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Stress, Schule, Vater, Tod, Ablehnung etc.

G

Gast

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Hallo, ich bin 15 Jahre alt und gehe momentan in die neunte Klasse einer Realschule in Berlin.
Das, worüber ich hier schreiben werde, wird wohl etwas lang, aber ich hoffe, dass mir jemand antwortet.
Alles fing in etwa mit dem Tod meiner Großmutter im Herbst 2001 an. Ich war ein sehr aufgewecktes, fröhliches Kind, dass in der Schule gut zurecht kam und dort auch sehr gut war. Doch als sie starb, brach für mich natürlich eine Welt zusammen. Im Februar des darauf folgenden Jahres hatte ich dann ein Vorstellungstermin an einem Gymansium für eine Schnellläuferklasse (fangen mit der fünften Klasse am Gymnasium an, überspringen die achte Klasse, in dem der Stoff auf die anderen Stufen verteilt wird und machen dann das Abitur). Es verlief alles ganz gut und als 10-jährige sollte ich dann also auf die Schule wechseln, eine Mitschülerin aus der Grundschule hatte dies ebenso vor. Mit ihr freundete ich mich weiterhin in der vierten Klasse an, doch die Freundschaft zerbrach in den Sommerferien 2002 an den verschiedensten Sachen. Nach einem Streit sagte mein Bruder aus einer Kurzschlussreaktion zu mir, dass er sich wünschte, ich sei tot. Für mich war einfach nur schwer zu verstehen, wie man sowas zu mir sagen konnte. Ich heulte deswegen und er entschuldigte sich. Doch bis heute hab ich das nie vergessen. Wahrscheinlich dachte ich damals, dass er das meinte, was mit meiner Oma geschehen war: Weg sein. Für Immer. Und mit dem ihrem Tod kam ich immer noch nicht klar.
Danach kam ich also auf das Gymi mit dieser Mitschülerin. Ich ignorierte sie konsequent (ich weiß nicht, ob das heute als Fehler zu betrachten ist) und versuchte dann, mich an der neuen Schule zurecht zu finden, was sich jedoch für mich nicht als sonderlich einfach erwies. Der Stoff wurde auf einmal fiel schneller gelehrt, ich hatte das Gefühl, nicht damit klar zu kommen. Meine Noten waren etwas abgefallen (von 1-2 auf 3-4) und ich redete mir ein, unbedingt besser werden zu müssen. Ich wollte niemanden enttäuschen - am wenigsten mich selbst. Bisher war ich ja auch allen Anforderungen gerecht geworden. In der neuen Klasse fand ich mich damals nicht wirklich zurecht. Ich konnte mit keiner der Personens sprechen, meine Mitschülerin aus der Grundschule dagegen konnte sich sehr gut mit einigen Mädchen damals anfreunden, was mich irgendwie irriterte und weshalb ich mich selbst zurücksetzte. Dauernd beschlich mich das Gefühl, falsch an Ort und Stelle zu sein. Die Pausen verbrachte ich allein. Zunehmend wurde ich stiller und stieß auf Ablehnung, weil ich "anders" war: Schweigsam und zurückgezogen. Am Anfang versuchte ich noch, mit anderen viel zu sprechen etc., doch es half nichts. Immer mehr und mehr wurde ich zu einer Art Einzelgängerin. Ich fühlte mich scheinbar grundlos total verschüchtert, denn ich hatte das Gefühl, dem nicht gewachsen zu sein und dort nicht reinzupassen. Außerschulisch baute ich eine Fassade auf. Meine Eltern bekamen von meinem Verhalten nichts mit. Es kam soweit, dass ich nach den ersten zwei Monaten der fünften Klasse mit niemanden mehr ein Wort redete. Im zweiten Halbjahr wurde meine Mitarbeit in den Fächerin schlechter und ich bekam meine ersten Probleme in Mathematik. Dieser Druck - den mir eigentlich niemand machte - machte mich absolut fertig. Dazu kam, dass