Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Stören Euch Absagen auch so sehr wie mich?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 52329
  • Datum Start Datum Start
G

Gelöscht 52329

Gast
Bin grade ein bisschen traurig und mag mir das anonym von der Seele schreiben.

Es geht um eine Treffen mit zwei Freundinnen, die ich nur noch drei, vier Male im Jahr sehen kann. Wir haben an einem freien Tag ein Ganztagestreffen geplant, ich freute mich sehr darauf. Kurz vor knapp kommt jetzt von der einen die Bitte, das zu verschieben. Okay, gut......aber das auch nicht zum ersten Mal. Und der Grund.....nun ja, sie möchte etwas mit einer Person unternehmen bzw. feiern, die sie fast täglich sieht. Ich würde das für durchaus nachholbar halten.....und nun ja: sie war eben mit uns verabredet. Natürlich verschließe ich mich ihrem Wunsch nicht, das zu verschieben, aber am Liebsten würde ich der anderen sagen: wir machen das jetzt zu zweit und die andere sehe ich dann halt wieder ein halbes Jahr nicht.

Es geht nicht darum, dass jedem mal etwas dazwischen kommen kann........
Es geht auch nicht darum, dass einer Mutter das Kind krank wird oder sonstige Familienangehörige (solche Absagen kann dann ja wohl jeder nachvollziehen). Es geht für mich um Verlässlichkeit......und um das Gefühl, nur (noch) gut genug zu sein, wenn es gerade kein besseres Angebot gibt.

Bin bei einer guten Freundin nach vielen Jahren Freundschaft mal auf Distanz gegangen, weil mich das irgendwann soooo genervt hat, dass bei 10 Treffen, neun Male irgendwas dazwischen kam, verschoben werden musste oder sie sich verspätet hat. Vielleicht bricht auch die Sache grade wieder auf......das war eine sehr enge Freundschaft und es hat weh getan, ...und sie fehlt mir jetzt auch Jahre später noch.....

Seid Ihr da auch empfindlich oder total tolarant oder selber "Täter" 🙂 ?? Ist mir klar, dass es natürlich auch immer auf den Einzelfall ankommt.
 
Also grundsätzlich habe ich bei guten Gründen Verständnis, wenn ein Freund oder eine Freundin mal nicht kann. Dazu zählen Krankheiten, unerwartete Besuche, Klausuren etc.
Aber garantiert nicht mit jemand anderes feiern gehen an einem schon mit mir geplanten Tag. Von daher hast du du natürlich Recht sauer zu sein, denn sowas ist ein Stückweit respektlos.

Sein diesmal einfach du die reservierte. "Sorry, kann das Treffen nicht verschieben. Egal, was solls. Viel Spaß beim Feiern!" - das reicht aus.

Ich hatte so eine Situation schon öfters und hab mich auch oft nur "get genug" als Alternative gefühlt. 🙄
 
Ja, Unzuverlässigkeit nervt. In der Regel könnten solche Leute schon. Aber ihnen ist ihr Glücksvorteil oft wichtiger als die Zusage.
 
Also, ich finde es immer noch besser, wenn rechtzeitig abgesagt wird als wenn die Leute einfach nicht erscheinen und einen draufsetzen. Irgendwo vergeblich zu stehen und zu warten bis dass es Abend wird oder am gedeckten Tisch vergeblich zu warten, das habe ich oft genug erlebt, und ich habe das satt, satt und nochmals satt.
Wenn ständig abgesagt wird, ist das natürlich auch frustrierend und irgendwann würde ich die Freundschaft überdenken und nicht mehr mitspielen. Gelegentliches Absagen ist völlig normal, aber wenn es immer wieder passiert, dann würde ich mich auch zurückziehen.
 
Sehr kurzfristige Absagen finde ich auch doof. Leider ist es mir in einer früheren Freundschaft immer wieder einmal passiert, dass kurz vor dem geplanten Treffen plötzlich doch irgendetwas dazwischenkam (und damit meine ich natürlich ebenfalls keine Arzttermine oder andere nachvollziehbare Gründe).

Auf Dauer nervt es natürlich sehr, wenn man wieder und wieder versetzt wird. Der andere Part gibt einem dadurch schließlich das Gefühl: "Du bist mir nicht wichtig genug" oder "Ich treffe mich lieber mit jemand anderem, als Zeit mit dir zu verbringen".

Ein oder zwei Male würde ich eine Absage tolerieren, häuft sich dieses unzuverlässige Verhalten jedoch, sollte man in einer Freundschaft ganz offen darüber sprechen können.
 
