil ich innerlich immer noch dachte "bevor das richtige leben losgeht" noch etwas erleben zu müssen / zu reisen. Trotzdem entschied ich mich dann mehr oder weniger auf den letzten Drücker zu studieren. Ich habe zwar rin gutes Abi (1,9), entschied mich dann aber doch für ein Medienwirtschaftsstudium an einer privaten Hochschule, weil meine Hobbies teilweise im Medienbereich liegen und ich dachte, dass ein wirtschaftlicher Aspekt ja nicht schlecht wäre. Das ganze tat ich jedoch doch relativ halbherzig und nicht mit voller Überzeugung. Als dann die Erstiwoche losging, hatte ich eigentlich schon innerlich das Gefühl, hier nicht lange zu bleiben. Die Leute gefielen mir irgendwie von der Art her nicht wirklich (faul, eingebildet, reich, oberflächlich, assi) , aber ich habe das trotzdem alles laufenlassen, jedoch innerlich immer mit einem gewissen Konflikt ("ich mache das hier nur halbherzig, meine Eltern zahlen dafür auch noch Geld, ich fühle mich von der FH ausgenutzt (Geld und kein hohes niveau) und auch irgendwie minderwertig (leichtes Studium, Familie, ältere Brüder haben höhere Karriere an Uni gemacht etc.). Die Zeit verging weiter und ich hatte immer weniger Kontakt zu den meisten Kommilitonen und spürte irgendwie ständig eine innere Wut in mir auf die Kommilitonen, die Uni und Dozenten. Ich fühlte mich mit der Zeit immer schlechter und habe auch viel mit meiner Mutter drüber gesprochen, habe mich aber irgendwie immer aufgerafft, weiter zu machen, weil ich ja irgendwie keinen konkreten Alternativplan hatte und immer dieses schlechte Gewissen hochkam, bereits investierte Geld zu verlieren. Nun bin ich im 3. Semester und fühle mich immernoch nicht wohl - ständig die gleichen, frechen, verwöhnten Fratzen vor mir und dann ständig die Minderwertigkeitsgefühle (wenn ich mich mit meinen Freunden oder schon berufstätigen Brüdern vergleiche) und Schuldgefühle , sowie Zukubftsängste. Ich hätte gerne wieder ein klares Ziel vor Augen, ein motivierendes Umfeld, und innere Zufriedenheit, nur weiß ich einfach nicht was ich machen soll. Das Studium mir für den Bachelor beenden? Abbrechen? Was neues aber was? Einstellung ändern? Ich habe einfach das Gefühl, nicht angekommen zu sein, still zu stehen und nichts sinnvolles zu tun... das Studentenleben habe ich mir irgendwie anders vorgestellt. War jemand von euch schon in ähnlicher Situation oder kann mir helfen? Ich bin für jeden Tip dankbar.
LG Chrossler (21)
Ich muss mich jetzt einfach mal bei euch aussprechen. Seit etwas weniger als einem Jahr spüre ich eine innere Anspannung und ein Unwohlsein, welches mich oft lähmt und mit Angstgefühle und depressiven Momenten einhergeht. Zu meiner Situation: Ich habe 2014 Abi gemacht und wusste danach zunächst nicht so richtig was ich machen will, habe mich aber irgendwie auch nicht getraut, für längere Zeit ins Ausland zu fahren, weshalb ich ein Jahr lang immer mal wieder kleinere Reisen machte oder Sprachkurse/Praktika im Ausland. Irgendwie war ich aber nie so richtig zufrieden mit dem, was ich tat und habe mich immer mit anderen verglichen, die gerade die "Welt entdeckten". Ein Jahr verging so relativ schnell und ich musste mich auch relativ schnell für einen Studiengang entscheiden. Aber irgendwie habe ich das damals nicht so richtig ernst genommen, weil ich innerlich immer noch dachte "bevor das richtige leben losgeht" noch etwas erleben zu müssen / zu reisen. Trotzdem entschied ich mich dann mehr oder weniger auf den letzten Drücker zu studieren. Ich habe zwar rin gutes Abi (1,9), entschied mich dann aber doch für ein Medienwirtschaftsstudium an einer privaten Hochschule, weil meine Hobbies teilweise im Medienbereich liegen und ich dachte, dass ein wirtschaftlicher Aspekt ja nicht schlecht wäre. Das ganze tat ich jedoch doch relativ halbherzig und nicht mit voller Überzeugung. Als dann die Erstiwoche losging, hatte ich eigentlich schon innerlich das Gefühl, hier nicht lange zu bleiben. Die Leute gefielen mir irgendwie von der Art her nicht wirklich (faul, eingebildet, reich, oberflächlich, assi) , aber ich habe das trotzdem alles laufenlassen, jedoch innerlich immer mit einem gewissen Konflikt ("ich mache das hier nur halbherzig, meine Eltern zahlen dafür auch noch Geld, ich fühle mich von der FH ausgenutzt (Geld und kein hohes niveau) und auch irgendwie minderwertig (leichtes Studium, Familie, ältere Brüder haben höhere Karriere an Uni gemacht etc.). Die Zeit verging weiter und ich hatte immer weniger Kontakt zu den meisten Kommilitonen und spürte irgendwie ständig eine innere Wut in mir auf die Kommilitonen, die Uni und Dozenten. Ich fühlte mich mit der Zeit immer schlechter und habe auch viel mit meiner Mutter drüber gesprochen, habe mich aber irgendwie immer aufgerafft, weiter zu machen, weil ich ja irgendwie keinen konkreten Alternativplan hatte und immer dieses schlechte Gewissen hochkam, bereits investierte Geld zu verlieren. Nun bin ich im 3. Semester und fühle mich immernoch nicht wohl - ständig die gleichen, frechen, verwöhnten Fratzen vor mir und dann ständig die Minderwertigkeitsgefühle (wenn ich mich mit meinen Freunden oder schon berufstätigen Brüdern vergleiche) und Schuldgefühle , sowie Zukubftsängste. Ich hätte gerne wieder ein klares Ziel vor Augen, ein motivierendes Umfeld, und innere Zufriedenheit, nur weiß ich einfach nicht was ich machen soll. Das Studium mir für den Bachelor beenden? Abbrechen? Was neues aber was? Einstellung ändern? Ich habe einfach das Gefühl, nicht angekommen zu sein, still zu stehen und nichts sinnvolles zu tun... das Studentenleben habe ich mir irgendwie anders vorgestellt. War jemand von euch schon in ähnlicher Situation oder kann mir helfen? Ich bin für jeden Tip dankbar.
LG Chrossler (21)