ich mit dem Tod meiner Oma immer noch nicht klar kam. Ich konnte einfach nicht begreifen, dass ein Mensch von heute auf morgen verschwindet und einfach nicht mehr zurückkehrt. Darüber wollte ich mit niemanden reden. Anfang 2003 bekam ich meinen ersten Traum des Tods bezüglich, der mich bis vor kurzer Zeit immer noch verfolgte: Ich renne durch einen langen, schlammigen, glitschigen aus dunklen Steinen bestehender endlosen langen Tunnel, an dessen Ende kein Licht ist. Ich werde von jemanden ohne Gesicht, dem Tod, verfolgt und entkomme ihm nur, in dem ich mich in einem Schrank versteckte. Diesen Traum hatte ich seitdem immer wieder. Das Thema Tod beschäftigte mich unweigerlich und ich bekam jedes Mal ein schreckliches, flaues Gefühl im Magen, wenn ich an meine Oma denken musste.
In der Schule stieß ich immer mehr auf Zurückweisung, die ich wohl selbst ausgelöst hatte. Ich saß nun immer allein und versuchte mich auf die Schule konzentrieren, aber ich wurde immer schlechter, besonders in Mathe. Das war das Fach, in dem ich einfach nicht mehr klar kam.
Als einmal eine damalige Mitschülerin neben mir gesetzt wurde, meinte sie, dass ich seltsam sei. Ich sagte: "Danke."
Warum, weiß ich auch nicht. Ich nahm mir also vor, mein Leben einfach so anzunehmen, wie es ist. Dass ich keine Freunde hatte, belastete mich mehr, als ich es dachte. Dazu kam, dass mir die Schule nur noch als grauer Ort vorkam. Ich ging allein dorthin, sprach mit niemanden, war in den Pausen allein und verließ die Schule dementsprechend auch allein.
Jeden Nachmittag fand für mich nach der Schule eine Erlösung ab. Ich wollte einfach nur noch weg. Ständig fing ich dann zu Hause an zu weinen und entwickelte ein Ablehnungsgefühl gegen meinen Vater, der mir sagte, wie stolz alle auf mich sein könnten. Mit ihm sollte ich auch die darauf folgenden Jahre nicht mehr klar kommen. Zwei Jahre lang redeten wir so gut wir gar nicht miteinander. Wenn ich meine Probleme mit meinem Vater meiner Mutter schilderte, versuchte sie, zu vermitteln, was nichts half. Mein Vater hat einen Zeit beanspruchenden Beruf, weshalb er meistens nicht da war/ist, wenn ich da war/bin.
Ich begann, an mir selbst zu verzweifeln und mich selbst runter zu machen. Ich sagte mir, dass ich nichts wert sei und dass ich einfach nicht gut genug sei. Ich schieb die Schuld allein auf mich. Mein Selbstbewusstsein war nicht ganz am Ende, dafür aber mein Selbstwertgefühl.
Ende der fünften Klasse stand eine Klassenfahrt an. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Freunde und hatte mich auch keinem anvertraut, dass ich mich in dieser Schule nicht wohlfühlte. Meine schulischen Leistungen hatten sich weiterhin verschlechtert.
Als sich nun die Schüler, die zusammen in einem Raum schlafen sollten, sich zusammen taten, sprach ich niemanden an. Außerdem sprach ich weiter mit niemanden darüber, dass ich mittlerweiler ein kompletter Außenseiter geworden war. Im Sportunterricht wurde ich immer als letztes in ein Team geholt, weil mich niemand wählte.
Das ganze Leben war nur noch ein schwarzes Loch für mich und ich machte alles, voran mich selbst, nur noch schlecht. Ach zu Hause wurde ich immer schweigsamer.
Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus, diese Leere, und vertraute mich meiner Mutter an.
Ich sah also jeden Tag mit an, wie viel Spaß alle mit ihren Freunden hatten. Auf der Klassenfahrt kam ich dann Not gedrungen allein in ein Zimmer. Die Fahrt dorthin musste ich in dem Bus der Jungen verbringen, da in dem Bus der Mädchen nur eine bestimmte Anzahl Leute passten, und eines deshalb bei den Jungs mitfahren musste.