Ich hasse kurzfristige Absagen. Sowas hab ich NIE gemacht, außer wenn ich ernsthaft krank war. Aber mir dagegen passiert das ständig. jedesmal wenn sich jemand von meinen (inzwischen nur noch 2-3) freunden treffen will, sag ich zwar zu, aber mache mir überhaupt keine Hoffnung, weil ich schon ahne, das kurz vorher die Absage kommt. Und? Wie vorhergesagt, passiert es wieder und wieder. Leider kann ich das nie ansprechen, denn das wird immer gleich als harte Kritik gesehen und wenn ich jemanden kritisiere, wird wochenlang nicht mit mirgeredet. ICH dagegen, muss mir ständig wegen irgendwas Kritik anhören...
Aber ich schweife ab: Also ja, mir passiert das ständig und ich hasse es auch!
 
Bin grade ein bisschen traurig
Wir haben an einem freien Tag ein Ganztagestreffen geplant, ich freute mich sehr darauf.
Kurz vor knapp kommt jetzt von der einen die Bitte, das zu verschieben.

Okay, gut......
nun ja, sie möchte etwas mit einer Person unternehmen bzw. feiern, die sie fast täglich sieht.

Natürlich verschließe ich mich ihrem Wunsch nicht, aber am Liebsten würde ich der anderen sagen: wir machen das jetzt zu zweit und die andere sehe ich dann halt wieder ein halbes Jahr nicht.

Es geht für mich um Verlässlichkeit......und um das Gefühl, nur (noch) gut genug zu sein, wenn es gerade kein besseres Angebot gibt.

Seid Ihr da auch empfindlich oder total tolarant oder selber "Täter" 🙂 ?? .

Das ist so eine Sache ....... weil Manches sich verändert wenn Verschiedenartiges geschieht.

Traurigkeit ist nicht die Emotion die in dieser Phase des Ereignisses "an der Reihe" gewesen wäre: Zunächst einmal käme nach solch einer Enttäuschung die Wut!
Und damit die aus Enttäuschung gewachsene Wut auch an die richtige Adresse gelangt, hat der Veranlassende auch das Recht so direkt wie möglich damit konfrontiert zu werden.

Das ist wichtig, denn das ist der einzige Zweck einer solchen emotionalen Bekundung, dass sie Dein Gegenüber nachdrücklich darüber informiert, dass sein Verhalten Dich bekümmert!

Wie soll Dein Gegenüber denn sonst darauf kommen dass er oder sie Dich enttäuscht oder gedemütigt oder sonst wie verletzt hat? Und wie soll er oder sie auf irgendetwas reagieren, was ihm selbst gar nicht bewusst ist und ihm auch Niemand bewusst mach - durch Konfrontation mit den Emotionen die sein Verhalten beim Gegenüber auslöst?

Was ich damit sagen will ist: Wenn Du "angepisst" bist, dann lass es auch raus. Dadurch setzt Du Markierungen die Deinen Mitmenschen Gelegenheit geben Dich zu erkennen und sich auf Dich ein zu schwingen.

Konkret hätte das zum Beispiel bedeuten können, dass Deine Bekannte plötzlich aus ihrem Egotrip erwacht weil sie begreift was Verlässlichkeit für Dich bedeutet und wie verletzlich Du bist und vielleicht hätte in diesem Zusammenhand die Bekannte ja auch bemerkt was Du ihr bedeutest ...... und hätte den anderen Termin verschoben.
Konkret hätte das aber auch bedeuten können, dass Deine Bekannte Deinen Auftritt einfach nur uncool gefunden und Dir einen Therapeuten empfohlen hätte ..... aber Deine Wut wärst Du in jedem Fall erst einmal los gewesen und hättest vielleicht auch keinen Grund mehr gefunden traurig zu sein.
 
Hallo TE,

aus persönlicher Erfahrung und auch Feedback vom Umfeld kann ich dir sagen: moderne Zeit. Die Leute treffen sich scheinbar oft aus Eigennutz und auch nur dann wenn man grade auf die Person Lust hat und auch nur wenn dann das gemacht wird was man eigentlich selber will. Ansonsten kommt man sich manchmal vor wie ein Spielball. Da wird kurz vor knapp abgesagt (obwohl der andere sich vielleicht freut), verschoben oder werden immer nur halbherzige Aussagen getroffen mit denen man sich Alternativen mal offen hält. Wenn sich nichts besseres ergibt kann man ja was machen.

Ich weiß nicht so recht was ich dazu sagen soll, nur dass Menschen wie du und ich leider drunter leiden.
 
"...Die Leute treffen sich scheinbar oft aus Eigennutz und auch nur dann wenn man grade auf die Person Lust hat"

Zitat Ende.

Warum sonst sollte man sich treffen? 😕

Weil man Gutes tun will in stiller Mission und sich masochistischer Weise mit Menschen trifft, auf die man keine Lust hat?
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben