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Stress mit Kollegin - wer hat Recht?

EllatheCat

Neues Mitglied
Hey alle zusammen,

mich belastet momentan eine Situation auf Arbeit sehr und ich kann nicht richtig einordnen, wer recht behält und schwanke ständig hin und her.
Ich arbeite im Gesundheitswesen. Die besagte Kollegin und ich arbeiten in unterschiedlichen Abteilungen aber eng zusammen. Nun war es so, dass gestern ein echt stressiger Tag war. Viele Anforderungen und Patienten wollten sowohl von ihr als auch von mir was.
Für gewisse Sachen muss sie Patienten zu mir weiterschicken. Ich sehe die Anforderungen/Sachen im PC und rief sie immer an, dass die Patienten jetzt gerne zu mir können. Im Verlaufe des Tages blaffte sie mich an, dass ich nicht wegen jedem "scheiß Patienten" anrufen soll und sie die Patienten selber vorbeischicke, wenn sie dazu fähig sein sollten. Ich solle einfach öfters mal die Tür aufmachen und in den Wartebereich schauen ob jemand da sei.
Ich war extrem perplex von ihrem Tonfall und hatte kaum die Chance mich zu rechtfertigen. Bei manchen Patienten klappte es gut aber bei manchen eben nicht.
Das Ding ist dies: Ich habe nicht die Zeit, ständig zur Tür rennen und zu schauen ob jemand davor wartet. Zu mal ich auch nicht weiß, was los ist wenn ein Patient in meiner Liste steht aber nicht von ihr geschickt wird oder auftaucht. Hat sich der Fall erledigt? Benötigt die andere Abteilung noch Zeit? Ist dieser Patient eventuell nicht selbstständig in der Lage zu mir zu kommen? Ich weiß es nicht.
Ich möchte auch nicht darauf warten, dass diese Kollegin mir diese ungewissen Patienten dann irgendwann von selbst bringt. Es bringt mich in Stress und die Zwickmühle wenn ich meinen Workload nicht planen kann, weil ich auch Notfälle bearbeiten muss und es bei Notfällen bekannterweise ungewiss ist wann sie sich ereignen. Daher rufe ich jedes mal an, wenn es gerade günstig ist, dass sie jetzt (!) mit den Patienten vorbeikommen soll.
Ich verstehe, dass es nervt, wenn viel los ist und ständig das Telefon klingelt, weil ich anrufe aber ich kann auch nicht ewig auf manche Patienten warten, ständig zur Tür rennen (weil ich noch anderes zu erledigen habe) oder die Fälle nach Jux und Laune bearbeiten, wie sie gerade Zeit hat die Patienten zu bringen. Zu mal die Kollegin weiß, dass ich momentan auch alleine bin und keine andere direkten Kollegen habe, die mich unterstützen.
Wie verhalte ich mich jetzt? Ich bin fassungslos über ihre Aussagen und muss in 2 Wochen wieder mit ihr zusammenarbeiten.

Liebe Grüße Ella
 
Hi Ella.

Vielleicht kannst Du Deine Situation verbessern, indem Du prüfst, ob im System eine Statusänderung möglich ist.
So wäre auch ohne Telefonat für Dich sofort sichtbar, ob die Kollegin ein Anliegen eines Patienten bereits erledigt hat und dieser auf dem Weg zu Dir ist.

Was den Weg zwischen Euren Büros betrifft könntest Du die Leitung um Klärung bitten, ob für die Mitarbeiter eine Holschuld oder eine Bringschuld bezüglich der Patienten besteht.
Damit wäre die Zuständigkeit eindeutig definiert und Du hättest eine klare Handlungsgrundlage.

Um nicht ständig im Wartebereich nachsehen zu müssen hat es sich bewährt, einen Zettel an der Tür anzubringen.
Dieser informiert die Patienten darüber, ob sie klopfen und eintreten sollen, oder ob sie Platz nehmen und auf den Aufruf warten.
So sparst Du Wege, Zeit und innere Anspannung.
 
Der Arbeitsdruck ist vielerorts hoch, was bei vielen Mitarbeitenden zu Stress führt. In einigen Berufen gehört ein rauer Umgangston leider zum Alltag. Es ist zudem möglich, dass sie privaten Stress an dir ausgelassen hat. Ich würde mir erst dann Gedanken machen, wenn dieser Ton plötzlich häufiger vorkommt und zuvor deutlich anders war.

Wenn es dich sehr beschäftigt kannst du sie auch zu diesem Vorfall ansprechen und versuchen zu klären warum sie so ausfallend geworden ist.

PS: Du hast gefragt, wer ‚Recht‘ hat. Das lässt sich nur klären, wenn es bei euch eine offizielle Regelung für diese Situation gibt. Falls sie der Meinung ist, dass der Prozess anders ablaufen sollte, muss eine verantwortliche Person entscheiden, wie der Prozess verbindlich gestaltet wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie Gano es schon schrieb - vielleicht wurde hier auch einfach nur ein schlechter Tag bzw. Augenblick erwischt. Zur falschen Zeit am falschen Ort...(private Probleme, Stress mit anderen Kollegen, freche Patienten)

Wenn sich der Tonfall oder die Art der Kommunikation nicht ändert, solltest Du das Gespräch suchen.
Vielleicht war es ein Einzelfall.