Jeden Tag auf der Klassenfahrt weinte ich. Das Mädchen, dass mir im Unterricht mal sagte, dass ich seltsam sei, fragte mich, ob ich denn überhaupt keine Freunde hätte, worauf ich bejahen musste. So wurden andere Mädchen „gezwungen“, mich in ihr Zimmer aufzunehmen. Meine Mutter hatte das alles vollbracht, in dem sie mit meiner Klassenlehrern gesprochen hatte.
In den Sommerferien darauf vergrub ich mich vier Wochen nur in meinem Zimmer, konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, dachte nur noch negativ. Mittlerweile war ich 11 und meine Mutter meinte, ich sollte doch einmal zu einer psychologischen Beratung gehen.
An einem Tag in den Ferien, an dem ich nur noch geweint hatte, beschloss ich, dass das alles keinen Sinn mehr für mich hatte. Ich nahm also ein Küchenmesser und war drauf und dran, mich in meinem Selbstmitleid umzubringen. Allerdings erhielt ich nur ein paar Wunden, da zu diesem Zeitpunkt mein Bruder in das Zimmer kam und mir das Messer wegnahm. Mit einem erschütternden Gesicht ging er. Von da an stempelte er mich wohl endgültig als Psycho ab. Er ist eher der Typ Mensch, der Schwierigkeiten mit sich selbst ausmacht.
Er wusste von den Problemen mit meinen Vater, die sich nur noch verschlimmert hatten. Mit diesem Menschen konnte ich einfach nicht reden. Immer, wenn ich meiner Mutter davon berichtet, wusste sie nicht, was sie tun sollte. Ich übersah wohl zu oft, dass er der Mann war, den sie liebte.
Weiterhin dachte ich jeden Tag an den Tod. Meine Eltern wissen bis heute nichts von meinem „Versuch“. Mein Bruder sprach mich nie wieder darauf an.
Nach den Sommerferien versucht ich also neuen Mut zu fassen, ging zu einer Beratungsstelle und versuchte, aus meinem selbst gebauten Loch herauszukommen. Nach einiger Zeit machte ich sogar Fortschritte, wurde offener und gewann ein zwei „Freunde“ in der Schule. Zu den anderen Mitschülern konnte ich nie wieder Kontakt fassen. Als nach etwa einem halben Jahr meine Beraterin diese Stelle verließ, mit der ich über den Tod meiner Oma, der mich immer noch traf, und ich eine neue kriegen sollte, nahm ich diese erst an, doch später verließ ich dann diese Stelle, da ich mit ihr einfach nicht sprechen konnte. In der Schule wurden meine Leistungen immer schwächer. Mein Traum verfolgte mich immer noch. Endlich drang ich dazu durch, mit meiner Mutter über das Thema Tod zu reden. Noch sehr viele Male brach ich aus heiterem Himmel in Tränen aus.
Ich festigte die Freundschaft mit diesen zwei Mädchen in meiner Klasse, doch zum Schluss wurden wir eine Art Dreiergespann und dies funktionierte nicht. Gegenüber den anderen Klassenkameraden verhielt ich mich zickig. Erst später suchte ich Gespräche mit ihnen.
Trotzdem behelligte mich das Gefühl, dass ich dort einfach nicht hinein gehörte sowie passte. Seit Anfang der fünften Klasse hatte ich dann auch jeden Tag starke Kopfschmerzen. Ich steigerte mich so enorm in dieses Thema Klasse, Schule, Tod etc. hinein, dass ich Anfang/Mitte der sechsten Klasse richtige Angst vor der Schule hatte. Mich beschäftigte dauernd die Frage, ob ich denn wirklich anders sei. Ich wollte einfach nur, dass ich „normal“ sei. Aber was bedeutet das schon?
