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Sterben. Meine Sehnsucht.

Hey an alle,

ich fühle mich gerade, gelinde ausgedrückt, bescheiden. Eigentlich sogar eher beschissen. Ich habe zu nichts mehr Lust und möchte eigentlich niemanden mehr sehen, mich soll auch keiner sehen. Ich melde mich gar nicht mehr bei irgendjemandem, bei niemandem.
Ich habe überhaupt keine Freunde. Niemanden. Ich möchte auch mit niemandem mehr reden, weil mich letztendlich alle immer nur verletzen. Mir wird gesagt, wie unsichtbar ich bin, meist durch die Blume und ich will das nicht mehr hören. Mir wird gesagt/gezeigt, ich hätte nichts zu sagen, und das auch durch die Blume. Man sagt mir, ich sei langweilig, merkwürdig oder man zeigt es mir, Verständnis erhalte ich von niemandem.

Ich bin zur Zeit im Ausland, und hab auch hierauf keinen Bock mehr. Ich hab aber auch keine Lust auf zu Hause. Ich find alles... BÄH.
Ich bleibe über Weihnachten und Silvester [bin absolut alleine] hier, weil ich a) kein Geld habe, um nach Hause zu fliegen und b) will ich das auch nicht unbedingt. Da gammel ich nur mit meinen Geschwistern, deren Frau/Mann und deren Kindern rum und werde noch frustrierter.

Mag ich unsympathisch erscheinen, aber ich HASSE gerade alle Paare und will von allen Paaren in Ruhe gelassen werden, auch von denen in meiner Familie. Aber auch sonst von allen Leuten. Na ja, Gott sei Dank interessiert sich ja sowieso keiner für mich. Ich möchte auch mit niemandem über das Thema reden. Über das Thema, dass ich noch nie eine Beziehung hatte und sowieso keiner checkt, was das bedeutet, schon gar nicht, wenn man schon 25 ist.

Auf mein Studium hab ich auch keine Lust mehr. Ich bin eh viel zu schlecht und weiß nicht, was ich denn damit anfangen soll, ich bleibe sowieso arbeitslos.
Ich kann nichts. Ich kann auch nichts Außer-universitäres, ich bin viel zu schusselig dafür. Ich kann nichts, bin nichts und seh auch nach nichts aus. Alle anderen sind besser als ich.

Die anderen machen diese Gefühle nur schlimmer, auch die in meiner Familie. Sie machen mich auf meine Fehler aufmerksam und ich sehe sowieso nur Fehler an mir. Sie behandeln mich so, als sei ich eine faule Kuh, die Hartz 4 empfängt und sie lassen mich das in jeder Sekunde spüren.

Generell lassen mich ständig alle spüren, dass irgendwas mit mir nicht stimmt.
Denke ernsthaft dran, das zu beenden, alles. Macht doch sowieso keinen Sinn. Ich kann gleich tot sein, das ist einfacher, dann muss ich mich nicht mehr verletzen lassen.

In meiner Familie sind alle sehr glücklich ohne mich. Sie haben ja alle ihre Familien, bis auf mein Vater, der auch alleine ist. Das tut mir zwar leid, aber das ist dahin gekommen, weil er gewalttätig war und alkoholkrank ist.
Ich kann ihn fast verstehen, zumindest, dass er alkoholkrank wurde. (Nein, ich bin es nicht, aber ich habe schon mitbekommen, dass es die einzige "Medizin" gegen einen viel zu schüchternen Charakter ist, aber ich halte mich da alles in allem trotzdem sehr zurück).

Wenn man sich niemals jemandem öffnen kann, immer verschlossen sein muss, weil irgendwas einen am Aufgeschlossen-sein hindert, zu dem man selbst keinen Zugang hat... das ist einfach nur grausam. Ich weiß, wie sich das anfühlt, leider.

