Joly
Aktives Mitglied
Im Gesundheitswesen treffen oft nicht unterschiedliche Meinungen aufeinander, sondern unterschiedliche Überlastungsgrenzen. Und genau so liest sich deine Situation für mich.
Nach Feiertagen, bei Personalmangel, hohem Patientenaufkommen und ständigem Zeitdruck laufen viele Kollegen ohnehin dauerhaft am Limit. Wenn dann noch übermäßig Anforderungen, Telefonate und Übergaben dazukommen, kippt die Stimmung schnell, nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Erschöpfung. In diesem Licht kann ich den gereizten Ton deiner Kollegin zumindest ein Stück weit nachvollziehen, auch wenn er natürlich nicht fair war.
Gleichzeitig ist dein Handeln absolut verständlich! Du brauchst im Gesundheitswesen Planungssicherheit, gerade wenn du allein arbeitest und Notfälle jederzeit dazwischenkommen können. Unklare Übergaben oder "hängende" Patienten erzeugen zusätzlichen Stress und sind fachlich einfach ungünstig, das kennt vermutlich jede Person, die in diesem Bereich arbeitet.
Für mich zeigt der Vorfall vor allem ein strukturelles Problem, das im Gesundheitswesen leider sehr typisch ist: Arbeitsabläufe sind nicht auf reale Belastungsspitzen ausgelegt, sondern funktionieren nur, solange alle "mitziehen". Sobald Stress dazukommt, werden diese Bruchstellen sichtbar und die Spannungen entladen sich schon mal zwischen Kollegen, obwohl eigentlich das System hakt.
Vielleicht hilft es dir, wenn du versuchst das Ganze weniger als persönlichen Angriff zu sehen, sondern als Symptom eines dauerhaft überlasteten Arbeitsumfelds. Ein ruhiges Gespräch abseits des Akutfalls, mit Fokus auf Entlastung und klare Abläufe, könnte langfristig mehr bringen als euer gegenseitiges Aushalten im Stress.
Am Ende wirkt hier niemand unfähig oder unwillig, sondern schlicht erschöpft.
Und das ist im Gesundheitswesen leider keine Ausnahme, sondern Alltag.
Nach Feiertagen, bei Personalmangel, hohem Patientenaufkommen und ständigem Zeitdruck laufen viele Kollegen ohnehin dauerhaft am Limit. Wenn dann noch übermäßig Anforderungen, Telefonate und Übergaben dazukommen, kippt die Stimmung schnell, nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Erschöpfung. In diesem Licht kann ich den gereizten Ton deiner Kollegin zumindest ein Stück weit nachvollziehen, auch wenn er natürlich nicht fair war.
Gleichzeitig ist dein Handeln absolut verständlich! Du brauchst im Gesundheitswesen Planungssicherheit, gerade wenn du allein arbeitest und Notfälle jederzeit dazwischenkommen können. Unklare Übergaben oder "hängende" Patienten erzeugen zusätzlichen Stress und sind fachlich einfach ungünstig, das kennt vermutlich jede Person, die in diesem Bereich arbeitet.
Für mich zeigt der Vorfall vor allem ein strukturelles Problem, das im Gesundheitswesen leider sehr typisch ist: Arbeitsabläufe sind nicht auf reale Belastungsspitzen ausgelegt, sondern funktionieren nur, solange alle "mitziehen". Sobald Stress dazukommt, werden diese Bruchstellen sichtbar und die Spannungen entladen sich schon mal zwischen Kollegen, obwohl eigentlich das System hakt.
Vielleicht hilft es dir, wenn du versuchst das Ganze weniger als persönlichen Angriff zu sehen, sondern als Symptom eines dauerhaft überlasteten Arbeitsumfelds. Ein ruhiges Gespräch abseits des Akutfalls, mit Fokus auf Entlastung und klare Abläufe, könnte langfristig mehr bringen als euer gegenseitiges Aushalten im Stress.
Am Ende wirkt hier niemand unfähig oder unwillig, sondern schlicht erschöpft.
Und das ist im Gesundheitswesen leider keine Ausnahme, sondern Alltag.