Meine Panik wurde immer schlimmer, so dass ich Ende der sechsten Klasse einmal pro Woche fehlte, weil ich einfach nicht an diesen Ort wollte. Meine Mutter wusste mittlerweile von meiner Angst. Ich begann aus heiterem Himmel zu zittern oder zu weinen/wütend zu werden.
Ich fühlte mich nur noch müde, traurig und erschöpft. Also beschlossen meine Eltern – meine Mutter hatte meinen Vater über meinen Zustand informiert – mich in eine andere Klasse zu nehmen. Ich fieberte diesen Tag entgegen.
Ich brach jeglichen Kontakt zu meiner Klasse ab und wollte einen Neuanfang starten. Ich fühlte mich nur noch von meinen eigenen Gefühlen „aufgefressen“. Ein Ventil zum Wutabbau (Wut auf mich selbst, meinen Vater, mit dem ich nichts gemeinsam hatte, die Schule), Kampfsport, hatte ich in der fünften Klasse aufgrund der vielen Schulaufgaben aufgegeben.
In der siebten Klasse, einer „normalen“ Klasse auf einem Gymnasium, versuchte ich alles, was ich während meiner „Therapie“ gelernt hatte, anzuwenden. Es waren neue Leute, also auch eine neue Chance. Meine dröhnenden Kopfschmerzen verschwande. Leider freundete ich mich erst mit Leuten an, denen man eigentlich nicht vertrauen sollte. Die Freundschaft war doch auch nach dem ersten halben Jahr beendet. Einem einzigen Mädchen erzählte ich von meinem Verhalten in meiner früheren Klasse. Sie plauderte manches an einige Leute weiter. Doch nicht alle aus meinen Klassen erfuhren davon.
Ich war frustriert und enttäuscht, dass mir jemand sowas antat. Ich gab die Mesnchen auf und probierte mich mit anderen Menschen anzufreuden, was funktionierte. Ich verdrängte meine Angst vor dem Tod, wurde allerdings trotzdem weiterhin in meinen Träumen verfolgt. Langsam schloss ich mit meiner alten Klasse ab, ich versuchte es zumindest. Ich wollte verhindern, auf erneute Ablehnung zu stoßen. Ich machte mir immer noch selbst Vorwürfe und mich selbst teilweise fertig.
Doch in Mathe war ich endgültig abgesunken. Seit der sechsten Klasse nahm ich an verschiedesten Nachhilfemöglichkeiten teil.
Endlich war ich ein wenig zufrieden und kam langsam mit dem Thema Tod zurecht. Ich sah es nun als einen notwendigen Teil des Lebens. Meine Selbstsicherheit wurde wieder etwas gestärkt.
Doch nach der achten Klasse musste ich wieder wechseln, dieses Mal auf eine Realschule, da meine Mathematiklehrerin drohte, mich durchfallen zu lassen und mir meinen Abschluss zu verbauen. Mittlerweile beherrschte ich es, mich nach außen hin anders zu geben, als ich fühlte, was in meiner Klasse, in der ich von der siebten bis zur achten Klasse war, allerdings nicht nötig war.
Auf der Realschule in der neuten Klasse wurden meine Leistungen schnell besser, doch ich vermisste und vermisse meine alte gewohnte Umgebung. Ich war vier Jahre auf dieser Schule gewesen, mit der ich viele Erfahrungen verbinde, und hatte auf mein Abi hingearbeitet, was ich nun alles in den Wind blaßen konnte.
Mit meiner jetztigen Klasse komme ich zurecht. Auch wenn ich am Anfang sehr eingeschüchtert war und immer noch etwas still im Umgang mit den anderen Leuten bin, habe ich wenigsten ein paar Freunde. Ohne meine Parallelklasse hätte ich auch gar keine scherwiegenden Schwierigkeiten mehr, denke ich.
Kurz gesagt: Wir haben mit ihnen Sport, sie lachen uns aus, mobben uns. Uns dass die ganzen Mädchen aus meiner Klasse. Ich fand es unfassbar, dass niemand etwas gegen die Mädchen aus der Nachbarklasse macht. Alle meckern zwar geheim und so, aber das bringt ja nichts.
Mich erinnern diese Schickanen immer an meine „alte Zeit“.