Ich habe die Orientierung und das Ziel in meinem Leben verloren. Ich habe weder Hobbies, noch irgendeine Perspektive, die mich irgendwo hinführen könnte. Und in den Arm genommen werde ich auch nie.

Keine Lust mehr.

Wozu noch irgendwas machen...

Sorry für den langen Text, ich weiß, dass das ein Mega-Gejammer ist. Aber habe das auch in der Hoffnung geschrieben (die dumme Hoffnung hat mich dazu gebracht, dass ich mich noch nicht umgebracht habe, leider), dass ich mich danach etwas besser fühle und ganz vielleicht versteht hier jemand, warum ich so fertig mit der Welt bin.
Danke fürs Lesen.

Tränendes Herzchen
 
.. ich sehe sowieso nur Fehler an mir.

Hast du eine Vermutung, warum es so ist, Tränendes Herzchen..?

Denn es könnte wiederum der Grund für deine Verschlossenheit und gleichzeitig für deine "Unsichtbarkeit" sein - du traust dich nicht nach außen zu zeigen, weil du glaubst, nur aus Fehlern zu bestehen (was ganz bestimmt nicht der Realität entspricht!).
 
Na ja also ganz so dumm kannst du nicht sein, immerhin studierst du das kann nicht jeder.
Leider ist es schon fast normal das die Menschen alleine leben, ich auch schon sehr lange.

Du schreibst du bist im Ausland und hättest kein Geld ??? kein Geld!
Warum wenn ich fragen darf bist du im Ausland und wovon lebst du ??

Deine Situation hört sich zwar nicht gut an, aber ich denke nicht das du deshalb gleich aus dem Leben scheiden solltest.
Dieses alles kleinreden kenne ich auch sehr gut, zu gut, ich fand und finde es immer noch grausam.
Wenn du dich von allem und allen ausschließt wirst du immer alleine bleiben, zudem kommt noch das niemand sieht wie schlecht es dir geht und so kann und wird dir auch niemand helfen.

Alles nicht so einfach, aber auch nicht unlösbar, von Suizid als Option reden wir garnicht, denn es wäre falsch.
Immerhin und wenn es einigergemaßen läuft hast du noch 60 Jahre vor dir, da kann und wird sich noch vieles ergeben.
 
Sorry für den langen Text, ich weiß, dass das ein Mega-Gejammer ist. Aber habe das auch in der Hoffnung geschrieben (die dumme Hoffnung hat mich dazu gebracht, dass ich mich noch nicht umgebracht habe, leider), dass ich mich danach etwas besser fühle und ganz vielleicht versteht hier jemand, warum ich so fertig mit der Welt bin.


Hallo Tränendes Herzchen (da war wohl jemand bei der Anmeldung schon nicht sehr optimistisch 😉),
vieles kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich bin zwar hier gerade bei meinen Eltern und Geschwistern, aber eigentlich wär ich jetzt lieber zu Hause, alleine. So wie ich es gewohnt bin und mich wohler fühle als in Gesellschaft anderer. So verwundert es auch nicht, dass ich mit den Leuten im Studentenwohnheim nichts zu tun habe und auch mit Kommilitonen nicht in Kontakt trete. Das Resultat ist jedenfalls alles andere als Zufriedenheit im Leben. Wenn man ständig alleine ist, gibt es kein großes Ziel im Leben, geschweige denn einen Sinn. Wieso sich also nicht einfach heimlich aus dem Staub machen?

Aber ist es wirklich dein/mein Wunsch, nicht mehr weiterzuleben? Ich denke jedenfalls nicht, dass es deine Sehnsucht ist, zu sterben. Deine Sehnsucht ist es viel eher, ein glückliches Leben zu führen, doch wäre das mit sehr viel Aufwand verbunden. Da ist es leichter, sich einfach zu wünschen, es gäbe einen selbst nicht länger.
Auch der Hass auf andere ist in Wirklichkeit nur der Neid auf deren glücklicheres Leben. Um sich das nicht einzugestehen, redet man sich lieber ein, dass man gerne alleine ist oder sucht sich immer neue Gründe, die einen die glücklichen Pärchen hassen lassen.