Bei mir im Team herrscht zeitweilig ebenfalls ein rauer Umgangston - bei einigen weiß man das man so mit denen reden kann und bei anderen muss man etwas Feingefühl walten lassen.
Wichtig ist, das wir am Ende des Tages uns in die Augen sehen können uns einen schönen Feierabend wünschen und uns am nächsten Tag wieder aufeinander verlassen können.
 
Bei mir im Team herrscht zeitweilig ebenfalls ein rauer Umgangston - bei einigen weiß man das man so mit denen reden kann und bei anderen muss man etwas Feingefühl walten lassen.
Ich würde so aber generell nicht zusammenarbeiten wollen und daher auch direkt etwas sagen, falls jemand sich im Ton vergreift. Das würde ich genau einmal noch relativ freundlich, aber sehr verbindlich machen. Ein zweites Mal nicht mehr.
Mann kann nicht alles mit Stress entschuldigen. Solche Leute differenzieren nämlich auch bei Stress sehr wohl noch, mit wem sie sprechen. Dem Chef gegenüber würden sie sich das niemals trauen. Warum sollte man das also als KollegIn tolerieren?
 
Es geht nicht um Rechthaberei.
Euer System ist Mist.
Ließe sich mit einem Rufsystem, auch per Pager oder anderer günstiger Lösung (ich kenne mich damit nicht aus), und interner elektronischer Patientenakte, lösen.
Ich würde der Kollegin vorschlagen, dass ihr euch mal zusammensetzt und überlegt, welcher Weg für beide gleichermaßen gangbar wäre. Und bei der Gelegenheit würde ich auch ansprechen, dass ich solch einen Umgangston ablehne. "Ich fand den Ton nicht okay und möchte dich bitten, dass du mir gegenüber nicht mehr so auftrittst."
 
Ich würde so aber generell nicht zusammenarbeiten wollen und daher auch direkt etwas sagen, falls jemand sich im Ton vergreift. Das würde ich genau einmal noch relativ freundlich, aber sehr verbindlich machen. Ein zweites Mal nicht mehr.
Mann kann nicht alles mit Stress entschuldigen. Solche Leute differenzieren nämlich auch bei Stress sehr wohl noch, mit wem sie sprechen. Dem Chef gegenüber würden sie sich das niemals trauen. Warum sollte man das also als KollegIn tolerieren?
Natürlich kann man auch gleich das Gespräch suchen-das bleibt ja jedem selbst überlassen wie er reagiert.

Selbst wenn mich einer meiner ,,Kunden" auf seine Art und Weise anschnautzt, bin ich erstmal freundlich aber bestimmend.

Bei Kollegen bin ich da entspannt, da wir fast alle im gleichen Rang sind. Natürlich redet man mit dem Chef anders, aber ob einem das nicht auch mal an einem schlechten Tag passiert...man weiß es nicht.
Fakt ist ja man muss sich weder beleidigen lassen oder angreifen lassen. Aber auch nicht alles an sich herankommen lassen.

Mein alter Chef hatte jeden Tag einen Spruch nach der Einteilung gesagt:
,,Meine Damen,meine Herren- denken sie bitte immer daran: Mensch bleiben!
 
Vermutlich war Deine Kollegin total überfordert und dann nervt einfach Alles.
Es geht hier wohl nicht um Recht oder Unrecht, sondern (wie hier schon erwähnt) um eine sehr schlechte Organisation, die wirklich bei den Verantwortlichen angesprochen werden sollte.
Denn letztendlich wird diese Disorganisation auf den Rücken der Patienten ausgetragen und sorgt für ein schlechtes Betriebsklima.
 
Hi EllatheCat,
war das ein verbaler Ausrutscher deiner Kollegin oder redet sie immer/oft so mit dir?
Kam das jetzt nur einmal vor , würde ich über den Tonfall hinwegsehen.
Krankenhaus ist stressig , jetzt nach den Feiertagen sicher nochmal mehr und evtl. hatte sie privat auch nicht so super Festtage, da kann sowas schon mal passieren.

Ich kann deine Seite verstehen, dass du Patienten dann haben willst, wenn es dir gerade passt, aber eventuell passt es ihr dann gerade nicht und dann kann ich auch verstehen, wenn sie gestresst ist, wenn du dann immer sagst "JETZT" (!) willst du die Patienten rübergeschickt haben.

Wer hat sich dieses System denn ausgedacht bzw hat da die Möglichkeiten, das zu ändern?
Evtl. kannst du deiner Kollegin in 2 Wochen mal anbieten, dass man sich da mal zu zweit hinwendet (evtl. haben auch noch andere Kollegen das gleiche Problem) und dann mal anfragt, ob sich das irgendwie ändern lässt.
Wenn sie dann wieder rumblafft oder sowieso immer so drauf ist, dann würde ich ohne sie zu demjenigen gehen, der das sagen hat und das Problem ansprechen und dann evt. noch hinzufügen, dass du dir einen kollegialeren Umgangston wünscht.
 

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