Irgendwann schrieb ich eine anonyme E-Mail an die Schule und auf einmal war die Schulleitern zur Stelle. Als meine Klassenlehrerin uns Mädchen darauf Die zwei „Haupt-Mobberinnen“ der Parallelklasse machen uns Mädchen auch außerhalb der Schule dumm an etc.
Mir schlug das echt auf die nerven. Wegen dieser Mail hatte ich extreme Schuldgefühle, denn alle fragten ja immer andere, wer die wohl geschrieben hatte (keiner tippte auf mich). Es gab ein Gespräch der Sportlehrerin (die nichts gegen dieses Mobbing ausgerichtet hat und immer nur meinte, wir sollen uns an die Sportkurs-Mädchen, die Parallelklasse, wenden, wenn wir was zu regeln haben) mit dem Sportkurs. Die beiden Haupt-Moberinnen haben sich nur aufgeregt und das würde ja alles nicht stimmen...
einige Mädchen aus meiner Klasse vergessen jede Stunde absichtlich das Sportzeug oder simulieren, dass ihnen schlecht sei, nur, dass sie nicht am Unterricht teilnehmen müssen.
Die Mädchen redeten noch einmal allein mit der Sportlehrern und mit meiner Klassenleiterin, doch da gab es kein wirkliches Ergebnis. Allerdings reden die Mädchen aus meiner Klasse endlich über dieses Thema, dass alles stört.
Ich habe zwar immer noch Angst vor Sport und mache mir Vorwürfe wegen dieser Feigheit, eine E-Mail geschrieben zu haben. Und ich fühle mich immer noch so anders als andere.
Bis zu dieser Mail, die ich im März geschrieben hatten, wusste meine Mutter nichts von diesem Problem, dass auch auf die Sportnoten meiner Klasse zurück fällt. Ich wollte sie/meine Eltern nicht mehr belasten. Mein Vater, mit dem ich seit einigen Jahren ernstere Auseiandersetzungen hatte, führt nur noch Smalltalk mit mir, weil er ja wenigstens etwas mit mir sprechen will, wie er es sagt.
Ich wollte andere Menschen noch nie belasten, erst recht nicht meine Mutter. Ich konnte immer nicht sehen, wie sie früher manchmal ihre Tränen nicht mehr zurückhalten konnte und meinte, dass sie die Entscheidung getroffen hätte, mich mit 10 auf das Gym zu schicken und dass alles falsch wahr etc. Mit Mathe hab ich immer noch extreme Schwierigkeiten. Ich hatte in der achten Klasse extreme Prüfungsangst (die ich immer noch habe) und besuche jetzt eine spezielle Nachhilfe.Die Leute da meinen, dass ich immer noch Probleme mit meinem Selbstbewusst sein habe und dass ich mit fremden Menschen nicht gut umgehen kann.
Mittlerweile habe ich auch noch anderen Blödsinn angefangen. Seit etwa einem Jahr übergebe ich mich ab und zu nach dem Essen oder esse Tage gar nix über. Meine positive Einstellung, die ich noch mit 12/13 habe, ist verflogen. Ich hatte „gelernt“, meine Trauer und Wut zu unterdrücken und zu verdrängen, doch es kommt immer wieder hoch. Das geht sogar soweit, dass ich dauernd Hemmungen habe, irgendwas zu sagen, manchmal immer noch total verschlossen bin und in mein altes Muster zurückfalle.In dieser Beratung vor vier Jahren wurde mir klar, dass sich in meiner Welt und meinem Leben immer nur alles um mich gedreht hatte, damit versuche ich auch, aufzuhören. Ich bin immer unsicher und denke zu viel an die Vergangenheit.
Ich weiß, dass es nichtnötig war, das alles jetzt zu schildern, aber, was tut kann ich tun, um endlich das Leben so zu nehmen, wie es ist? Gibt es da nicht vielleicht irgendwelche Tipps?
Was kann ich dagegen tun, mich nicht immer so anders zu fühlen? Und vor allem wie kann ich versuchen, keine Angst vor fremden Leuten zu haben?
Danke an alle, die das hier lesen und versuchen, mir vielleicht zu helfen.
Vanessa
 