Ich weiß wie es ist, sich nicht öffnen zu können. Nicht mal im anonymen Internet fällt es mir leicht, aber ich versuche immer wieder in Beiträgen wie diesen auch etwas Persönliches einzubauen und drüber zu schreiben. Kaum zu glauben, wie es einige Menschen schaffen, den ganzen Tag nur von sich zu reden.

Eine konkrete Antwort kann ich dir leider nicht geben. Wenn ich die hätte, wäre ich nicht hier, sondern würde jeden Tag des Lebens genießen. Vermutlich wirst du keine gescheite Antwort bekommen, denn nur wer ähnlich denkt, kann dich verstehen und derjenige wird die gleichen Probleme haben.


dass ich mich danach etwas besser fühle und ganz vielleicht versteht hier jemand, warum ich so fertig mit der Welt bin.

Und, fühlst du dich jetzt besser? Ich kann mit der Auffassung "sich alles von der Seele schreiben" jedenfalls nicht viel anfangen. Vielleicht hilft es dir ein wenig, zu wissen, dass du nicht komplett unverstanden bist.


Grüße,
Invader
 
Liebes Tränendes Herz, mir tut es wirklich sehr leid und ich fühle mit Dir, wenn Du von Deinen Gefühlen sprichst, denn die empfindest Du nun mal.... Und da nützt es Dir nichts, wenn ich Dir erzähle, dass ich Menschen kenne, die gerne Leben wollen und unheilbar krank sind....... -und da nützt es Dir nichts, wenn ich Dir von Kindern ohne Bildungs- oder Ausbildungsperspektive erzähle.... Kinder, die durch die Bildungsarmut der Eltern noch nicht einmal einen Abschluss schaffen, geschweige ein Studium im Ausland..... Ich weiß nicht, wo Du auf der Strecke geblieben bist...Man muss auch Hobbies und Interessen haben, um sich selbst zu erhalten und sich für andere Interessant zu machen. -Aber dafür bist Du selbst veranwortlich. Schade, dass Du als intelligenter Mensch wohl viele Möglichkeiten, die Du vielleicht hast, nicht nutzen konntest! Ich hoffe, Du findest aus dem Dilemma heraus..... .... Also ich gäbe Dir gerne einfach mal einen Tritt in den A****! High Hopes
 
Hey an alle,

ich fühle mich gerade, gelinde ausgedrückt, bescheiden. Eigentlich sogar eher beschissen. Ich habe zu nichts mehr Lust und möchte eigentlich niemanden mehr sehen, mich soll auch keiner sehen. Ich melde mich gar nicht mehr bei irgendjemandem, bei niemandem.
Ich habe überhaupt keine Freunde. Niemanden. Ich möchte auch mit niemandem mehr reden, weil mich letztendlich alle immer nur verletzen. Mir wird gesagt, wie unsichtbar ich bin, meist durch die Blume und ich will das nicht mehr hören. Mir wird gesagt/gezeigt, ich hätte nichts zu sagen, und das auch durch die Blume. Man sagt mir, ich sei langweilig, merkwürdig oder man zeigt es mir, Verständnis erhalte ich von niemandem.

Ich bin zur Zeit im Ausland, und hab auch hierauf keinen Bock mehr. Ich hab aber auch keine Lust auf zu Hause. Ich find alles... BÄH.
Ich bleibe über Weihnachten und Silvester [bin absolut alleine] hier, weil ich a) kein Geld habe, um nach Hause zu fliegen und b) will ich das auch nicht unbedingt. Da gammel ich nur mit meinen Geschwistern, deren Frau/Mann und deren Kindern rum und werde noch frustrierter.

Mag ich unsympathisch erscheinen, aber ich HASSE gerade alle Paare und will von allen Paaren in Ruhe gelassen werden, auch von denen in meiner Familie. Aber auch sonst von allen Leuten. Na ja, Gott sei Dank interessiert sich ja sowieso keiner für mich. Ich möchte auch mit niemandem über das Thema reden. Über das Thema, dass ich noch nie eine Beziehung hatte und sowieso keiner checkt, was das bedeutet, schon gar nicht, wenn man schon 25 ist.

Auf mein Studium hab ich auch keine Lust mehr. Ich bin eh viel zu schlecht und weiß nicht, was ich denn damit anfangen soll, ich bleibe sowieso arbeitslos.
Ich kann nichts. Ich kann auch nichts Außer-universitäres, ich bin viel zu schusselig dafür. Ich kann nichts, bin nichts und seh auch nach nichts aus. Alle anderen sind besser als ich.

Die anderen machen diese Gefühle nur schlimmer, auch die in meiner Familie. Sie machen mich auf meine Fehler aufmerksam und ich sehe sowieso nur Fehler an mir. Sie behandeln mich so, als sei ich eine faule Kuh, die Hartz 4 empfängt und sie lassen mich das in jeder Sekunde spüren.

Generell lassen mich ständig alle spüren, dass irgendwas mit mir nicht stimmt.
Denke ernsthaft dran, das zu beenden, alles. Macht doch sowieso keinen Sinn. Ich kann gleich tot sein, das ist einfacher, dann muss ich mich nicht mehr verletzen lassen.

In meiner Familie sind alle sehr glücklich ohne mich. Sie haben ja alle ihre Familien, bis auf mein Vater, der auch alleine ist. Das tut mir zwar leid, aber das ist dahin gekommen, weil er gewalttätig war und alkoholkrank ist.
Ich kann ihn fast verstehen, zumindest, dass er alkoholkrank wurde. (Nein, ich bin es nicht, aber ich habe schon mitbekommen, dass es die einzige "Medizin" gegen einen viel zu schüchternen Charakter ist, aber ich halte mich da alles in allem trotzdem sehr zurück).

Wenn man sich niemals jemandem öffnen kann, immer verschlossen sein muss, weil irgendwas einen am Aufgeschlossen-sein hindert, zu dem man selbst keinen Zugang hat... das ist einfach nur grausam. Ich weiß, wie sich das anfühlt, leider.

Ich habe die Orientierung und das Ziel in meinem Leben verloren. Ich habe weder Hobbies, noch irgendeine Perspektive, die mich irgendwo hinführen könnte. Und in den Arm genommen werde ich auch nie.

Keine Lust mehr.

Wozu noch irgendwas machen...

Sorry für den langen Text, ich weiß, dass das ein Mega-Gejammer ist. Aber habe das auch in der Hoffnung geschrieben (die dumme Hoffnung hat mich dazu gebracht, dass ich mich noch nicht umgebracht habe, leider), dass ich mich danach etwas besser fühle und ganz vielleicht versteht hier jemand, warum ich so fertig mit der Welt bin.
Danke fürs Lesen.

Tränendes Herzchen



Dann dreh den Spieß um, werde arroganter und stoße die Menschen vor den Kopf manche brauchen das nämlich um wieder wach zu werden
 
Oh ja, das kommt mir alles sehr bekannt vor, ich versteh dich da nur zu gut...Bis auf das mit dem Ausland, das hab ich mir nämlich gar nicht erst zugetraut 😱 Darf man fragen, was du studierst und ob dich das Fach an sich nicht interessiert? oder dich nur das Drumherum, was ein Studentenleben so ausmacht, überfordert? Bei mir wars eine Mischung aus beidem.

und ja, es ist oft so, dass sich Leute, insbesondere die Familie, nur die Misserfolge bei anderen rauspicken und das ewig breittreten. und wenn man dann damit kommt "Aber DIESES und JENES hab ich gut gemacht" heißt es, ach das ist nichts besonderes, kann doch jeder, bringt dir auch nix usw.
und das verinnerlicht man. Man hat seit der Kindheit verinnerlicht, dass man das letzte Stück Dreck ist, für das in der Gesellschaft einfach kein Platz ist und findet sich selbst nicht mehr zum Aushalten und so uninteressant dass man die Leute schon von sich aus meidet.
Aber man ist irgendwie doch überzeugt, die wahre Freude nur in Gesellschaft zu erleben. Will man nicht doch gute Freunde finden. Teufelskreis.