Ich wollte noch fragen, wie ihr mit dem Thema Tod umgeht...?
Dazu kommt bei mir vielleicht auch noch, dass, als ich sechs war, mein Onkel gestorben ist und man mir erzählte, dass das bei einem Unfall geschehen sei.
Mit 13 erfuhr ich dann, dass er sich selbst erhängt hatte und sein Bruder ihn gefunden hatte. Kann das auch mit meiner Angst vor dem Tod zusammen hängen? Schon, oder...?
 
Aus deiner Erzählung hört man heraus, dass du eigtl schon weg von diesem Loch (so nenn ichs einfach mal) in dem du dich befindest willst, aber es psychisch nich schaffst. Du brauchst jmd, dem du alles wirklich alles was du hier geschrieben hast und deine Gefühle dazu beschreiben kannst! Wie weit hast du deiner Mutter davon erzählt? Wie hat sie reagiert? Hast du jetz gute Freundinnen, denen du dich anvertrauen kannst? Verdrängen und in sich reinfressen bringt nichts, du musst versuchen zu reden... auch wenn das jetz vllt leichter gesagt wie getan ist... Ich wünsch dir viel Kraft für die nexte Zeit!
 
hallo, danke für die schnelle Antwort. Meiner Mutter hab ich nur soweit erzählt, dass ich damals keine Freunde hatte, ohne weitere ausführungen/begründungen. Gute Freundinnen ja, auch wenn ich feststelle, dass einige Freundschaften leider sehr oberflächlich sind. Mit einer konnte ich jedoch immer reden, doch sie hört zu schnell auf andere, die sagten wir wären "so unterschiedlich und würden nicht zusammen passen". Ebenso hat sie wohl mehr Probleme mit ihrer Familie, auch Alkohol.
Ich weiß nicht genau, ob ich aus diesem Loch heraus kann. Zumindest schaffe ich es nicht ohne fremde Hilfe.
Vanessa
 
Hallo du,
du hast eine Menge geschrieben und ich kann deshalb nicht auf alles eingehen, so wie du es schilderst, denke ich aber, das vieles was du denkst und fühlst FÜR DICH richtig ist. Dabei ist es unerheblich, ob andere genauso sind oder andere ähnliches erleben oder nachfühlen können. Wesentlich ist, wie du dich fühlst und das du jemanden hast / bekommst, mit dem du über die schrecklichen Erlebnisse reden kannst. Dieses >>gemeinsame mit anderen reden können<< verschafft dir dann auch das Gefühl,dass du nicht immer anders bist als andere, sondern dass auch du in einer Gemeinschaft drin bist. Trotzdem aber als Individuum lebst.
Keine Angst vor fremden Leuten zu haben.
Dies wirst du aus meiner Sicht am ehesten erreichen, wenn du zuerst dich selbst und deine Gefühle akzeptierst, mit jmd. besprechen kannst und jmd. wieder vertrauen kannst.
Ich merke, wie du deine Mutter verteidigst, weil die dann, wenn es dir dreckig geht, an ihren Mann denkt. Insofern ist wahrscheinlich Angst & Vertrauen ein generelles Problem bei euch in der FAmilie,wenn jeder ANgst um seine eigenen Gefühle hat und ein wirklicher Zusammenhalt nicht existiert.
Die anonyme Email - Aktion von dir fand ich gut, und sie ist ja auch gut für alle ausgegangen. Die ganze Klasse fühlt sich jetzt besser und du gibst keinem die Möglichkeit, dich zu verurteilen, da du niemandem sagst, dass du die Verbesserung erst möglich gemacht hast. Für mich ist das ein Schrei von dir nach Unterstützung und HIlfe gewesen, wofür du dich nicht schämen musst.
Mit zunehmendem Selbstbewusstsein wird es dir später gelingen, dich solchen Auseinandersetzungen offen zu stellen, zunächst aber wolltest du nur Ruhe vor Mobbing haben, was du ja auch erreicht hast.
Dein Wechsel vom Gym auf die Realschule sehe ich auch nicht so schlimm (ICH sehe dies so, wie du es siehst kann was anderes sein), weil ich glaube, dass die charakterliche Entwicklung wichtiger ist wie du schulische. Dein Abitur kannst du in unserem heutigen Bildungssystem immer nachholen, positive ERfahrungen in der Jugend nicht.
Wenn du mit deinen Eltern nur oberflächlich reden kannst, such dir einen GEsprächstpartner (notfalls auch einen Therapeuten /-in), mit dem / der du reden kannst.
Ich weiß, es ist doof, wenn du wo anders hin rennen sollst, weil andere Fehler gemacht haben / dich ausgeschlossen haben. Es geht aber darum, dass du wieder zuversicht gewinnst und dich aus dem ganzen Strudel befreien kannst. Womit aus meiner Sicht mit einem entspannenderen Lernumfeld in der RS schon ein Anfang gemacht wurde.
 