*die Leute da draußen* wollen meist nur oberflächliche Freundschaften führen in denen es viel um Tratsch (sofern man denn mal ein Thema findet wo man mitsprechen kann) und Spaß geht und von Problemen weitgehend verschont bleiben, denn das stört ja irgendwo die rosarote Illusion um sie herum.
Die, die nicht so sind lernt man meistens übers Internet kennen, aber was nützt es wenn die dann zu weit weg wohnen.
Potenzielle Partner würgt man schon beim ersten Flirtversuch ab, weil man erst seine eigenen Baustellen in den Griff kriegen will bevor man andere in sein Elend mitreinzieht. Da hilft aber auch nicht die fiese Stimme im Hinterkopf, dass man so immer älter wird ohne mal Erfahrungen zu sammeln und dadurch noch unzufriedener wird.

Naja ich weiß nicht wie ich dir (und mir selbst) helfen kann. Ich sag mir immer wer bis zum HAls in der Scheiße steht darf erst recht nicht den Kopf hängen lassen.
Ich finds gut dass du für Alkohol nichts übrig hast, richtig so, lass bloß die Finger von dem Zeug! damit darfst du das zarte Pflänzchen der Hoffnung, das immerhin in dir ist, NICHT gießen!!
:blume:
 
Hast du schon mal an eine Therapie gedacht?

Es ist ungewöhnlich, in diesem Alter völlig allein zu sein.

Du hast sicher auch noch vieles aus deiner Kindheit zu verpacken.

Gönn`dir die Chance.
 
Hey ihr alle noch mal,

vielen lieben Dank für eure Antworten!
Ja, ich fühle mich momentan ehrlich gesagt extrem überfordert und finde daher für nichts einen Anfang. Ich studiere total die brotlosen Fächer... Sprachen und Philosophie. Ich hab ja nicht mal mehr Lust dazu, es bringt mich ja eh nicht weiter...

Und heute habe ich ernsthaft davon geträumt, dass ich von innen verschimmele und meine Körperteile alle abfallen. War schon sehr sehr komisch.

@High Hopes:
-und da nützt es Dir nichts, wenn ich Dir von Kindern ohne Bildungs- oder Ausbildungsperspektive erzähle.... Kinder, die durch die Bildungsarmut der Eltern noch nicht einmal einen Abschluss schaffen, geschweige ein Studium im Ausland..... Ich weiß nicht, wo Du auf der Strecke geblieben bist

Genau da wahrscheinlich. Ich stamme aus einer bildungsfernen Familie. Ich frage mich immer noch, wann sie lernen, zwischen Akkusativ und Dativ zu unterscheiden oder wann sie es lassen, Wörter wie "eigentlich" mit "d" zu schreiben. Ist zwar ein bisschen gemein, aber... Sie haben mich früher wirklich tagein, tagaus gequält, von wegen ich sei hässlich, dick etc. (ich bin nicht mal dick).
Allerdings haben meine Geschwister durch die Bildungsferne tatsächlich gerade kaum ihren Hauptschulabschluss geschafft. Ich könnte nicht einmal sagen, dass sie was dafür können. Mein Vater hat einen Förderschulabschluss und meine Mutter einen schlechten Realschulabschluss auf einer Gesamtschule gemacht (den Unterschied bei meinen Eltern habe ich aber immer irgendwie gemerkt).

In meiner Familie gibt es kaum Geld, wie man sich denken kann. Ich erhalte auch keine Unterstützung und muss eben von dem bisschen Bafög auskommen, was ich habe. Ich bekomme Auslands-Bafög. Das hat aber nicht gereicht, um nach Hause zu fliegen, deswegen war ich gestern ganz alleine hier.

Ich will nicht sagen, dass meine Familie mich nicht liebt. Das englische Sprichwort "You never miss the water until it's gone" trifft aber auf sie zu, deswegen vermissen sie mich nur, wenn ich ganz weit weg bin. Um irgendwie von ihnen wertgeschätzt werden zu können, muss ich unerreichbar für sie sein. Das geht nur, indem ich im Ausland bin oder tot bin.

Ehrlich gesagt merke ich auch selbst, dass mir die nötige Bildung zum Studieren fehlt. Das, was ich weiß, habe ich zum größten Teil aus der Schule. Das ist einfach verdammt wenig, und reicht einfach nicht. Die anderen wissen und können alle viel mehr als ich, wohl auch, weil ihnen von zu Hause aus viel Wissen mitgegeben wurde. Mit Sicherheit haben einige von ihnen auch viel mehr Potenzial als ich. Ich beneide z.B. die ganzen Leute, die es schaffen, Stipendien zu bekommen, oder diejenigen, die schon mit 22/23 ihren Master in der Tasche haben, und das auch noch richtig gut.

Ich bin mit 25 gerade mal im 5. Semester (Bachelor) und befürchte, dass ich mit den 6 Semestern nicht auskommen werde. Ich fühle mich einfach minderwertig, in allen Bereichen. Sei es sozial, sei es finanziell, oder sei es im Studium oder aber auch bezogen auf das Aussehen.

Ich würde so gern neben dem Studium jobben, wirklich. Aber ich KANN einfach nichts! Scheinbar versteht keiner, dass ich nur deswegen nicht jobbe, weil ich mir nichts zutraue. Was soll ich denn machen? Was soll ich überhaupt nach dem Studium machen?

Im Februar werde ich schon kein Auslands-Bafög mehr bekommen (ich muss/werde wohl ein halbes Jahr verlängern), muss einen neuen Antrag stellen und weiß nicht, wie ich die Zeit ohne Geld überbrücken soll.
Das ist alles so ätzend. Ich kann mich nie auf das Hier und Jetzt konzentrieren, weil ich mir zu viele Gedanken um die Zukunft mache. Ich kann nicht schlafen, weil ich rund um die Uhr verwirrt und nachdenklich bin.

Therapie? Hab ich schon mal gemacht. Da verdienen Leute Geld an mir, indem ich meine Zeit bei ihnen verschwende. Habe eher gedacht, vielleicht einen Workshop an der Uni zu machen oder so, in dem man sein Selbstbewusstsein trainieren kann. Das ginge aber auch alles erst in Deutschland...

Ich will nicht mehr den ganzen Tag alleine sein, und ich weiß nicht, wie ich jemals einen Freund finden soll, wenn ich es nie länger als ein paar Monate an einem Ort ertrage. Und wenn ich scheinbar nicht gut genug für eine Beziehung bin, da kommt beides zusammen.

Hobbies... Ich kann ja nichts. Hobbies, die ich mal hatte, sind eher Einzelgänger-Hobbies - sprich: Geschichten schreiben, dichten, zeichnen. Das darf man auch keinem erzählen, sonst ist man gleich der Freak des Jahrtausends...
 
erst mal wünsche ich dir noch frohe weihnachten, auch wenn du es leider alleine verbringen musst, was eigentlich schade ist, denn ganz allein sollte an weihnachten irgendwie niemand sein

wobei ich es mir auch schon oft gewünscht habe, aber dieses jahr war oder ist der rummel hier gott sei dank nicht ganz so schlimm wie sonst ...

darf ich fragen wie es eigentlich dazu kam, dass du dort jetzt allein und ohne geld im ausland bist?

war es vom studium aus oder warum, bzw wo genau eigentlich, bist du da?
 

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