Hallo Vanessa!!!

Ich hatte auch einige Probleme... in der Familie und mit meinem Bruder!

Mir wurde zu Hause sozusagen mein ganzes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl genommen. Erst durch ein supertolles Buch hab ich wieder mehr Selbstvertrauen in mich selbst bekommen!
Vielleicht hilft es dir ja auch...

Es heißt "Gesundheit für Körper und Seele" von Louise L. Hay! Lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen! Ich habe dieses Buch wortwörtlich "verschlungen"!!! =)

Wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit!!!
Du schaffst das!
Wenn du erst mal dein Selbstvertrauen verbesserst, wird sich dein ganzes Leben positiv verändern! Zumindest hab ich diese Erfahrung gemacht!!!!

Also alles Liebe und Gute auf deinem Weg!
Liebe Grüße
Andrea
 
hallo,

bei mir ist es ähnlich . meine mum ist vor 3 jahren gestorben ( ich bin 19 ) und in der schule hate ich genau die selben probleme wie du. das hat alles so angefangen ab der fünften klasse. früher war ich sehr lebhaft. meine mutter hatte krebs was mir sehr zugesetzt hat. als sie gestorben ist ist für mich eine welt zusammengebrichen. ich leide heute auch noch und versuche es zu verdrängen es komtm aber immer weider alles hoch. es gibt bei mir tage die sind ok aber wieder tage die schrecklich sind. meine mutter war meine bezugsperson. jez habe ich zwar noch meinen vater aber mit dem habe ich oft streß. er versteht mich nicht. also muss ich mit problemen alleine klar kommen.

nach dem tot meiner mutter wurde meine computersucht noch größer.
man muss sagen das ich schon immer süchtig war aber meinen schulabschluss trozdem geschafft habe troz all dem streß wo ich damals hatte.

aber seit dme tot meiner mutter spielte ich immer mehr hatte keine freunde. 16 stunden oder so. das hat sich 3 jahre dann hingezogen .(als ich 16 war ist sie verstorben).

ich habe in letzter zeit auchoft seltsame träume. eine freundin hatte ich noch nie. selbstwertgefühl auch nicht so hoch.

auch wenn ich jetzt weiter bin als vor 3 jahren fühle ich mich als ob ich tot bin obwohl ich noch lebe.

ich hab auch schon öfters über suizid nachgedacht und bin in letzter zeit sehr depressiv. und ich habe auch schwierigkeiten neue kontakte zu knüpfen besonderns bei mädchen. ich bin nach ausen hin schüchtern.
wenn ich mich an eine umgebung gewöhne usw ist das kein problem. irgendwo anrufen, einkaufen usw. aber bei mädchen hab ich voll angst.

ich fühle mich abgelehnt, nicht respektiert.

mit meinem vater kann ich über gar nix reden. ich denke oft an suizid auch wenn das keine lösung ist. ich mache in 3 wochen eine therapie gegen den ganzen scheiss. wobei ich nicht mal weis ob sowas möglich ist und ob es überhaupt was bringt.

gegen spielsucht, tod meiner mutter, selbstwertgefühl, schüchternheit, selbsthass, Rechte gedanken usw....

ABER!

ich kann dir nur raten mache eine therapie!!!!!

ich habe seit der fünften klasse probleme mit denen ich immer alleine fertig werden musste und bin jez 19 jahre alt !!!!!!🙁
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Vanessa, Andrea, und wowsux.

Mir ist es ähnlich ergangen.
Beim Lesen eurer Beiträge hätte ich eigentlich mit einem Stift häkchen setzen können.

die größten übereinstimmungnen hab ich eigentlich mit wowsux.

die Unterschiede sind nur:

Meine Mutter hat den Krebs überlebt, schreit mich aber den ganzen Tag mit vulgären sprüchen an.

Meine Spielsucht (wow lässt grüßen) liegt bei 18 Std. etwa.
Nicht schwer, wenn man vor lauter Kreisdenken sowieso nicht schlafen kann.
Dazu kommt das ich mittlerweile 22 bin, und nie eine Theraphie oder ähnliches gemacht habe.

Statt mich Leuten anzuvertrauen hab ich meine sorgen zum Teil in Alkohol ertränkt,
und auch Zocken machte mir nur noch Spaß, wenn ich durch Marihuanakonsum meine Gedanken mal für eine Std. zum schweigen bringen konnte.

Über Tod und Suizid denke ich irgendwie ständig nach, und Bezugspersonen hatte ich nie.

Auch bei wowsux's aussage über "Freundin" kann ich nur zustimmen, ist auch naheliegend, wenn man Leuten lieber aus dem Weg geht.

Allein durch meine Depression des Tages, kam ich erst auf den Gedanken google zu benutzen, - und so hab ich diesen Beitrag gefunden.

Einen guten Rat habe ich leider nicht, den könnte ich wohl selber gebrauchen.

Alles was ich sagen kann ist, versuch was daran zu ändern, so früh wie möglich.

Denn diese Spirale geht eigentlich nur nach unten.

In diesem Sinne... ich fühle mit euch, ehrlich ;.(

Gruß,
Cursedsoul
 
AW: Stress, Schule, Tod,

Liebe cursedsoul und andere
Es ist sehr schwer einen Menschen zu finden, dem man vertraut. Ich weiß auch nicht, ob ich hier jemandem gute Ratschläge geben kann, da ich mich auch immer noch schnell abgelehnt fühle und negative Gefühle mehr ausbreite als positive.
Dennoch gibt es einen Spruch, der mich immer tröstet und mir hilft:
Love it, change it, leave it.
Wenn man etwas liebt, ist es gut. Wenn einen etwas stört, sollte man versuchen es zu ändern und wenn man so unglücklich ist, wie in diesen Beiträgen von dir und den anderen rüber kommt, dann muss man den Ort ändern. Aber bitte nicht den Tod wählen. Der Tod ist keine Lösung. Er ist zu entgültig. Manchmal genügt eine neue Schule, eine neue Stadt, ein neuer Job, um einem einen neuen Start zu ermöglichen und viele Verbesserungen.
Wenn man allerdings bereits zum Erbrechen oder zu Alkohol und Drogen greift, wäre es ein sehr mutiger Schritt zu einer der Beratungsstellen für dies Probleme zu gehen. Und laßt euch auch nicht entmutigen, wenn bei der ersten dieser Stellen eine Trulla sitzt, die euch verachtet, dann geht zur nächsten Organisation. Ihr habt keine Verachtung verdient.
In diesem Sinne, hoffe ich, dass ihr Besserung für euch erreichen könnt.
 
also ICH habe ungefähr das gleiche problem !! Ich Hoffe du wirst dich besser fühlen ich habe richitg vieles probiert hatt nix geholfen. ICH WILL EIGL NUR STERBEN (sry musste mich ma ausdrücken)wieso? weil : 1. meine 2brüder sind gestorben 2. ich habe angst eine 3 von der schule zu bekommen 3. ich hasse einfach die schule alles is dort verkackt (VOLL DES DRECKSLOCH) und zuletzt 4. ich habe seit 13Jahren 1x meinen Vater belügt und bekomme gleich PC / Fernseh verbot + hausarest und ich darf mein lieblings spiel netmehr zocken (Cabal Online) . Wisst ihr wenn ich könnte würd ich einfach ein messer nehmen und in mein herz stechen.! meine familie is nett aber die schule! hatt mein leben zestört wäre echt nett wenn mir einer helfen könnt
MFG. Gast
 

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